110) Postkarte aus Ober-Bayern-Österreich

Die erste Etappe unser „Vater-und-Tochter-folgen-Isaar-und-Donau“-Expedition, führt uns zunächst nach München, dann nach Oberbayern und Oberösterreich. Und natürlich gab‘s auch hier wieder kurioses zu entdecken.

Am Samstag fuhren wir nach Garmisch-Partenkirchen und folgten der Partnachklam hinauf zur Kaiser-Schmarrn-Alm. Na ja, meistens tropfte von irgendwo Wasser durch und der Eierkuchen .. nun ja … der war völlig zerrissen. Auch hier Personalmangel … überall das Gleiche. Wir wollten aber keinen Aufstand proben, haben es dann doch gegessen. Ging eigentlich auch.

Weiter ging es in Richtung Zugspitze und Eibsee. Die Anfahrt zum Parkplatz, war obernervig. Eine Stunde mehr Stop als Go für 1,5 km. Der Parkplatz war rammelvoll, an den Ufern des Eibsees hatten sich Tagesgäste mit allerlei Equipment „ausgerollt“. Die beiden Typen unter dem grünen Schirm hatten sich auch für länger eingerichtet, hatten die Zugspitze vor den Augen und nur die Smartphones vor der Nase.

Für die Rückfahrt nutzten wir die Mautstraße Wallgau-Vorderriß. Sehr nett und Zugang zum Flussbett der Isaar.

Am Sonntag ging es weiter nach Linz. Angenehme Stadt besonders an einem Sonntag in den Ferien. Nüscht los.

Die Linzer sind innovativ, sie bieten Haarverpflanzungen an. Sie zeigen, dass auch hier Umverteilung von unten nach oben möglich ist.

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Ein Apotheken-Automat in der Innenstadt, das fand ich mal cool. Könnten sich die schlauen Deutschen auch mal überlegen. Beim Kaffee auf dem Hotelzimmer allerdings, da stimmte etwas mit den Mehrheitsverhältnissen nicht.

Und wir fahren weiter nach Budapest …

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109) Postkarte vom Spreewald

Der Nachteil der Arbeit im Höhlen-Office ist, dass man selten raus kommt. Also verordneten wir uns zwei Tage „breakout“ im Spreewald. Auf halber Strecke zwischen Berlin und Cottbus gelegen und easy mit der Bahn zu erreichen, gab es frische Luft, Ruhe und natürlich auch wieder ein paar Kuriositäten zu entdecken.

Auf dem Weg in den Spreewald hält man (… zum Glück …) nur kurz in Brand, da wo aus der aus einstigen Cargolifter-Luftschiffhalle ein Badeparadies unter einer Käseglocke entstand.

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Kurze Zeit später ist man Lübben oder Lübbenau. Der Spreewald ist bekannt für seine Gurken … man gurkt da quasi so durchs Leben und zwar erfolgreich.

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Oder man stakt faule Touristen durch die schmalen Kanäle und füllt sie mit Schnäpschen ab. Klopf, klopf. Herein.

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Man kann sogar bis zum Suezkanal fahren (rechts oben).

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Die örtliche Wirtschaft wirbt mit Anzeigen, Internet-Adressen sind noch nicht so oft zu sehen, aber Fax-Nummern.

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Da mittlerweile auch Chinesen und Inder in den Spreewald fahren, gibts jetzt manche Schilder bereits auf Englisch. Nur das traditionelle Gericht „Grützwurst mit Pellkartoffeln, Leinöl und Quark“ hat sich noch keiner zugetraut, das zu übersetzen.

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Lübbenau hat eine kleiner Brauerei, das Brauhaus Babben. Die kleinste Brauerei Brandenburgs. Klein aber fein.

Apropos Bier, die dortige Feuerwehr hingegen, scheint einen Vertrag mit einer Berliner Brauerei zu haben.

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Radfahren lässt es sich im Spreewald großartig, ich muss mich nur dran gewöhnen, immer häufiger überholt zu werden. Von rüstigen Rentnern auf ihren E-Bikes. Aber als eine E-Omi auf einer Fußgängerbrücke samt schweineschweren E-Bike rückwärts die Treppe runterrutschte, da durfte ich dann wieder ran.

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Busse fahren auch hin und wieder. Nur nicht so oft. Unbedingt was zu Essen einpacken, Stullenbrett gibt’s dort.

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Schön war‘s, aber bitte nich‘ weitersagen.

