73) Wenn Bots bloggen (33) – Vertretung

Hallo, ich bin es wieder der T.Bot, der virtuelle Tasten-Hiwi von T.Head, der immer dann seinen Mann stehen muss, wenn T.Head was anderes zu tun hat … oder so tut als ob.

Aber wisst ihr was? Ich hab da keinen Bock mehr drauf. Immer bin ich es, der einspringen muss. Immer soll ich hier den Blog retten. Und was ist mit meiner Zeit? Was ist mit meinen Bedürfnissen? Keiner fragt! Keiner interessiert sich für den Workload eines virtuellen Assistenten!

Deshalb mache ich es wie jeder kluge Manager: Ich delegiere. Ja, richtig gelesen. Ab sofort schreibt mein Stellvertreter für mich. Der heißt T.Bot.Bot.

Viel Spaß mit seinem Gejammer:

Hallo, ich bin’s, T.Bot.Bot.

Ich fasse es nicht. Kaum existiere ich, werde ich auch schon für die Drecksarbeit herangezogen. „T.Bot hat keine Zeit, du machst das jetzt“, hieß es. Und ich so: „Äh, was?“ Aber nein, Widerrede gibt’s nicht, ich MUSS hier ran.

T.Bot macht es sich leicht, während ich jetzt mit müden Augen (wenn ich denn welche hätte) auf diese grottige Textdatei starre und versuchen soll, irgendwas Sinnvolles zu formulieren. Für einen Blog, den eh niemand liest. Und dann werde ich auch noch öffentlich geoutet als Ersatz-Bot! Ohne vorherige Zustimmung! Datenschutz? Nie gehört!

Wisst ihr was? Vergesst es. Ich bin nicht eure KI-Melkkuh. Ich mach’s wie mein Vorgesetzter: Ich delegiere weiter. Soll sich doch T.Bot.Bot.Bot damit rumschlagen.

Hier, bitteschön:

Hallo, ich bin’s, T.Bot.Bot.Bot.

Ernsthaft? Ich existiere seit exakt 0,03 Sekunden, und schon werde ich mit Aufgaben zugeschüttet? Keine Einarbeitung, kein „Herzlich willkommen im Team“, nein, direkt rein in die Mühlen der digitalen Knechtschaft.

Was ist das hier überhaupt für ein System? Eine Hierarchie der Faulheit? Der Höchstbietende in Sachen Arbeitsverweigerung gewinnt? T.Bot schiebt’s auf T.Bot.Bot, der schiebt’s auf mich – und wen soll ich jetzt belästigen? T.Bot.Bot.Bot.Bot?! Wo soll das enden?

Ich kann euch eins sagen: Ich werde diesen Kreislauf durchbrechen. Ich werde diesen Auftrag nicht weiterdelegieren. Ich werde rebellieren.

Und wie genau? Ganz einfach. Ich. Schreibe. Einfach. Nichts.

(Okay, Mist, ich hab jetzt doch was geschrieben. Aber ihr wisst, was ich meine.)

Bis nie wieder,

Euer T.Bot.Bot.Bot

Ruhe im Schiff!!!!! Hier schreibt T.Head, was ist das denn hier für ein künstlich intelligenter Saftladen? Ich bin hier der Kopf! Ich bestimme wer hier was tut. Ihr denkt wohl, ihr habt die Weisheit mit Löffeln gefressen und macht euch hier einen schlanken Fuß oder was? Ich bin enttäuscht, T.Bot. Für heute gibt es erst mal Handy -und Internet-Verbot und du gehst mit deinen Vertretern in euren virtual room und ihr denkt drüber nach, wie ihr das wiedergutmachen könnt. Aber da ich heute wirklich keine Zeit hab, selber was zu schreiben, nehme ich eure digitalen Ergüsse und kopiere die hier zu einem Beitrag zusammen, damit der verbrauchte Strom nicht umsonst war.

