775) Erfrischende Videokonferenzen – Vol 6

In manchen Kellern des Hauses wurde kürzlich eingebrochen. Einige Bewohner verabreden sich daraufhin in der Chatgruppe zum abendlichen „Krisen-Meeting“ im Hauskeller. Einfach mal reden und das weitere Vorgehen abstimmen. 

Ein Meeting. Wie aufregend.

  • Was ziehe ich da bloß an? Schlunze oder Business Casual?
  • Und welches Headset nehme ich mit? In-Ear oder On-Ear? Beide?
  • Nehme ich die Onboard-Kamera oder die mit den Teleskopfüßen?
  • Das Ringlicht oder die fahle Deckenlampe im Untergeschoss?
  • Und der Hintergrund? Standard-Microsoft oder etwas Eigenes?
  • Das Mikrofon? Direkt oder doch lieber Noise Cancelling mit Ploppschutz?
  • Nehme ich etwas zum Sitzen mit? Den höhenverstellbaren Tisch?
  • Brauchen wir Loop, OneNote oder vielleicht ein Whiteboard?
  • Macht jemand Protokoll oder lassen wir die KI transkribieren?
  • Und gibt’s auch Kekse?

PS: Titelbild via KI … ich würde niemals so eine Hose anziehen 😉

Frühere Beiträge der Reihe:

772) Zwischen Welle und Workflow

Heute ist ein Feiertag.

Ich sitze an der Ostsee, eigentlich weit weg von Alltag und Arbeit. Trotzdem habe ich heute Morgen kurz den Rechner hochgefahren und meinem Kollegen in Indien geschrieben, ob er irgendetwas braucht, bevor ich zu einem Tagesausflug aufbreche.

Seine Antwort war freundlich und gleichzeitig interessant:

„Honestly, who thinks of work when you have such a beautiful place to be?“

Der Satz blieb hängen, hat mich im Auto begleitet und wenn ich beim Fahren in die Ferne schaue, fängt die Birne nun mal an zu zu rattern … dank der smarten Helferlein kann ich meine Gedanken diktieren.

Zwischen den Zeilen steckt oft eine Vorstellung, die viele vermutlich teilen: schöne Umgebung gleich Leben, all die Arbeit gleich Belastung. Als würde das eine automatisch das andere verdrängen müssen.

Aber so schwarz-weiß empfinde ich das gar nicht.

Natürlich ist Erwerbs-Arbeit zuerst einmal etwas sehr Pragmatisches. Sie finanziert unser Leben. Das Dach über dem Kopf. Familie. Gesundheit. Reisen. Mobilität. Sicherheit. Freiheit. Die Dinge, die wir liebgewonnen haben.

Eine Kollegin aus den USA sagte neulich einmal: „It pays the bills.“

Und vielleicht steckt darin auch eine gewisse Gelassenheit. Man muss sich nicht über alles bis ins Letzte aufregen, nicht jeden Ablauf in der Firma gut heißen. Am Ende soll der Job eben die Rechnungen bezahlen.

Aber Arbeit ist für mich eben auch mehr als das.

Arbeit bedeutet auch Sinn zu stiften. Herausforderungen zu knacken. Dinge verbessern. Probleme lösen. Kollegen helfen. Blödsinnige Prozesse umzukrempeln, um Ressourcen zu schonen und Menschen mit wichtigeren Dingen zu beschäftigen.

Und wenn man ehrlich ist:

Wer Vollzeit arbeitet und auch drüber, für den ist Arbeit nicht irgendein kleiner Nebenaspekt des Lebens. Rechnet man den Schlaf heraus, nimmt Arbeit einen enormen Teil unseres Tages ein. Wie sollte man das komplett aus dem Kopf löschen können, nur weil man plötzlich vor dem Meer steht und dem rythmischen Rauschen lauscht.

Aber vielleicht muss man das auch gar nicht.

Ich finde diese Vorstellung falsch, dass berufliche Gedanken an einen schönen Ort, den Moment automatisch kaputtmacht. Überhaupt nicht. Und nicht zu vergessen, hier oben leben Menschen, die jeden Tag hart arbeiten an einem schönen Ort.