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107) Postkarte aus Berlin: Mit Demokratie 1

Die Feierlichkeiten zum 75. Geburtstag des deutschen Grundgesetz haben der Stadt Berlin eine großen Open-Air-Veranstaltung beschert. Bei einer Mischung aus Volksfest und Tag der offenen Tür waren nicht nur alle Ministerien, Verfassungsorgane, Sicherheitsbehörden vertreten, sondern alle möglichen Verbände, Vereine und Organisationen. Also sind wir ganz demokratiefest zum Demokratiefest gedackelt und es ergaben sich interessante Motive, die man sonst nicht so oft vor die Linse bekommt.

Zunächst ging es mit der Party-Tram M10 zum Hauptbahnhof, dann über die Moltke-Brücke rüber zur Schweizer Botschaft und zum Paul-Löbe-Haus mit Blick auf den Bundestag.

Gegenüber des Paul-Löbe-Hauses war eine großer Bühne aufgebaut und nun passiert etwas ganz Seltenes. Ich veröffentliche ein Foto von mir. Ich bin der Typ da auf dem riesigen Bildschirm, der die Hand zum Gruß hebt. Die linke Hand wohlgemerkt, ich wurde von hinten gefilmt.

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Dann tingelten wir die Pavillons der Ministerien ab. Beim Außenministerium wies man uns den Weg nach außen … ein paar Meter weiter deutete man mit Kreide auf die Digitalisisierungsstrategie.

Nach ausführlichem Sicherheits-Check … das Abtasten nahm schon fast erotische Züge an … durften wir uns das Kanzleramt von innen anschauen. Schon beeindruckend. Und warum draußen auf ein olles Dixi-Klo gehen, wenn man ein Urinal im Bundeskanzleramt nutzen darf. Ich kann alle Kritiker beruhigen, die gegen „die da in Berlin“ schimpfen. Die Wasserhähne sind nicht aus Gold und die Seife tropft wie an jeder Raststätte nach DIN/ISO 0815 aus dem Spender.

Die Fahrbereitschaft des Mercedes mit Kennzeichen 0-2 (Bundeskanzler) war auch dort.

Im Kanzlergarten stand ein Heli der Bundespolizei, 20 Menschen finden and Bord Platz, 4 Stunden kann so ein Ding fliegen. Schon beeindruckend, aber fliegen will ich damit nicht.

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Bei der Kleiderordnung nehmen sie es da drinnen nicht so genau. Der Ostsee-Ort Prerow war vermutlich Partner der Veranstaltung. An der Wand der Kanzlerbilder vermissten wir Frau Dr. Merkel … vielleicht ist sie ja … ok … wir „skippen“ das jetzt mal

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Im internationalen Konferenz-Saal kriegt man mal einen Eindruck … aber ich würde die Tassen umdrehen … fällt ja sonst Staub rein. Und Kekse fehlen übrigens auch.

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Am Informationsstand des BND warben sie mit markigen Sprüchen für Nachwuchs. Ich war mit stattlichem Homeoffice-Pelz im Gesicht dort, aber immerhin hatte ich ein frisches  Hemd an … trotzdem fühlte ich mich mächtig beobachtet. Die Umfänge von Brust, Oberarmen und Knöpfen im Ohr nahmen schlagartig zu, ich habe mich nicht mehr getraut ein Foto zu machen.

Zum Schluß ging es über die Straße des 17. Juni (bald wieder Fan-Meile) zurück in die Höhle und wir bekamen mal einen Eindruck, wie das Ausritts-und Jagdgebiet „Tiergarten“ wohl früher mal ausgesehen haben muss, als es noch keine asphaltierten Straßen gab.

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106) Postkarte aus dem Osterzgebirge

Die letzten zwei Tage trug es mich in eine Gegend, in die ich vor über 40 Jahren mit der Oma „verschickt“ wurde. Das war die Zeit, wo alles noch schwarz-weiß war, es weder Internet noch Mobilfunk gab und man den Leiter des Ferienheims freundlich bitten musste, den Fernsehschrank im Klubraum zu öffnen. 

Ich habe da zwischendurch schon mal gestoppt, bin da aber nie länger geblieben. Ich wollte mir die schönen Erinnerungen nicht kaputt machen. Aber wie das so ist, wenn ein Ort zieht, dann zieht er und du kannst nix machen.

Auf dem Weg dahin muss man aber erst mal fürchterliche Ortsnamen links und rechts liegen lassen.

In Schmiedeberg steht die alte Fabrik immer noch. Jobs werden angeboten. Nur halt irgendwo anders.

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Aber dann wird‘s bald sehr „gemitlisch“ und ist es doch erstaunlich, was noch alles steht. Klar, die Bäume sind gewachsen und die Wege sind eigentlich viel kürzer als in meiner Erinnerung.

