445) Wir bitten die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen

Ganz spontan fallen mir drei Arten von E-Mails ein, die ich absolut nicht bekommen will:

1. Sehr geehrter Herr T., wir haben mehrfach versucht, sie telefonisch zu erreichen. Bitte melden Sie sich unverzüglich. Es ist wirklich dringend. MfG ihr Hausarzt.

2. Sehr geehrter Herr T, wir erwarten Sie Eltern zusammen mit ihrem Sohn um 18:30 Uhr vor der Tür des Schulsekretariats. Freundliche Grüße, Der Direktor

3. Ihr Flug wurde storniert. Leider müssen wir mitteilen, dass ihr Flug nach London Heathrow am XX-XX-XXXX storniert wurde. Wir bitten die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Die letzte e-mail fand ich heute, als ich mal so „nebenbei“ aufs private Handy schielte. What? And now? Schließlich müssen wir einen Anschlussflug kriegen und das an einem der größten Transitflughafen der Welt.

Rufen Sie „Buchung bearbeiten“ auf, um weitere Informationen erhalten, die Umbuchung auf den nächsten geeigneten Flug vorzunehmen oder eine Erstattung zu beantragen.

Nu aber mal ganz flott mein Lieber, denn das was du jetzt tun musst, wollen 300 andere Leute heute auch noch machen. 

Und dann kam dann erst einmal das Übliche:

  • Uuuupps … das ist wohl ein Fehler aufgetreten. Probieren Sie es später noch einmal.
  • Die Seite kann gerade nicht geladen werden, kontaktieren Sie im Zweifel …
  • Ihre Buchung konnte nicht gefunden werden, vergewissern Sie sich, dass …

Puls … Blutdruck … eindrücklich.

Letztlich konnte ich auf einen späteren Flieger umbuchen, die Zeit beim Umsteigen verkürzt sich deutlich, sollte uns aber wohl noch reichen. Notfalls müssen wir halt rennen. Puls und Blutdruck funktionieren ja anscheinend.

Davon abgesehen, dass für den Tag des Abflugs ja noch diverse andere Risiken auf uns warten (ÖPNV, Streik, Gepäckabgabe, Sicherheitskontrolle, Verspätung, etc., haben wir zumindest mal für den Moment ein Viertel der Flüge bestätigt.

Mal sehen wann die nächste e-mail hier eintrudelt.

Welche Art von e-mails bringen euch denn so ins Schleudern. Können ja mal eine Sammlung aufmachen hier 😉


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7 Kommentare zu „445) Wir bitten die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen

  1. Netter Start der Sammlung 🙂
    „Lustig“ finde ich out-of-office-Infos, in denen ein unendlich scheinender Abwesenheitszeitraum angegeben wird und darauf hingewiesen wird, dass nicht bearbeitet, nicht weitergeleitet etc. wird und man doch bitte nach Ablauf der Zeit seine Mail noch einmal schicken möchte. Also scheint ja doch eine Bearbeitung (=Löschung) stattzufinden.
    Ähnlich „lustig“, wenn man einen Link auf eine Seite bekommt, wo der gemeldete Fehler nun beseitigt sein soll, die Seite aber unverändert ist.
    Ach ja, dann noch solche, in denen Abwesenheit durch Tod und schlimme Krankheit von Familienangehörigen erklärt wird. Klaro, ein paar davon werden leider echt sein – aber wenn sie en masse kommen, wohl eher nicht alle.

    1. Um die Liste fortzusetzen: E-Mails mit dem Betreff „Ich hab da mal ne Frage“ … da könnte ich explodieren. Oder „Bitte um Rückruf“ … wobei die zum Glück kaum noch kommen, weil meine Partner verstanden haben, dass ich mich aus dem Spontan-Funkt verabschiedet habe 😉

  2. Moin T.! Alles schon erlebt, can feel you pain. Die Mails in solchen Fällen müssten lauten: „Wir schulden Ihnen für die Unanehmlichkeiten eine adäquate Kompensation. Wir werden großzügig sein, bitte übersenden Sie uns Ihre Bankverbindung. Ansonsten entschuldigen wir uns für den Aufwand, den wr Ihnen damit verursachen!“

  3. Na dann will ich mal für euch hoffen, dass ab jetzt alles andere auf eurer Reise glatt läuft. Wie viel Zeit habt ihr denn für den Transit? Ihr müsst in Heathrow ja noch durch die Security. Und ja, solche Mails beschleunigen meinen Puls ebenfalls. Und solche, die mir fünf Tage vor Anreise lapidar ankündigen, dass meine Buchung einer Wohnung leider storniert werden müsse wegen „severe plumbing issues“. So geschehen im Mai wenige Tage vor dem Abflug nach New York.

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