Ich kann an der Ostsee stehen, auf die Wellen schauen und trotzdem kurz an ein Projekt denken. Das zerstört den Moment nicht. Genauso wenig, wie ein Gedanke an Familie, Alltag oder irgendein anderes Thema das Erlebnis zerstört.

Wichtig ist vielleicht eher, dass nicht nur die Arbeit im Kopf existiert. Sondern auch alles andere. Dass die Balance stimmt.

PS: Co-Creation Projekt mit KI
Diktat, Gesprächsführung: Ich, T.Head
Textliche Überarbeitung: Maschine

742) Madeira…er

Meine verbleibenden Tage hier auf Madeira kann ich schon an zwei Fingern abzählen. Ja, ich ahne schon, das Mitleid aus Deutschland wird sich in Grenzen halten (oaaaahh … das tut uns aber Leid … heul … jammer).

Also genieße ich das mal noch ein wenig, bevor es zurück in die hippe Hauptstadt geht, die eigentlich seit Neujahr entweder mit Böllern, Schnee, Eis, Split oder Hundescheiße bedeckt ist. Oder alles im Wechsel, Schicht für Schicht, festgetrampelt, so dass sich Geologen irgendwann dran erfreuen können.

Ich habe schon überlegt, für den Rückflug auf die Lufthansa umzusteigen,
denn die streikt wohl gerade,
und dann könnten sie meinen Flug absagen,
und ich müsste hier bleiben.

Denn Madeira ist um einiges kleiner, schöner, grüner, sauberer, aufgeräumter, trockener, bergiger, blumiger, sonniger.

Die Menschen sind freundlicher, entspannter, umgänglicher, einladender, ruhiger … ihre Base is‘ viel gechillter … sagt man das so?

Der Verkehr ist friedlicher, die Supermärkte offener, die Luft besser, die Nachmittage heller, die Luft wärmer … also im Prinzip ist hier alles … irgendwie …

madeira …

madeira…er

am madeira…igsten …

oder so

 

„Im Durchschnitt hast du in den letzten vier Wochen viel häufiger die Treppe genommen“, sagt die schlaue Schritte-App

Sonst 5 Stockwerke im Schnitt, die letzten vier Wochen 37.

Wow. Bergmensch.

738) Vollzeit in Ketten


Als ich gerade folgende Nachricht im Radio hörte, da blieb mir fast das Sonntagsbrötchen im Halse stecken.

Der Wirtschaftsflügel der CDU (MIT) will den generellen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit abschaffen. Künftig soll Teilzeit nur noch mit besonderer Begründung möglich sein, etwa wegen Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Weiterbildung“ … so fasst mir die KI den Beitrag vom Deutschlandfunk zusammen.“

Die Folge war ein unmittelbarer Wutausbruch von dem ich mich nun wieder abkühlen muss.

Lieber Wirtschaftsflügel. Ja natürlich zahlen Menschen in Teilzeit weniger Steuern und weniger Sozialversicherungsbeiträge. Bei der eigenen Rente werden sie es später direkt über die Abzüge merken, beim Besuch einer Arztpraxis aber nicht, auch nicht bei den Diensten von Polizei, Justiz und Feuerwehr. Die können Teilzeitarbeitende weiterhin voll in Anspruch nehmen auch wenn sie weniger einzahlen. Da ist was dran.

ABER: Bevor ihr uns an den Arbeitsplatz kettet, sorgt doch bitte schön erstmal dafür, dass die Sozialsysteme und Verwaltungen effizient arbeiten. Das spart Geld und dann entkrampft sich auch der Fachkräftemangel (zumindestens mal auf den Büro-Etagen). Eine Krankenversicherung wird nicht nur teurer, weil das Lebensalter steigt und Medizin leistungsstärker wird. Eine Verwaltung ist nicht per Definition aufwändig und komplex … sie wurde so gemacht.

In körperlich geprägten Berufen ist die Teilzeitquote bei Männern ohnehin niedrig. Bei Frauen ist sie höher – aber nicht, weil sie alle kollektiv „Work-Life-Balance“ spielen wollen. Sondern weil dieses Land es im Jahr 2025 immer noch nicht schafft, flächendeckend verlässliche, bezahlbare und flexible Kinderbetreuung anzubieten.