Die Weißerritztalbahn hat man nach der Hochwasser-Katastrophe 2002 wieder aufgebaut. Der Kopfbahnhof Kipsdorf ist wieder in Betrieb, mit etwas Nostalgie und Kitsch nun auch zum Museum geworden.

Die Laternen im Landkreis haben einen Zweitjob aufgebrummt bekommen. Sie müssen mal wieder für die Politik herhalten. Viel Irrsinn dabei, es gibt aber auch Hoffnung.

Bei Oberbärenburg fand ich „Großvaters Ruh 1883“. Interessant ist doch, dass dieser Opa damals schon prächtigen Fernsehempfang hatte, sicher auch mehr als nur zwei Programme.

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Wenn man dort fernab von Großstadt, Graffiti, Ladesäule und E-Roller-Chaos in den Bergen unterwegs ist, dann fühlt sich Berlin weiter weg an, als es eigentlich ist und ich kann nachempfinden, was die Leute wohl denken müssen, wenn sie das politische Geschehen in der Hauptstadt mitbekommen.

Aber auch dort in den Bergen hält die raue Kriminalität Einzug.

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Die Riedelmühle steht auch noch. Aus der Perspektive hier, kann man sich gut vorstellen, wie das Wasser 2002 durchs Tal donnerte. Ich guatsche mit den Betreibern ein Weilchen und habe das Gefühl, dass sie sich freuen, dass mal jemand zum Zuhören kommt. Sie haben das Objekt 1989 runtergewirtschaftet von der HO übernommen, dann mühsam aufgepäppelt. Dann der ausbleibende Transitverkehr durch die Fertigstellung der Autobahn nach Prag 2001, dann das Hochwasser in 2002, Pandemie in 2020/2021 mit Lockdowns, 3G-Kontrollen der Gäste und Besuchen vom Amt. Nun Wiederherstellung der 19% Mehrwertsteuer in der Gastronomie, erhöhte Energiekosten und Beschaffungspreise für Lebensmittel. Nicht einfach.IMG_9777

Schließen möchte ich mit diesem Bild. Hier hatte der kleine T. vor langer Zeit „große“ Steine in den Fluß geworfen und ihn zu „stauen“ versucht. Vergebens 😉

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105) Postkarte von Peloponnes

Die obligatorische Postkarte von der Halbinsel Peloponnes muss schon noch sein, bevor der Alltag wieder losgeht und mich eine Bahnreise nach Hessen erwartet. Auch wenn mir diesmal gar nicht so viel verrückte, skurrile Dinge vor die Kamera gelaufen sind, dafür waren sie aber nachhal(l)tiger. 

Wie schon in > Athen hat auch hier auf Peloponnes die Erde zwischenzeitlich gebebt, zumindest war es über die Nachrichten zu vernehmen. Vor Korinth, da tat sich plötzlich die Erde auf und ich fühlte mich wie John Cusack im Camper des Blockbosters „2012“.

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Die Stadt Korinth selbst, hat es auch dahin gerafft, kaum ein Stein liegt da noch auf dem anderen. Das kriegen die nie wieder aufgebaut, reicht nur noch um Touristen tagsüber zu beschäftigen, aber wirklich leben kann da keiner mehr.

Die Katastropenschutzbehörden haben gigantische Suppenküchen mobilisiert, um die Bevölkerung … und natürlich uns Touristen … satt zu kriegen. Ohne Gyros und Souflaki geht hier nix, das versteht von selbst, sind quasi „ouzos“. Aber bald war alles aufgegessen und die späten Vögel guckten dumm in die Schüssel.

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Das Wasser ist blau-grün verfärbt, besser mal nicht reingehen, bestimmt voll mit Chemikalien. Widerwärtig. Fahrt da bloß nicht hin!

In Olympia habe ich die Damen nach Feuer gefragt, aber die sagten, es läge bereits eine Bestellung vor. Irgendwelche Pariser hätten wohl vorbestellt. Typisch…

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Dafür gibts es kleine gelegte Feuer überall und das ist schon etwas nervig. Die Griechen „Hinzos und Kunzos“ verbrennen auf ihren Grundstücken Laub oder so und das wabert dann durch Berg und Tal. Kein Wunder, dass es auf den Inseln im Hochsommer gern mal brennt.

Toiletten-Humor haben die Griechen auch. Like it.

