Die Vorbereitungen für die >große Fahrt laufen gut. Mit dem Auto ist alles klar, beim Material noch nicht ganz, aber immerhin steht inzwischen alles auf der Liste. Muss also nur noch abgearbeitet werden.
Zeit also, dem Smartphone einen neuen Akku zu gönnen. Denn beim Handy-Klempner vor ein paar Wochen wurde ich ziemlich verarscht. No-Name-Fabrikat, schlechter Akku, nicht mal eine Rechnung, Cash only … nun ja, selbst schuld.
Heute ging ich deshalb zu einem hoffentlich vernünftigeren Laden am Berliner Alexanderplatz. Um 10:15 Uhr schlug ich dort auf, das Ganze sollte nicht länger als eine Stunde dauern.
Eigentlich kein Problem. Eine Stunde kann man in der Ecke locker verbringen. Zumal dort gleich das große Sport- und Outdoorgeschäft mit den blauen Buchstaben ist.
Gefährlich … verführerisch.
Also zog ich durch die Gänge dort und anschließend noch durchs große Kaufhaus. A.k.a. „Centrum Warenhaus“ … a.k.a. „Kaufhof“ … a.k.a. „Galeria“ … a.k.a. … „Pleite“.
Und ich muss sagen: In dieser einen Stunde habe ich mir erstaunlich oft an die Stelle der Hose gefasst, an der sonst das Telefon steckt. Wie ein Raucher, der seine Taschen abklopft, um sicherzugehen, dass die Kippen noch da sind.
Immerhin fiel es mir selbst auf. Also setzte ich mich für ein paar Minuten an die Springbrunnen hinter dem Fernsehturm in die Sonne.
Kurz und intensiv.
Auf einmal starteten Filme aus frühester Kindheit. Dazu das vertraute Plätschern des Wasserspiels. Der Autolärm verblasste. Selbst die Spinner mit ihren Bluetooth-Boxen in der Nähe wurden immer leiser.
Nur mal für einen Moment die Augen schließen.
Ganz ohne Handy.
Ganz ohne Batterie.
PS: Titelbild via KI … ich hatte ja kein Handy dabei …
Festnetztelefon: Düdeldüt, Düdeldüt Tochter: Ja, Hallo Onkel: Ich bins … Problem … knirsch … Handy verloren … habt ihr noch … altes Gerät … rausch … vielleicht … leihen? Tochter: Wir gucken mal nach, melden uns. Onkel: Aber nicht auf dem Handy … habe ich ja … nicht… mehr … weißt ja … Tochter: Ja, ja…
Tochter: Haben wir noch alte Handys? Mutter: Ja, bestimmt. Vater: Guck’ mal da im Schrank, such dir eins aus. Apple, Samsung alles da. Tochter: Cool, ich rufe den Onkel an.
Festnetztelefon: Freizeichen … wähl … düt, düt, düt Tochter: Kannst ein Handy haben. Onkel: Ich … hab‘ … Handy gefunden … lag hier … einfach so Tochter: Häh? Tochter: Blickt fragend zum Vater, reicht ihm das Festnetztelefon Vater: Wir haben alte Handys hier, Bruder. Komm doch vorbei! Bruder: Rausch … knirsch … ein Handy gefunden … Vater: Ja, ist doch toll. Dann ist doch alles gut. Bruder: Rausch … würden es gern übergeben, wir sind hier … Knirsch Vater: Häh? Wie bitte? Wer wir? Bruder: Na wir und das Handy? Vater: Gehts dir gut mein Bruder, hast du zu viel gefeiert? Bruder: Ich bin kein Bruder, ich bin Typ, ich hab das Handy gefunden.