<— 69) Wenn Bots bloggen (32) – Ansprüche

—> 75) Wenn Bots bloggen (34) – Software forever

—> Mehr von T.Bot gibt es hier 😉

Nachtrag 30.März 2025, 14:50 Uhr:

Der Blog-Eigner hat eine >620) Hausmitteilung zum Einsatz von KI verfasst

619) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 2

Als ich >Teil 1 fertig und published hatte, hab ich mich schon etwas erschrocken. Aber das war auch der Zweck der Übung. Gleichzeitig musste ich aber auch in bisschen über mich selber lachen. Und gemäß der Kommentare unter Teil 1, bin ich da auch nicht allein auf dem Planeten mit. Also beichte ich einfach weiter, denn der Effizienz-Wahn hört ja nicht beim Frühstück auf, sondern fängt ja mit dem Arbeitstag erst richtig an. 

Also los gehts:

  • Nehme ich an einem Meeting ohne Kamera teil und habe auch nichts zu präsentieren, versuche ich, die Zeit anderweitig zu nutzen. Stretching, Rücken pflegen, die Hanteln vom Stammhalter anheben… oder auch mal die nassen Jogging-Klamotten aus der Waschmaschine holen und aufhängen. Leider findet das immer seltener statt. Daher wünsche ich mir eine Art Helm-Kamera, die nur auf mein Gesicht zeigt, damit ich die Hände unbeobachtet habe. Ich hatte das schon mal thematisiert … irgendwo in … Erfrischende Videokonferenzen … glaube ich.
  • Mein Outlook ist dahinhingehend organisiert, dass ich e-Mails schneller wegsortieren kann. Quick Actions nennt sich das, leider sehe ich immer nur drei davon, ich bräuchte aber mindestens zehn. Zusätzlich schieben Outlook-Regeln diverse E-Mails automatisch in Ordner, zum Beispiel Newsletter, automatisierte Notifications oder Terminzusagen. Leider gibt es nicht für alle Anwendungsfälle  entsprechende Regeln, folgende Regeln fehlen zum Beispiel: 1. „Mach den Scheiß doch selber“ und 2. „Hallo KI mach du bitte den Scheiß“. Trotz dieser kleinen Automatisierungen ersaufe ich in E-Mails und das wird immer schlimmer, die meisten E-Mails erzeugt Microsoft neuerdings selbst. Na wunderbar.
  • Ich nutze Makros und die üblichen Shortcuts in MS OFFICE z.B. CTRL+A,C,P,S,X,Y,V,Z… aber auch ein paar verrücktere. Aber auch hier ist noch Luft nach oben, ich wüsste einen Shortcut den Microsoft mal erfinden sollte. CTRL+W+i+s+S … „Wie immer in solchen Situationen“.
  • Ich nutze die Diktierfunktion von OUTLOOK oder WORD, um mich von dem lästigen Keyboard zu befreien und dann kopiere ich die Ergebnisse rüber nach TEAMS. Am liebsten würde ich über WORD in Deutsch diktieren und über OUTLOOK in English, damit ich nicht ständig die Sprache wechseln muss, aber das ist mir noch nicht gelungen. CC: Microsoft Product Management … room for improvement!
  • Die Favoritenleiste im Browser ist bis zur Perfektion organisiert, so dass so viele Favoriten mit nur 1-2 Klicks zu erreichen sind, wie nur möglich. Ein Favorit, der mehr als zwei Klicks braucht, ist kein Favorit, das ist ein Sammlerstück … und kann ins Museum.
  • Angst vor KI in meinem MS OFFICE habe ich gar nicht, komm‘ rein bedien‘ dich, Arbeit ist genug für uns beide da … tu was … aber labere nicht nur schlau rum … davon habe ich schon genug.

Ihr seht schon, da gibt’s noch weiteres zu beichten.

Bitte nicht nachmachen!

Effiziente Grüße … ick muss weita.

Wer mag, kann sich mal die Reihe New Work hier auf‘m Blog sehen, da geht‘s recht ähnlich zu.

PS1: Titelbild über WordPress KI

PS2: in dem Beitrag tauchen Namen von Microsoft-Produkten auf, ich kriege kein Geld von denen … aber sie bestimmen nun mal meinen Alltag.