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Fazit: Hat mir ausgesprochen gut gefallen. Frühlingshafte Landschaft im April, alles sehr grün und vital, aber eben bei sommerlichen Temperaturen, es gab nicht einen Niederschlag. Die Menge an Touristen war überschaubar, der Straßenverkehr war äußerst stressfrei, dank mobilem Netz, mangelte es nie an Podcast-Nachschub. 1.600 km haben wir in einer Woche gemacht und einen guten Mix aus Stadt, Strand und >alten Steinen gesehen. Ich spüre bei Griechenland ähnliche Schwingungen wie in Portugal. Man ist in der EU unterwegs, mit all seinen Selbstverständlichkeiten, aber die Leute sind nicht so nervig drauf wie im Land der Germanen. Alles geht einen Tick langsamer und damit angenehmer daher, Regeln werden „flexibel“ ernst genommen, sehr charmant. Da können wir uns gern mal zwei Scheiben bei denen abschneiden. Und ein weiterer Kandidat für Pläne zur Winterflucht wurde gefunden und ich fragte mich mehrmals … > Warum nicht einfach … hierbleiben? Aber natürlich, wir waren Anfang April dort, im August kann das schon ganz schön brutzelig dort werden. Sprachlich war alles völlig unkompliziert, alles Wesentliche war in Englisch zu lesen, und wenn mal nicht, dann half etwas Schulrussisch und Google Translate. Kulinarisch war es ober-angenehm, sowohl die Veg-als auch die Non-Veg-Fraktion der Reisegruppe fand immer was zu futtern.

Rückkehr erwünscht. Gern für länger.

104) Postkarte aus Athen

„Weiße Rosen aus Athen, sagen dir „komme recht bald wieder, sang einst ist die Nana, die einen Nachnamen trägt, der an ein griechisches Ofengericht erinnert. „7–10: Sonntagmorgen in Spreeathen“ … so hieß mal eine Radiosendung, damals wo in meiner Welt alles noch schwarz-weiß war und das Auto nicht mehr als 100 km/h fuhr. Heute fahren Autos über 100, aber das ist auch wieder doof.

Aber mittlerweile kann man nach Athen fliegen … schäm schäm … ick weiß … aber eine Bahnverbindung habe ich auf Anhieb nicht gefunden. Die Idee, nach Athen zu reisen, hatten andere Menschen auch. Das Internet muss in den letzten Tagen nur so mit Duck Face – Fotos von der Akropolis geflutet worden sein. Hier nich‘. Hier jib‘s heute Fotos (fast) ohne Menschen druff …

Oben auf dem Hügel wird kräftig gebaut, das Ding wird stellenweise abgebaut und zerbröselte Stellen werden wieder auf aufgefüllt. Die Steine werden am Rand zwischengelagert, irgendwer hat da hoffentlich noch den Durchblick.

Und selbst Lego kommt zum Einsatz. Hier der 10-er Block weiß und 5-er Streifen flach in weiß und beige.

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Mit den Verboten nehmen es die Griechen noch genauer als die Deutschen. Nüscht darf man mehr. Nicht sprayen, zelten , grillen … Schildkröten klauen auch nich‘. Man oh man. Am nächsten Tag auf dem Weg zum Panathinaikos Stadium haben wir doch glatt so ein Urviech gesehen.

Das alte Stadion ist schon irgendwie packend, nur warum da unten schwarzer Tartan-Belag kleben muss … ich weiß ja nich‘. Schotter, Sand oder so, hätte ich erwartetet.

Zeitgleich zu unserem Aufenthalt hier, gabs wohl mehrere Erdbeben, haben wir von zu Haue erfahren. Ich habe gut geschlafen, aber die Stadt sah danach schon wirklich übel aus. Kein Stein mehr lag auf dem Anderen, aber die Katastropennschutzbehörden der Stadt stellten umgehend große Kerzen auf.

Ansonsten liegen die Griechen eigentlich nur so rum, zeugen viele Kinder und wenden sich dann genervt ab. Das WLAN im Hotel ist etwas dünn, nix Netflix.IMG_9225

Auch bei der Handwerkskunst beweisen sie „großes“ Geschick und Detail-Versessenheit, wenn es darum geht, Flaschen zu öffnen.

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Athen ist eine Reise wert, hat mir sehr sehr sehr gut gefallen.

Ick‘ komm‘ bestimmt mal wieder.

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103) Postkarte aus Kerala

Nach vier Wochen Arbeit in der IT Metropole Bangalore habe ich mir etwas Urlaub verdient. Den verbringe ich in Kerala dem südwestlichsten Bundesstaat des Subkontinents. Kerala gilt als grüner Bundesstaat, als vital und liegt am arabischen Meer, was die 30° Tagestemperatur noch mal sehr viel feuchter macht. Der Portugiese, Vasco da Gama landete einst hier an und später folgten dann die Holländer in ihren Wohnwagen.

