562) Ankommen

Im aktuellen Urlaub, bin ich ca. zehnmal irgendwo angekommen. Ich meine den kurzen Moment, wo der Mietwagen bereits irgendwo sicher abgestellt ist, das Gepäck und die Brut die letzten Meter zu Hotel oder Ferienwohnung bewegt wurde und die Zimmer-/Appartement-Tür hinter uns ins Schloss fällt. Dann ist es interessant zu beobachten, wie unterschiedlich wir doch so belieben, „anzukommen“.

Ich schreibe es mal anonymisiert … des inneren Friedens willen:

1. Runde

  • Den WLAN-Zettel suchen
  • Ins Bad gehen, Hände waschen
  • Die Schlafaufteilung für die Nacht diskutieren
  • Ein kaltes Bier aufreißen (oder ein warmes)

2. Runde

  • WLAN-Passwort an alle Handys teilen
  • Waschtasche (a.k.a. Kulturbeutel) aufhängen
  • Touristische Ziele in Laufnähe googlen
  • Schuhe ausziehen und die Fahrt wegstönen

3. Runde

  • WLAN-Passwort auch an alle Tablets teilen
  • Ein Buch aufschlagen und lesen
  • Tickets für‘s Spiel der Heimmannschaft ordern
  • Küchenausstattung erkunden … und noch ein Bier aufreißen

So, jetzt muss ich aber los, die Stadt erkunden 😉

Stress ….

561) Buchstabensuppe mit Alles – 8

Morgen geht es ab in den Urlaub und damit die Birne frei für neue Eindrücke ist, müssen ein paar Gedanken und Bilder aus dem Kopf entsorgt werden. Für ein vollwertiges Gericht fehlt mir die Zeit, deshalb gibt’s mal wieder Buchstabensuppe … mit alles.

Fuß:
Mein Fuß ist noch dran. Nachdem ich mich ja vor gut vier Wochen mit einem schnittigen Handwerkergerät angelegt und leider den Kürzeren gezogen habe, wächst zusammen, was zusammen gehört. Es dauert nur länger als gedacht, und es wird vermutlich eine schicke Narbe bleiben, für die ich mir noch eine spannende Story ausdenken werde, die ich meinen Enkelkindern erzählen kann. Irgendwas mit Haien oder so.

Geisterfahrer:
Anfang der Woche beschäftigte ein Geisterfahrer die lokalen Nachrichten hier. „Achtung, wir unterbrechen die Sendung, ein Geisterfahrer auf der A13, bitte fahren sie äußerst rechts und überholen sie nicht“.  Wieso überhaupt „ein Geisterfahrer“? Wieso keine Geisterfahrerin? Und wieso Geist und nicht Geist:In? Wäre es nicht besser „eine geistfahrende Personen? Wieso nimmt keiner Rücksicht auf diese Person? Vielleicht wollte sie ja in diesen Tag als „Britische Verkehrsteilnehmende“ gelesen werden?

Unqualifizierten-Überschuss:
Wie könnte man das Gegenteil von „Fachkräftemangel“ nennen? Vielleicht „Unqualifizierten-Überschuss“. Den gibt es nicht nur am unteren Ende der Brötchenkette, sondern auch in der Mitte und oben. Wenn ich jetzt höre, dass 1400 ukrainische Ärzte im Land sind und nicht arbeiten dürfen, weil die nötigen Formalitäten nun mal bis zu „ein paar Jahren“ dauern, da wirken die populistisch angezettelten Debatten aus dem Hause Linnemann / Merz zum Bürgergeld für Flüchtlinge wirklich lächerlich. Machen Sie mal lieber da ihre Hausaufgaben meine Herren, statt vor den drei Landtagswahlen im Osten zu zündeln. Und wenn ihr das nicht hinkriegt, dann rückt bitte mal die Namen der Leute raus, vielleicht kriegt man ja bei denen eher einen Termin, als bei den Zahnärzten im Sauerland.

