556) Eine Urne voll Super Power

Vorgestern da humpelte ich zur Apotheke und sah doch dieses schwarze Fass am Wegesrand stehen.

Was ist das denn?

  • Hat da etwa jemand seine tote Oma entsorgt?
  • Ist das ein Tintenfass für einen 3D-Drucker?
  • Ein Eimer Dachlack, Schwarzbier oder Teer?
  • So eine neumodische Bombe, die alles zerfetzt?
  • Ein übrig gebliebenes Silvesterbesteck, das beim EM -Sieg für Deutschland gezündet werden soll?

Ich bin dann noch mal näher ran und es stellte sich als „Protein Drink Powder“ raus. Nicht ein Tütchen nein, ein Fass! Vier Kilo schwer.

Also als sich damals Rocky Balboa im Film Rocky Teil 1 eine Handvoll frisch geschlagene Eier in den Hals kippte, fand ich das zwar eklig, aber konnte das noch irgendwie nachvollziehen. Zumal danach ja auch ein legendärer Lauf durch Philadelphias Straßen folgte. De-De-Däää, De-De-Dööö. De-De-Däää, De-De-Dööö.

Habe mir das gleich mal beim großen Versandhändler angeguckt und gibt es wohl in den Geschmacksrichtungen Schoko, Erdbeer, Karamell, Vanille und Cookies and Cream. Für circa 60 €.

Nein, also bitte, dann doch lieber ne Kiste Eier runterwürgen, Laufschuhe anziehen, quer durch die Stadt rennen und ein paar Rinderhälften vermöbeln.

PS: Mein Lauftraining muss nun erst einmal ein bisschen pausieren wegen >eigener Überheblichkeit, aber mein Fuß sieht immer noch besser aus, als Rockies Gesicht nach dem Kampf.

Adrian!!!!!!!!

555) Schönheitsoperation für Männer – Teil 2

Eigentlich stand für dieses Wochenende Teil 2 der kosmetischen Optimierungen der gealterten Oberfläche an. Der Mann fuhr wieder ins Umland, parkte den Wagen vor dem Objekt und ging durchs Tor zum Checkin. Irgendwas schien anders. Der dann folgende Anblick ließ schlagartig weitere Furchen auf seiner Stirn entstehen. Ein gewaltiger Ast wollte ihm wohl das Kosmetik-Wochenende vermiesen und hatte sich auf dem neuen Dach und Vordach breitgemacht.

Aber als Mann der Tat, fackelte er nicht lange, sprang in die Arbeitsklamotten, warf sich Motorsäge und Verlängerungsschnur aufs Kreuz und kletterte hinauf, um das Dach Scheibchen für Scheibchen vom Grün zu befreien. Auf schiefer Ebene, am Rand der Dachfläche hockend, hielt er die schwere Säge in Vorhalte und verschaffte sich so ganz nebenbei ein intensives Oberschenkel-Gesäßmuskel-Training.

Nachdem er die Natur bezwungen hatte, sang er den Refrain eines bekannten Baumarkt-Werbe-Jingles und machte sich wieder an den Abstieg. Die Leiter wackelte. Ein Erdbeben? Seine Knie etwa? Nein, natürlich nicht. Leitern sind einfach auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Am Boden angekommen, macht er sich daran, weitere Äste auf ein stapelbares Maß zu bringen. Schon mindestens 900 Hundert Mal gemacht, routiniert und flott ging das mit der Kettensäge. Schon 996 mal gemacht. „Das ist nicht gut, was du hier machst“, meldete sich eine Stimme. Gleich fertig. Schon 997 mal gemacht. „Wenn jetzt die Säge ins Hüpfen kommt …“ Schon 998 mal gemacht. „Vielleicht solltest du besser nicht den Fuß so dicht …“, klopfte die Vernunft abermals. Nur die beiden Äste da noch. Schon 999 mal gemacht. „Also jetzt mal im Ernst … lass das“. Gleich fertig. Schon 1000 Mal gemacht. „Gut, dann passiert es halt jetzt, du willst ja nicht hören.“

Beim 1001-ten Mal hüpfte die Motorsäge…

PS: Fuß ist noch dran und er kann schon wieder Blogbeiträge schreiben.

Idiot. Idiot. Idiot.

