120) Postkarte von Gran Canaria

Uuuuups. Schon wieder eine Woche rum und damit sollte ich mal Bergfest feiern. Die zweite Woche meines >Insel-Office, verbrachte ich auf Gran Canaria. Genauer gesagt, in Las Palmas. Hat mir sehr gut gefallen. Es hat genug Stadt, die ich als Berliner dann doch irgendwie brauche, aber eben auch Wasser, Hafen, Strand und Berge um die Ecke. Ein vitales Nightlife und Bike Sharing inklusive guter Fahrradinfrastruktur dazu. Somit konnte ich wunderbar arbeiten, aber trotzdem was von der Insel sehen. Und das alles bei 21°C und meistens Sonne.

Fangen wir mit dem Norden der Insel an, dem Zipfel über Las Palmas.

Dann etwas City und eine endlose Promenade zum Joggen und Radfahren … meine Schritte-App explodiert bald.

Am Hafen fragt man sich schnell … „Scheiße, wo haben wir nur unser Boot abgestellt.“

Und nun noch zur Umwanderung vom Bandama-Krater … dem schmalen Grat folgend. Ein Golfplatz grenzt an den Krater, würde mich ja schon mal interessieren, wieviele Golfbälle schon im Krater versenkt wurden. Dann noch rauf auf den Pico de las Nieves (1.900m hier nicht zu sehen, da Wolken) und alles wieder zurück.

Schön war‘s, komme gern wieder. Morgen geht‘s weiter auf eine Halbinsel 😉

119) Postkarte von Lanzarote

Mein erstes >Insel-Office habe ich in Arrecife auf Lanzarote bezogen. Auch wenn ich in erster Linie zum Arbeiten hier war, gabs natürlich auch ein bisschen was zu sehen. Mit einem Mietwagen kommt man recht flott überall hin.

Als erstes standen die Vulkane im Timanfaya National Park auf dem Programm. Echt beeindruckend, was die Naur so anstellen kann und ich bin heilfroh, nicht auf der Insel gelebt zu haben, als hier die Post abging. Bilder sind etwas blaustichig wegen der Fensterscheibe im Bus, Aussteigen war nicht.

In den von Lava geschaffenen Höhlen von Cueva de los Verdes geht‘s bis zu 40 Meter unter die Erde. Besser nicht drüber nachdenken.

Wind und Schifffahrt gibt‘s auch, in verschiedensten Variationen.

Man kann ewig weit am Wasser lang marschieren, Grüße vom Schrittzähler.

Sandstrände kann man auch finden, den von Famara zum Beispiel. Einmal nach links, einmal nach rechts und dann von oben.

Und wie das so ist, wenn man auf einer Insel lebt … wird man irgendwann kreativ … oder dreht durch.

Schönen Gruß an >Anke, es gab auch genug Sitzgelegenheiten zum Arbeiten, nicht alle ergonomisch dafür aber spektakulär.

Machen wir Schluss mit ein paar Bildern vom Hafen Arrecife und von der Promenade, meiner täglichen Jogging-Strecke.

Jetzt geht‘s ab auf die nächste Insel …

118) Postkarte vom Mischpult

Ein Jahresrückblick für 2024 zu schreiben, halte ich für verfrüht. Irgendwie habe ich das Gefühl, da kommt noch was. Bei den Konzertbesuchen kann ich allerdings ein Strich drunter machen, die Saison ist beendet und war sehr gut. Nicht überladen, aber hochwertig.

Hier also meine Konzerterlebnisse aus dem vergangenen Jahr

Ich fange mal mit November 2023 an, auch wenn es kalendarisch etwas aus der Reihe tanzt, war es gigantisch und der liebe J. und ich hatten einen verdammt guten Abend. Die Herren von Front 242 waren live in Heidelberg, mit Nitzer Ebb im Vorprogramm.

Im Januar und Februar hatte ich keine Gelegenheit für Konzerte, denn ich war ja >vier Wochen in Süd-Indien.

Im März zog es uns zu Nils Frahm in den Kulturpalast nach Dresden. Nils Frahm schätze ich sehr auf meinen Ohren, wenn ich mich mal abschotten will, aber keine Texte gebrauchen kann (z.B. im ICE vor dem Laptop).

Im Juni ging es zu den Jungs von Forced to Mode. Eine tip-top Depeche Mode Coverband war „zu Gast“ und performte ein super Heimspiel im Berliner Huxleys. Beste Wahl, wenn einem die Konzerte der senioren Engländer zu weit weg, zu teuer oder zu groß sind.

