141) Postkarte von der See – 2

Ein bisschen was arbeiten, ein bisschen Himmelfahrt und viel Tapetenwechsel. Das waren die Gründe für meinen Kurztrip ins Rostocker Umland. Und vielleicht auch einen Vorgeschmack kriegen auf die große Fahrt, die bald ansteht. Die Ecke hier ist mir nicht ganz unbekannt, aber es gibt doch immer wieder neues zu entdecken und natürlich auch die ein oder andere Skurrilität zu „knipsen“.

Los geht‘s:

In Wilhelmshöhe gibt‘s steile Küste und Brötchen mit Timmy. So war es zumindest war es die „hope“ und schon ausgeschrieben und bepreist. Nun aber haben sie ihn vertrieben und es gibt halt dann doch wieder nur Matjes und Bismarck. Na gut.

Die nächsten drei sind überhaupt nicht skurril, sie sind einfach nur da und für mich der Inbegriff von Oststee. Krüppelkiefern, Buchen, Steilküste, Sand und Dünen. Hoffentlich bleibt es noch lange erhalten und wird nicht irgendwann komplett vom Wasser weggerissen,

In Nienhagen ist der Strand schon recht schmal …

… da muss man kreativ werden und dann führt der Schulweg und die Techno-Parade eben über den FKK-Strand. Na und? Warum nicht?

Zu Himmelfahrt fuhr ich mal „in den Westen“. Für Kinder in der DDR war es noch nie verständlich, warum es im Westen auch eine Ostsee gibt. Das wollte ich mir mal genauer anschauen und in der Tat, die haben da auch eine Ostsee. Und es scheint sogar wirklich dieselbe zu sein. Verrückt.

In Priwall kann man sich noch einen Eindruck vom ehemaligen Grenzverlauf verschaffen. Heute merkt man es an der Stelle nur, weil der Straßenbelag auf einmal wechselt und Gedenkstein, Informationstafel und Wachturm an die ehemalige Grenze erinnern.

Aber wenige Meter später schon, in der Kleingartenanlage, merkt man, dass man eben nicht mehr in Mecklenburg-Vorpommern ist. Das ist schon offensichtlich, es ist eben doch nicht nur der Straßenbelag. Spätestens in Travemünde hat’s man dann kapiert. Travemünde war mir ein bisschen „too much drüber“. Zu geordnet, zu versiegelt … zu kommerziell und zu „versylted“. Pappiges, phantasieloses Fischbrötchen bei Gosch für‘n „Fünfer“ … nee Leute, da sollte ich am Nachmittag noch ein viel besseres bekommen.

In Timmendorfer Strand ging es etwas beschaulicher zu, aber auch dort viel zu viel Sonnenbrille, Halstuch und Stepp-Jacke und die ein oder andere Bausünde. Und man muss schon aufpassen, dass nicht ein U-Boot unter einem auftaucht in diesen Tagen.

Auf dem Rückweg stoppte ich kurz auf der Insel Poel. Lange her, dass ich mal hier war. Viel weniger Pomp und Steppjacke, dafür aber „best Fischbrötchen of the day“ für 3,50 und auch Transformation und Innovation kommen langsam hier oben an.

Vor Ort fand ich dann diese schmuckvollen Wandgestaltung. Ich habe sie in zweifacher Ausfertigung hochgeladen.

Urlaub 1986: „Michaeeeeel, Manueeeeeeela, ihr habt schon janz blaue Lüppen, Mensch. Macht mal Pause, et jibt gleich Mittach … zieht euch wat drüber und dann Abmarsch!“

Urlaub 2026: … nur 40 Jahre später

„Jeeeeeeeson, Schanaaaaaaaaja, wat hab‘t dann‘da? Nehmt dit bloß nich‘ in‘n Mund. Und passt uff dit Ei-Fon uff, damit da ja keen Sand rinkommen tut. Dit wa‘ teuer Mensch. Und hab‘t da euch ooch orjentlich einjekremt? Wegen die Sonne, vasteht‘da? Hab’t da schon Hunga? Ick meine, müssen wa‘ oooch nich‘. Wollten nur mal frag’n. Oder soll’n wa wat bestellen vielleicht? Müssen wa aba ooch nich‘. Könn‘ ooch wat selber machen, vielleicht …. ick meine nur wenna wollt … wir könn‘ ooch …“

Zum Ende noch ein paar Schnappschüsse aus Warnemünde und dann soll es auch mal gut sein.