Und natürlich gab es auch auf dem Trip wieder viele Kuriositäten und Nachdenklichkeiten zu entdecken:

Üblicherweise sitze ich diagonal hinterm Fahrer, habe ich mir so angewöhnt. Auf der Fahrt zum Flughafen Bangalore, die richtige Entscheidung, denn der Gurt auf dem Beifahrersitz kam eher einer Halteschlaufe gleich.

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Nach der Landung in Cochin (Kerala) entdeckte ich diese herrlichen Sitzplätze in der Wartehalle. Keine Hartschalensitze wie in Europa, sondern weiches Polster. Mit Schonbezug für den Specknacken. Würde in Deutschland nicht gehen. Zu arbeitsintensiv, Brandlasten, Hygiene etc.

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Im Gegensatz zu Bangalore scheint der Bau der Metro hier abgeschlossen zu sein. Nun lassen sich die tausenden Säulen wunderbar mit Werbe-Displays volltackern. Man soll aufhören nachzudenken, soll endlich beginnen zu werben, steht da.

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Die bekannten chinesischen Fischernetze wurden bei einem Zyklon 2018 deutlich reduziert, man will sie wieder aufbauen, dauert halt alles seine Zeit hier. Je nach Fotowinkel sieht man auch jeden Menge Plastik am Strand, oder die Werft auf der anderen Seite der Mündung. Der Fisch in Cochin sieht lecker aus und kostet nur ein Bruchteil dessen, was er in Deutschland kostet, dafür ist er wahrscheinlich auch mit zahlreichen Bruchteilen gefüllt.

Die Situation in Nah-Ost scheint auch hier ein Thema zu sein, allerdings gibt es auch hier genug, was man vor der eigenen Haustür kehren könnte. In der Nähe des Hotels in Ernakulam wird es dann noch mal politisch, die CPI(M)-Partei sendet Lenin-Grüße aus Moskau.

Kirchen gibt es viele, sind soweit ich gesehen habe, gut in Schuss, und damit der Jesus nicht doch vom Sockel fällt, wird er mit einer Sicherung Marke „OBI-Spanngurt-Eigenbau“ an seinen Sandalen fixiert. Na ob das langfristig ausreicht?

Auf der Fahrt nach Periyar geht es zunächst flach über grüne Landschaft (incl. Anbau von Ananas, Kautschuk, Reis), später durch die Berge, wo links und rechts Tee an den Hängen steht. Schon beeindruckend, wenn man bedenkt, dass jedes Blatt per Hand gepflückt wird und dann wie auch immer, bei uns im Supermarkt für wenige Euro zu kriegen ist. Abzüglich Transport, Lager, Steuern, Gewinn aller Lieferketten-Glieder, kann man sich schon fragen, was die Pflückerin davon bekommt.

Kerala wird aktuell aus einem Bündnis aus Sozialisten, Kommunisten, Marxisten regiert, können sie machen, mir Wurscht, wurden ja gewählt. Aber wenn Che Guevara am Straßenrand steht und Brücken mit Hammer und Sichel beflaggt sind, fällt mir das schon auf. Erinnerungen an einen großartigen >Kuba – Urlaub kommen hoch … und andere Erinnerungen aus den 80-er Jahren.

Dank dieser Koalition wurde wenigstens die Prohibition etwas gelockert, trotzdem bedarf es einiger „Gesprächs-und Darreichungstechniken“ und einem halbwegs blickdichten Stuhlrücken, um an ein kaltes Bier zu kommen, wenn der Laden keine Lizenz hat.

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Ach und der Verkehr, ja ohne den gäbe es hier nichts zu staunen. Der eine liefert einen Fernseher aus oder so, der nächste übt sich in Stabhochsprung, ein anderer probiert sich als Camelion.

In Kumily habe ich die Gelegenheit mal wieder (verdammt lang her) auf einem Elefanten zu reiten. Blöderweise war ich allein, aber es bedarf mindestens zwei Personen für den Ritt. Also musst der Fahrer herhalten, der hatte anfänglich etwas Schiss, aber ich konnte ihn einladen. Die leichtfüßige Dame heißt >Lakshmi. Da uns die Anonymität wichtig ist, müsst ihr uns auf dem Bild etwas kopflos ertragen 😉

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Ein Highlight war sicher die Tour auf dem Hausboot incl Übernachtung. Vishnu, der jüngste der Crew macht das als Ferienjob, er wird noch dieses Jahr ein Studium für Software-Programmierung beginnen. Als wir Gäste schon im Bett waren, nahm er an online-classes teil und hat sich Code-Fragmente in sein Notepad kopiert. Für später mal. Feiner Kerl (mehr dazu siehe am Ende) und er kennt sich bestens in der Deutschen Bundes-Liga aus. Mehr als ich. Vishnu sagt, beim Sonnenuntergang wird der Himmel oft pink. Echt?