Urlaub:
Ja, wir machen Urlaub. Wir reisen mit dem Flugzeug an und nehmen uns vor Ort ein Auto … ökologisch schwierig … trotzdem. Wir fahren an Orte, wo eh schon „all die anderen“ Touristen sind und beruhigen uns damit, dass wir ja auch ein paar Euronen spendieren. Vielleicht lassen wir Rucksack, Base Cap und kurze Hosen besser im Hotel, kramen ein paar spanische Sätze aus dem Gedächtnis und dann gehen „kulturell angeeignet“ noch als Einwohner durch 😉

Genießt den Sommer!
T.

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560) Was machen, wenn kein Fußball mehr ist?

„Was machen, wenn kein Fußball mehr kommt?“, so ähnlich schwebten wohl viele  Fragezeichen in deutschen Wohnzimmern nach dem EM-Finale.

Also was tun?

  • Also zunächst sind ja erst einmal noch die Olympischen Sommerspiele.
  • Und wenn da nix kommt, dann schalten wir live in den nahen Osten. Da ist immer was los.
  • Und wenn da gerade Trinkpause ist, zappen wir in die Ukraine und schauen mal auf die Verlängerung.
  • Wenn dort alle Zeitlupen gesehen sind, brennen sicher Feuer in Kanada oder Kalifornien.
  • Sollte da Flaute sein, säuft bestimmt gerade ein Dorf in Europa oder eine Insel in Asien ab.
  • Nach Sendeschluss können wir zusehen, wie sich zwei alte weiße Männer in den Staaten an die Gurgel gehen.
  • Und wenn die endlich umgekippt sind, dann gibt’s immer noch ein Sommer-Interview mit Rechtsextremen oder die besten 30 Sommerhits der letzten Jahre.

Oder wir fahren in den Urlaub … und schalten mal ab.

559) Arbeiten, wenn niemand mehr müsste?

So ähnlich klang der Titel der kürzlichen Sonderausgabe von „brand eins“. Das bedingungslose Grundeinkommen war mal wieder Thema. Oh, ja. Es wurden Artikel aus der Vergangenheit zusammengestellt, aber auch die neuesten Erkenntnisse eingebracht. Rundum gelungen, und ich muss sagen, der Grundgedanke macht mich irgendwie schon an. 

Vor ein paar Jahren, da sah ich das noch ganz anders. Da haben wir die Idee beim bierseligen Abend unter Kollegen diskutiert und mir platzte fast die Hutschnur. Aber jetzt im Kontext von Automatisierung, Digitalisierung und nötiger Komplexitätsreduzierung in Steuer- und Sozialpolitik, finde ich das Konzept immer charmanter. Von Transparenzgewinn und Bürokratieabbau mal ganz zu schweigen. Nichts wäre einfacher zu kapieren, als das.

Also, würde ich arbeiten, wenn ich nicht mehr müsste?

  • Auf jeden Fall, würde ich einfach weiter arbeiten, denn meine Arbeit stiftet Sinn, sie macht mir Spaß und ich kann mich austoben. Ich könnte mir aber sehr gut vorstellen, reduziert zu arbeiten, und mit der frei werdenden Zeit ein paar Dinge auszuprobieren, die ich sonst nicht tun würde.
  • Zum Beispiel irgendwo Gastdozent sein und den Erklärbär zu geben. Gerne für junge Menschen, wenn sie zuhören wollen. Wenn nicht, schmeiß ich sie raus.
  • Ich könnte auch die Fürsorge für ein Objekt oder ein Gelände übernehmen (ein Stück Park, ein Ferienlager, ein Schullandheim, sowas in der Art) … und ich wollte schon immer mal mit einem Aufsitz-Rasenmäher fahren, so wie Forest Gump 😉
  • Eine Arbeit im Fahrradverleih, Bootsverleih stand auch schon immer auf dem Zettel. Menschen eine Lösung anbieten, die einen Bedarf haben, etwas fachsimpeln, ein bisschen schnacken und damit aber auch den Tag gut sein lassen.
  • Ich könnte noch mal was lernen, in irgendein Fach einsteigen. Themen, die es so damals für mich nicht gab (Verkehrskonzepte, Städteplanung, Megacities,) so was.
  • Oder ein Ernteeinsatz auf einem italienischen Weingut. Bis alles wehtut, und es danach ein großes Fest gibt. Arbeitsreiches Mundeinkommen quasi.