Vater: …
Vater: Ähhhhhmm. Ich verstehe … erst einmal danke, dass ihr anruft. Wirklich nett Typ: Ich hab nicht angerufen, du hast doch angerufen Vater: Ich doch nicht, meine Tochter hat … auf dem Festnetz … meines Bruders … ach vergiss es … Typ: Das Telefon lag hier und hat gebrummt, da sind wir rangegangen Vater: Warte mal, ich rufe meinen Bruder … also den Eigentümer … an Typ: Ach das ist gar nicht dein Handy? Vater: Nee, gehört meinem Bruder Typ: Aber warum rufst du dann du dem Handy von deinem Bruder an? Vater: Schwer zu erklären … warte mal
Mutter: Freizeichen … wähl … düt, düt, düt Bruder: Ja Mutter: Hier ist ein Typ, der hat dein Handy gefunden Bruder: Wo? Mutter: Na, hier am Handy.
Bruder: …
Bruder: Ja aber ihr solltet doch auf dem Festnetz … Mutter: Ja, aber da ging der Typ dran Tochter: Ich habe nicht das Festnetz gewählt, sondern aus Versehen sein Handy Bruder: Schlaue Nichte … auf den Gedanken, hätte ich auch kommen können, dann hätte ich jetzt mit dem Typ reden können
Vater: Ahhhhhhhhhhhh
Typ: Wollt es ihr noch abholen? Vater: Ja, wo denn? Typ: Nähe Alexanderplatz, Weltzeituhr? Vater: Ok, kriegt er bestimmt hin, warte mal … Mutter: Hey Schwager, in 30 Minuten an der Weltzeituhr. Kriegst du dein Handy wieder, schaffst du das? Bruder: Ja, kriege ich hin, habe eine Pizza im Ofen aber die kann ich ja ausmachen Vater: Sag mal Typ, wie erkennt er dich denn da bei all den Leuten? Typ: Schwarzer Tommy-Hilfiger-Pullover, schwarzes Cape und eine Bauchtasche Vater: Mhm … nicht so einfach Vater: Hey, Bruder, wie erkennt man dich? Bruder: Ich werde einen grünen Hut aufhaben. Vater: Okay, Jungs, mach das unter euch aus, ich bin raus,
Epilog: die beiden haben sich Tatsache an der Weltzeituhr gefunden, das Handy und ein paar Scheine Finderlohn wechselten den Besitzer
Neulich war ich im Berliner Südosten in einem Versorgungszentrum. (Shoppingcenter kann man das nicht nennen). Die Wandgestaltung an der Rolltreppe wirkte wie aus der Zeit gefallen. Na, fällt es euch auf?
Menschen, die auf einem Rollband hintereinander stillstehen und in den Himmel gucken? Gibt’s doch gar nicht mehr. Entweder wirst du von hinten überrannt oder vom E-Roller überfahren. Auf jeden Fall glotzen alle auf ihr Telefon.
Ich habe ChatGPT mal gebeten, mir mal bei der Erstellung eines zeitgemäßen Bildes zu helfen. So ungefähr sieht das heute aus.
Ganz gut getroffen, finde ich nur das mit dem Helm ist völlig unrealistisch.
Andere Beiträge zum wichtigsten Organ des menschlichen Körpers:
Heute war der große Tag gekommen. Die unangenehme Aufgabe, die seit Wochen beharrlich prokrastiniert wurde, musste vollendet werden. Auch wenn damit viel Schmerz verbunden sein wird. Eine Kiste voller Handys, Smartphones und Tablets sollten der fachgerechten Entsorgung zugeführt werden. Damit wir nicht nur deswegen zum Recycling-Hof gurken, wurde der Kofferraum mit weiterem Krempel aus dem Keller beladen, der auch schon länger für die Fahrt in den Schrott-Himmel vorgesehen ist.
Kurz nach 09:00 fuhren wir am BSR-Friedhof vor, senkten am Pförtnerhäuschen das Haupt und beschrieben die Wertstoff-Leichen, die wir im Kofferraum gestapelt hatten. Der Bestattungsfachmann im orangen Gewand nickte pietätvoll und sprach dann die letzten Worte.