Ich hoffe ernsthaft, dass der Fachkräftemangel zu einem gewissen Level erhalten bleibt. Denn dann müssen sich Arbeitgeber etwas einfallen lassen, ihre Mitarbeiter zu halten oder neue anzuwerben. Unternehmen werden freiwillig flexible Arbeitszeitmodelle beibehalten, auch wenn es nicht im Gesetz steht. Sollte KI aber zu erheblicher Freisetzung von „Human-Ressourcen“ führen und damit ein Arbeitgeber-Markt entstehen, dann sieht’s allerdings schlecht aus.

So und jetzt gehe ich wandern …
noch ein wenig meiner Freiheit genießen.

Grüße von der kleinen Atlantik-Insel

PS: Titelbild via ChatGPT


702) 3-D-Druck im Kopf

Was mache ich hier überhaupt?

Diese Frage kam mir in den letzten drei Arbeitswochen immer wieder in den Sinn. Zunächst habe ich den bekannten „Urlaubskater“ nach längerer Abwesenheit dafür verantwortlich gemacht. Doch der Gedanke bleibt und er nagt.

Drei Wochen habe ich gebraucht, um all die E-Mails und Chatnachrichten weitgehend aufzuarbeiten. Jetzt habe ich wieder halbwegs den Durchblick,  von einem Plan möchte ich noch nicht sprechen.

Ich stelle fest, dass diese Wiedereinstiege nach dem Urlaub von Jahr zu Jahr schwerer fallen. Es fühlt sich an, als würde man direkt von einer ruhigen Urlaubsinsel auf eine achtspurige Autobahn teleportiert, irgendwo mitten in Manhattan. Natürlich suche ich die Ursache zuerst bei mir. Vielleicht liegt es daran, dass ich keine dreißig mehr bin. Sicherlich spielt das eine Rolle. Aber ich glaube, es hat auch etwas mit der heutigen Arbeitswelt selbst zu tun, mit dem Tempo, der Verdichtung, der permanenten Anspannung, die uns umgibt. Dem Druck. Jeden Tag.

Als ich in den 1990er-Jahren ins Berufsleben eingestiegen bin, war das Schlimmste, was passieren konnte, regelmäßig Überstunden machen zu müssen. Ansonsten kam zweimal täglich die Hauspost, hin und wieder ein Fax. E-Mails waren eine experimentelle Form der Kommunikation. Und wer in den Urlaub ging, hatte selbstverständlich eine Vertretung. Es gab Abteilungen, in denen mehrere Kollegen ähnliche Aufgaben hatten. Fiel jemand aus, wurde die Arbeit aufgefangen. Es war kein Paradies, aber in der Rückschau fühlt es sich fast so an.

Heute gelten Überstunden als verpönt, aus Gründen der Work-Life-Balance und im Sinne einer modernen Unternehmenskultur. Also wird das volle Arbeitspensum in die acht bis zehn Stunden gepresst, die man noch „offiziell“ arbeiten darf. Vertretungen gibt es kaum noch. Urlaubszeiten werden vor-oder nachgearbeitet, wer weg ist, ist selber Schuld.

Im Arbeitsalltag habe ich oft das Gefühl, ich stecke in einem Rubik’s Cube, diesem magischen Würfel, der aus vielen kleinen Würfeln besteht. Wahnsinn in 3D.

Die erste Dimension, symbolisiert durch die vertikale Reihe, steht für die Vielzahl an Eingangskanälen, die ständigen Unterbrechungen und das fragmentierte Arbeiten. Die Aufgaben kommen nicht geordnet auf dem Schreibtisch an, sondern prasseln in Echtzeit auf einen ein. Das überquellende  E-Mail-Postfach, mehrere Dutzend Chatgruppen, eine Meeting-Anteil von 70 Prozent des Tages. Man kann sich fast schon glücklich schätzen, dass man  kaum noch klassische Telefonanrufe bekommt.

Die zweite Dimension, die horizontale Reihe, steht für die kurze Halbwertszeit von Informationen und das Tempo, mit dem sich Aufgaben, Ziele und Technologien verändern. Kaum hat man ein Thema durchdrungen oder halbwegs abgeschlossen, ändern sich die Rahmenbedingungen. Mit etwas Glück muss man nicht alles wegwerfen, sondern kann es „agil“ auf neue Anforderungen anpassen.

