789) Mein Wahlprogramm (11-20)

Wie ich bereits im ersten Teil meines Doppelbeitrags >Mein Wahlprogramm (1–10) beschrieben habe, verstehe ich nicht, warum aktuell rund jeder vierte Wähler sein Kreuz bei der AfD machen möchte.

Woran liegt das? 

Sind es die rechtsextremen Strömungen, die es in der Partei nachweislich gibt? Ist es gezielte Desinformation? Oder ist es schlicht Wut, Frust und Unzufriedenheit mit der aktuellen politischen Situation? Oder sind es am Ende tatsächlich die Inhalte des Wahlprogramms?

Unzufrieden bin ich ebenfalls, keine Frage. Aber Unzufriedenheit allein kann doch kein Grund sein, gerade diese Partei zu wählen. Ich kann nicht glauben, dass rund 25 % der Wähler sich Stillstand oder gar eine Verschlechterung der Situation wünschen.

Diese Fragen haben mich dazu gebracht, mein eigenes Wahlprogramm zu formulieren. Anschließend habe ich eine KI gebeten, meine Positionen mit den Wahlprogrammen der Parteien zu vergleichen, die drei größten Übereinstimmungen zu ermitteln und zusätzlich einzuordnen, wie die AfD zu den jeweiligen Themen steht.

Also, weiter gehts:

Punkt 11: Gesellschaftsjahr für alle

Alle jungen Menschen, unabhängig von Geschlecht, absolvieren nach der Schule ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr, sei es im Sozialbereich, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Pflege oder eben bei der Bundeswehr

Top 3: Union, SPD, Grüne

Die AfD legt den Schwerpunkt auf die klassischen Wehrpflicht für die Bundeswehr.

Punkt 12: Verkehr neu organisieren

Alternative Verkehrskonzepte sollen den Individualverkehr dort reduzieren, wo praktikable Alternativen bestehen, Ausbau von ÖPNV sowie intelligenten, vernetzten Mobilitätsangeboten (z. B. On-Demand-Verkehr, Sharing-Angebote, digitale Mobilitätsplattformen), die Kfz-Steuer soll nicht nur Hubraum und CO₂-Ausstoß berücksichtigen, sondern auch die Größe bzw. den Platzbedarf eines Fahrzeugs.

Top 3: Grüne, SPD, FDP

Die AfD setzt sich klar für den Individualverkehr ein, lehnt zusätzliche Belastungen für Autofahrer weitgehend ab.

Punkt 13: Klimaanpassung als Zukunftsaufgabe

Deutschland muss sich aktiv auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten, Investitionen in klimaresistente Städte, Infrastruktur und Landwirtschaft haben hohe Priorität. Hochwasser- und Küstenschutz, Hitzeschutz in Städten, Wassermanagement, widerstandsfähige Verkehrs- und Energienetze, diese Investitionen schaffen gleichzeitig Arbeitsplätze und machen uns fit für eine wärmere Zukunft

Top 3: Grüne, SPD, Union

Die AfD lehnt stellt viele Elemente der deutschen Klimapolitik infrage und betrachtet den menschengemachten Klimawandel deutlich skeptischer.

Punkt 14: Ganztagsschulen als Bildungs- und Gesellschaftsort

Ganztagsschulen sollen deutlich ausgebaut werden, sie entlasten Eltern und erleichtern Erwerbsarbeit, Schule soll nicht nur Wissen „von früher“ vermitteln, sondern auch Alltagskompetenzen, Werte, Zukunftsfragen und soziale Fähigkeiten, Kinder sollen dort mehr Raum bekommen für Demokratiebildung, Medienkompetenz, Klima, Technik, praktische Lebensführung und Berufsorientierung.

Top 3:  SPD, Grüne, Linke

Die AfD betont stärker die Elternverantwortung, klassische Wissensvermittlung und traditionelle Bildungsinhalte.

Punkt 15: Staatliche Zukunftsgestaltung

Der Staat soll gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Transformation aktiv gestalten statt nur auf Krisen zu reagieren, langfristige Entwicklungen (Demografie, KI, Klimawandel, Digitalisierung, Arbeitswelt usw.) sollen frühzeitig analysiert und öffentlich diskutiert werden, dafür braucht es eine dauerhafte Institution, z. B. ein Zukunftsministerium oder einen unabhängigen Zukunftsrat

Top 3: KI: „Dieser Punkt lässt sich erstaunlich schwer einer Partei zuordnen“, am Ehesten bei Grüne, SPD, wenige bei FDP

Die AfD versteht viele aktuelle Transformationsprozesse eher als politisch erzeugte Fehlentwicklungen und fordert häufig eine Rückkehr zu bewährten Strukturen.

