113) Lieber `ne Taube auf dem Dach

… als ein Täuberich auf dem Balkon.


Es ist Frühling, ja, ick weiß. Die Vögel suchen sich lauschige Plätzchen für ihren Nachwuchs. Soll ja auch so sein, aber bitte nicht bei mir auf der Terrasse.

  • Den schwarzen Raben aus Plastik haben sie letztes Jahr schon nicht ernst genommen. Die spiegelnden Silber-Girlanden umflogen sie bereits einen Tag nach der Installation.
  • Bei den Windmühlen im Blumenkasten habe ich eher Angst, dass sie in den Hof segeln und dem Typen im Erdgeschoss auf den Streuselkuchen fallen.
  • Im Baumarkt gibt es so Stachel-Dinger, die sehen ganz schön martialisch aus. Sie nennen sich „Taubenschutz“. Ja, Schutz. „Taubenschutz“, so wie „Sondervermögen“ oder „finaler Rettungsschuss“.
  • Es gibt auch Anbieter, die Tauben mit „Tönen“ und „Ultraschall“ vertreiben wollen. Aber da dreht irgendwann die ganze Nachbarschaft durch.
  • Morgen werde ich mal durch den Kiez gehen. Es gibt bestimmt schon Tauben-Pflüsterer, Entwicklungsberater oder Start-ups, die den Vögeln helfen, ihr Nesting-Potenzial zu entfalten.
  • Nach kurzer Recherche sind alle Mitbewohner erstaunt, wie schlau die Biester wohl sind und welch irres Seh-, Orientierungs- und Erinnerungsvermögen sie haben. Nicht umsonst haben sie früher die E-Mails zugestellt.

    Der Stammhalter referiert über diverse Fundstellen im Internet, wonach Tauben mit verschwörerischer Wahrscheinlichkeit eher Technische Abhör- Und Beobachtungs-Einheiten sind. Ganz bestimmt. Ich sehe es quasi vor mir.

    PS: Titelbild via KI … die Taube verhält sich sehr Ressourcen-schonend, sie benutzt auch die Rückseite des Tablets 😉

112) Statt Ostermarsch gibt’s Fugenkrieg

Über die Osterferien … ja, über die Osterferien … da haben wir viel Zeit und können endlich mal gemütlich … na du weißt schon … mal ganz in Ruhe … mal wieder … die Backofenlampe tauschen, den Backofen reinigen, Farben zum Recyclinghof bringen, Fenster putzen, zum Optiker gehen, Schränke ausräumen, die Waschmaschine ausbalancieren, die Kaffeemaschine entkalken, Reifen wechseln … dem Patenkind schreiben … die Finanzen überprüfen … und … na … auch mal das verdreckte Silikon in der Duschtasse erneuern … na klar.

Ist ja auch eine „Wartungsfuge“ … man muss nur etwas warten … dann muss man sie schon wieder warten.

Habe ich eigentlich schon mal gesagt, dass ich Bausilikon hasse wie die Pest?

Elektrischer Strom steht zwar noch drüber, aber Silikon ist ganz weit oben. Da kann ich mich beobachten, wie lange und gründlich ich das alte Zeug aus der Fuge puhle, alles fein absauge, abwische, wie oft ich mir YouTube-Videos anschaue und über die richtige Reihenfolge nachdenke, wie lange ich das nötige Equipment zusammensuche und sortiere, damit mir bloß nichts fehlt, wenn ich auf den Knien, nach vorn gebeugt, in der engen Duschtasse … mit der Lampe auf der Stirn … irgendwann dann doch mal … endlich dieses widrige  Zeug in die Fuge presse. Zwischendurch wähle ich mich freiwillig ins Firmen-Netz ein, um einen Grund zu finden, nicht damit anzufangen.

Bei YouTube sieht das alles immer so einfach aus. „Machst du hier, machst du da und schwuppdiewup, ganz ohne Hilfsmittel, schon fertig. Wenn’s euch gefallen hat, abonniert den Kanal. Bis zum nächsten Mal.“

Die Realität ist dann leider etwas anders. Ganz happy bin ich nicht, aber es ist ja auch eine Wartungsfuge … die muss ja schließlich hin und wieder erneuert werden.

„Mein Inder“ war ganz erstaunt.

„You do all that yourself?“, fragte er heute morgen.

Natürlich digga, because either you wait here for weeks or pay a fortune, my dear. Here, you’d better do everything yourself.

PS: Titelbild via KI, aber genau so war es … 😉

384) Besuch aus Indien 1 – Intro

 

 

111) Keller auf dem Balkon

Die benachbarten Kellerabteile müssen geräumt werden, wegen elementaren Nachbesserungen am Brandschutz. Stolze 14 Jahre nach Einzug, aber besser spät denn nie. Mich sollte es zum Glück nicht erwischten, aber ich fühlte mit den Vätern im Haus, die nun diesen ganzen Krempel ausräumen und irgendwo zwischenlagern müssen.