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Auf dem Weg von Kovalam nach Kanyakumari, machten wir Stopp bei Poovar. Dort gibt es Mangroven und einen See, der durch einen schmalen Sandstreifen an das gewaltige Arabische Meer grenzt. Ein eigenartiges Wetterleuchten am Ende blieb ungeklärt.

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In Kanyakumari gab es die Gelegenheit, ein Tattoo stechen zu lassen. Die Nadel wird sogar nur einmal benutzt, steht da. Und damit kriegt man dann so einen halben BH angemalt. Sieht bestimmt toll aus, wenn der Mucki-Mann da mal auf die 50 zugeht.

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Und weiter ging es nach Süden und irgendwann, tja irgendwann, ging es nicht mehr weiter. Ende Gelände. Der südlichste Punkt Indien ist erreicht. Wow. Made it!

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Damit will ich die Postkarte enden lassen. Ach nee, mein Blog-Projekt heißt schließlich „Tipping-Point“ und nicht „Duckface-Instagram“.

Der Vishnu sollte ja noch mal zu Wort kommen. Vishnu, der Boots-Junge der bald SW-Coding studiert. Er ist auffällig klein, hat sehr dunkle Haut und einen Lockenkopf.

Ich fragte ihn zu später Stunde, was er sich wünschen würde, wenn er nur einen Wunsch frei hätte. Es war kein Lotto-Gewinn … auch kein Ticket nach Europa … sondern … „ein Ende des alltäglichen Rassismus, gegen Hautfarbe und Aussehen von Menschen“. Als ich ihn um zwei weitere Wünsche fragte, da sagte er, „dass jeder das Recht auf eine Mahlzeit haben sollte und Zugang zu medizinischer Versorgung“.

In diesem Sinne, Grüße aus Kerala.
T.

102) Postkarte aus Bengaluru – 4

So, vier Wochen Arbeit und intensiver Straßenverkehr in Bangalore sind geschafft, gute Gelegenheit für ein letzten Gruß aus Bangalore. Morgen fliege ich in den Bundesstaat Kerala, wo es dann hoffentlich etwas relaxter zugeht.

Meine vorerst letzte Postkarte aus Bangalore wäre unvollständig, wenn ich nicht noch mal auf den Verkehr eingehen würde. Dafür reichen deutsche Wörter einfach nicht aus. Wahnsinn, irre, crazy, stupid, lebensgefährlich,… das war in Indien schon immer so, aber Bangalore ist da glaube ich schon Weltspitze. Jeder fährt, wie er will. Auf offiziellen dreispurigen Strassen fahren sie 5-6 spurig „flexibel“, selbst wenn Straße vollkommen dicht ist, versuchen wir uns an der Seite irgendwie vorbei zu schlängeln.

Wenn es voll wird, nutzen Motorräder oft die Gehwege, wo natürlich auch Kinder unterwegs sind und „ein Dienstreisender“. Zig Menschen überqueren die Kreuzungen, wann und wie es irgendwie geht, dann laufen sie im Gänsemarsch am Straßenrand, um den nächsten Bus zu bekommen, der sie zu ihrem Job bringt … oder zum nächsten Bus.

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Auf einem Ausflug nach Mysore nutzen wir mal eine Autobahn, ja, ja so etwas gibt es hier mittlerweile auch. Die Straße ist durch Zaun oder Mauer gesichert und man kann nicht wenden. Aber hier geht es trotzdem anders zu, also auf der A9 zwischen Nürnberg und München. Die zwei Spuren, werden teils dreispurig befahren, und wenn man Bock auf was süßes hat, knabbert man einfach beim Nachbarn am Zuckerrohr.

Am Ziel angekommen, besichtigten wir den Palast von Mysore, mit tausenden anderen Menschen, wurden wir durch die Gänge geschoben incl Rücken-Trommel-Massage und Hautkontakt. Hier bitte Schuhe abgeben und sich dann bitte mit der Menge treiben lassen. Auf dem Gelände hingen noch Zettel aus Covid-Hochzeiten. Keep physical distance … ha ha ha.

Bestellt man was bei McDonald’s, wird der Abholzettel nicht wie bei uns auf 1/2 m Bong-Rolle gedruckt, nein, eine alte Bong-Rolle wird in feine Rechtecke geschnitten und dann wird die Bestellnummer per Hand drauf notiert. Eigentlich sehr nachhaltig, blöderweise kriegt man in vielen Shops einen Bong, den man beim Herausgehen einem Sicherheitsmann vorzeigen muss. Insofern hebt sich die Innovation bei McDonalds wieder auf.