Schön war‘s … bis zum nächsten Mal.

125) Postkarte aus Berlin … drinnen und draußen

Berlin im Juni ist großartig. Angenehme Temperaturen, alles schön grün … und die Leute … nun ja … sind halt so. Berlin bleibt doch Berlin.

Am Freitagabend noch, ging es zu Fuß durch die „City-Ost“.

Unter den Linden spuckte uns die U-Bahn aus und es war erfreulich wenig los.

vorbei an Russischer Botschaft und Hotel Adlon aufs Brandenburger Tor zu … und ich muss sagen, an der Stelle wo früher ein Geländer und darauf hinwies, jetzt mal besser nicht weiterzugehen … macht das jedes Mal was mit mir.

Weiter ging es auf die „Wiese“ vor dem Bundestag. Da standen zwar viele Leute, aber ein paar Schnappschüsse in der Abendsonne gelangen trotzdem.

Viele Menschen hatten sich versammelt haben, denn das Reichstagsgebäude sollte erneut „verhüllt“ werden, rein virtuell mit einer Lichtinstallation. 30 Jahre ist das schon her … Schluck. Und nun seht euch all die Handy-Displays an.

Am Samstag fuhren wir nach „janz weit draußen“ … in den Stadtteil Köpenik. Von dort ging es drei Stunden feucht-fröhlich per Schiffchen um die Müggel-Berge.

… und endete in zünftig-Berliner Kneipe mit Molle, Kassler und Buletten und trationellem Liedgut.

Schön, dass es so etwas noch gibt.

Danke für den tollen Tag.

Solang noch “Untern Linden”
Die alten Bäume blühn,
kann nichts uns überwinden.
Berlin bleibt doch Berlin

122) Postkarte von Himmelsstreifen – 3

Die erste >Postkarte von Himmelsstreifen entstand im Frühling 2022, als Flugzeuge am Himmel eine echte Rarität waren, die >Postkarte von Himmelsstreifen – 2 folgte dann im Dezember 2023, als nach der Pandemie wieder mehr geflogen wurde.

Nun herrscht wieder reger Flugverkehr und sorgt für tolle Malereien am Himmel, was da hinten aus dem Auspuff blubbert, darüber denken wir mal besser nicht nach.

Manchmal könnte man denken, der Flieger sei abgeschmiert … verschwunden.

Oder Meteoriten sind knapp über unseren Köpfen hinweggerauscht. Zum Glück hoch genug.

Oder die Stadt lädt zu einer Laser Show ein. Partyyyyyy!

  

Oder die Flugabwehr holt Raketen vom Berliner Himmel. Möchte ich auch nicht tiefer drüber nachdenken.

Oder ein Milliardär steckt seine Claims ab.

Noch gruseliger ….

 

117) Postkarte aus Berlin … kann Spuren von Advent enthalten

Bevor die nächste Arbeitswoche wieder Performance, Passion, Agility, Creativity, Accountability erwartet, will ich noch ein paar Schnappschüsse aus Berlin teilen.

Mitte November hatte ich dienstlich in der westlichen City rund um den Bahnhof Zoo zu tun. Ich besuchte drei Tage eine Konferenz, zum Schlaumeiern, Arsch platt sitzen und Häppchen verdrücken. Einmal saß ich am Fenster und konnte das Treiben draußen beobachten. Am 18.11. abends dann ein Concert von Tony Ann und auf dem Heimweg ein Fernsehturm der wirkte, als würde er gleich abheben.

Gestern und heute ein Spitzen-Wetter in Berlin, kalt zwar aber sonnig und klar. Also raus zunächst in den Volkspark, Reste vom Herbst bestaunen.

Dann ging es weiter durch die Plattenbauten an der Moll-Straße. Auf einem Haus hält sich noch immer ein Schriftzug von Tatra Motokov aus vergangenen Zeiten, ein paar Hausnummern weiter prangt ein Schriftzug aus der Neuzeit.

Am Alexanderplatz wird gebaut, die Adventszeit begangen und auf dem Dach des „Hotel Stadt Berlin“ … ähm … „Forum Hotels“ … ähm … „Park Inn Hotels“ kann man sich nun auf 130 Meter die … Nerven … schaukeln (wer genau hinsieht, kann die Verrückten sehen).

Ein paar hundert Meter stehen Marx und Engels und schauen sich das Treiben an.

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Schade, dass die so schweigsam sind … wären heute sicher gut gebuchte Talkshow-und Podcast-Gäste.