Punkt 16: Europa als Werte-, Rechts- und Sicherheitsgemeinschaft

Europa soll mehr sein als ein gemeinsamer Wirtschaftsraum. Ich wünsche mir eine Europäische Union, die sich als Werte-, Rechts- und Sicherheitsgemeinschaft versteht, weiterentwickelt und perspektivisch auch erweitert. Aufgaben, die auf europäischer Ebene besser gelöst werden können, sollten dort gebündelt werden, während nationale Themen bei den Mitgliedstaaten bleiben.

Die AfD möchte keine weitere politische Integration der EU. Stattdessen fordert sie eine Rückverlagerung zahlreicher Kompetenzen auf die Mitgliedstaaten und stellt sogar die heutige EU-Mitgliedschaft Deutschlands infrage.

Punkt 17: Die Rente dem demografischen Wandel anpassen

Das Rentensystem muss schrittweise unabhängiger von der demografischen Entwicklung werden. Neben der gesetzlichen Rente sollen kapitalgedeckte Bausteine stärker ausgebaut werden. Mit steigender Lebenserwartung sollten auch längere Lebensarbeitszeiten möglich und selbstverständlich werden. Ja, schmeckt mir auch nicht, aber wird sich nicht wohl nicht ganz vermeiden lassen.

Die AfD befürwortet mehr kapitalgedeckte Altersvorsorge, lehnt aber ein höheres Renteneintrittsalter grundsätzlich ab.

Punkt 18: Regeln vereinfachen und vereinheitlichen

Deutschland braucht weniger unterschiedliche Regeln für gleiche Sachverhalte. Vorschriften sollten bundesweit möglichst einheitlich, verständlich und auf das notwendige Maß begrenzt sein. Entscheidend ist nicht die Zahl der Regeln, sondern dass sie nachvollziehbar sind und den Menschen einen erkennbaren Nutzen bringen.

Die AfD fordert weniger Regulierung, legt ihren Schwerpunkt aber auf den Abbau staatlicher Eingriffe. Die Vereinheitlichung von Regeln und Standards ist dagegen kein zentrales Anliegen.

Punkt 19: Deutschland als Erfindungslabor

Deutschland muss seine Stärke als Land der Forschung, Entwicklung und Erfindung besser nutzen. Nicht jede Idee muss hier millionenfach produziert werden, aber Deutschland sollte stärker an Patenten, Lizenzen, Standards, Software, Know-how und hochwertigen Entwicklungsleistungen verdienen. 

Die AfD betont Forschung, Mittelstand und Industrie, denkt Innovation aber stärker national und produktionsorientiert.

Punkt 20: Politik muss lernfähig sein

Politik darf kein Selbstzweck sein. Entscheidungen sollten sich an ihrer Wirkung messen lassen und nicht an ihrer ideologischen Herkunft. Gute Ideen verdienen Unterstützung, egal von welcher Partei sie kommen. Was nicht funktioniert, muss ohne Scheuklappen verbessert oder wieder abgeschafft werden.

An dieser Stelle, lasse ich den Blick auf die Parteien mal sein.

Ende

Mit ist schon klar, dass man sich Politik nicht zusammenkonfigurieren kann, wie einen Kleiderschrank beim schwedischen Möbelhaus und oft bekommt man ja leider auch etwas anderes als man bestellt hat oder es fehlen wichtige Teile. Trotzdem, ich komme ich zurück zu meiner Einleitung, macht das nicht automatisch die AfD wählbar.

Wir müssen eher hinkriegen, und da fehlt mir auch die Idee wie, dass regierende Parteien ihre Programme bzw. Koalitionsverträge umsetzen. 

PS: Titelbild via KI

788) Mein Wahlprogramm (1-10)

Beim Blick auf die Umfragen der Meinungs- und Wahlforscher frage ich mich jedes Mal: Wissen die Sympathisanten der AfD eigentlich, was sie da wählen und dann vielleicht sogar kriegen? 

Statistisch gesehen würde heute etwa jeder vierte in Deutschland dieser Partei seine Stimme geben. Von mir sicher nicht.

Aber vielleicht bin ich ja einfach nicht dieser eine vierte, sondern einer der anderen dreien. Mag sein. Nur, wer bin ich eigentlich und was will ich?

Ich bin weder besonders arm noch besonders reich. Familienvater, Ende 40 (uuups, stimmt nicht mehr … gewöhne mich noch dran). Ich verdiene mein Geld mit IT und Digitalisierung von administrativen Prozessen. Ich kann überhaupt nicht klagen, aber die Taler fallen nicht vom Himmel, ich muss dafür arbeiten … so wie alle anderen auch.

Ich habe zu den meisten politischen Themen eine Meinung. Leider kann man sich sein Wahlprogramm nicht bei einer einzigen Partei bestellen. Deshalb wollte ich wissen, wo die größte Übereinstimmung mit meinen Positionen liegt und ganz besonders, wie die AfD zu diesen Themen steht.

Im Grunde habe ich die Idee des Wahl-O-Mat umgedreht. Also nicht vom „Shopping-Katalog“ der Parteien und deren Programmen her gedacht, sondern von meinen Vorstellungen her. Quasi: Wünsch dir was.