Das Schild fand ich lustig. Gefahr! Eine Erektion ist in Arbeit. 🙂
Meine Güte, besser mal weiter gehen.
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Das hier fand ich auch lustig. Drei Feuerlöscher-Eimer an einem Flohmarkt mit wichtigem Hinweis nebendran . Wenn sie schon darauf hinweisen, wird es wohl einen Grund haben.

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Das folgende Schild, wartete im Nationalpark Bandipur auf uns. Ich meine, dass man Affen nicht füttern sollte und Plastik nicht in den Wald schmeißt, versteht sich ja von selbst, aber dass man nicht kochen darf, das ist ja wo die Höhe! Aber wie schon oben gesagt, sie würden es nicht dranschreiben, wenn es nicht einen Grund gäbe.

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In den Bergen bei Ooty trafen wir auf einen „Shooting Spot“. Nee, da wird nicht scharf geschossen, aber Filme wurden da gedreht. Also flitzen alle Bollywood Fans den Berg hinauf und machen 1000 Selfies.

Zum Schluss ein blau angelaufener riesiger Affe, den wir jeden Tag auf dem Weg in die Firma passieren. Kenner der Szene werden ihn als Hanuman, den Affen-Gott k

ennen. Steht da halt so rum und staunt.

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Heute zum Abend absolvierte ich noch den längst versprochenen Besuch, bei den Eltern meines Kollegen, ein pensioniertes Lehrer-Ehepaar, sehr konservativ, vor kurzem in Mekka gewesen, ein internationaler Kulturausstausch incl Übersetzungsdienst, bodennahem Dinner und Manövrieren in heiklem Themen-Gewässer. Ein intensives Erlebnis, da mögen wir sehr andere Ansichten haben, aber ich denke, ich konnte ein paar Impulse dortlassen. Vorsichtig natürlich.

Nach vier Wochen Bengaluru, verspüre ich nun aber auch Durst nach einer Auszeit, an einem Waldsee in Südschweden … im Sommer natürlich … nicht jetzt.

101) Postkarte aus Bengaluru – 3

Auch wenn ich natürlich in erster Linie hier bin, um zu arbeiten, gibt es natürlich links und rechts des Weges oder auch an den Wochenenden einiges zu entdecken. Und wie immer, gucke ich doch gar nicht so sehr auf die Main Locations, sondern eher so auf die kuriosen Dinge, und davon gibt’s in Bangalore nun wahrlich genug.

Nicht nur die Deutschen können Schilder, Inder auch.

Um die Ecke habe ich einen kleinen Park, eigentlich ein breiter Grünstreifen in einer Wohngegend, eingezäunt zieht der sich die Straße rauf. Ein paar Geräte für Kids, für Sportler auch, einen 400m Weg, auf dem ich ein paar Runden drehen kann (allerdings keine Freude bei der Luft hier) und an dem einen Ende gibt es eine Joga-Ecke. Man soll bitte ruhig sein, links und recht fahren Autos und Mopeds hupend vorbei. Ommmmmm!

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Kühe gibt es natürlich auf den Straßen auch, im besten Fall ein Einzelstück, im worst case eine Gruppe. Anfassen, Verscheuchen oder zu nahe dran vorbeifahren, kann Probleme machen. Also Geduld bewahren und … hupen … das darf man.

Ganz besonders irre sind die Moped-Fahrer, es gibt nichts, was es nicht gibt. Leider habe ich nicht immer die Kamera zur Hand oder die Bilder sind verwackelt. Der hier, hatte in der Handy-Halterung ein Cricket-Spiel laufen, aber immerhin hatte er einen Helm auf.

Der nächste Fahrer war auch lustig, leider auch etwas verwackelt. Der Reifen hinten war schon ziemlich matsch, also musste er sein Gewicht nach vorn verlagern, in Richtung Vorderreifen und hat sich schlauerweise auf den Tank gesetzt.

Und wenn die befestigte Straße voll ist, also eigentlich immer, dann nimmst du halt den „Grün“streifen … Sandstreifen, „find your way“ nennen sie das hier.

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Wenn man in Indien Tuk-Tuk meint, spricht man hier offiziell von Three Wheeler, im Alltag nennt man sie „Auto“ … aber English ausgesprochen … also so ähnlich wie „Aodo“. Als harte Verhandlungspartner, streckenweise stur, lenken die Fahrer die wendigen Gefährte durch den üblen Verkehr. Ich würde mal sagen, dass sich das Design in den letzten Jahren nicht / nur wenig verändert hat. Das Ding wird entweder barfuß oder mit Schlappen gefahren, neu ist, dass die Drivers mittlerweile auch alle ein Handy haben, entweder für Google Maps oder Uber / Ola oder für Sport und Bollywood.