Schönen ersten Advent!
T.Head

109) Postkarte vom Spreewald

Der Nachteil der Arbeit im Höhlen-Office ist, dass man selten raus kommt. Also verordneten wir uns zwei Tage „breakout“ im Spreewald. Auf halber Strecke zwischen Berlin und Cottbus gelegen und easy mit der Bahn zu erreichen, gab es frische Luft, Ruhe und natürlich auch wieder ein paar Kuriositäten zu entdecken.

Auf dem Weg in den Spreewald hält man (… zum Glück …) nur kurz in Brand, da wo aus der aus einstigen Cargolifter-Luftschiffhalle ein Badeparadies unter einer Käseglocke entstand.

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Kurze Zeit später ist man Lübben oder Lübbenau. Der Spreewald ist bekannt für seine Gurken … man gurkt da quasi so durchs Leben und zwar erfolgreich.

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Oder man stakt faule Touristen durch die schmalen Kanäle und füllt sie mit Schnäpschen ab. Klopf, klopf. Herein.

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Man kann sogar bis zum Suezkanal fahren (rechts oben).

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Die örtliche Wirtschaft wirbt mit Anzeigen, Internet-Adressen sind noch nicht so oft zu sehen, aber Fax-Nummern.

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Da mittlerweile auch Chinesen und Inder in den Spreewald fahren, gibts jetzt manche Schilder bereits auf Englisch. Nur das traditionelle Gericht „Grützwurst mit Pellkartoffeln, Leinöl und Quark“ hat sich noch keiner zugetraut, das zu übersetzen.

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Lübbenau hat eine kleiner Brauerei, das Brauhaus Babben. Die kleinste Brauerei Brandenburgs. Klein aber fein.

Apropos Bier, die dortige Feuerwehr hingegen, scheint einen Vertrag mit einer Berliner Brauerei zu haben.

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Radfahren lässt es sich im Spreewald großartig, ich muss mich nur dran gewöhnen, immer häufiger überholt zu werden. Von rüstigen Rentnern auf ihren E-Bikes. Aber als eine E-Omi auf einer Fußgängerbrücke samt schweineschweren E-Bike rückwärts die Treppe runterrutschte, da durfte ich dann wieder ran.

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Busse fahren auch hin und wieder. Nur nicht so oft. Unbedingt was zu Essen einpacken, Stullenbrett gibt’s dort.

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Schön war‘s, aber bitte nich‘ weitersagen.

<— Weitere Postkarten

105) Postkarte von Peloponnes

Die obligatorische Postkarte von der Halbinsel Peloponnes muss schon noch sein, bevor der Alltag wieder losgeht und mich eine Bahnreise nach Hessen erwartet. Auch wenn mir diesmal gar nicht so viel verrückte, skurrile Dinge vor die Kamera gelaufen sind, dafür waren sie aber nachhal(l)tiger. 

Wie schon in > Athen hat auch hier auf Peloponnes die Erde zwischenzeitlich gebebt, zumindest war es über die Nachrichten zu vernehmen. Vor Korinth, da tat sich plötzlich die Erde auf und ich fühlte mich wie John Cusack im Camper des Blockbosters „2012“.

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Die Stadt Korinth selbst, hat es auch dahin gerafft, kaum ein Stein liegt da noch auf dem anderen. Das kriegen die nie wieder aufgebaut, reicht nur noch um Touristen tagsüber zu beschäftigen, aber wirklich leben kann da keiner mehr.

Die Katastropenschutzbehörden haben gigantische Suppenküchen mobilisiert, um die Bevölkerung … und natürlich uns Touristen … satt zu kriegen. Ohne Gyros und Souflaki geht hier nix, das versteht von selbst, sind quasi „ouzos“. Aber bald war alles aufgegessen und die späten Vögel guckten dumm in die Schüssel.

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Das Wasser ist blau-grün verfärbt, besser mal nicht reingehen, bestimmt voll mit Chemikalien. Widerwärtig. Fahrt da bloß nicht hin!

In Olympia habe ich die Damen nach Feuer gefragt, aber die sagten, es läge bereits eine Bestellung vor. Irgendwelche Pariser hätten wohl vorbestellt. Typisch…

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Dafür gibts es kleine gelegte Feuer überall und das ist schon etwas nervig. Die Griechen „Hinzos und Kunzos“ verbrennen auf ihren Grundstücken Laub oder so und das wabert dann durch Berg und Tal. Kein Wunder, dass es auf den Inseln im Hochsommer gern mal brennt.