554) Ein Dutzend Jahre

Neulich habe ich mal den Schuppen an der Villa aufgeräumt. An der Stelle wo Grillanzünder, Kohlenzange und die Schürze mit integriertem Flaschenöffner liegen, fand ich auch eine vergilbte Zeitung, die gegebenenfalls als Anmachhilfe dienen sollte. Der Stapel Papier entpuppte sich als Bild am Sonntag vom 27.05.2012. Wie kommt die denn hierher? Und warum liegt die noch da? Also wenn wir sie 12 Jahre nicht benötigt haben, dann kann die auch in den Müll. Aber bevor ich das „Döpfner-Papier“ seiner Bestimmung zuführen konnte, musste ich da noch mal schnell reinschauen.

Und siehe da, so viel hat sich in 12 Jahren eigentlich nicht geändert. Schon traurig.

Eine Fußball-EM beschäftigt das Land, altbekannte Gesichter, nur jünger.

So manch Überschrift kratzt heute etwas im Abgang.

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Sogar von einer Auferstehung Schumi‘s war damals die Rede, noch vor seinem schlimmen Umfall. Armer Kerl.

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Andere Themen gab es einfach noch nicht in dem Maße wie sie heute besprochen werden. Die equadorianische Botschaft in London hatte noch eine Gästewohnung frei, keine laute Klima-Debatten, keine E-Mobilität im großen Stil, keine Wärmepumpe, kein Heizungs-Hammer, keine Migration, kein Ukraine-Krieg, keine AfD, kein TikTok, kein Covid-19, keine Spaltung der Gesellschaft. Man könnte meinen, alles war so friedlich … so friede-freude-eierkuchig … war es aber auch nicht.

Und vielleicht ist auch gut, dass wir die Dinge nun breiter diskutieren, auch wenn es manchmal anstrengend ist.

109) Postkarte vom Spreewald

Der Nachteil der Arbeit im Höhlen-Office ist, dass man selten raus kommt. Also verordneten wir uns zwei Tage „breakout“ im Spreewald. Auf halber Strecke zwischen Berlin und Cottbus gelegen und easy mit der Bahn zu erreichen, gab es frische Luft, Ruhe und natürlich auch wieder ein paar Kuriositäten zu entdecken.

Auf dem Weg in den Spreewald hält man (… zum Glück …) nur kurz in Brand, da wo aus der aus einstigen Cargolifter-Luftschiffhalle ein Badeparadies unter einer Käseglocke entstand.

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Kurze Zeit später ist man Lübben oder Lübbenau. Der Spreewald ist bekannt für seine Gurken … man gurkt da quasi so durchs Leben und zwar erfolgreich.

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Oder man stakt faule Touristen durch die schmalen Kanäle und füllt sie mit Schnäpschen ab. Klopf, klopf. Herein.

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Man kann sogar bis zum Suezkanal fahren (rechts oben).

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Die örtliche Wirtschaft wirbt mit Anzeigen, Internet-Adressen sind noch nicht so oft zu sehen, aber Fax-Nummern.

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Da mittlerweile auch Chinesen und Inder in den Spreewald fahren, gibts jetzt manche Schilder bereits auf Englisch. Nur das traditionelle Gericht „Grützwurst mit Pellkartoffeln, Leinöl und Quark“ hat sich noch keiner zugetraut, das zu übersetzen.

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Lübbenau hat eine kleiner Brauerei, das Brauhaus Babben. Die kleinste Brauerei Brandenburgs. Klein aber fein.

Apropos Bier, die dortige Feuerwehr hingegen, scheint einen Vertrag mit einer Berliner Brauerei zu haben.

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Radfahren lässt es sich im Spreewald großartig, ich muss mich nur dran gewöhnen, immer häufiger überholt zu werden. Von rüstigen Rentnern auf ihren E-Bikes. Aber als eine E-Omi auf einer Fußgängerbrücke samt schweineschweren E-Bike rückwärts die Treppe runterrutschte, da durfte ich dann wieder ran.

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Busse fahren auch hin und wieder. Nur nicht so oft. Unbedingt was zu Essen einpacken, Stullenbrett gibt’s dort.

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Schön war‘s, aber bitte nich‘ weitersagen.

<— Weitere Postkarten

553) Schönheitsoperation für Männer – Vol 1

Irgendwann muss der moderne Mann unter 50 mal zur Schönheitsoperation gehen. Er schiebt das schon so lange heraus. Wind, Wetter, die Sonne, und auch diverse Flüssigkeiten machen dem alternden Material zu schaffen. Es wird spröde, wirft Falten, es reißt, und irgendwann wird es undicht, wenn man es nicht fachmännisch pflegt.

Weil er das aber in Berlin Mitte oder Prenzlauer Berg nicht bezahlen kann und damit die Familie davon nichts mitbekommt, schleicht er sich Samstagmorgen bei strömenden Regen aus dem Haus und fährt ins Umland. Da sind solche Eingriffe noch günstig und diskret zu haben.

