„Dieser Werbespot wurde mit KI erstellt.“
Das hört man inzwischen immer häufiger zu Beginn eines Radiowerbespots.
Auf der einen Seite tut mir das natürlich leid für die Sprecherbranche, auf der anderen Seite wird’s vielleicht auch besser. Kleiner Seitenhieb an die Macher der schwäbischen Müsli-Werbung oder an dieses schreiende Kind, das ständig wiederholt, ich solle doch endlich zu Netto gehen. Mach ich aber nich!!!!!, schrei ich zurück.
Nun, es bleibt wohl nur eine Frage der Zeit, bis alle Spots im Werbeblock so beginnen. Oder man dreht den Spieß irgendwann einfach um, weil das Ganze ja auch Sendezeit kostet. Und Zeit ist Geld: „Dieser Werbespot wurde mit Menschen erstellt.“
Mannomann, wer weiß, wo das alles mal endet. Wo führt das noch hin?
Irgendwann schaust du aus dem Fenster und plötzlich erscheint im Glas: „Dieser Ausblick wurde mit KI erstellt.“
Du läufst über die Ziellinie eines Halbmarathons. 21 Kilometer, die Beine brennen, du bist aber stolz wie Bolle. Da meldet sich deine Smartwatch: „Diese Anstrengung wurde mit KI erstellt“
Du stehst mit 80.000 Menschen in einem riesigen Stadion. Die Menge tobt, die letzte Zugabe ist verklungen. Gänsehaut pur. Stadiondurchsage: „Achtung, Achtung. Musik und Show wurden mit KI erstellt“
Du triffst dich mit deiner „Flamme“ zu einem romantischen Dinner. Kerzenschein, ein Glas Wein, Piano … dann flüstert der Kellner: „Diese Flamme wurde mit KI erstellt … der Kellner übrigens auch … aber die Rechnung ist echt.“
Irgendwann schaust du zurück auf dein Leben. Auf die schönen Momente und die weniger schönen … bist aber im Großen und Ganzen zufrieden.
Und dann: „Dieses Leben wurde mit KI erstellt.“
…
„Ihre Meinung ist uns wichtig. Bitte nehmen Sie sich einen kurzen Moment Zeit, um Ihre Erfahrung zu bewerten.“
„Auf einer Skala von 0 bis 10: Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie dieses Leben weiterempfehlen würden?“
PS1: Danke lieber J. für diesen Impuls
PS2: Titelbild wurde mit KI erstellt … oh man