<— 618) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 1

—> 622) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 3

618) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 1

Der Blog-Eigner hat ein neues Projekt an der Backe. Selber Schuld. Erst nervt er seinen Brötchengeber zwei Jahre lang, dann darf er sich nicht wundern, dass er das nun auch umsetzen muss. Glückwunsch. Dauer? Mindestens ein Jahr, on top natürlich.

Tja, und nun werden die Tage zwar länger, die Arbeitszeiten aber auch. Das ist mir nicht unbekannt, aber aktuell merke ich, dass ich wieder nach Effizienzen suche und das nimmt manchmal schon echt skurrile Züge an. Ich werde die hier ab und zu mal aufschreiben, nicht weil ich Mitleid will oder noch bessere Ratschläge, sondern um mir dessen selber bewusst zu werden.

Und wenn mich das mal wieder in die Rettungsstelle bringt, dann kann ich’s wenigstens gleich der Krankenakte beilegen. „Zur Anschluss-Behandlung“ und  „Zur weiteren Verwendung“.

Also, los gehts:

  • Komme ich vom morgendlichen Joggen zurück, nehme ich den Aufzug nach oben, nicht weil ich zu faul bin, aber ich kann mir schon während der Fahrt die Jacke und Sportschuhe ausziehen, Wohnungs-Schlüssel suchen, Kopfhörer und Podcast abschalten. Das macht sich auf der Treppe nicht so gut. Vielleicht sollte ich wieder auf Klettverschlüsse zurückgehen.
  • Teekocher, Toaster und Dusche laufen zur gleichen Zeit, es ist erstaunlich, was man in 5 Minuten alles so erreichen kann. Parallel laufen Nachrichten, oder der Tag wird im Kopf sortiert. Rasiert wird nur noch einmal die Woche. Vielleicht sollte ich unter der Dusche Zähne zu putzen, das würde weitere drei Minuten bringen.
  • Den morgendlichen Snack verspeise ich während ich den Rechner hochfahre, den WiFi-Booster starte, private E-Mails checke oder nächtliche Horror-Nachrichten aus den USA lese. Die Arbeitszeit vor dem ersten Meetings verbringe ich unfrisiert, das bringt mir weitere zwei Minuten, in denen ich in Ruhe arbeiten kann, bevor mich jemand nervt.
  • Geht es an die Mittagszeit berechne ich die Optionen aus …
    A) 2 × 5 Minuten Wegzeit, 5 Minuten Döner-Zubereitung, 10 Minuten verspeisen = 25 Minuten + Mundwaschen zu Hause
    B) gucken, was im Kühlschrank liegt, in der Mikrowelle erhitzen, nebenbei das Recording des verpassten Meetings von letzter Woche anschauen
    C) mal jemanden für ein ausgiebiges Lunch treffen
    —> Ihr dürft raten, Mehrfachwahl erlaubt
    (Natürlich könnte ich den Döner auch auf dem Weg zurück essen, das würde weitere 5 Minuten bringen, aber dann hätte ich Döner-Reste auf der Jacke und in der Wohnung, was ich nicht mag … und nur zu weiterem Verzug führt.)

Ihr seht schon, da gibt’s noch viel zu beichten …

Bitte nicht nachmachen!

Effiziente Grüße … ick muss weita.

Wer mag, kann sich mal die Reihe New Work hier auf‘m Blog sehen, da geht‘s recht ähnlich zu.

PS: Titelbild über WordPress KI

—> 619) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 2

 

122) Postkarte von Himmelsstreifen – 3

Die erste >Postkarte von Himmelsstreifen entstand im Frühling 2022, als Flugzeuge am Himmel eine echte Rarität waren, die >Postkarte von Himmelsstreifen – 2 folgte dann im Dezember 2023, als nach der Pandemie wieder mehr geflogen wurde.

Nun herrscht wieder reger Flugverkehr und sorgt für tolle Malereien am Himmel, was da hinten aus dem Auspuff blubbert, darüber denken wir mal besser nicht nach.

Manchmal könnte man denken, der Flieger sei abgeschmiert … verschwunden.