Im Juli war an Konzerte nicht zu denken. Wer hier regelmäßig mitliest erinnert sich vielleicht, dass ich >mich mit einer Kettensäge angelegt hatte.

Und dann war Nick Cave mit seinen Bad Seeds im September nach langer Zeit mal wieder zu Gast und hat eine ware Musikmesse abgehalten. „Into my arms … oh, Lord …“. Während ich das jetzt schreibe, treibts mir das Wasser in die Augen … die Zwiebeln fürs. Weihnachtsessen … ihr wisst schon.

Die Österreicher von Wanda kamen im September in die Nachbarschaft und unterhielten die Max-Schmeling-Halle. Wir hatten einen Stehplatz am Umlaufgitter, die Bar im Rücken, toller Abend, super Stimmung.

Im November ging es zu Tony Ann im Theater des Westens. Wahnsinn was dieses Klavier-Genie mit den Tasten anstellen kann. 

Wenn ich so meinen Laptop bedienen könnte, wie der das Klavier, würde ich sofort in Teilzeit gehen.

117) Postkarte aus Berlin … kann Spuren von Advent enthalten

Bevor die nächste Arbeitswoche wieder Performance, Passion, Agility, Creativity, Accountability erwartet, will ich noch ein paar Schnappschüsse aus Berlin teilen.

Mitte November hatte ich dienstlich in der westlichen City rund um den Bahnhof Zoo zu tun. Ich besuchte drei Tage eine Konferenz, zum Schlaumeiern, Arsch platt sitzen und Häppchen verdrücken. Einmal saß ich am Fenster und konnte das Treiben draußen beobachten. Am 18.11. abends dann ein Concert von Tony Ann und auf dem Heimweg ein Fernsehturm der wirkte, als würde er gleich abheben.

Gestern und heute ein Spitzen-Wetter in Berlin, kalt zwar aber sonnig und klar. Also raus zunächst in den Volkspark, Reste vom Herbst bestaunen.

Dann ging es weiter durch die Plattenbauten an der Moll-Straße. Auf einem Haus hält sich noch immer ein Schriftzug von Tatra Motokov aus vergangenen Zeiten, ein paar Hausnummern weiter prangt ein Schriftzug aus der Neuzeit.

Am Alexanderplatz wird gebaut, die Adventszeit begangen und auf dem Dach des „Hotel Stadt Berlin“ … ähm … „Forum Hotels“ … ähm … „Park Inn Hotels“ kann man sich nun auf 130 Meter die … Nerven … schaukeln (wer genau hinsieht, kann die Verrückten sehen).

Ein paar hundert Meter stehen Marx und Engels und schauen sich das Treiben an.

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Schade, dass die so schweigsam sind … wären heute sicher gut gebuchte Talkshow-und Podcast-Gäste.

Schönen ersten Advent!
T.Head

116) Postkarte aus Berlin … nich’ aus New York!

Die politische Großwetterlage zu kommentieren, dafür ist mir spätestens heute Morgen die Laune vergangen, als ich die ersten Nachrichten aus den USA hörte. Ich bin enttäuscht, entsetzt, frustriert … ringe nach Worten. Es scheint, „jemand“ hätte ein Gruppenticket für uns gebucht, für eine Zeitreise zurück in die Achtzigerjahre.

Geht es diesem Amerika wirtschaftlich wirklich so schlecht, dass eine schwarze Frau unwählbar war ist, stattdessen ein mehrfach vorbestrafter National-Narzist und Populist? Selbst für Menschen mit Migrationshintergrund und Wurzeln im lateinamerikanischen Süden? Wenn dem so ist, dann will ich da die nächsten Jahre auch nicht hinreisen. Ist ja armselig. Dann verstehe ich aber auch nicht, warum so viele Menschen weltweit genau dorthin wollen. Gut, dass wir unsere Pläne für den Sommer auf einen anderen Kontinent verlagert haben. Als Alternativprogramm für die aktuell laufenden Glückwünsche und Freundschaftsbekundungen (würg….) werde ich heut einfach mal ein paar Bilder von Berlin bringen.

Von der B-Seite, mal aus einem anderen Blickwinkel.

Also … eat this … ich frische derweil meine Russischkenntnisse wieder auf.

Muffel….

Zunächst ein paar Bilder aus der Ecke, wo das ursprüngliche Berlin mal stand. Über 200 Jahre bevor der Columbus überhaupt geboren war.