Dabei sind drei Dinge entstanden:

1. Mein persönliches „Wahlprogramm“ (unten zunächst die Punkte 1 bis 10, die Punkte 11 bis 20 folgen später).

2. Eine Art Marktsondierung: Welche Parteien vertreten welche meiner Positionen am ehesten.

3. Die wiederholte Bestätigung, dass ich mit der AfD inhaltlich kaum Gemeinsamkeiten habe. Und zwar selbst dann, wenn man die rechtsextremen Strömungen innerhalb der Partei einmal ausblendet und ausschließlich auf die politischen Inhalte schaut.

Los geht‘s

Punk 1: Überprüfung der Mehrwertsteuersätze

Für Grundnahrungsmittel, Hygiene und alles, was mit Kindern und Gesundheit zu tun hat 7%, für Dinge, die man nicht alltäglich braucht oder reduzieren kann 19%, und eine neue Mehrwertsteuersatz für Luxusgüter . Es kann nicht sein, dass ein TFT Flachbildschirm günstiger ist, als eine Monatsmiete.

Top 3: Die Linke, SPD, Grüne

Die AfD will eher eine Vereinfachung der Steuersätze und verfolgt keine grundlegende Neuordnung 

Punkt 2: Individualisierung von Steuern und Sozialversicherung

Jede erwachsene Person wird steuerlich einzeln veranlagt und ist eigenständig krankenversichert. Altlasten wie Mitversicherung, gemeinsame Veranlagung, Ehegattensplitting entfallen, Ziel ist mehr Transparenz und ein System, in dem staatliche Leistungen und Belastungen jeder einzelnen Person eindeutig zugeordnet werden können, um sie von dort aus weiter zu entwickeln und besser abzustimmen

Top 3: SPD, Grüne, FDP 

Die AfD möchte sowohl das Ehegattensplitting als auch die Familienversicherung grundsätzlich erhalten und betont traditionelle Familienmodelle.

Punkt 3: Einheitliches Krankenversicherungssystem

Zusammenlegung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung, alle Bevölkerungsgruppen zahlen in dasselbe System ein, also auch Beamte, Selbstständige, Abgeordnete und andere bislang getrennt organisierte Gruppen, deutliche Reduzierung der Zahl der Krankenkassen, z. B. auf maximal zehn.

Top 3: SPD, Grüne, Linke

Die AfD lehnt einen solchen Systemwechsel ab. Sie möchte das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung erhalten und konzentriert sich stattdessen auf Finanzierungs- und Strukturreformen innerhalb des bestehenden Systems.  

Punkt 4: Wohnen als soziale Infrastruktur

Deutlich mehr sozialer Wohnungsbau, verbindliche Sozialwohnungsquoten bei Neubauprojekten, konsequenteres Vorgehen gegen spekulativen Leerstand, insbesondere in Regionen mit Wohnraummangel.

Top 3: Linke, SPD, Grüne,

Die AfD setzt stärker auf Eigentumsförderung, Bürokratieabbau und Wohngeld statt auf einen Ausbau des sozialen Wohnungsbaus.

Punkt 5: Klare Trennung von Asyl und Migration inklusive Spurwechsel

Das Asylrecht bleibt als Schutz für politisch Verfolgte und andere Schutzberechtigte erhalten, Arbeitsmigration wird unabhängig vom Asylrecht organisiert, wer die Voraussetzungen für qualifizierte Erwerbsmigration erfüllt, soll unkompliziert vom Asylverfahren in einen Aufenthaltstitel als Arbeitskraft wechseln können (Spurwechsel)

Top 3: Grüne, SPD, FDP

Die AfD fordert auch eine strikte Trennung von Asyl und Arbeitsmigration, lehnt aber den Spurwechsel aus dem Asylverfahren weitgehend ab und möchte Asylbewerbern ohne Bleiberecht keinen Wechsel in einen Aufenthaltstitel als Fachkraft ermöglichen.  

Punkt 6: Föderalismus-Check / mehr Bundeszuständigkeit bei Sachthemen

Prüfen, welche Länderzuständigkeiten sinnvoll beim Bund gebündelt werden können, Kultur, Geschichte, Identität bleiben gern Landessache, technische und standardisierbare Themen wie Bauvorschriften, Bildungsstandards, Mathematik-und Physik-Lehrpläne, Prüfungsstandards eher bundeseinheitlich regeln.

Top 3: FDP, Union, SPD

Die AfD betont in ihrem Grundsatzprogramm ausdrücklich Subsidiarität und Föderalismus. In Bildungspolitik will sie eher inhaltlich konservativ eingreifen, aber nicht klar eine starke Zentralisierung beim Bund

Punkt 7: Digital First für Staat und Verwaltung

Jedes neue Gesetz, jeder Verwaltungsprozess und jede staatliche Leistung wird von Anfang an digital entwickelt (“Digital First”), Papierformulare und analoge Verfahren bleiben als Ausnahme und Rückfallebene bestehen, z. B. für Menschen ohne digitale Möglichkeiten oder bei technischen Ausfällen, Digitalisierung ist kein nachträglicher Zusatz, sondern verpflichtender Bestandteil jeder Gesetzgebung.