Toiletten-Humor haben die Griechen auch. Like it.

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Fazit: Hat mir ausgesprochen gut gefallen. Frühlingshafte Landschaft im April, alles sehr grün und vital, aber eben bei sommerlichen Temperaturen, es gab nicht einen Niederschlag. Die Menge an Touristen war überschaubar, der Straßenverkehr war äußerst stressfrei, dank mobilem Netz, mangelte es nie an Podcast-Nachschub. 1.600 km haben wir in einer Woche gemacht und einen guten Mix aus Stadt, Strand und >alten Steinen gesehen. Ich spüre bei Griechenland ähnliche Schwingungen wie in Portugal. Man ist in der EU unterwegs, mit all seinen Selbstverständlichkeiten, aber die Leute sind nicht so nervig drauf wie im Land der Germanen. Alles geht einen Tick langsamer und damit angenehmer daher, Regeln werden „flexibel“ ernst genommen, sehr charmant. Da können wir uns gern mal zwei Scheiben bei denen abschneiden. Und ein weiterer Kandidat für Pläne zur Winterflucht wurde gefunden und ich fragte mich mehrmals … > Warum nicht einfach … hierbleiben? Aber natürlich, wir waren Anfang April dort, im August kann das schon ganz schön brutzelig dort werden. Sprachlich war alles völlig unkompliziert, alles Wesentliche war in Englisch zu lesen, und wenn mal nicht, dann half etwas Schulrussisch und Google Translate. Kulinarisch war es ober-angenehm, sowohl die Veg-als auch die Non-Veg-Fraktion der Reisegruppe fand immer was zu futtern.

Rückkehr erwünscht. Gern für länger.

104) Postkarte aus Athen

„Weiße Rosen aus Athen, sagen dir „komme recht bald wieder, sang einst ist die Nana, die einen Nachnamen trägt, der an ein griechisches Ofengericht erinnert. „7–10: Sonntagmorgen in Spreeathen“ … so hieß mal eine Radiosendung, damals wo in meiner Welt alles noch schwarz-weiß war und das Auto nicht mehr als 100 km/h fuhr. Heute fahren Autos über 100, aber das ist auch wieder doof.

Aber mittlerweile kann man nach Athen fliegen … schäm schäm … ick weiß … aber eine Bahnverbindung habe ich auf Anhieb nicht gefunden. Die Idee, nach Athen zu reisen, hatten andere Menschen auch. Das Internet muss in den letzten Tagen nur so mit Duck Face – Fotos von der Akropolis geflutet worden sein. Hier nich‘. Hier jib‘s heute Fotos (fast) ohne Menschen druff …

Oben auf dem Hügel wird kräftig gebaut, das Ding wird stellenweise abgebaut und zerbröselte Stellen werden wieder auf aufgefüllt. Die Steine werden am Rand zwischengelagert, irgendwer hat da hoffentlich noch den Durchblick.

Und selbst Lego kommt zum Einsatz. Hier der 10-er Block weiß und 5-er Streifen flach in weiß und beige.

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Mit den Verboten nehmen es die Griechen noch genauer als die Deutschen. Nüscht darf man mehr. Nicht sprayen, zelten , grillen … Schildkröten klauen auch nich‘. Man oh man. Am nächsten Tag auf dem Weg zum Panathinaikos Stadium haben wir doch glatt so ein Urviech gesehen.

Das alte Stadion ist schon irgendwie packend, nur warum da unten schwarzer Tartan-Belag kleben muss … ich weiß ja nich‘. Schotter, Sand oder so, hätte ich erwartetet.

Zeitgleich zu unserem Aufenthalt hier, gabs wohl mehrere Erdbeben, haben wir von zu Haue erfahren. Ich habe gut geschlafen, aber die Stadt sah danach schon wirklich übel aus. Kein Stein mehr lag auf dem Anderen, aber die Katastropennschutzbehörden der Stadt stellten umgehend große Kerzen auf.

Ansonsten liegen die Griechen eigentlich nur so rum, zeugen viele Kinder und wenden sich dann genervt ab. Das WLAN im Hotel ist etwas dünn, nix Netflix.IMG_9225

Auch bei der Handwerkskunst beweisen sie „großes“ Geschick und Detail-Versessenheit, wenn es darum geht, Flaschen zu öffnen.