Die nächsten Bilder oben, unten, links, rechts von der Karl-Marx-Allee. Zeitweise Stalin-Allee. Auch eine Epoche, die hoffentlich nie wieder kommt.

Die nächsten Fotos vom Tanz der Kräne, Berlin will New York werden. Auf märkischem Sand. Na mal sehen, ob der trägt.

Und zu guter Letzt, der Fernsehturm. Das Wahrzeichen, dass mir zeigt, dass ich zu Hause bin. Auch wenn die Stadt manchmal sehr nerven kann. Aber da bin ich aktuell lieber in Berlin, als in New York.

Macht’s ma’ jut!

„I don‘t wanna wake up in the city that never sleeps …“

T.Head

115) Postkarte aus „almost“ London

Gestern hat es mich für einen Tag nach London verschlagen. Nein, nicht zum Shoppen, und wenn ich ehrlich bin, nicht mal nach London, sondern in einen Vorort nahe Heathrow. Und da ich angehalten bin, kostengünstig zu reisen, erfolgte die Anreise über Gatwick, was vielleicht kostengünstig ist, aber nicht gerade wirtschaftlich. Und schon gar nicht gut für den Bio-Rhythmus. Aber gut, will mich nicht beklagen, war eine nette Gelegenheit, das Höhlen-Office zu verlassen.

Der Wecker klingelte um 2:30 (!) Uhr, kurz danach stiefelte ich durchs menschenleere Berlin.

04:45 Uhr saß ich am Gate, Pünktlich 7:00 Uhr landeten wir in Gatwick, ein kurzer Weg zur Passkontrolle, viele Automaten warteten 07:15 Uhr auf die Einreisenden. Sollte also ein Kinderspiel werden. Also habe ich den neuen Reisepass in den Automaten gestopft, nix, wieder probiert, nix, nix, nix. „Please ask for Assistance“. Noch zwei weitere Automaten versucht, dasselbe Spiel. Ein Mitarbeiter in gelber Weste versuchte zu erklären, dass der neue deutsche Pass da noch nicht funktioniert. „German Passport – no go“. Damit durfte ich mich dann in eine Schlange einreihen, die sich vor einem Schalter aufreite, ich war nicht der einzige mit dem Problem. Zehn Meter hatte ich mich vorangearbeitet, da bat man uns, doch noch mal Automaten zu probieren. Und ich Blödmann folgte der Bitte und scheiterte natürlich wieder, was mich wieder zur Schlange führte. Diesmal aber 20 m weiter hinten hinten. Selber Schuld.

Gegen 7:45 Uhr hatte ich das Theater passiert, mich dann mit Southern Railway nach Clapham Junction durchgeschlagen, dann weiter gen Westen mit South Western Rail. Der Zielort stellte sich als kleines Nest heraus, typisch englische Häuser, kleine Einkaufspassage, ein Bürogebäude, zwei Hotels und ein Fluß namens Themse. Der Tag verflog mit Zuhören und Schlaumeiern. Um 16:30 Uhr hüpfte ich wieder davon, fuhr die ganze Tour rückwärts, 18:30 Uhr ein Sturzbier am Flughafen und dann ab zum Gate. 20:15 Uhr hoben wir ab, 00:00 Uhr war ich wieder zu Hause. Reicht auch.

Ein paar Eindrücke aus dem „Bacon-Belt“ Londons:

Der Bahnhof Gatwick ist ein architektonisches Prachtstück, aber immerhin kommen Züge und zwar pünktlich.

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Links und rechts der Gleise sieht man viele einfache „Townhouses“ in den Ortschaften. Gar nicht meins.

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In Clapham Junction kam ich mir vor wie ein Schaf, auf dem Weg zum Schlachten. Alles eilte von einer „Platform“ zur anderen. Und wehe du läufst mal rechts, da kommt es gleich über die Lautsprecher. „Der Festlandeuropäer möge doch bitte links gehen“. Aber immerhin sagen die das sehr „polite“ und nicht so ruppig wie in Berlin.

In Staines angekommen, navigierte ich zum Büro-Komplex und bekam einen Eindruck von dem Ort. Also wohnen will ich da auch nicht. Zu provinziell, die haben da nicht mal vernünftige Weihnachtsbäume und die Leute sahen irgendwie komisch aus.

Na immerhin kam ich gegen 10:00 Uhr noch kurz für ein Foto zur Themse … und dann zum Event.