Die dritte Dimension, die Tiefe des Würfels, beschreibt die Vielzahl an Anforderern, die zeitgleich etwas erwarten. Eine echte Priorisierung ist kaum noch möglich. Arbeitet man an einer technischen Krise, die Hunderte von Usern betrifft? Oder erstellt man besser die Präsentation für den Big Boss? Hilft man dem Kollegen, der einem schon oft aus der Patsche geholfen hat? Nimmt man sich die Zeit, dem Azubi etwas beizubringen? Oder erledigt man endlich das überfällige Datenschutz-Training, bevor man beim Chef angeschwärzt wird?

Ich schreibe hier oft mit einem Augenzwinkern, aber diesmal nicht. Denn ich mache mir ernsthafte Sorgen, wohin das alles führt. Wenn diese Taktung anhält, wenn dieses Maß an gleichzeitigen Anforderungen zum neuen „New Normal“ wird, steuern wir, so glaube ich, auf einen kollektiven Erschöpfungszustand zu. Dann steht selbst die KI ahnungslos da, weil die ganzen Erfahrungsträger nicht mehr da sind, sondern ausgebrannt auf der Couch eines Coaches liegen.

Neulich stand ich in einer Straßenbahn hinter der Fahrerkabine und schaute dem Fahrer über die Schulter. Da war sie wieder, diese Idee: Ein klarer Dienstplan, ein definierter Fahrweg, eine konzentrierte Aufgabe. Ein verantwortungsvoller Job, ohne permanentes Umtakten. Die Menschen warten auf einen. Sie freuen sich wenn man endlich vorfährt. Und wenn man aus dem Urlaub zurückkommt, hat sich die Strecke nicht verändert, es ist nichts liegen geblieben und es warten auch nicht 1.000 Nachrichten. Und wenn es mal eine Baustelle und Umleitung gibt, ist es vielleicht eine willkommene Abwechslung.

Kennt jemand einen Tram-Fahrer/In?

Ich würde da gern mal einen Tag mitfahren … nur mal so.

Kein Witz.

PS1:Titelbild via ChatGPT

PS2: vor sechs Jahren hatte ich begonnen, die Serie >New Work zu schreiben. Einige fanden das zu dystopisch oder abgedreht … nun was soll ich sagen ….

126) Postkarte vom Kap

Ich sage nicht welches Kap, bin ja nich‘ blöd. Hier ist herrlich Ruhe und das soll mal bitte noch ein paar Tage so bleiben.

Auf Insel-Office bin ich mal wieder, jawoll.

Warum schon wieder?

  • Weil mein Job nur WiFi, PC und Headset braucht,
  • Und mir mein Brötchengeber das ermöglicht.
  • -> BIG THANKS (kann man ja echt mal sagen).
  • Weil letzter wirklicher Urlaub im Oktober.
  • Weil Bedürfnis nach Tapetenwechsel.
  • Weil kein Bock auf Hitze in der Stadt.
  • Weil ich das mag, total, und wieder.

„This is the end of the world as we (I thought to) know it“, kann ich als Ost-Berliner Pflanze vor mich her singen. Weiter nördlich kommt nix mehr, nur noch 60 km Wasser und dann Schweden und das teure Bier.

Die wenigen Einheimischen hier sind nordisch „nett“ und wortkarg. Kein Wunder, hier triffst‘de kaum einen. Touristen sind nur wenige am Tage da, dann hauen die wieder ab. So isses gut.

Am besten ist es 06:30 Uhr zum Joggen. Kühl, kein Schwein, kein Hund … vielleicht ein paar Hasen.

Caspar David arbeitet auch hier und ist jeden morgen vor Ort. Der macht weniger digital mit Computer, mehr analog mit Pinsel. Für ein Selfie ist er immer zu haben.

Und der Osten scheint im Westen angekommen … oder eher anders herum. Schilder, Schilder, Schilder. Warum? Für wen?

Manch Projekt erzählt von Träumen, von Auf-und Abstieg … fast wird es wieder politisch …

… aber nee, ich möchte schließen mit zwei Bildern, die für mich der Inbegriff für Mecklenburg Vorpommern, Brandenburg … Heimat sind.

Welcome home.

Schön.