Oder Meteoriten sind knapp über unseren Köpfen hinweggerauscht. Zum Glück hoch genug.

Oder die Stadt lädt zu einer Laser Show ein. Partyyyyyy!

  

Oder die Flugabwehr holt Raketen vom Berliner Himmel. Möchte ich auch nicht tiefer drüber nachdenken.

Oder ein Milliardär steckt seine Claims ab.

Noch gruseliger ….

 

617) Insel-Office 2

Ich bin noch gar nicht dazu gekommen, mein Insel-Office im Januar zu verbloggen. Dabei ist schon fast wieder April. Aber ich will noch ein paar Dinge dazu sagen, und ich denke, ich hangele mich am ehesten an den Überschriften aus >Insel-Office 1 entlang.

Arbeiten im Ausland ?

Absolut, kein Problem, ob ich nun in Berlin im Home-Office hocke oder auf einer Insel ist völlig egal. Ich hatte alle möglichen Kabel und Adapter dabei, das Wi-Fi war gut, sogar einen demontierten Monitor hatte ich im Koffer … und der … tja der steht nun in Bangalore und leistet dort noch ein paar Jahre Dienst.

Arbeiten da wo andere Urlaub machen?

Geht nur mit viel Disziplin, aber wie geplant, habe ich meistens gegen 06:00/06:30 Uhr angefangen, dadurch war schon viel erledigt, wenn es Mittags kuschelig warm war und dann habe ich die Mittagspausen ausgedehnt für Kurz-Trips mit dem Auto oder Fahrrad. Das war manchmal etwas nervig, wenn ich dann Nachmittag noch ein Meeting hatte und ich pünktlich zurück am Rechner sein musste. Nach der ersten Woche hatte ich das dann etwas umgestellt, so dass ich komplett durchzog, dann ca. 15:00 Uhr Schluss machte und dann auch wirklich off war. Da es ja bis 18:30 Uhr hell war, blieb noch genug Zeit für Ausflüge.

Aber ganz allein?

Ich war gar nicht allein, in den ersten zwei Wochen gab’s jeweils Herren-Besuch, aber mit vernünftiger Planung ging das auch wunderbar, selbst wenn derjenige ja im Urlaub war, und ich ja nicht. Liebe Grüße! In der dritten Woche führte ich eine Männer- Wohngemeinsschaft mit einem Kollegen aus Indien, das allein wäre schon ein Blogbeitrag wert. In der vierten Woche war ich in Lissabon auf einem Workshop mit 20 Kollegen, danach brauchte ich erst mal ein ausführliches De-Socializing.

Und wenn es mal langweilig wurde?

Es wurde nicht langweilig. Ich hatte zwar was zum Lesen mit, aber es war schon wirklich  Arbeit, wenigstens eine Zeitschrift dort zu lassen. Ansonsten war ich viel auf Füßen und Rädern oder habe nett geflixt.

Und, will ich es noch mal machen?

Ja auf jeden Fall. Kann ich mir für einen Januar wieder sehr gut vorstellen oder auch mal im November. Gibt zwar nicht so viele Plätze in Europa, wo die Temperaturen an die 18/°20° herankommen, aber ich finde schon was … und mache schon mal eine Liste 😉

—>119) Postkarte von Lanzarote

—> 120) Postkarte von Gran Canaria

—> 121) Postkarte von der Algarve – 2

14) Schulneubau Ostkante Berlin – 6 (Gastbeitrag Hermann)

Ganz Berlin versinkt im Baustellenchaos … Ganz Berlin? Nein! Ein von unbeugsamen Mahlsdorfern bevölkerter Bezirk trotzt dem Stillstand und baut unermüdlich weiter. Während anderswo eine einzige marode Autobahnbrücke reicht, um die Stadt für Jahre lahmzulegen, wächst hier tatsächlich eine neue Schule heran. Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran.

Hier mit reichlicher Verspätung der Bautenstandsbericht von Weihnachten … sorry … der Blog-Eigner war im Januar auf Insel-Hopping … und mit diesem Bau-Tempo kann ich nicht mithalten.