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Zurück ging es dann mit Mondantrieb, um dann in Berlin gut 30 Minuten auf eine Bahn zu warten. Grmpf

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Tschüssi „London“ … das nächste Mal bleibe ich länger, schließlich war ich das letzte Mal vor über 30 Jahren in der Stadt

PS: irgendwo da hinten muss wohl die City sein

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114) Postkarte aus Nordspanien – 2

Auch in der zweiten Woche durch Nordspanien gab‘s so einiges zu sehen, Postkarten-Motive natürlich, aber auch ein paar Kuriositäten links und rechts des Weges.

Also los geht‘s.

Das Gebirgsmassiv Picos de Europa lädt zum Wandern, Berge gucken und Autofahren ein. Man sollte aber dem Navi nie blind trauen.

Das Fürstentum Asturien ist bekannt für hektoliterweise Sidre, Tonnen von Wurst, Käse und anderer Feinschmeckereien. Und Überbleibsel aus dem Mittelalter … und älter. 

In Ribadesella komme ich ernsthaft ins Zweifeln, ob der Kolumbus es wirklich bis nach Amerika geschafft hat.

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Gijón bietet ein munteres Kneipen-Wesen und hat einen kreativen Weg gefunden, mit all den leeren Sidre-Pullen umzugehen.

In León wird bis in die Nacht gezecht, aber wen wundert‘s, bei solch einer Kulisse.

In Tarragona, wurde ein Kreuzfahrtschiff von Ägyptern ausgeladen. „Hey, du da, in der weißen Hose … dreh‘ dich mal um.“

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Schön war‘s, 2.250 km durch den Norden Spaniens und neue Reisepläne für nächsten Sommer sind auch schon ausgearbeitet. Blöderweise auch noch zwei …

Ich schließe aus Barcelona mit den letzten beiden Bildern des Abends, selber Tag, selbes Fenster, nur 12 Minuten versetzt und ein anderer Zoom.

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Titelbild: Burgos

113) Postkarte aus Nordspanien – 1

So, die erste Woche haben wir geschafft, Zeit für eine kurze Postkarte aus Nordspanien.

Nach über 25 Jahren habe ich mal wieder Barcelona betreten. Und nicht nur ich, andere Touristen auch. Das Reisen wäre entspannter, wenn nicht immer ALL DIE ANDEREN Touristen dort wären.

Unten am Hafen liegt ein Renn-Segelboot, demnächst startet der America‘s Cup dort. Kolumbus zeigt übrigens nicht nach Amerika, sondern Mallorca. (gefährliches Halbwissen aus dem Netz). Die Barceloner hängen ihre Schuhe draußen zum Trocknen auf, sieht man in Berlin auch häufiger, kam mir schon immer Spanisch vor.

Der Gaudí hat sich für die heilige Familie was ganz Besonderes ausgedacht. Und ja, auch wenn mir der Draht „nach oben“ recht dünn ist, das Gebäude ist schon der Hammer (spanisch: Martillo). Wer keine Lust hat reinzugehen, wartet draußen in der Sonne.

In Saragossa (nettes „Städtchen“) melden sich zum ersten Mal die Temperaturen des Inlands und die Stadt wird zum Abend immer heißer. Die ganze City ist vollgepflastert mit Steinplatten, man fühlt sich wie Pizza aus dem Steinofen.

Auf dem Weg nach Pamplona geht‘s durch die Wüste Bardenas Reales. Sehr eindrucksvoll. Ich fühle mich wie Mark Watney, der auf dem Mars herumfährt. Das Auto sieht jetzt aus wie Sau … das kam im Film irgendwie zu kurz.

In Pamplona wirkt die Stierkampf-Arena wie ein Ufo, dass im Stadtpark gelandet ist. Auch Hemingway war hier. Das letzte Mal traf ich sein Counterfeit in >Havanna anno 2005.

Ernest, ¡salud!

Bilbao hat mir sehr gut gefallen, auch wenn Kunst natürlich Ansichtssache ist. Die Männer der Stadt wirken „untenrum“ etwas überladen, sollten mal zum Arzt gehen.

Bilder von San Sebastian kann ich nicht bieten, because of this > 83) Ob Murphy vielleicht Baske war? Im Nachhinein habe ich gelernt, dass auch > Sinnlosreisen schon an San Sebastian gescheitert ist. Das beruhigt. Schönen Gruß!