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Athen ist eine Reise wert, hat mir sehr sehr sehr gut gefallen.

Ick‘ komm‘ bestimmt mal wieder.

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101) Postkarte aus Bengaluru – 3

Auch wenn ich natürlich in erster Linie hier bin, um zu arbeiten, gibt es natürlich links und rechts des Weges oder auch an den Wochenenden einiges zu entdecken. Und wie immer, gucke ich doch gar nicht so sehr auf die Main Locations, sondern eher so auf die kuriosen Dinge, und davon gibt’s in Bangalore nun wahrlich genug.

Nicht nur die Deutschen können Schilder, Inder auch.

Um die Ecke habe ich einen kleinen Park, eigentlich ein breiter Grünstreifen in einer Wohngegend, eingezäunt zieht der sich die Straße rauf. Ein paar Geräte für Kids, für Sportler auch, einen 400m Weg, auf dem ich ein paar Runden drehen kann (allerdings keine Freude bei der Luft hier) und an dem einen Ende gibt es eine Joga-Ecke. Man soll bitte ruhig sein, links und recht fahren Autos und Mopeds hupend vorbei. Ommmmmm!

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Kühe gibt es natürlich auf den Straßen auch, im besten Fall ein Einzelstück, im worst case eine Gruppe. Anfassen, Verscheuchen oder zu nahe dran vorbeifahren, kann Probleme machen. Also Geduld bewahren und … hupen … das darf man.

Ganz besonders irre sind die Moped-Fahrer, es gibt nichts, was es nicht gibt. Leider habe ich nicht immer die Kamera zur Hand oder die Bilder sind verwackelt. Der hier, hatte in der Handy-Halterung ein Cricket-Spiel laufen, aber immerhin hatte er einen Helm auf.

Der nächste Fahrer war auch lustig, leider auch etwas verwackelt. Der Reifen hinten war schon ziemlich matsch, also musste er sein Gewicht nach vorn verlagern, in Richtung Vorderreifen und hat sich schlauerweise auf den Tank gesetzt.

Und wenn die befestigte Straße voll ist, also eigentlich immer, dann nimmst du halt den „Grün“streifen … Sandstreifen, „find your way“ nennen sie das hier.

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Wenn man in Indien Tuk-Tuk meint, spricht man hier offiziell von Three Wheeler, im Alltag nennt man sie „Auto“ … aber English ausgesprochen … also so ähnlich wie „Aodo“. Als harte Verhandlungspartner, streckenweise stur, lenken die Fahrer die wendigen Gefährte durch den üblen Verkehr. Ich würde mal sagen, dass sich das Design in den letzten Jahren nicht / nur wenig verändert hat. Das Ding wird entweder barfuß oder mit Schlappen gefahren, neu ist, dass die Drivers mittlerweile auch alle ein Handy haben, entweder für Google Maps oder Uber / Ola oder für Sport und Bollywood.

Bei dem Vordermann geht man besser auf Tauchstation. Ich wollte ihn darauf ansprechen, dass die Straßenverkehrsordnung eine rote Fahne o.ä. dafür vorsieht, aber ich tat mich mit der Aussprache etwas schwer.
“ಒಂದು ಮೀಟರ್ ಉದ್ದವಿದ್ದರೆ ನೀವು ಕೆಂಪು ಧ್ವಜವನ್ನು ಹಾಕಬೇಕು“

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Freunde der veganen Küche und Hygiene-Nerds, Trigger-Alarm (!), vielleicht die folgende Bildersammlung doch besser überspringen. Das Vieh hängt bei 30°C den ganzen Tag am Rand ein Hauptverkehrsstraße.

.Diese farbenfrohe Deckenlampe hängt beim Chaiwala in der Nähe der Firma. In Deutschland wäre die Hölle los, zu Recht. Aber hier ist es einfach nur ein tausende Jahre alter Glücksbringer, den sich ein paar deutsche Großmachts-Psychopaten in den 1930-er Jahren angeeignet haben.

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Und sonst so? Viel mehr, als sich hier abbilden lässt! Mehrmals auf dem Motorrad hinten mitgefahren (Grüße von der Staublunge), zum ersten Mal Metro in Indien gefahren und endlich mal wieder Three Wheeler. Aufm Bauernhof gewesen, bei einer Moslem-Familie zum Abendessen auf der Erde gesessen (Grüße vom Knie), Probe-Alarm im Büro-Gebäude mit Räumung und Unterweisung erlebt, Probespiel fürs Cricket-Turnier morgen, diverse Stromausfälle, in Schlagloch getreten, umgeknickt, täglich in eiskaltem Meetingraum gehockt, erkältet, etc p.p.