Jut … nun … also …
Hartschalenkoffer in die 6
Bürostuhl in die 9
Lampen in die 4
Farbreste in die 1, uff’n Wagen stellen
Tretroller in die … äh … ist da ne Batterie drinne?
Ich: Nee, janz klassisch
… na dann oooch inne 9
Det Plastikding da wieder in die 6 … logisch
Die Kabel in die 4
Altholz inne 3, wenn Schrauben dran dann 9
Glas … können se ooch in Hausmüll packen
Und die Handys … haben die Akkus verbaut?
Ich: Mal so, mal so.
Jut dann Handys mit verbautem Akku zur 4, in die Rote Tonne, die davor steht. Handys mit herausnehmbaren Akku, bitte auseinandernehmen , Akkus in die rote Tonne, Handys in die 4.
Dass mein Nervenkostüm die letzten Tage vor Abreise extrem angespannt war, kann ich nicht leugnen … und das werden die mir nahe stehenden Menschen auch gemerkt / erlitten haben. Heut früh ging es los und es warteten dann doch so einige Überraschungen auf mich 😉
Kurz vor 06:00 Uhr marschierten wir los zur nahegelegenen S-Bahn. Die Ministerin für Familie, Kultur und Außenbeziehungen begleitete mich. Zwei Gepäckstücke rollten wir über den Berliner Asphalt, ein beliebtes Geräusch am frühen Morgen. Auf der Hälfte des Weges, kam mir die Frage in den Kopf, wo denn eigentlich mein Handy sei. Shit, das liegt noch an der Ladestation, der Akku ist schon sehr schwach. Ich bat die Ministerin schon mal weiter zu rollen, denn ich müsse nun zurückrennen. Tat ich auch, gut dass ich in Dänemark wenigstens zwei mal joggen war. Also zurück, hoch, Handy holen, runter und wieder zur Ministerin aufschließen und dann mit dem schweren Koffer die Treppe zur S-Bahn hoch. Hätte ich ein Belastungs-EKG dabei gehabt, hätte der Doktor Abbruch befohlen. Ein Minute verging und dann kam die avisierte S-Bahn. Das ging ja schon mal gut los.
Wir fuhren zum Berliner Ostkreuz, das Umsteigen zum Flughafen-Zubringer durchaus schon geübt, ich rollte der Ministerin hinterher zum Gleis 13. Da war aber gar nichts los außer „Kein Zug-Verkehr“. Die 13 ist keine gute Zahl. Sie checkte die App, „oh … Gleis 1 … sorry“. Also wieder flot, flot zum Gleis 1, bei Zieleinlauf war der Regio gerade eingefahren. Ich hoffte, das ginge jetzt nicht so weiter.
Die nächste Hürde war die Koffer-Abgabe. Obwohl der Lufthansa-Automat mich identifiziert hat, wollte er Buchungsnummer oder Ticket-Nummer von mir wissen … nerv. „Wie hat ihnen der Vorgang gefallen?“. Roter Smiley. Die heimische Kofferwaage zeigte 23,3 kg an, die offizielle am Flughafen könnte also auch 24 kg anzeigen und dann müsste ich meine Unterhosen auf dem Fliesenboden ausbreiten und Dinge in Berlin lassen. Doch die Waage zeigte glatt 23 kg, genau das Maximum. So kann es gern weitergehen. Läuft!
Die Sicherheitskontrolle passierte ich ohne Stress, das gab‘s nichts Aufregendes, außer dass ich auf einen Berliner Comedian in Jogging-Anzug traf, der wohl auch früh aufgestanden ist. Seinen Namen verrate ich hier nicht, Datenschutz … aber wir haben sicher Einiges gemeinsam.
Nach 08:00 Uhr begann es in Berlin zu schneien, was zwangsweise die nötige Enteisung der Maschine bedeutete … in „Berlin aber nicht routiniert eingeübt“ ist und deshalb noch einige Minuten länger dauern kann, so der Captain über Board-Lautsprecher. 60 Minuten waren es dann bis der Flieger endlich abhob. Erneut Puls. „Wir sind uns ihrer Anschlussflüge bewusst.“ Gut so.