Bei dem Vordermann geht man besser auf Tauchstation. Ich wollte ihn darauf ansprechen, dass die Straßenverkehrsordnung eine rote Fahne o.ä. dafür vorsieht, aber ich tat mich mit der Aussprache etwas schwer.
“ಒಂದು ಮೀಟರ್ ಉದ್ದವಿದ್ದರೆ ನೀವು ಕೆಂಪು ಧ್ವಜವನ್ನು ಹಾಕಬೇಕು“

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Freunde der veganen Küche und Hygiene-Nerds, Trigger-Alarm (!), vielleicht die folgende Bildersammlung doch besser überspringen. Das Vieh hängt bei 30°C den ganzen Tag am Rand ein Hauptverkehrsstraße.

.Diese farbenfrohe Deckenlampe hängt beim Chaiwala in der Nähe der Firma. In Deutschland wäre die Hölle los, zu Recht. Aber hier ist es einfach nur ein tausende Jahre alter Glücksbringer, den sich ein paar deutsche Großmachts-Psychopaten in den 1930-er Jahren angeeignet haben.

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Und sonst so? Viel mehr, als sich hier abbilden lässt! Mehrmals auf dem Motorrad hinten mitgefahren (Grüße von der Staublunge), zum ersten Mal Metro in Indien gefahren und endlich mal wieder Three Wheeler. Aufm Bauernhof gewesen, bei einer Moslem-Familie zum Abendessen auf der Erde gesessen (Grüße vom Knie), Probe-Alarm im Büro-Gebäude mit Räumung und Unterweisung erlebt, Probespiel fürs Cricket-Turnier morgen, diverse Stromausfälle, in Schlagloch getreten, umgeknickt, täglich in eiskaltem Meetingraum gehockt, erkältet, etc p.p.

Wird nicht langweilig

Aber so ist das in encredible India.

So, jetzt muss ich Schluß machen, morgen werde ich 07:00 abgeholt, 08:00 ist Antritt auf dem Cricket-Platz und ich mittendrin.

98) Postkarte aus Berlin: Von anderer Seite

Für meine anstehende Fernreise, war ich neulich in einem Berlin-Souvenier-Shop … und nach sechs Minuten bereits wieder raus. Was für ein Blödsinn. Bierkrüge, Trabant-Modelle und Mauerstücke … vermutlich alles aus China. Das ist nicht Berlin. Hier mal ein paar Schnappschüsse von anderer Seite.

Buenos Aires, Paris, Athen … Berlin braucht sich nicht verstecken, wenn es darum geht wer den „längsten“ hat.

Der hier, ist eher etwas kurz geraten. Er ist nun echt nicht „Arm dran“ und hat deshalb „so‘n Hals.

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Licht angelassen? Brennt‘s im Turm? Jemand in Gefahr? Nee keine Sorge, nur eine Reflektion der aufgehenden Sonne.

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Gleich um die Ecke rammen sie nun ein paar Hochhäuser in den Berliner Sand. Blöderweise haben sich die Kräne, Krane, Krandingens verhakt. Stillstand. Nichts neues.

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Nein, auch Berlin hat kein AKW mehr, aber ein Planetarium mit Atom-Pilz.

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Der Straußberger Platz von oben. Im Mittelalter vor den Toren der Stadt gelegen, war in der Gegend der Richtplatz zum Kopf abmachen, Rothaarige grillen und so.

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Ein Halli-Galli-Retorten-Viertel, benannt nach einem Deutschen Auto-Bauer aus Schwaben … laaaaaaaangweilig.

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Berlin hat viel Wasser drumherum. Also noch zumindest. Blick von Plänterwald auf die Innenstadt. Einmal bei Licht, einmal nicht.

Ein Bahnhof der Ringbahn bei Nacht. Also ick muss schon sagen, hier wird viel gemeckert in der Stadt … aber so ´ne >Ringbahn hat schon was. Selbst wenn du mal wegnickst, bist du nicht automatisch verloren.

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Ein Wimmelbild vor dem S-Bahnhof Schönhauser Allee. Wenn man sich dort verabredet, kann ich nur einen Tipp geben. Einfach 15 Minuten eher da sein und dann nur gucken.

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Roller-Pest am Velodrom, Blick aufs ehemalige Schlachthofgelände.

Die nächste Postkarte kommt vermutlich recht hyggelig daher, mal sehen was mir in den nächsten Tagen so vor die Linse läuft.