Kaum angekommen und vom Regen halbwegs getrocknet, geht’s gleich in die Behandlung. Zunächst werden die großen Pflaster heruntergerissen, womit der Mangel seit Wochen verdeckt wird.

IMG_9080Dann wird das alte Gewebe großflächig entfernt. Es bröselt nur so zu Boden, der Mann stöhnt, schnauft und muss immer wieder husten.

IMG_0132Dann wird ein scharfes Messer angesetzt, weiter in Furchen und Tiefen hineingetrieben, um die verbleibende Fäule herauszuschneiden und Platz für das neue Material zu schaffen.

IMG_0134 Die offene Stelle sorgfältig abgesaugt und getrocknet, wird mit einer Gaskartusche frisches Material unter die verbleibende Oberfläche gespritzt. “Viel hilft viel” stammelt der Mann, auch wenn es schon aus allen Ritzen schäumt und quillt und er sich wünscht, die Prozedur würde bald zu Ende gehen.

IMG_0133Dann wird ein großer Topf weiße Masse angerührt und auf der Problemfläche verteilt. Schicht für Schicht wird … eine neue … Schicht … modelliert

Der Sinn einer dargereichten Gurke erschließt sich ihm nicht, er knabbert sie nebenbei weg. Er weiß, dass Gefahr besteht, zu dehydrieren, damit das nicht passiert, wählt er hin und wieder einen Schluck erfrischender Hopfenkaltschale. Das tut gut.

Für heute ist die Behandlung beendet, er wird noch einmal hier erscheinen müssen, um der Oberfläche den letzten Schliff zu geben. Geschafft von der halbtägigen Behandlung, steigt er wieder in seine Straßenklamotten, verlässt das Gebäude und schließt die Tür hinter sich. Auf dem Vorplatz angekommen, trifft er auf zwei junge Schnecken, die sich an den Resten seiner hochpreisigen Füllmasse laben. Ihr seid doch verrückt.

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Etwas lädiert und geschafft, stiefelt er zur S-Bahn und fährt zurück in die hippe Stadt.

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… Fortsetzung folgt …

552) Datenstriptease beim Wohnungsgesuch

Kaum geht man hier durch den Kiez, kommt man schnell an Wohnungsgesuchen an Laternenmasten vorbei. Liebevoll gestalte Abrisszettel, mittlerweile auch mit stolzen Prämien garniert. Aber mit Geld winken, reicht da wohl auch nicht mehr, so scheint es. Am Wochenende fand ich ein Wohnungsgesuch mit Familienfotos. Glückliches Paar mit Kind, in drei verschiedenen Posen, Beschreibung des Begehrs, ergänzt um diverse QR-Codes mit Kontaktmöglichkeiten. So weit ist es schon gekommen, vorbei die Zeit wo drei Gehaltsnachweise und ein Kasten Industrie-Konfekt ausreichten. Heute, da muss man schon mehr auffahren.

Wo das wohl noch hinführt?:

  • Polizeiliches Führungszeugnis, Bürgschaft des Brötchengebers
  • Laborbericht plus Haarlocke, HIV-Test versteht sich von selbst
  • Letter of Intent, Lebenslauf, Schriftprobe mit links und rechts
  • Familienstammbaum bis ins Jahr 1924, gern auch Ahnenpass
  • Zugriff auf die Schritte-und Stop-Smoking-App
  • Gewicht, Bauch-und Brustumfang je nach Geschlecht
  • Keine Erdnüsse im Schrank, keine Cannabis-Pflanzen auf dem Balkon
  • Partyveranstaltungsverzichtserklärung, Schweigegelübde für den Hausflur
  • Standpunkt zu Ukraine, Palestina, Europa, … Syrien  … Kashmir, Tibet, Taiwan etc

Sonst noch was?

Frühere Beiträge zum Thema:

551) Dachschäden

Wenn das Dach der Sommer-Häuschens Risse bekommt und aussieht wie die eigene Stirn, muss man was machen, sonst tropft es irgendwann von der Zimmer-Decke. Gesagt, aber nicht getan, ist genau das vor ein paar Wochen eingetreten. Wasser fand seinen Weg, auf die Schwerkraft ist halt Verlass und dann war er da, der Salat. Hing direkt an der Zimmerdecke.

