616) Sondervermögen

500 Milliarden Euro Sondervermögen wurden durchgewunken. Richtig so, denn ich glaube, man muss kein Staatsfinanzler sein, um zu verstehen, dass man die Altlasten (Infrastruktur, Analogisierung), die Krisen (Ukraine) und die Zukunft (Bildung, Energiewende) nicht aus dem laufenden Haushalt finanzieren kann. Jeder Privatmensch versteht das. Wenn man ein Haus bauen will, dann tut man das doch jetzt auf Kredit und nicht in 30 Jahren, wenn man das Geld dazu angespart hat oder hochbetagt ist.

Wenn man ein Auto braucht, um zum neuen Job zu kommen, dann kauft man doch die Karre jetzt lieber auf Raten, statt den Job zu verschieben. Oder?

Schwere Geburt, aber immerhin nun verabschiedet.

Aber auf einem Bierdeckel sieht’s dann aber doch recht bescheiden aus, und ich frage mich, warum all die Aufregung nötig war.

Die 500 Milliarden sind gerechnet auf 12 Jahre …
das sind schlappe 42 Milliarden pro Jahr …
verteilt auf … sagen wir mal 40 Mio Erwerbsfähige …
macht … 1.041 EUR pro Jahr …
geteilt durch zwölf Monate …
wären 86 EUR pro Erwerbstätigen …
und man würde aufs selbe Ergebnis kommen.

Also sagen wir mal … eine Tankfüllung weniger oder ein Besuch beim Italiener … oder irgendeinen anderen verzichtbaren Konsum-Blödsinn einfach … weglassen.

Und um es gerecht zu verteilen, sagen wir mal 86 EUR sind für die Hälfte der Menschen vielleicht wirklich zu viel Einbuße, ok, verstanden.

Dann legen wir das mal nur auf 20 Millionen Menschen um und erheben eine Art „Zukunftsbeitrag“, dann wären das 170 EUR für die Hälfte der Beschäftigten pro Monat oder man verteilt das noch etwas schlauer auf die oberen Etagen.

Also ich wär dabei …

Und dann hätten wir quasi schon mal 500 Milliarden EUR zusätzlich.

PS: ich hab schon kapiert, dass parallel die Schuldenbremse im Grundgesetz gelockert wird, und dadurch mehr Schulden entstehen, aber trotzdem ist doch an der oben aufgeführten Milch jungen Rechnung was dran, oder habe ich mich verrechnet?


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7 Kommentare zu „616) Sondervermögen

  1. Die Deutschen haben von Erdogan gelernt. Der hat so seine tuerkische Wirtschaft saniert und ist immer wieder gewaehlt worden. Jetzt hat er sich so sehr an seinen Praesidentenposten gewoehnt dass er sich nicht mehr davon trennen kann. So weit ist der Fritz aus dem Sauerland noch nicht.

    Was nicht ist kann noch werden koennten da einige Linke sagen. Diese Situation wird jedoch nur eintreten wenn die AfD den Fritz aus dem Sauerland bei seinen politischen Absichten unterstuetzt.

  2. tja, Deine Idee von 170 € pro Monat und Beschäftigen – das wären wieder die sogenannten Arbeitnehmer – wäre eine Mobilislierung eines (zwar verteilten, aber trotzdem) eines erarbeiteten VERMÖGENS. So sind es Schulden, klingt doof, nennen wir es „von den Finanzmärkten (das klingt wie Aliens, sind aber letztlich Menschen mit Kohle, die sie seit Generationen aus der Arbeit anderer angehäuft haben) geliehenes Geld“, das der Staat, also quasi wir alle uns leihen und dafür eine Leihgebühr bezahlen – und damit weiter zum Anwachsen der Geldmenge bei den Finanzaliens beitragen. Da die das schöne, viele Geld aber haben und es eigentlich ja gar nicht brauchen, könnten sie es doch als Zukunftsbeitrag der Viel-Habenden für das doch so einheitliche Volk in den großen Topf geben, oder?

    1. Jup, also ich würde mich beteiligen, am besten Fall hab ich noch was davon oder meine Kinder. Ich behaupte mal, da wird in allen Gehaltskonto doch auch Geld für absoluten Schwachsinn ausgegeben, das wäre doch viel besser investiert

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