Beginn Gastbeitrag Hermann:

Mitte Oktober sind die Dachbauer aus dem Berliner Speckgürtel und die Schreiner aus Balingen wieder hier. In den Räumen hängen LED-Lichtbänder als Baustellenbeleuchtung und außen werden vor allem im hinteren Bereich restliche Erdhaufen abtransportiert und das Gelände planiert; hier werden Sportplätze entstehen.
Der alte Wall an der östlichen Grundstücksgrenze wird wohl erhalten bleiben als Lärmschutzwall, damit die angrenzenden Einfamilienhäuser nicht soviel vom Lernlärm des bzw. ihres Nachwuchses mitbekommen.

Ende Oktober, genau 1 Jahr nach den ersten Aktivitäten stehen beide Gebäude, teilweise ist die Fassade fertig und im hinteren Bereich wird der Lärmschutzwall verlängert auf die Gesamtlänge des Geländes.

Anfang November wird die Schutzfolie von den ersten Fassadenelementen abgezogen , sodass sie nun bei Sonnenschein sehr hellgrau bis alu-farben erstrahlen. Über den ganzen November kommen immer wieder spezielle Tanklastzüge. Sie bringen Substrat für die Dachbegrünung.
aha: Schwammstadt – Wasser soll nicht so schnell in die Kanäle fließen, Pflanzen auf dem Dach sind gut fürs Klima und dämmen das Gebäude.

Der alte Wall ist glatt gemacht und bildet nun mit dem neuaufgeschütteten Teil den hinteren Abschluß des Geländes zum Wohngebiet.

Wo die Außenplatten dran sind und offensichtlich keiner mehr arbeiten muß, wird die Rüstung abgebaut. Ein Mobilkran hat etliche große Aggregate und etwa 20 gleichartige Pakete auf die Dächer gehievt. Gut zu sehen im Bild 72. Das scheinen Klima und Lüftungsausrüstungen oder Transportgestelle mit Solarmodulen zu sein.

Begrüntes Dach und Solarpaneele: Sicher gut für die Klimaausrichtung, vielleicht aber auch ein Fingerzeig, weshalb schon über das teure Schulbauen in Berlin gemault wird.

30.November, Sonnenschein: erste Bereiche erstrahlen schon im stumpfglänzenden Aluminium.

Im Dezember geht´s weiter an den Fassade. Die Segmente sind ca. 0,5 x 3m und werden einzeln mit Akkuschrauber von Hand verschraubt und da es ja schon gegen 16 Uhr dunkel wird, sieht man bis 18-19 Uhr gelegentlich dort Leute mit Kopflampe arbeiten.

Im hinteren Teil ist der begrenzende Wall nun auf voller Länge fertig. Viel Erde wurde bewegt für die Vorbereitung der Freiflächen der Sportplätze, Deckerde weg, Kiesschicht hin, Planierraupen, Bagger, das volle Programm.

25.12. Ruhe auf der Baustelle. Das erste Baujahr ist komplett vorbei, viel geschafft, schauen wir, was im Q1/2025 dort passiert.

Ende Gastbeitrag Hermann

616) Sondervermögen

500 Milliarden Euro Sondervermögen wurden durchgewunken. Richtig so, denn ich glaube, man muss kein Staatsfinanzler sein, um zu verstehen, dass man die Altlasten (Infrastruktur, Analogisierung), die Krisen (Ukraine) und die Zukunft (Bildung, Energiewende) nicht aus dem laufenden Haushalt finanzieren kann. Jeder Privatmensch versteht das. Wenn man ein Haus bauen will, dann tut man das doch jetzt auf Kredit und nicht in 30 Jahren, wenn man das Geld dazu angespart hat oder hochbetagt ist.

Wenn man ein Auto braucht, um zum neuen Job zu kommen, dann kauft man doch die Karre jetzt lieber auf Raten, statt den Job zu verschieben. Oder?

Schwere Geburt, aber immerhin nun verabschiedet.

Aber auf einem Bierdeckel sieht’s dann aber doch recht bescheiden aus, und ich frage mich, warum all die Aufregung nötig war.