Und dann ist das wie mit der eigenen Knitterfresse. Man kann es mit Chemie probieren, die Risse zuschmieren, aber das ändert ja nichts an der Tatsache, dass der Untergrund trocken, spröde und die Jahre gekommen ist. Das braucht man nur in den Spiegel schauen.

Aber nun, Jammern hilft nicht, Taten folgten. Eine Großbestellung Trapez-Bleche, Kantenwinkel und Dachfirste hatte der Ingenieur bestellt und ich habe dabei wieder einige neue Worte gelernt.

Die Sterne standen gut am Wochenende, also sollte das Material verbaut werden. Zuvor jedoch galt es 72 Einzelteile von Schutzfolie zu befreien. 

Das ist ungefähr so wie an den Füßen pulen, macht zusätzlich noch knarzende Geräusche. Aber es war eine wichtige Arbeit, ist sie doch Grundvoraussetzung dass es überhaupt beginnt und stetig vorwärts geht. „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“, also übernahm ich die Popelei, während der Ingenieur auf dem Dach herumhüpfte und die Platten ins morsche Gebälk trieb. 

Ich verzichtete dabei auf Kopfhörer, denn ich war ja als „ground staff“ im „standby“, musste also hörbereit sein, falls der der oben in Schwierigkeiten geriet. Und da meine Arbeit etwas monoton war, machte sich die Denkmurmel dann irgendwann selbständig.

Folie 7: So muss das bei den Hautärzten in Australien zugehen … 

Folie 13: Von Folie befreit sind First und Bleche. Durch des Frühlings holden, belebenden Blick; Auf dem Dache gründet sich Hoffnungsglück; Die alte Pappe, in ihrer Schwäche,
Zog sich unter graues Alu zurück.

Folie 33: Oder beim Brazilian Waxing … so rief es vom Dach … was man so hört … Ritsch – Ratsch. Autsch.

Folie 44: Bring mich nicht in die Bredouille, weg mit der Folie …

Folie 55: Magnolie, Fettembolie, Melancholie …

Oah, ich sollte mal Pause machen, sonst kriege ich auch noch einen Dachschaden.

Hat Spaß gemacht! Körperliche Arbeit, Lagefeuer, Bierchen dazu, Fußball schauen und die Weltlage sondieren.

Komm‘ gut nach Hause lieber J.

550) Ethics in stone, Opinions in sand (Europawahl)

„Ethics in stone, opinions in Sand“, so oder ähnlich kommt der schlaue Spruch daher und gibt es auch in Varianten wie “Wright your …“ oder „Carve your …“.

Die Satz liegt seit längerem in meinen Notizen und wartet darauf verbloggt zu werden. Die Wahlergebnisse und ganz besonders die Statistiken zur Wählerwanderung nach der Europawahl 24 geben mir nun eine gute Möglichkeit dazu. 

Ja, neue Informationen und Sichtweisen können dazu führen, dass sich Meinungen ändern. Und das ist auch gut so, denn sonst würde man heute noch genauso denken wie als Teenager. Trotzdem würde ich erwarten, dass man ein gewisses ethisches Grundmuster, ein Moral-BIOS, in seinem Kopf hat, das einen leitet und gewisse Meinungen eben nicht annehmen lässt. Egal ob diese Grundprogrammierung vom Elternhaus mitgegeben, einer Religion, Jugendorganisation oder aus einem Bündel von guten oder schlechten Erfahrungen entstanden ist. Gewisse Parteien fallen bei mir grundsätzlich durchs Raster, da muss ich nicht mal die Wahlprogramme lesen. Sie verkörpern einen Werte-Rahmen, der einfach zu weit am anderen Ende des Kompasses steht und daher für mich nicht wählbar sind. Aus Prinzip.

Wenn man sich nun anschaut, wie viel Zulauf die AfD aus anderen Parteien bekommen hat, die nun nicht gerade ideologische Nachbarn sind, dann stelle ich mir die Frage, wie Wähler so schnell und leichtfertig ihre eigenen Grundsätze über den Haufen schmeißen können.

Ich meine so ein Wahlzettel ist doch keine Speisekarte, aus der man nach Tageslaune wählt und bestellt, was gerade „hipp“ ist … vielen „Dank“ an die CDU/CSU bei der Gelegenheit … jetzt haben die so lange an der Einwanderung/Migrations-Frage rumgemault, dass selbst stille Zweifler ermutigt wurden, den Mund aufzumachen und „endlich“ mal das aussprechen können, was bislang als unsagbar galt oder „zu weit rechts“.