Der Transfer in München lief flott, kurz vor Boarding fand ich mich am Gate L13 ein. Oh Oh, schon wieder eine „13“. Wir durften einsteigen, die Flugbegleiterin wollte Bordkarte, Pass und Visum sehen. Visum?? Hier in München? Hatte ich nicht in Papier. Nur ein verwackeltes Photo auf DEM Handy (siehe oben). Das reiche vollkommen aus … sie müsse nur das Ablauf-Datum sehen … das auf dem Photo natürlich … nicht zu sehen war. Shit. Ich also wieder raus aus der Schlange, Laptop hochfahren, Windows-Anmeldung passieren …“last call for Passangers to Bengaluru“ … und das blöde PDF suchen. Mit dem Laptop auf der Hand durfte ich dann einsteigen.
In der Kabine war schon „Indian high life“, die Fächer voll und ich hatte Stress mich zu sortieren. Endlich saß ich auf meinem Platz und wollte das der Familie kundtun. Aber mein Handy war … wieder … weg. Erneut Puls, Panik. Taschen, Jacken, Rucksack alles durchgesucht, auch das große Staufach vor meinen Knien. Nichts. Aber es musste an Board sein, 100 %, denn ich hatte im Flieger noch mal nach meiner Platz-Nummer gesehen. Ich bat den Nachbar um Licht und wir suchten den Boden und die Spalten zwischen den Sitzen ab. Nix. Das kann doch nicht sein … „Boarding completed“ … ohne Handy bin ich total … „Bitte nehmen sie ihre Sitzplätze ein“ … angeschmiert! Grüße nach Berlin Mahlsdorf. Panisch ging ich zur nächsten Flugbegleiterin und jammerte von meiner Not. Ob ich denn schon in den Jacken, Taschen, Rucksäcken gesucht hätte, fragte sie. „Ja, natürlich, fünf mal.“ Und in der Sitz-Tasche vor ihnen auch? „Natürlich, zigmal“. Um ihr das zu beweisen, tat ich es noch einmal … diesmal aber im kleinen Staufach und siehe da … mein Handy.
Mir reicht’s wird für heute.
Schlimmer kann es heute nicht mehr werden. Aber wehr weiß.
Noch 3 Stunden bis Bengaluru.
Bloggen bei 1.085 km/h …
Wowwwww
Nachtrag 06-01-24, 03:00 Uhr Indian Time
Wir erreichten Bengaluru 30 Minuten früher, mich erwartete ein herzensguter Kollege, hat mir sogar ein paar Starter besorgt, jetzt noch einen Absacker und dann ab in die Falle
Ich möchte mich durchaus als technisch aufgeschlossenen Menschen bezeichnen. Ich stelle mich zwar nicht des Nachts vor ein Apfel-Geschäft und muss auch nicht jeden Scheiß mitmachen, aber wenn die Technik Sinn macht, bin ich gern dabei.
Aber manchmal komme ich mir dann halt doch vor wie ein alter Techno-Dino. Hier fünf gesammelte Kommunikationsfetzen der letzten Zeit. Weitere werden folgen 😉
Großes Kind: „Kannst mir mal die Mail-Adresse sagen?“
Techno-Dino: “sowieso@yahoo.de“
Großes Kind: „Jahu … was? Wie schreibt man das?“
Techno-Dino: „Wie soll ich dir das schicken? What’s App, Threema, Mail?“
Stammhalter: „Mail? Nee, da guck‘ ich nich‘ rein.“
Zusammen mit dem großen Kind blättere ich im Papier-Katalog des Wein-und Spezialitätenlieferanten aus der Toskana.
Techno-Dino: „Als du noch klein warst, da waren wir mal dort. Haben einen Bollerwagen voll Wein gekauft, habe dich sogar oben auf die Kisten gesetzt.