Top 3: FDP, Union, SPD

Die AfD fordert Digitalisierung der Verwaltung, na immerhin da sind wir uns mal einig.

Punkt 8: CO₂ als zentrales Lenkungsinstrument

Der CO₂-Preis soll schrittweise weiter steigen, Produkte und Dienstleistungen mit hohem CO₂-Ausstoß sollen dadurch teurer werden, die Einnahmen werden an die Bevölkerung zurückgegeben, um soziale Härten auszugleichen (Klimageld oder ähnliche Rückvergütung), energieintensive Unternehmen erhalten Übergangsregelungen oder gezielte Entlastungen, aber gleichzeitig Anreize zur Emissionsminderung haben.

Top 3: Grüne, FDP, SPD

Die AfD lehnt die CO₂-Bepreisung grundsätzlich ab und fordert ihre Abschaffung.

Punkt 9: Flexible Arbeitswelt

Arbeitszeit, Arbeitsmenge und Arbeitsort sollen, wo es die Tätigkeit erlaubt, flexibel gestaltet werden, Homeoffice und mobiles Arbeiten sollen grundsätzlich möglich sein, Präsenzpflicht nur dort, wo sie fachlich notwendig ist, weniger Pendelverkehr bedeutet weniger CO₂-Ausstoß, weniger Staus und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Top 3: FDP, Grüne, SPD

Die AfD befürwortet Homeoffice dort, wo es sinnvoll ist, macht es aber nicht zu einem zentralen arbeitsmarktpolitischen Ziel. Der Schwerpunkt liegt eher auf klassischen Arbeitsplätzen und wirtschaftlicher Entlastung.

Punkt 10: Verteidigungsfähigkeit stärken

Deutschland soll seine Verteidigungsfähigkeit deutlich verbessern, moderne Ausrüstung und Einsatzbereitschaft der Bundeswehr innerhalb der NATO sind wichtig, die Stärkung der Bundeswehr dient der Abschreckung und Verteidigungsfähigkeit, nicht einer offensiveren Außenpolitik.

Top 3: Union, FDP, SPD

Die AfD will ebenfalls den Ausbau der Bundeswehr. Allerdings bewertet sie NATO deutlich kritischer und betont eine stärkere strategische Eigenständigkeit Deutschlands.

… jetzt gehts zur Trink-Pause Fortsetzung folgt …

So das waren mal die ersten 10 Punkte, wie gesagt, ich habe die Wahlprogramme nicht gelesen sondern nur KI befragt. Irrtümer also nicht ausgeschlossen. Aber selbst dann … warum sollte man die AfD wählen?

PS: Titelbild via KI

74) Abwärts – Vol 4

Eine gefühlte Ewigkeit fährt Noah nun schon gen Norden. Niemand fährt vor ihm, keiner hinter ihm, vorhin lief mal “King of the Road“ im Radio … nun gibt es nur noch Rauschen. Er wird müde, denn er hat nicht viel zu tun. Die Geschwindigkeit des Campers regelt der Wagen selber, das System, das die Spur halten soll, hält die Spur. Das Navi macht was es will, die Kompass-Nadel kreiselt in einer Tour. Ob er denn wirklich nach Norden fuhr, das fragte er sich vorhin einmal, aber es muss so sein, denn die Straße verläuft schließlich schnurgeradeaus.

Nach weiteren Kilometern erblickt er in der Dämmerung ein Straßenschild und verlangsamt die Fahrt. Oben ist ein verblichenes Symbol zu erkennen – ein Rechteck mit zwei Rädern, vermutlich ein Camper, darunter der Schriftzug OMVÄND.

Keine Ahnung, was das heißen soll.
Klingt irgendwie nordisch. Vielleicht ein Stellplatz.
Oder ein Ort. Ein Aussichtspunkt.

Er setzt den Blinker, nicht weil er das Wort entschlüsselt hat, sondern weil es für heute genug sein soll. Er folgt einem enger werdenden Kiesweg, nach einigen Kurven kommt er direkt vor einem See zum Halt. Er stellt den Motor ab und genießt den kurzen Moment, in dem die Maschine bebend zur Ruhe kommt. Er atmet aus, öffnet die Wagentür und steht am Ufer. „Bingo“ …flüstert er. Das Wort OMVÄND wird er wohl nie mehr vergessen können. Das verbleibende Tageslicht nutzt er, um den Camper für die Nacht vorzubereiten und eine Suppe aufzuwärmen. Eine Suppe, ein Stück Brot, mehr braucht er nicht. Nun noch eine Zigarette und ein Gläschen dieses Whiskys, den er für viel Geld beim staatlichen Systembolaget erstanden hatte.