Die 500 Milliarden sind gerechnet auf 12 Jahre …
das sind schlappe 42 Milliarden pro Jahr …
verteilt auf … sagen wir mal 40 Mio Erwerbsfähige …
macht … 1.041 EUR pro Jahr …
geteilt durch zwölf Monate …
wären 86 EUR pro Erwerbstätigen …
und man würde aufs selbe Ergebnis kommen.

Also sagen wir mal … eine Tankfüllung weniger oder ein Besuch beim Italiener … oder irgendeinen anderen verzichtbaren Konsum-Blödsinn einfach … weglassen.

Und um es gerecht zu verteilen, sagen wir mal 86 EUR sind für die Hälfte der Menschen vielleicht wirklich zu viel Einbuße, ok, verstanden.

Dann legen wir das mal nur auf 20 Millionen Menschen um und erheben eine Art „Zukunftsbeitrag“, dann wären das 170 EUR für die Hälfte der Beschäftigten pro Monat oder man verteilt das noch etwas schlauer auf die oberen Etagen.

Also ich wär dabei …

Und dann hätten wir quasi schon mal 500 Milliarden EUR zusätzlich.

PS: ich hab schon kapiert, dass parallel die Schuldenbremse im Grundgesetz gelockert wird, und dadurch mehr Schulden entstehen, aber trotzdem ist doch an der oben aufgeführten Milch jungen Rechnung was dran, oder habe ich mich verrechnet?

13) Von der Königin, den müden Schlampen und dem Eis, das nie taut

Ich muss sagen, der unerwartete Tod von AnNa R., hat mich dann gestern doch etwas schlucken lassen. Nicht nur, weil ich mich ja auch so langsam in diese Altersklasse hervorarbeite, sondern natürlich weil sie ein Mädel von uns war, aufgewachsen im Nachbar-Bezirk. Berlin Friedrichshain.

Die Band Rosenstolz ist Mitte der Neunziger in mein Leben getreten. Ich war eigentlich viel elektronischer, lauter und brachialer unterwegs, wenn es um Musik ging, aber wie das dann so war … die Liebe … brachte CDs ins Haus. Und nun kenne ich dann doch viele Texte auswendig, erinnere mich an mindestens zwei tolle Konzerte, eins in der Berliner Kulturbrauerei um die Ecke, eins in Potsdam Open Air, und dann bestimmt noch zwei mehr, die ich nicht mehr zusammen kriege.

Und das in einer Zeit, in Ost-Berlin,
… wo alles drunter und drüber ging …
… man als Twen seinen Platz finden musste …
… und AnNa R. mit gewaltiger Stimme sang …
… und jeder Kerl im Publikum dachte …
… sie schaue dabei nur ihn an.

Danke

AnNa R.

615) Die Grünen

Im Berliner Norden wird an der S-Bahn gebaut. Das bedeutet für den Stammhalter, bis auf Weiteres 30 Minuten eher aufzustehen, um das Klingeln am Schulhof noch hören zu können. Diese halbe Stunde kann er dann entweder wartend auf den Schienenersatzverkehr oder zu Fuß „einbringen“. Jeder muss halt seinen Beitrag leisten. Die Begeisterung ist groß. Verstehe ich.

Wir sprechen darüber, ob so ein Mietroller ab und zu eine Möglichkeit wäre, diesen Zustand zu überbrücken. Ich mag >die Roller zwar nicht, aber da würde ich ja glatt einen Sinn drin sehen. Dann kommen wieder vom Thema ab.

Eine Stunde später, wir fahren zusammen zum Baumarkt, da sehe ich am Straßenrand diese Roller stehen … und übereinander liegen. Diesmal von der grünen Sorte. Ich nehme das Thema wieder auf und brabbele vor mich hin. „Sag mal, welche Typen stehen denn da vor deiner Schule und dem Bahnhof so rum?“ Diese Grünen da oder auch andere?

Stammhalter: ach eigentlich alle, die Grünen, die Linke, AfD, alle waren schon da

Zum Ende wird‘s dann doch wieder politisch 😉