Manche Wählerwanderung gleicht einem Sinneswandel vom Ultra-Veganer zum  Chef-Schlachter auf‘m Schweinehof. Kapier‘ ich nicht. Da liegen doch Welten dazwischen. Wie kann man mit einem Kreuz auf dem Wahlzettel vom Werte-Kreis A in den Werte-Kreis B wechseln, so wie in frische Unterhose und Socken? Will mir nicht in den Kopf, tut mir Leid.

Aber vielleicht mache ich auch einen Denkfehler.

Vielleicht waren sie nie wirklich in A?

108) Postkarte aus Berlin: Mit Demokratie 2

What? Schon wieder so ein Postkarte aus Berlin … mit Demokratie? Ja, schon wieder. Die letzte gab es —> hier vor einigen Tagen und da morgen Europawahl ist, kann das nicht schaden. Morgen entscheidet sich, wie die knapp hundert Sitze für Deutschland verteilt werden und wieviele davon die AfD bekommt, die mit der EU eigentlich nichts zu tun haben will. Schon absurd, dass die da überhaupt rein-und rausgehen dürfen und deren Abgeordnete ja dann auch noch ein Gehalt von der EU … uns … beziehen. 

Zu Fuß ging’s vom Alex, über Dom, Spree, Lustgarten und Unter den Linden …

… zum Brandenburger Tor, was ja nun schon so Einiges erlebt hat …

… und noch erleben wird, denn es wird ein zweites Tor gebaut, für die kommende Fußball-EM …

… und dann ging’s weiter zur Demo-Demo. Jawoll. Demo-Demo. Doppelt hält besser.

In diesem Sinne, geht morgen hübsch wählen … ich hab‘ da mal was vorbereitet … müsst nur ankreuzen. Nummer 4 hat sich disqualifiziert, schade ums Papier.

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Schönen Wahl-Sonntag!

96) Blumenvasen-Domino zum Dinner (mit Kotzegeruch)

Die hiesige Ministerin für Familie, Kultur und Außenbeziehungen diniert aushäusig bei einer anderen netten Ministerin.

Der Minister für Finanzen, Wirtschaft, Infrastruktur und Verteidigung (Neu) hat für heute das Kommando.

Er ruft die Schutzbefohlenen punkt 18:30 Uhr zu Tisch. „Kinnaaaas … Essööööööööööön!“

„Ja -haaaahh!!“, ruft die Vorsitzende der Jugendorganisation.

„Glei-eii-cchh“, folgt der Stammhalter, zweimal und noch einmal… .

„Jeeeetz-öööööö“ ruft der Minister mit Nachdruck.

Die Nachwuchskräfte schlurfen an die Tafel, der Minister hat reichhaltig gedeckt.

Zwei Blumengebinde, (von wem sind die eigentlich?), werden dem Stammhalter gegenübergestellt. Dann hat er es schön grün und da sitzt ja auch niemand heute.

Die Talente schieben die angerichteten Kalorien in den jeweiligen Schlund.

Der Minister erwartet Fakten. „Wie war‘s heute? Klemmts irgendwo? Was läuft heut‘ noch?

Die Jugend berichtet gut vorbereitet und detailversessen: „ok“, „nö“, „ mal sehen“.

Um dem Geschehen etwas mehr Dynamik zu verleihen, bittet der Minister den Stammhalter, sich doch bitte mal gerade hinzusetzen und den Stuhl an den Tisch zu schieben.

Der Stammhalter beginnt das Manöver, dann ging alles ganz schnell.

Der Minister sagt zwar noch „…aber pass auf die Blu…“ und die Jugend-Vorsitzende greift in Richtung der Vasen, um die Katastrophe zu verhindern.

Aber Flieh-und Schwerkraft arbeiten zuverlässig, eine Vase kippelt, rempelt die zweite an, die sich dann samt Grünzeug auf freiem Polstermöbel und Holzboden ergießt.

„Lappööööööööööööööööön!“, ruft der Minister … und alle Anwesenden wissen, dass das der neuralgische Punkt des Chefs ist. Wasser auf Parkett. Unkontrolliert. Das kann der nun gar nicht haben. Der Stammhalter geht sofort auf Tauchstation und tupft was und womit er kann, die Jugend-Vorsitzende organisiert saugfähiges Material aus dem Ost-Flügel der Residenz.

Der Stammhalter wischt auf allen Vieren und muss feststellen, dass der Geruch des Blumenwassers, doch schon ganz doll an erbrochenen Mageninhalt erinnert und beginnt zu würgen …

Was lernen wir daraus?
Never touch an eating System,
lasst euren Nachwuchs sitzen, wie sie wollen!

Prost 😉