Wird nicht langweilig

Aber so ist das in encredible India.

So, jetzt muss ich Schluß machen, morgen werde ich 07:00 abgeholt, 08:00 ist Antritt auf dem Cricket-Platz und ich mittendrin.

99) Postkarte von Fanø (DK)

Bevor Beitrag Nummer 100 dieser Kategorie, sehr wahrscheinlich aus Indien kommen wird (… was für ein Zufall …) folgt nun noch eine windig-feuchte Postkarte von der Insel Fanø. Die Insel ist nicht sonderlich groß und nur per Fähre zu erreichen.

Die Dänen sind aber ganz vorne dran, die angesagten Themen zu ermöglichen.

Nach Befahren der Fähre, geht man nach rechts, wenn man auf dem iPad rumdaddeln will oder nach links, zur Abteilung Yoga und Beckenboden-Gymnastik. Bisschen aufpassen muss man allerdings bei den Herren, die haben „untenrum“ in der Regel nix an.

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Auch hier ist natürlich ohne Moos nix los, ist aber nicht ganz so ruinös, wie eine Silvester-Feier in Schweden.

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Als deutscher Gast, stolpert man gelegentlich über die Hinterlassenschaften von Vorfahren. Überall hinterlassen die ihren Müll!

In den Dünen kann man endlos auf und ab stapfen, warm und winddicht eingepackt, kam ich mir vor wie Mark Watney im Außeneinsatz auf dem Mars.

Das Wasser bestimmt auch hier den Alltag. Entweder fehlt es oder die Hütte wird unerreichbar, kann nun aber „mit Pool“ vermietet werden.

Gäste aus Indien habe ich hier nur sehr wenige gesehen. Hat sich dann auch im Laufe der Tage aufgeklärt.

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Schön war‘s … iss‘es.

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—> Mehr Postkarten gibt‘s hier

98) Postkarte aus Berlin: Von anderer Seite

Für meine anstehende Fernreise, war ich neulich in einem Berlin-Souvenier-Shop … und nach sechs Minuten bereits wieder raus. Was für ein Blödsinn. Bierkrüge, Trabant-Modelle und Mauerstücke … vermutlich alles aus China. Das ist nicht Berlin. Hier mal ein paar Schnappschüsse von anderer Seite.

Buenos Aires, Paris, Athen … Berlin braucht sich nicht verstecken, wenn es darum geht wer den „längsten“ hat.

Der hier, ist eher etwas kurz geraten. Er ist nun echt nicht „Arm dran“ und hat deshalb „so‘n Hals.

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Licht angelassen? Brennt‘s im Turm? Jemand in Gefahr? Nee keine Sorge, nur eine Reflektion der aufgehenden Sonne.

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Gleich um die Ecke rammen sie nun ein paar Hochhäuser in den Berliner Sand. Blöderweise haben sich die Kräne, Krane, Krandingens verhakt. Stillstand. Nichts neues.

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Nein, auch Berlin hat kein AKW mehr, aber ein Planetarium mit Atom-Pilz.

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Der Straußberger Platz von oben. Im Mittelalter vor den Toren der Stadt gelegen, war in der Gegend der Richtplatz zum Kopf abmachen, Rothaarige grillen und so.

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Ein Halli-Galli-Retorten-Viertel, benannt nach einem Deutschen Auto-Bauer aus Schwaben … laaaaaaaangweilig.

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Berlin hat viel Wasser drumherum. Also noch zumindest. Blick von Plänterwald auf die Innenstadt. Einmal bei Licht, einmal nicht.

Ein Bahnhof der Ringbahn bei Nacht. Also ick muss schon sagen, hier wird viel gemeckert in der Stadt … aber so ´ne >Ringbahn hat schon was. Selbst wenn du mal wegnickst, bist du nicht automatisch verloren.

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Ein Wimmelbild vor dem S-Bahnhof Schönhauser Allee. Wenn man sich dort verabredet, kann ich nur einen Tipp geben. Einfach 15 Minuten eher da sein und dann nur gucken.

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Roller-Pest am Velodrom, Blick aufs ehemalige Schlachthofgelände.

Die nächste Postkarte kommt vermutlich recht hyggelig daher, mal sehen was mir in den nächsten Tagen so vor die Linse läuft.