Großes Kind: „Echt? Sieht schön aus da.“
Techno-Dino: „Ich glaube ich bestell‘ uns was schönes.“ … in diesem Moment rutscht der Bestellzettel aus dem Katalog und fällt zu Boden … Großes Kind: „Wie? Kann man das einfach so ausfüllen?“
Ich gehe mit dem Stammhalter zum roten Elektro-Markt, will mich nach einem Headset umschauen. Der Stammhalter zeigt mit der Hand ans andere Ende des Ladens.
Stammhalter: „Da lang. Headsets. Da steht‘s.“
Techno-Dino: „Häh? Wo denn?“
Stammhalter: „Na daaaaa! Auf dem Schild steht‘s doch.“
Techno-Dino: „Mein lieber Sohn, da steht Herdsets“.
Stammhalter: „Was ist das?“
Seit Jahren bekommt die kleine Omma immer eine Postkarte von uns aus dem Urlaub. Manchmal gelingt es mir, diese Aufgabe an die mitreisende Jugend abzudrücken.
Techno-Dino: „Magst du die Karte schreiben?“
Großes Kind: „Kann ich machen.“
Techno-Dino: „Ach und dann noch die Marke draufpappen.“
Großes Kind: „Schreiben tu ich gern, aber ich leck‘ die Dinger nicht an.“
Und noch ein Screenshot aus den letzten Tagen, bei dem ich dachte, ich seh’ wohl nich richtig. Als hätte ich Dreck auf dem Display und müsste wohl mal mit dem Lappen drüber …
Dieser hat es aber nun auch verdient, in meine neue Reihe der Screenschrotts aufgenommen zu werden.
Wenn ich hier heute etwas sparsam an Worten bin liegt es daran, dass ich nur mit der linken Hand schreibe. Die rechte Hand schwebt in der Höhe, ich komme mir vor wie ein Erstklässler der was sagen will.
Was passiert ist? Nun ja, ich habe mit dem Stammhalter ein Kellerregal der Sorte „Einfachstes-Alu-Biege-Blech-Modell-aus-China-zum-niewieder-Auseinanderkriegen“ montiert und mir dabei einen Alu-Schniepel in den rechten Daumen gerammt, nicht weit vom Nagelbett. Na lecker. Und nun kann ich wenigstens bestätigen, dass so ein Daumen fürs Bloggen eigentlich recht praktisch ist.
Aber (r)egal, nun zum Thema:
Neulich war ich auf Mietwagen-Suche für den Sommerurlaub. Vier Türen, 3-4 Koffer, Rest Wurscht … das waren meine Filter. Die Preise waren alle recht ähnlich, aber das folgende Angebot, tanzte dann doch etwas aus der Reihe.
Zahle ich den also jetzt per Kreditkarte kostet der 1.800 EUR, zahle ich den erst vor Ort kostet der 7.600 EUR ?? Man ich will den nicht kaufen, sondern nur mieten!!!
Und weiter geht‘s mit Screenshots aus dem digitalen Alltag … ich sammle sie hier in einer neuen Reihe mit dem liebevollen Namen„Screenschrotts“. Und wieder suche ich nach einem feuchten Lappen, um mal gründlich übers Display …
Die Amazonen und die DHL haben sich kurz vor Weihnachten zusammengeschlossen, um mir eine Freude zu machen. Laut „LIVE-Zustellung“ liegt das Paket für den Stammhalter nun schon seit 4 Wochen im Postverteilzentrum und wartet dort wohl auf „Vorbereitung für die Verladung“.
Das Logistik-Zentrum liegt nur vier Kilometer von unserer Villa entfernt, ich würde es mir ja selber abholen, das ist aber nicht vorgesehen. Also schreibe ich über die Amazonen-App den Absender des Päckchens an und kriege prompt folgende Antwort.