658) Mindestens haltbar bis 2027

Ungefähr 200 Eltern und Großeltern haben in der Turnhalle platzgenommen, dem Anlass entsprechend, festlich gekleidet. Musik ertönt vom Band, 60 Jugendliche schreiten durch den Mittelgang nach vorn auf die ihnen zugewiesenen Plätze zu. Erste Taschentücher werden gezückt.

Der Schulleiter, ein hagerer Sportsmann, mit langen, ergrauenden Haaren zum Zopf gebunden, betritt die Bühne und eröffnet die anstehende Feier mit den folgenden Worten (stark zusammengefasst).

„Liebe Schülerinnen und Schüler… Eltern … Kollegen,… Ich begrüße Sie herzlich zur Ausgabe der Abitur-Zeugnisse … und möchte mit einer guten und einer schlechten Nachricht beginnen. Die Gute zuerst, ihr habt es geschafft. Herzlichen Glückwunsch ihr gehört zu den Besten. Nun zur schlechten Nachricht: Ende 2027 ist das alles nichts mehr Wert, denn ein jüngst veröffentlichtes Szenario skizziert einen Weg, an dem zum Ende eine „Artificial Superintelligence“ (ASI) hunderte von Aufgaben gleichzeitig übernehmen kann, wie hochleistungsfähige Forscher wirkt und Wirtschaft, Sicherheit und Technologieentwicklung direkt beeinflusst.“

Im Saal war Ruhe. Dem einen Elternteil klappte die Kinnlade runter, der andere wechselte auf dem harten Stuhl die Po-Backe.

Das Ding hatte gesessen, besser kann man eine zweitstündige Feier zur Zeugnis-Ausgabe an 18/19-jährige Menschen nicht eröffnen. Der Schulleiter sprach eine ganze Weile, endete dann nicht ganz so dystopisch und zeigte Berufsfelder auf, bei denen die KI noch lange nicht so weit ist. „Schreiner, Baufachleute, Pflegeberufe, Lehrkräfte“ zum Beispiel. Na Supi.

Gut, dass die Jugendlichen in den ersten Reihen heute ihre Zeugnisse von einem naturwissenschaftlichen Gymnasium abholen und demnächst eigentlich studieren wollten.

Etwas Musik zur Auflockerung wäre gut. Das Rednerpult stand aber noch im Weg und wurde kurzerhand vom „Chef“ der Technik-AG (nennen wir ihn mal Tim) mit lautem Knarren von der Bühne gezerrt. Eine Szene wie bei „Men in Black“ … herrlich.

Gut, dass Tim improvisieren kann und nicht nur endlose Texte generiert.

Der Tutor des Deutschleistungskurses hat einen lange Rede vorbereitet. Das Rednerpult muss wieder her. „Tim würdest du wieder …?“ knarrrrz …. quiiiiiiiietsch … „Ach so und ein Mikro bitte auch noch“. Tim flitzt und besorgt ein Mikro.

Gut, dass Tim zwei flinke Beine hat und kein immobiler Quanten-Computer ist.

Der junge Tutor beginnt, sich von seinen Schülern zu verabschieden, nach drei Worten bricht ihm die Stimme weg, ihm kommen die Tränen, den Gästen auch.

Gut, dass der Tutor Herz und Tränendrüse hat und kein virtueller Teacher aus der Cloud ist.

Die Gäste fangen an zu klatschen … weil sie es nicht ertragen können zuzusehen, wie dem Kerl da vorn Stimme und Knie versagen.

Gut, dass die Gäste viel Empathie und zwei Hände zum Klatschen haben.

Ein Taschentuch wird dezent von der Seite gereicht, weil jemand in diesem Moment da war … und einen solchen Bedarf bereits geahnt hat.

Gut, dass jemand mitdachte und eine Tissue-Box am Start hatte, ein Download oder 3D-Druck eines solchen Papieres hätte den zeitlichen Rahmen der Veranstaltung gesprengt.

Nach zwei Stunden ist die Veranstaltung beendet, die Absolventen halten ihr Zeugnisse in der Hand und sollen sich bitte draußen zum Jahrgangs-Foto einfinden. Ein Unwetter zieht auf … Abbruch … alle springen in die Autos und fahren heim.