Santander kann man mitnehmen, wenn man auf dem Weg ist, muss aber nicht unbedingt sein. Die nächste Postkarte beginnt in den Bergen vom Nationalpark Picos de Europa … Cliffhanger … jetzt erst aber erst einmal Pause …

Grüße aus Nordspanien
T.

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112) Postkarte aus Bratislava

Die dritte Etappe unserer „Vater-und-Tochter-folgen-Isaar-und-Donau“-Expedition führt uns nach Bratislava. Einmal war ich schon dienstlich hier, hatte damals aber von der Stadt nix gesehen. Das sollte sich nun ändern und ich konnte die Buchstaben „SK“ auf die Liste der besuchten Länder setzen.

Der Tag begann mit einem zünftigen Frühstück, in einem großen Speisesaal, holzverkleidet und mit allerlei Viehzeug an der Wand.

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Am Donau-Ufer wurde allerlei Neues gebaut. Der Typ hier, ist nicht Otto Lilienthal, der sich verflogen hat, nein es ist … es war … Milan Rastislav Štefánik … ein echtes Multitalent. Siehe >WikiIMG_0459

Die Altstadt hat mir gut gefallen, nicht so laut und überrannt wie Prag, alles eine Nummer kleiner, aber sehr sympathisch.

Slowakisch, das lernt man auch relativ flott.

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Der Bildhauer, der das Eingangstor zur Burg gestaltet hat, stand entweder auf extremen Daten-und Persönlichkeitsschutz oder hatte keine Ahnung, wie man Gesichter macht. Geht aber auch ohne.

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Beim Blick von der Burg, lobte ich all die Windräder am Horizont, doch eine Kollegin korrigierte mich sofort, das sei bereits Österreich.

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Bratislavas Innenstadt ist von auffallend viel weißer Hautfarbe geprägt. Natürlich gibt’s den einen oder anderen Dönerladen, Vietnamesen oder Mexikaner (z.B. Mezcalli … lecker), aber es ist schon deutlich zu vernehmen, wer dort das Sagen hat. Aber ich will hier nicht rummeckern, es war ein schöner Tag …IMG_0473

…und an manchen Ecken der Stadt wurde ich an das Ost-Berlin der 1980 Jahre erinnert. Hier zum Beispiel ein Wandbild am Hauptbahnhof:

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Und damit schließe ich den Drei-Teiler ab. Acht Tage mit Koffer, Bahn und Tochter durch eine sehr interessante Ecke Europas. München, Bad Aibling, Linz, Budapest, Bratislava und nun wieder durch Tschechien nach Hause.

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111) Postkarte aus Budapest

Die zweite Etappe unserer „Vater-und-Tochter-folgen-Isaar-und-Donau“-Expedition führt uns nach Budapest. Knapp 30 Jahre ist es her, dass ich das letzte Mal dort war.

Die Innenstadt hat sich mächtig verändert, richtig schnieke ist sie geworden und kann mit den anderen Metropolen locker mithalten.

Ganz Demokratie-bewusst gingen wir recht flott zum Parlament, welches da immer noch gigantisch an der Donau steht. Die ungarische Fahne hängt natürlich draußen dran, eine ukrainische … oder mindestens mal eine europäische Fahne, suchten wir dort vergebens. Beim Kunstmuseum auf der anderen Seite der Donau, in Buda, haben wir dann die erste blaue Fahne entdeckt, Ja jut, bei der Kunst kann man das mal wagen, ist ja eh alles Geschmack-und Interpretationssache.

Die Donau war überdurchschnittlich gut mit Wasser gefüllt, Binnenschifffahrt und „Kreuz“fahrten fanden also statt. An der Kettenbrücke lagen zwei baugleiche Schiffe nebeneinander, draußen war ein Koffer-Pavillon für die chinesischen Gäste aufgebaut.

Appropos Kunst. Wie gesagt alles Geschmacksache, aber es bleiben Fragen. Zumindest bei dem Typen und der Gans dort. Wir spulen mal besser vor.

Bei dem Wandbild, wird es wieder klarer. „Ihr seid der Sauerteig der Stadt“ steht da … sinngemäß.

Die große Markthalle ist ein Besuch wert, in den nächsten Wochen gibt‘s jetzt erst mal Wurscht und scharfe Paprika. Hallo daheim, räumt ein Fach im Kühlschrank frei 😉

Hier noch ein paar Eindrücke und dann aber hopp-hopp ab nach Bratislava.

Sonnenuntergang an der Donau, nördlich von Budapest.

„Viszlát, hamarosan újra találkozunk“ …sinngemäß.

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