Also langweilen würde ich mich nicht

558) Nur ein paar Zentimeter

Auf Donald Trump wurde geschossen. Diese Nachricht erhielt ich heute Morgen beim Zähneputzen. Und ich würde lügen, wenn schreiben würde, ich hätte in dem Moment … „Oh, der arme Donald, das tut mir jetzt aber Leid“ … gedacht. 

Natürlich ist Waffengewalt zu verurteilen, auf Menschen schießt man nicht, auch nicht auf Trump. Klar. Aber auf der anderen Seite des Atlantiks schießt ständig einer auf den anderen, also warum nicht auch auf ihn? Und dann vielleicht auch etwas genauer.

Es gab Attentate in der Geschichte, wo sich vermutlich viele im Nachhinein wünschten, sie wären geglückt. 1939, 1944 auf Hitler beispielsweise. Andere Attentate waren zwar technisch „gelungen“, für den Täter zumindest, aber es traf Menschen, die sicher noch viel „Positives“ beitragen hätten können. Abraham Lincoln, John F Kennedy, Robert F Kennedy, Martin Luther King, Malcom X … um nur mal ein paar auf US-amerikanischen Boden zu nennen.

Natürlich müssen die anderen Staatenlenker das Geschehen nun verabscheuen und beste Genesung wünschen, aber da wird mir zu sehr geheuchelt. Ich behaupte mal, ganz im Stillen, denkt der/die ein oder andere doch sicher auch … „Meine Güte … nur ein paar Zentimeter …“

557) Camper

In den Straßen unseres Kiezes fallen mir immer mehr geparkte Camper auf. Nicht nur, dass sie ordentlich Stellfläche verbrauchen, frage ich mich natürlich auch, was die hier auf einmal alle machen?

Also wat is da los?

  • Sitzt da ein Geheimdienst unten vor der Tür, zieht mir irgendwann einen Sack über den Kopf und zerrt mich in den Bus?
  • Gehört es zum Einmaleins der Prepper-Szene, immer ein gepacktes Wohnmobil vor der Tür zu haben, mit dem man dann flüchten kann, wenn das Böse vor den Toren der Stadt steht?
  • Vielleicht wohnt da jemand drin? Ist es das Geheimrezept, dem knappen Wohnraum zu begegnen?
  • Oder ist es das neue Konzept für gescheiterte Ehen? Muddi schläft oben bei den Kindern, Vaddi geht mit Schlappen, Kulturbeutel und Handtuch über der Schulter für die Nacht in den Camper?
  • Oder ganz anders, das Personal pennt da im Bus. Ja, so ist das. All die Logopäden, Osteopathen, Psychotherapeuten und Coaches, die sich um die Kinder kümmern, müssen ja 24/7 in der Nähe sein. Nur für den Fall.

Wer weiß, wer weiß. Aber eigentlich find ich so‘n Ding ja schon sehr schnittig und es macht auch was mit mir. Eine dicke Mobil-Funk-Antenne aufs Dach, ein Solar-Panel dazu und dann geht‘s ab. Einfach losfahren. Da wo es schön ist anhalten, bisschen was arbeiten und dann die Handbremse lösen und weiterfahren.  

556) Eine Urne voll Super Power

Vorgestern da humpelte ich zur Apotheke und sah doch dieses schwarze Fass am Wegesrand stehen.

Was ist das denn?

  • Hat da etwa jemand seine tote Oma entsorgt?
  • Ist das ein Tintenfass für einen 3D-Drucker?
  • Ein Eimer Dachlack, Schwarzbier oder Teer?
  • So eine neumodische Bombe, die alles zerfetzt?
  • Ein übrig gebliebenes Silvesterbesteck, das beim EM -Sieg für Deutschland gezündet werden soll?

Ich bin dann noch mal näher ran und es stellte sich als „Protein Drink Powder“ raus. Nicht ein Tütchen nein, ein Fass! Vier Kilo schwer.