Er sitzt auf einem Klappstuhl und starrt auf den dunklen See.

Ein Froschkonzert setzt ein. Zunehmend lauter, zunehmend mehr, zunehmend näher. Meine Güte, was haben die alle zu erzählen. Reden die miteinander? Übereinander? Über ihn? Mit ihm?

Noah erhebt sich von dem wackeligen Klappstuhl und steigt in den Camper. Er will sein Telefon suchen, vielleicht kann er eine kurze Nachricht an Yumi absetzen. Ein kurzes Lebenszeichen, mehr nicht. Das Telefon scheint vom Klapptisch gefallen zu sein, aber er kann es zwischen zwei Sitzauflagen finden und steckt es in die Hosentasche. Der Camper wirkt leicht geneigt, mehr als vorhin – aber vielleicht täuscht das. Für eine Nacht wird das schon gehen.

Er setzt sich wieder, gönnt sich noch einen Schluck von dem Whisky und lauscht dem Quaken der Frösche. Es ist noch zu hören, aber anders irgendwie.

Nicht mehr von vorn, nicht mehr vom See.
Jetzt eher von den Seiten.
Sogar schon von hinten.
Scheinbar abklingend.
Alles wollten sie nur noch …
Verlassen.
Verreisen.
Abreisen.

In dem Moment erhält er eine Nachricht von Yumi.

Yumi: Hej, gehts noch aufwärts?
Noah: Gerade nicht
Yumi: Bären, Elche?
Noah: Frösche eher
Yumi: Süß
Noah: Weiß nicht
Yumi: Wieso?
Noah: Die hauen ab
Yumi: Und du?
Noah: Ich fahr‘ weiter … nach Norden. Morgen.

567) Hot town, Summer in the City

Wir erleben, … genießen oder erleiden … je nach Belieben, einen heißen Spätsommer. Politik und das große Weltgeschehen klammere ich mal aus, mir geht’s jetzt hier mal nur ums Wetter. Seit Tagen herrschen in Berlin jeden Tag um die 30°. Heute Morgen 5:30 Uhr zeigte das Außenthermometer 23°, tropische Nächte in Folge. Ich finde das gar nicht so schlimm, denn ich hocke auch den ganzen Tag im gut isolierten Höhlen-Office, wundere mich über den anhaltenden Sommer, wenn ich mittags mal kurz vor die Tür gehe. Würde ich im Freien arbeiten, oder mich jeden Tag in eine volle S-Bahn zwängen müssen, würde ich vielleicht anders über diese Temperaturen denken.

Ist das denn noch normal?

Die Klimatabelle bei wetter.com zeigt den durchschnittlichen Höchstwert der letzten Jahrzehnte bei 19° für den September. Beim Rückblick auf die letzten 7 Tage lagen wir mit 25°C  bis 34°C also deutlich über Schnitt. Allerdings gab’s wohl auch schon mal einen Klimarekord von 34° im September, unklar, ob das aus einem früheren September stammt oder aus diesen Tagen. Und es gab wohl auch schon mal ein absoluten Tiefstwert von 0°. Oh nein. Bitte nicht dann gerne noch die 30° für die nächsten Wochen, denn an 0°, auch nicht 10° möchte ich aktuell gar nicht denken.

Also genieße ich jeden Tag, versuche Zeit draußen zu verbringen, denn Herbst und Winter kommen bestimmt und das nehme ich dann auch an meinem Stimmungsthermometer war. Menschen um mich herum vermutlich auch.

Parallel lote ich Arbeitsoptionen in wärmeren Gefilden für den Januar aus. Mich schon mal so langsam an die „senioren Winterflucht“ heranarbeiten …

(C) Titelbild: Screenshot WeatherPro

498) Bloß gut, Chinesen und Inder waren es

Es war heute Morgen, da stand ich beim Zähneputzen und lauschte dem Radio. „Rekordniveau bei CO2 Ausstoß aus fossilen Energieträgern“. Na wunderbar. In der EU und den USA sinken die Emissionen (wie löblich), in China und in Indien steigen sie aber deutlich (och nööööööö … ihr Spielverderber). Und so unkommentiert endete der Satz und verhallte im Äther.