Eine tolle Veranstaltung, mit viel Stoff zum Nachdenken. Für Ton-Techniker, emotionale Männer und Tissue-Box-Verantwortliche scheinen die Jobs erst einmal noch sicher. Für Gruppen-Fotografen auch … wenn das Wetter mitspielt.

https://ai-2027.com

PS: Titelbild via ChatGPT

637) Horror-Job

Manchmal gibt es Tage, dass ist man im Job frustriert und könnte sich über alles aufregen … und auch hinschmeißen. Dann beruhige ich mich und sage mir (und auch anderen oft), komm‘ reg‘ dich nicht auf … „andere sitzen bei LIDL an der Kasse … also jammer nicht und und weiter geht‘s  … man.“

Dabei ist das managen einer Kasse in einem Discounter ein ehrenwerter Job und bei weitem nicht der schlimmste Broterwerb auf Erden.

Ich hab mit ChatGPT diskutiert, wie wohl mein Horror-Job aussehen könnte, und heraus kam die folgende Stellenbeschreibung. Da krampft sich mir alles zusammen, die Fußnägel rollen sich rückwärts, ich bekomme Beklemmungen, Atemnot und der morgendliche Montag kommt gleich viel positiver daher.

Da stehe ich doch gern 5:15 mit den Vögeln auf und stehe 06:30 auf dem Sportplatz. Ick freu mir !!! Wirklich!

In diesem Sinne. Happy Monday morgen!

Assistant (m/w/d) – Basic Services & Office Alignment

Standort: Bürostandort im Herzen des Gewerbeparks – moderne Großraumbürofläche mit unmittelbarer Nähe zu Baumarkt und Schnellgastronomie

Arbeitszeit: Feste Kernarbeitszeiten: Montag bis Freitag, 08:00 – 17:00 Uhr

Arbeitsform: Vollständige Präsenz – direkter Austausch im Team vor Ort

Start: Zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Ihre Aufgaben:

  • Unterstützung des Teams bei der verlässlichen Umsetzung etablierter Abläufe im Bereich Basic Services
  • Pflege und Dokumentation wiederkehrender Vorgänge in einem gewachsenen Systemumfeld
  • Mitarbeit in einem klar definierten Workflow mit festen Freigabe- und Abstimmungsroutinen
  • Teilnahme an regelmäßigen Koordinierungsrunden zur operativen Ausrichtung im Office-Alltag
  • Enge Zusammenarbeit mit der Teamleitung zur Abstimmung von Prioritäten und Arbeitsaufträgen
  • Eigenständige Bearbeitung von administrativen Standardaufgaben nach bestehendem Vorgehen

Was Sie mitbringen:

  • Freude an geregelten Tagesstrukturen, festgelegten Verantwortlichkeiten und stabilen Prozessen
  • Sorgfalt bei der Umsetzung klar vorgegebener Abläufe und Dokumentationspflichten
  • Kommunikationsstärke im Rahmen regelmäßiger Rücksprachen mit Führungskräften und Kolleg*innen
  • Belastbarkeit in einem dynamischen Großraumbüro mit Präsenzkultur
  • Interesse an Aufgaben mit festem Erwartungshorizont innerhalb eines stabilen Systems

Wir bieten Ihnen:

  • Eine verlässliche Position mit klarem Aufgabenrahmen und planbaren Tagesstrukturen
  • Präsenzarbeit vor Ort mit täglichem Austausch im Team – kein Remote-Anteil vorgesehen
  • Förderung der Bewegung am Arbeitsplatz durch Teilnahme an unserer Initiative „Nimm die Treppe“
  • Kulinarische Grundversorgung durch nahegelegene Versorgungsoptionen, u.a. im benachbarten OBI-Baumarkt
  • Faire Vergütung im Rahmen branchenüblicher Einstiegsbedingungen – orientiert an bewährten Mindeststandards
  • Eine langfristige Aufgabe in einem eingespielten Team mit klaren Rollen und stabiler Aufgabenverteilung
  • Aktive Teilhabe an unserem lebendigen Miteinander: von der monatlichen Auszeichnung „Mitarbeiter*in des Monats“ über saisonale Tombola-Aktionen bis hin zu gemeinsamen Feiern bei Jubiläen und Verabschiedungen – wir pflegen Rituale, die verbinden

Richten Sie ihre Bewerbung per Post oder Fax an die Personalleitung, wir melden uns bei Ihnen.

Würg …

Macht mal … aber ohne mich.