Also als sich damals Rocky Balboa im Film Rocky Teil 1 eine Handvoll frisch geschlagene Eier in den Hals kippte, fand ich das zwar eklig, aber konnte das noch irgendwie nachvollziehen. Zumal danach ja auch ein legendärer Lauf durch Philadelphias Straßen folgte. De-De-Däää, De-De-Dööö. De-De-Däää, De-De-Dööö.

Habe mir das gleich mal beim großen Versandhändler angeguckt und gibt es wohl in den Geschmacksrichtungen Schoko, Erdbeer, Karamell, Vanille und Cookies and Cream. Für circa 60 €.

Nein, also bitte, dann doch lieber ne Kiste Eier runterwürgen, Laufschuhe anziehen, quer durch die Stadt rennen und ein paar Rinderhälften vermöbeln.

PS: Mein Lauftraining muss nun erst einmal ein bisschen pausieren wegen >eigener Überheblichkeit, aber mein Fuß sieht immer noch besser aus, als Rockies Gesicht nach dem Kampf.

Adrian!!!!!!!!

555) Schönheitsoperation für Männer – Teil 2

Eigentlich stand für dieses Wochenende Teil 2 der kosmetischen Optimierungen der gealterten Oberfläche an. Der Mann fuhr wieder ins Umland, parkte den Wagen vor dem Objekt und ging durchs Tor zum Checkin. Irgendwas schien anders. Der dann folgende Anblick ließ schlagartig weitere Furchen auf seiner Stirn entstehen. Ein gewaltiger Ast wollte ihm wohl das Kosmetik-Wochenende vermiesen und hatte sich auf dem neuen Dach und Vordach breitgemacht.

Aber als Mann der Tat, fackelte er nicht lange, sprang in die Arbeitsklamotten, warf sich Motorsäge und Verlängerungsschnur aufs Kreuz und kletterte hinauf, um das Dach Scheibchen für Scheibchen vom Grün zu befreien. Auf schiefer Ebene, am Rand der Dachfläche hockend, hielt er die schwere Säge in Vorhalte und verschaffte sich so ganz nebenbei ein intensives Oberschenkel-Gesäßmuskel-Training.

Nachdem er die Natur bezwungen hatte, sang er den Refrain eines bekannten Baumarkt-Werbe-Jingles und machte sich wieder an den Abstieg. Die Leiter wackelte. Ein Erdbeben? Seine Knie etwa? Nein, natürlich nicht. Leitern sind einfach auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Am Boden angekommen, macht er sich daran, weitere Äste auf ein stapelbares Maß zu bringen. Schon mindestens 900 Hundert Mal gemacht, routiniert und flott ging das mit der Kettensäge. Schon 996 mal gemacht. „Das ist nicht gut, was du hier machst“, meldete sich eine Stimme. Gleich fertig. Schon 997 mal gemacht. „Wenn jetzt die Säge ins Hüpfen kommt …“ Schon 998 mal gemacht. „Vielleicht solltest du besser nicht den Fuß so dicht …“, klopfte die Vernunft abermals. Nur die beiden Äste da noch. Schon 999 mal gemacht. „Also jetzt mal im Ernst … lass das“. Gleich fertig. Schon 1000 Mal gemacht. „Gut, dann passiert es halt jetzt, du willst ja nicht hören.“

Beim 1001-ten Mal hüpfte die Motorsäge…

PS: Fuß ist noch dran und er kann schon wieder Blogbeiträge schreiben.

Idiot. Idiot. Idiot.

554) Ein Dutzend Jahre

Neulich habe ich mal den Schuppen an der Villa aufgeräumt. An der Stelle wo Grillanzünder, Kohlenzange und die Schürze mit integriertem Flaschenöffner liegen, fand ich auch eine vergilbte Zeitung, die gegebenenfalls als Anmachhilfe dienen sollte. Der Stapel Papier entpuppte sich als Bild am Sonntag vom 27.05.2012. Wie kommt die denn hierher? Und warum liegt die noch da? Also wenn wir sie 12 Jahre nicht benötigt haben, dann kann die auch in den Müll. Aber bevor ich das „Döpfner-Papier“ seiner Bestimmung zuführen konnte, musste ich da noch mal schnell reinschauen.