Wunderbar geeignet, um beim deutschen Klimawandel-Freizeit-Experten einige Zweifel aufzurufen. „Wir sollen hier mit der blöden Bahn fahren, die Heizung runter drehen, barfuß auf kalten Fliesen stehen, künftig Erbsen-Schnitzel essen und alles mit Windrädern vollpflastern? Das bringt ja alles gar nix, solange die Chinesen und Inder so viel Dreck machen.“ „Unser Anteil ist doch verschwindend gering … bla bla … wir lassen es am Besten gleich sein.“

Leider wies dieser kurze Radiobeitrag nicht einmal ansatzweise in die Richtung, dass man auch mal fragen könnte, wofür diese CO2-Emissionen der beiden Länder denn entstehen. Also wieviel blasen sie in die Luft, um ihr Volk satt zu kriegen, zu beheizen und zu mobilisieren, und wie viel CO2 entsteht „dort“, um „uns“ in Europa/USA mit Computern, Autos, Klamotten und anderem Technik-Gedöns zu versorgen (was üblicherweise mit gigantischen Hochsee-Frachtern basierend auf Schwer-Öl zu uns schippert), weil wir diese ganze Produktion outgesourced haben. Wir haben uns nicht nur der Menschenrechte entledigt, der Arbeitssicherheit, der fairen Bezahlung, sondern auch der schädlichen Abgase. Gute Idee.

Somit wird das alles in die CO2 Bilanz der Chinesen und Inder gebucht und wir sind fein raus … bis auf den doofen Borkenkäfer, der unseren schönen Harz wegfrisst und dieses widerspenstige Bächlein „Ahr“, das macht was es will. Wir kaufen uns ein E-Auto mit einer fetten, chinesischen Batterie und beruhigen damit unser Gewissen. Wir kaufen chinesische Solar-Panele, hängen sie an die Balkone und meinen wir tun etwas Gutes für die Umwelt. Der Großteil der Fläche unterm Bio-Fair-Vegan-Weihnachtsbaum wird mit Chinesischem Krimskrams dekoriert und wir wissen endlich warum es nicht vorwärts geht mit dem Klimaschutz.

Ach ja … wie schön und einfach.

Bin mal gespannt wie die letzte Radio-Nachricht eines Tages lauten wird:

„Trotz aller Anstrengungen der behandelnden Ärzte in USA und EU, müssen wir leider mitteilen, dass es nicht gelungen war, die Hauptverursacher für das Ende der  ….“

Pieeeep.

489) Wasser bis zum Hals

Üblicherweise komme ich beim Joggen an dieser Häuserwand (Titelbild) vorbei. Kein Schmuckstück gewiss, in die Jahre gekommen, man müsste mal was dran machen. Über die Zeit ist immer mehr Farbe abgeblättert, mittlerweile erinnert mich der Anblick an eine Weltkarte unserer Erde auf der wir hausen.

Gewissermaßen auch nicht immer ein Schmuckstück, in die Jahre gekommen und man müsste mal was dran machen.

Man muss kein Geografie-Experte sein, um zu sehen, dass auf dieser Weltkarte durchaus Einiges ins Rutschen gekommen sind. Süd-Asien ist abgesoffen, Grönland ist um ein Vielfaches größer, Nord-Afrika ist futsch und da wo wir wohnen, steht uns das Wasser auch bis zum Hals. Tolle Aussichten.

Tja, man müsste mal was dran machen…

Wer ist nur dieser „Man“?

Warum tut der nix?

488) Rechnung an „Die letzte Generation“?

Woran merkt man, dass Berlin eine neue konservative Regierung hat und in die Spandauer Vorstadt-Piefigkeit abdriftet? Ganz offensichtlich. Man erwägt, Radwege schmaler zu gestalten und echauffiert sich den Mund fusselig, wenn „Die letzte Generation“ die Säulen des Brandenburger Tors mit oranger Farbe besprüht.

Dann braucht man ewig um eine Reinigungs-Kompanie zusammenzukriegen und weil man so genervt davon ist, tönt man seit Tagen über die lokalen Medien, die Rechnung würde an „Die letzte Generation“ gehen. Polter, Polter. Durchgreifen! Kante zeigen! Jawohl! Also da bleibt selbst mir, als „established“-er Anwohner im schicki-micki-bio-veggie-fair-diversem Stadtbezirk Prenzlauer Berg die Spucke weg. 

Wie einfältig, wilmersdorfig und charlottenburgisch uncool ist das denn lieber Herr Kai Wegner?

Dieses geschichtsträchtige Brandenburger Tor hat nun schon wirklich oft gelitten und alles überstanden. Weltkrieg, Silvesterparty, Pyromanen, Autoverkehr und jetzt droht es anscheinend umzukippen wegen etwas Farbe? Und nun glauben Sie, das macht man mit einem Sandstrahler weg und dann ist alles wieder gut? Davon mal abgesehen, dass in sechs Wochen wieder eine Sylvester-Party am Tor stattfindet? 

Das ist doch lächerlich! Die ganze Stadt tropft vor Scheiß-nicht-lesbarem Graffiti (nicht Street Art gemeint) und mit dieser Schäbigkeit und alternativen Lebensweise werden Touristen nach Berlin gelockt und schleppen Geld hierher. Und dann führt man sich auf, wie der Gemeindevorsteher einer schwäbischen Kleinstadt zu Neujahr um 01:30 Uhr? Sorry, liebe Leser in schwäbischen Kleinstädten, es geht nicht gegen euch. Es geht mir um diese „Wir-wischen-das-mal-schnell-wieder-weg-und-dann-ist-alles-wieder-gut“-Mentalität, die hier in an den prominenten Stellen der „hippen“ Hauptstadt vermehrt Einzug hält.

