116) Postkarte aus Berlin … nich’ aus New York!

Die politische Großwetterlage zu kommentieren, dafür ist mir spätestens heute Morgen die Laune vergangen, als ich die ersten Nachrichten aus den USA hörte. Ich bin enttäuscht, entsetzt, frustriert … ringe nach Worten. Es scheint, „jemand“ hätte ein Gruppenticket für uns gebucht, für eine Zeitreise zurück in die Achtzigerjahre.

Geht es diesem Amerika wirtschaftlich wirklich so schlecht, dass eine schwarze Frau unwählbar war ist, stattdessen ein mehrfach vorbestrafter National-Narzist und Populist? Selbst für Menschen mit Migrationshintergrund und Wurzeln im lateinamerikanischen Süden? Wenn dem so ist, dann will ich da die nächsten Jahre auch nicht hinreisen. Ist ja armselig. Dann verstehe ich aber auch nicht, warum so viele Menschen weltweit genau dorthin wollen. Gut, dass wir unsere Pläne für den Sommer auf einen anderen Kontinent verlagert haben. Als Alternativprogramm für die aktuell laufenden Glückwünsche und Freundschaftsbekundungen (würg….) werde ich heut einfach mal ein paar Bilder von Berlin bringen.

Von der B-Seite, mal aus einem anderen Blickwinkel.

Also … eat this … ich frische derweil meine Russischkenntnisse wieder auf.

Muffel….

Zunächst ein paar Bilder aus der Ecke, wo das ursprüngliche Berlin mal stand. Über 200 Jahre bevor der Columbus überhaupt geboren war.

Die nächsten Bilder oben, unten, links, rechts von der Karl-Marx-Allee. Zeitweise Stalin-Allee. Auch eine Epoche, die hoffentlich nie wieder kommt.

Die nächsten Fotos vom Tanz der Kräne, Berlin will New York werden. Auf märkischem Sand. Na mal sehen, ob der trägt.

Und zu guter Letzt, der Fernsehturm. Das Wahrzeichen, dass mir zeigt, dass ich zu Hause bin. Auch wenn die Stadt manchmal sehr nerven kann. Aber da bin ich aktuell lieber in Berlin, als in New York.

Macht’s ma’ jut!

„I don‘t wanna wake up in the city that never sleeps …“

T.Head


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7 Kommentare zu „116) Postkarte aus Berlin … nich’ aus New York!

  1. Hi, das ist wirklich die beste Alternative zu dem ganzen Politsch… – und da du mit den oberen Fotos und den danach meine „Langzeitheimat“ in Berlin zeigst, muss ich doch mal wieder was sagen. Bei den oberen Fotos ist ja das letzte links mit dem Ermelerhaus – und rechts guckt ein Hochhaus ins Bild – in diesem haben wir 10 Jahre gewohnt und sind dann auf der Fischereinsel in eine größere Wohnung gezogen.

    Die Tochter hat die Sprengung des letzten Altbaus fotografiert und daraus einen Artikel für die Wandzeitung gemacht – du kennst ja diese Sachen noch.

    Und bei den mittleren Fotos habe ich 15 Jahre lang in einem der Häuser der alten Stalinallee gewohnt – die Wohnungen, ca. 1953 gebaut, waren sehr gut. Gegenüber war das Haus, dessen Bauarbeiter den Aufstand zum 17. Juni begonnen haben.

  2. Donald Trump sagte er werde verhindern dass Amerika kommunistisch wird. Nun hat er die Wahl gewonnen und niemand weis genau was danach kommt. In Berlin weis man dagegen was man vom Kommunismus hat. Ja., den hochsten Fernsehturm in Deutschland. Dieser wurde 1965 nach erfolgreichem Mauerbau mit einer Hohe von 365 Metern am Alexanderplatz errichtet und bewiess von 1965 bis 1989 die Uberlegenheit des Kommunismus der in der DDR auch Sozialismus genannt wurde. Danach fallt mir nicht der Donald aus den USA sondern der Erich aus Pankow ein. Der sagte einmal:“Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf.“

    Eigentlich sind die Wessies weder fur Trump noch fur Honnecker obwohl beide deutsche Wurzeln haben. Was die SPD Genossen aber besonders gefreut hat ist dass der Scholz eine Entscheidung getroffen und den Lindner fristlos rausgeschmissen hat. Dazu kann man Ihm nur gratulieren und der FDP 3% bei den naechsten Bundestagswahlen wuenschen. In diesem Sinne sei Berlin gegruesst.

  3. Ich wäre ja schon gern mal einen der langen Trails in den USA gewandert, aber das habe ich mir schon seit ein paar Jahren abgeschminkt, weil ich da einfach nicht mehr hin will – zumindest nicht zur Zeit…

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