Und siehe da, so viel hat sich in 12 Jahren eigentlich nicht geändert. Schon traurig.

Eine Fußball-EM beschäftigt das Land, altbekannte Gesichter, nur jünger.

So manch Überschrift kratzt heute etwas im Abgang.

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Sogar von einer Auferstehung Schumi‘s war damals die Rede, noch vor seinem schlimmen Umfall. Armer Kerl.

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Andere Themen gab es einfach noch nicht in dem Maße wie sie heute besprochen werden. Die equadorianische Botschaft in London hatte noch eine Gästewohnung frei, keine laute Klima-Debatten, keine E-Mobilität im großen Stil, keine Wärmepumpe, kein Heizungs-Hammer, keine Migration, kein Ukraine-Krieg, keine AfD, kein TikTok, kein Covid-19, keine Spaltung der Gesellschaft. Man könnte meinen, alles war so friedlich … so friede-freude-eierkuchig … war es aber auch nicht.

Und vielleicht ist auch gut, dass wir die Dinge nun breiter diskutieren, auch wenn es manchmal anstrengend ist.

553) Schönheitsoperation für Männer – Vol 1

Irgendwann muss der moderne Mann unter 50 mal zur Schönheitsoperation gehen. Er schiebt das schon so lange heraus. Wind, Wetter, die Sonne, und auch diverse Flüssigkeiten machen dem alternden Material zu schaffen. Es wird spröde, wirft Falten, es reißt, und irgendwann wird es undicht, wenn man es nicht fachmännisch pflegt.

Weil er das aber in Berlin Mitte oder Prenzlauer Berg nicht bezahlen kann und damit die Familie davon nichts mitbekommt, schleicht er sich Samstagmorgen bei strömenden Regen aus dem Haus und fährt ins Umland. Da sind solche Eingriffe noch günstig und diskret zu haben.

Kaum angekommen und vom Regen halbwegs getrocknet, geht’s gleich in die Behandlung. Zunächst werden die großen Pflaster heruntergerissen, womit der Mangel seit Wochen verdeckt wird.

IMG_9080Dann wird das alte Gewebe großflächig entfernt. Es bröselt nur so zu Boden, der Mann stöhnt, schnauft und muss immer wieder husten.

IMG_0132Dann wird ein scharfes Messer angesetzt, weiter in Furchen und Tiefen hineingetrieben, um die verbleibende Fäule herauszuschneiden und Platz für das neue Material zu schaffen.

IMG_0134 Die offene Stelle sorgfältig abgesaugt und getrocknet, wird mit einer Gaskartusche frisches Material unter die verbleibende Oberfläche gespritzt. “Viel hilft viel” stammelt der Mann, auch wenn es schon aus allen Ritzen schäumt und quillt und er sich wünscht, die Prozedur würde bald zu Ende gehen.

IMG_0133Dann wird ein großer Topf weiße Masse angerührt und auf der Problemfläche verteilt. Schicht für Schicht wird … eine neue … Schicht … modelliert

Der Sinn einer dargereichten Gurke erschließt sich ihm nicht, er knabbert sie nebenbei weg. Er weiß, dass Gefahr besteht, zu dehydrieren, damit das nicht passiert, wählt er hin und wieder einen Schluck erfrischender Hopfenkaltschale. Das tut gut.

Für heute ist die Behandlung beendet, er wird noch einmal hier erscheinen müssen, um der Oberfläche den letzten Schliff zu geben. Geschafft von der halbtägigen Behandlung, steigt er wieder in seine Straßenklamotten, verlässt das Gebäude und schließt die Tür hinter sich. Auf dem Vorplatz angekommen, trifft er auf zwei junge Schnecken, die sich an den Resten seiner hochpreisigen Füllmasse laben. Ihr seid doch verrückt.

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Etwas lädiert und geschafft, stiefelt er zur S-Bahn und fährt zurück in die hippe Stadt.

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… Fortsetzung folgt …