Das ist lächerlich, dumm und provokant. 

Hätte die Stadt ein bisschen Mumm, würde sie es einfach so belassen. Als … (ja durchaus) …  hässlichen Anstoß zur Diskussion, für Einwohner und Besucher. Sollen die Menschen das gut oder schlecht finden, mir völlig egal, aber so ist das nun mal bei der Klima-Debatte … sie polarisiert … und da werden noch ganz andere Herausforderungen auf uns warten, also so ein bisschen Farbe. Sollen doch Touristen-Busse jeden Tag an diesem „Schandfleck“ vorbeifahren, sich ein Bild davon machen und damit konfrontiert werden. Sollen orange bepinselte Steinstücke verkauft werden, wie die gefälschten „original“ Mauerstücke seit über 30 Jahren.  

Und wenn das „orange“ nun wirklich nicht ins Metropolen-Konzept passt, dann soll der Regierende Bürgermeister von Berlin, das von mir aus mit blau-gelb für die Ukraine überpinseln oder mit weiß-blau für Israel. Oder mit Regenbogen für alles Diverse auf dem Planeten, ist mir wirklich Wurscht.

Aber das wäre wenigstens ein Statement!

Stattdessen Waschlappen gegen Klimaproteste…

Weicheier!

… und wenn diese Betriebsamkeit bei unseren Baustellen herrschen würde … wir wären eine Metropole.

441) Tierische Freiheiten

Neulich war ich auf einem Workshop und da gab es dann zwischendurch so typische Lockerungsübungen a la „Welche Person (egal ob tot/lebend) würde man gern mal treffen?“ oder „Als welches Tier würde man gern wiedergeboren werden?“.

Frage 1 konnte ich sofort beantworten. Erste Wahl fiel natürlich auf Gandhi … der ist aber auch tot durchaus noch sehr gefragt … könnte eng mit Terminen werden … daher würde ich natürlich auch Mandela nehmen … und ehrlich gesagt, würde ich auch mit Che Guevara eine Zigarre rauchen … auch wenn der heute streitbar ist. Und Rauchen out.

Bei der Frage nach dem Tier kam ich ins Trudeln. Tiger? Delfin? Elefant? Biene? Alles nicht gerade die zukunftsträchtigen Tierchen auf der Erdkugel. Da kann es ganz schnell zu Ende sein mit dem zweiten Leben.

Seit dem Kurztrip nach Andalusien habe ich immerhin ein paar Ideen.

  1. Ziege im „El Torcal“ -Gebirge
  2. Affe auf dem Gibraltar-Felsen
  3. Goldfisch in der Alhambra

Warum? 

Tja, alle haben ziemlich viel Platz dort, es gibt nicht allzu viele „Mitviecher“ und relativ wenig natürliche Feinde. Sicherlich kommen nervige Menschen zu Besuch und stecken mir Salami-Brötchen in den Hals oder werfen mir eine Münze auf den Kopf, aber ich denke, damit kann man Leben lernen. 

Die Habitate stehen unter Naturschutz bzw sind Weltkulturerbe, recht unwahrscheinlich, dass mir eine Tankstelle vor die Nase gesetzt wird. Eine Räumung wegen Eigenbedarf scheint auch nicht nicht mega-wahrscheinlich, also bräuchte ich mich auch nicht auf dem gespannten Wohnungsmarkt umschauen müssen.

Ich sollte natürlich bedenken, dass es dort zunehmend wärmer wird, das ist ein durchaus ein Argument, aber die Locations liegen etwas höher und notfalls trete ich noch zu Lebzeiten in eine kleine aber solvente Partei ein. 

Die lösen das mit Sachverstand und Technologieoffenheit.
Und ansonsten regelt das der Markt … irgendwie.
Hauptsache ich bin dann frei und keiner geht mir auf die Ketten oder legt mir selbige an.

PS: Eigentlich sollte der Beitrag gar nicht politisch enden, aber nebenbei lief das Radio und die Nachrichten und da konnte ich nicht anders.

428) Zu Ostern nichts Neues

Sagt mal, habe nur ich das Gefühl, dass das Jahr 2023 irgendwie nicht in die Gänge kommt? Militärisch gesprochen … Ladehemmungen hat? Im Antrieb blockiert ist, anscheinend nur halbe Kraft fährt?