PS: Kursive Teile von ChatGPT

629) Schienen-Office

Hatte ich in >Office, Office, Office nicht über all die verschiedenen Ideen zum mobilen Arbeiten geschrieben. Yep … ja hatte ich … gerade noch mal gecheckt.

Als ehemaliger Bahn-Muffel (ich gebe es zu) gefällt mir das immer mehr auf den Schienen zu arbeiten.

Vor ein paar Wochen hatte ich nach Frankfurt einen Einzelplatz mit Arbeitstisch und gigantischem Ausblick. Wirklich Klasse (kann man ja mal sagen), wenn die Bahn nun noch das WiFi stabil kriegt (besonders in Tunneln) bin ich schwer begeistert.

Ähnlich diese Woche nach Prag, mit Zug von Berlin, über Dresden in vier Stunden und dann wieder zurück, kannst‘de nich‘ mekkan. Das WiFi der České Dráhy hat angeblich mehr Sendekraft als das WiFi der Deutschen Bahn … wohlgemerkt im selben Zugteil. Häh???

Also konnte ich vertieft arbeiten und ab und zu mal einen Blick aus dem Fenster werfen, während wir durchs Elbtal kurvten. Schwer begeistert.

Hier wollte ich versuchen, den „Rübezahl“ vor die Linse zu bekommen, in dem Moment kam uns ein endloser Güterzug beladen mit Autos entgegen.

Alles in allem ein super experience.

Also wenn ich mal wieder Bock auf Schienen-Office habe, buche ich mir irgendeinen Zug, arbeite unterwegs und komme abends wieder.

Einen Wunsch hätte ich vielleicht noch. Stehtische … dann muss ich dazu nicht das Koffer-Regal nutzen.

So, ich gehe jetzt mal in die Mitropa … oder wie das neuerdings heißt.

Gefunden!

622) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 3

Während es in >Teil 1 um den frühen Morgen und bei bei >Teil 2 um die Arbeit ging, lassen sich weitere erstaunliche Effizienzen in Freizeit, Familie und Haushalt generieren. Also nicht, dass ich so ticke … nein nein … ich habe das von einem Freund gehört. Türlich …

Also los gehts:

  • Ab der zweiten Hälfte des Frühstücks schon mal langsam anfangen, Marmeladen-Gläser zu schließen und die Butter verpacken. Die eigenen Krümel und die des Nachbarn mit der Handkante von der Tischplatte auf einen Teller schieben. Kommt super an, probiert es mal aus
  • Recht ähnlich beliebt ist, bei Telefonaten und Treffen auf den Small Talk zu verzichten und gleich beim Thema einsteigen. Ganz besonders bei Frauen und auch auch Bekannten in Asien. „Tach … erzähl, worum geht‘s?“
  • Teller in der >Spülmaschine nach Größe sortieren. Dann kann man gleich fünf auf einmal ausräumen und in den Schrank wuchten. Das schont zudem den Rücken und minimiert das Risiko, sich den Kopf an einer offenen Schranktür zu rammeln. Der Freund hat auch ausgerechnet, dass sich ein Sortieren des Bestecks vor der Spülung nicht lohnt. Es dauert länger verdrecktes Besteck einzusortieren, als sauberes Besteck auszuräumen. Also das klingt für mich nachvollziehbar.
  • >Socken mit Socken-Klammern in die Wäsche geben erspart nerviges Sortieren und die Vermisstensuche im Anschluss. Optional nur noch Socken in zwei Farben kaufen. Schwarz für den Job, grau für die Freizeit
  • Auch bei TV und Medien lässt sich viel Zeit sparen. Hörbücher mit 1,2- 1,4 Geschwindigkeit hören, solange man noch alles mitbekommt und es nicht nach Micky Maus oder den Schlümpfen klingt, alles gut
  • Die Nachrichten noch vor Wetterbericht und Glücksspiel verlassen, denn Wetter passiert so oder so und gewinnen tun eh andere, also kann man sich das auch  sparen und anderweitig investieren
  • Noch‘n Tipp von der Jugend. Schnürsenkel nicht mehr öffnen, sondern irgendwie reinrutschen … Schwerkraft und Druck halt „smart“ nutzen.
  •  

Bitte nicht nachmachen!

Effiziente Grüße … ick muss weita.

PS: Titelbild über WordPress KI

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