Gut, dann wende ich mich halt an das DHL-Paket:
Liebes DHL-Paket, wo zum Henker steckst du? Was hast du gemacht? Bist du etwa eigenfüßig vom Förderband abgestiegen? Oder der Paket-Gewerkschaft beigetreten und verweigerst die Arbeit? Oder hast du dich selber an den meistbietenden DHL-Mitarbeiter verkauft? Habe ich nicht genug bezahlt?
Nun‘ sag‘ schon.
Wann kommst du endlich?
Wir warten nun schon seit 4 Wochen
Würde dir Ostern vielleicht besser passen?
Bitte melde dich doch wenigstens mal … wir können ja über alles reden.
Heutzutage vergeht ja kaum eine Stunde, in der man nicht auf irgendeinen Bildschirm, ein Screen oder ein Display glotzt. Selbst gewählt beim Online-Shoppen, Daddeln und Zocken oder eben ungefragt im Bus, Taxi und im Fußballstadion. Kann man zu stehen wie man will, aber eines ist glaube ich sicher: Weniger wird‘s wohl nicht.
Also gucken wir auf die Wetter-App statt in den Himmel, aufs Navi statt auf die Straße und dann ist das die Wahrheit, unabhängig dessen was um uns herum passiert.
Schon ein bisschen gaga irgendwie, aber immerhin versorgt uns diese „schöne neue Welt“ auch mit erstaunlichen Ergebnissen … und toller Screenshots … ähm … Screenschrott. Da wünscht man sich einen großen Lappen, um damit mal ordentlich über die Scheibe zu wischen.
Lufthansa und Fraport übertrafen sich neulich wieder mal selbst.
Während die Systemzeit meines Tablets auf 09.12.22 12:56 Uhr steht, und ich auf Besuch aus Indien warte, behauptet der Kranich immer noch, endlich 12:45 Uhr abgehoben zu sein, um dann bereits 12:55 Uhr wieder zu landen. Oh dann sollte ich aber mal schnell los zum Flughafen, „ich“ bin ja schon zu spät. Aber wie machen die das nur? Beamen die mittlerweile oder meinen die vielleicht den nächsten Tag?
Ich checke das besser noch mal auf einer anderen App 😉
Und ich verpasse dem Beitrag mal die laufende Nummer 1, denn da kommt bestimmt noch mehr
Das Urlaubs-Auto war voll gestopft mit Elektronik, ständig bimmelte, gongteund leuchtete etwas und verlangte meine Aufmerksamkeit. Vorbei die Zeit von „Aufschließen, Einsteigen, Anmachen, Losfahren.“ Was die heute alles so an Elektronik in die Autos packen … meine Güte.
Wo das wohl mal noch hinführen wird:
Atlas unterm Sitz ist out, macht die Navi-App
Schlüssel braucht man nicht, übernimmt die Finger-Print-App
Kleingeld in der Mittelkonsole unnötig, macht die Park-App
Türgriffe nicht aerodynamisch, also Private-Key-App
Sanifair-Bons fliegen im Auto rum, ab in die Wallet-App
Rückspiegel machen das Auto breit, also Kamera-App
Innenbeleuchtung teuer, nun Taschenlampen-App
Sani-Kasten kostet Geld und läuft ab, besser Health-App
Armaturenbrett muss man putzen, Armaturen-App
Lenkrad völlig überbewertet, wischen über Wheel-App
Motorgeräusche gibts nicht mehr, geht mit Vintage-Sounds-App
Frontscheibe teuer, nun also Windows-App, stürzt hoffentlich nicht ab
Reiseproviant vergammelt schnell, also besser Apple und Cookies mitnehmen
Irgendwann besteht das ganze Auto nur noch aus Apps, dann baut man keine Elektronik mehr in die Autos rein, man schraubt einfach vier Räder an eine App. Die Auto-App. Aber immerhin darf ich noch selber „fahren“ 😉
Und all das braucht Strom …
.. ach herrje …
… Spielverderber!
PS: Also ich muss mich jetzt ja mal selber loben … das mit Windows, Apple und Cookies … ist schon genial und verdient APPlaus.