Es ist bereits gut drei Monate her, da haben wir auf das neue Jahr angestoßen und hegten leise Hoffnungen, dass `23 vielleicht ein besseres Jahr wird. Aber irgendwie geht nix voran. Die Zahl 23 hat’s bekanntermaßen in sich. Vielleicht liegt es daran

Die Fronten in der Ukraine haben sich verhakt.
Der Frühling lässt auf sich warten, es ist arschkalt.
Brandenburg warnt bereits im April vor Waldbränden.
Beim Kampf gegen den Klimawandel sieht man keine Fortschritte … außer, dass der Koalitionsausschuss Überstunden schiebt, um ein gemeinsames Papier zu formulieren, und dessen Mitglieder das dann vor den Kameras jeweils unterschiedlich interpretieren. Was soll’n das?

Und dann ist heute auch noch Karfreitag. Ein stiller Feiertag.

Keine musikalischen Darbietungen, keine Sportveranstaltungen, keine Unterhaltungsveranstaltungen, wenn sie nicht dem ernsten Charakter des Feiertags entsprechen.

Gut, muss ich alles nicht verstehen, respektiere ich aber. Auch wenn das alles nicht wirklich für Progressivität steht.

Bevor ich mich jetzt in Lethargie bade, drehe ich die Musik auf, zappele durch die Wohnung, schreibe diesen Beitrag (denn Bloggen ist nicht verboten) und probiere gleich meine neuen Laufschuhe aus.

Los Leute. Bewegt euch. Macht was draus. Es gibt so viel zu tun! 

7) (K)ein guter Tag für Berlin ? (Gastbeitrag Hermann)

Vorwort: Ich hatte mich ja auch schon kurz zum gescheiterten Volksentscheid ausgelassen und meine Enttäuschung ausgedrückt. Soviel kollektives Unwollen. Kurz darauf flog mir folgender Vorschlag für einen Gastbeitrag von Hermann in den Kasten. Und da er am Wahltag als „abstimmungshelfende Person“ mitten im Geschehen war, gebe ich gern etwas Sendezeit ab 😉

T.

(K)ein guter Tag für Berlin ? (Gastbeitrag Hermann)

Am 26.3.23 waren die 2,4 Mio. Berliner Wahlberechtigten aufgerufen, als Volk zu entscheiden, ob Berlin bereits 2030 statt 2045 klimaneutral werden soll.

Ich habe als abstimmungshelfende Person (frühere Bezeichnung Wahlhelfer) am Tag nach der geliebten Sommerzeitumstellung ab früh 7:00 Uhr geholfen, diese Abstimmung sicher und pannenfrei durchzuführen.

Bisher wurden Volksentscheide meistens mit einer turnusmäßigen Wahl verbunden, um den zusätzlichen Aufwand gering und die Beteiligung hoch zu haben.

Diesmal aber ein extra Termin, nur für diesen Volksentscheid; man wollte die Parlamentswiederholungswahl im Februar pannenfrei erledigen (verständlich) und – meine Vermutung – die Beteiligung am Volksentscheid nicht unnötig fördern.

Denn allen war klar: das Ziel ist ein richtig ganz, ganz, ganz großer Brocken und auch mit normalen großen Anstrengungen nicht zu schaffen. (in nur 6,5 Jahren!!).

Es ging ja nicht darum, ob der Fernsehturm neu angestrichen werden soll, sondern um die gewaltigen Klimathemen unserer Zeit.

Vorweg:

ich hatte per Briefwahl und mit „Ja“ gestimmt, in der Hoffnung, dass wirklich ein Ruck durch Berlin geht (der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hatte vor 25 Jahren einen Ruck durch Deutschland eingefordert). Wir hätten das Ziel 2030 vermutlich nicht geschafft, aber eben 2033 oder 2035 und damit etliche Jahre früher.

Über den Tag war die Besuchsfrequenz echt zäh, am Ende hatten wir nach 10 Stunden rund 170 Abstimmende begrüßen können, alle freundlich und korrekt.

Unser Wahlbüroteam waren (außer mir) alles in Wahlen schon recht erfahrene Leute, von ca. 30 bis 75 Jahre alt. Vor der Auszählung hatten wir die Vermutung, dass die meisten mit Ja gestimmt hätten, denn bei Ablehnung konnte man ja zuhause bleiben. Aber NEIN!

Die Auszählung ging zügig, völlig komplikationslos, alle Stimmzettel waren jeweils klar angekreuzt. Und der NEIN-Stapel wurde immer größer, am Ende deutlich mehr NEIN als JA-Stimmen. Das offizielle Berlin-Ergebnis ist bekannt.

Die beiden jungen Helfenden (sie Schriftführerin, er Beisitzer) waren spürbar bedrückt; ich alter Knochen konnte sie nicht trösten.

Mein Fazit: KEIN guter Tag fürs Klima, aber EIN guter Tag für die Demokratie, denn mehr als ein Drittel haben sich nach der blöden Zeitumstellung bewusst auf den Weg gemacht, ihre Meinung zu einer klaren Entscheidung abzugeben- Immerhin.

Ende Gastbeitrag Hermann

Liebe Leser, gern hier drunter kommentieren, Hermann liest mit und kann auch gern antworten 😉

Abstimmungshelfende Person. What a word!
Danke!
T.