Meine Freude währte aber nicht lange, denn als im Nachbar-Keller der Brandschutz nachgearbeitet wurde, stellte man ein Leck in einer Abwasser-Leitung fest und diese führt dummerweise auch durch meinen Keller.

Die Leitung muss schnellstens ausgetauscht werden. Gefahr ist im Verzug. Ich meine, wer Werner – Teil 1 gesehen hat, weiß wohl was ich meine. Also gehöre ich nun auch zu den Vätern, die sich kopfkratzend fragen …“wohin mit dem ganzen Scheiß“.

Am liebsten direkt auf den Müll oder ein großes Osterfeuer veranstalten, aber so einfach ist es ja dann eben doch nicht.

  • Hat ne Menge Geld gekostet
  • Kann man noch brauchen
  • Funktioniert ja noch
  • Wer weiß, wenn die Kinder vielleicht mal …
  • Und so weiter

Mittlerweile steht der ganze Krempel auf der Terrasse und nimmt uns das Tageslicht.

  • Ich könnte die Terrasse in die Kurzzeitvermietung geben, es fehlt an nichts. Sofort bezugsfertig und eingerichtet.
  • Oder den ganzen Tag auf einem Skateboard mit Rollschuhen fahren, oder mit dem Schlitten, dazu noch 60m ISDN Kabel verlegen, eine UKW Antenne auf dem Dach installieren und zwischen drei Weihnachtsbaumständern wählen.
  • Vielleicht nebenbei noch Silikon verfugen, 250 Schrauben sortieren, malern, tapezieren, zelten, tauchen, Frisbee, oder Hockey oder Volleyball spielen. Autowaschen, die ganze Wohnung mit Rest-Farbe vollpinseln und den Äquator mit Kabeln und Adaptern aller Art umrunden. Zweimal.
  • Ich könnte ein Coldplay Konzert mit HiFi und Glühbirnen ausstatten, dem IKEA eine Tonne an Scharnieren, Nippeln, Stiften und Tür-Knöpfen zurückgeben.

Ich werde mal unten einen Zettel an die Straße hängen.

„Keller auf dem Balkon zu verschenken. Tür steht offen!“

110) Robi wird alt

Kurz nachdem dieser Blog ans Netz ging, hatte ich >meinen neuen Haushaltshelfer vorgestellt und auch damals war er schon, so muss ich das wohl sagen, im Verhalten etwas „auffällig“. 

Trotzdem hat er die letzten acht Jahre gedient, im Rahmen seiner Möglichkeiten … aber so langsam wird er … merkwürdig.

  • Er rammelt gegen Ecken oder,
  • Stur gegen eine Wand,
  • Schiebt Schuhe irgendwohin,
  • Frisst Socken, die ihm nicht gehören,
  • Verfängt sich unter der Couch,
  • Nimmt sich viel zu viel vor und
  • Hat zunehmend Probleme,
  • die Dockingstation zu finden,
  • und wenn er sie findet,
  • dann kommt er nicht mehr hoch … ähm drauf … wie sag ich das nur … zum Ende … (verflixt …nächste Zeile bitte)

Ich fürchte, der „Robi“ wird alt,

  • Zum Glück ist er nicht nachtaktiv,
  • Verliert auch keine Flüssigkeit,
  • Er diskutiert auch nicht mit mir,
  • Und will kein Frühstück um 7:00,
  • Geht nicht an meinen Kühlschrank,
  • Und verstellt mir auch nicht die Fernbedienung

Na immerhin.

Kein Problem „Robi“, darfst gern noch bleiben.

PS: Titelbild via ChatGPT

109) Zähneputzen mit KI

Bei der elektrischen Zahnbürste machte der Akku schlapp. Also musste eine neue E-Bürste her. Ein Mittelklasse-Ding, so dachte ich, ohne Schnickschnack, einfach anaus – und ein 3-Minuten-timer wäre nett. Mehr brauch‘ ich nicht, so der Gedanke.

Also eine neue bestellt, klick … klack … Hauptsache das Problem gelöst … kam der Karton am Wochenende und warb mit diversen Features: 

  • K.I. Putztechnikerkennung
  • Personalisiertes Coaching
  • Interaktives Display
  • Fünf Smart Modi
  • Bluetooth
  • Mit App

Der Akku kam aber völlig erschöpft an. Also musste der erst mal ans Stromnetz (worauf im  Berliner Süden dann der Strom ausfiel … ;-).

Nach 12 Stunden war der Akku geladen. Seitdem steht das Wunderwerk der Technik im Bad und ich traue mich nicht, sie zu benutzen. Ganze 24 Seiten Bedienungsanleitung wurden mitgeliefert und warten in Schriftgröße 6 aufs Studium. So viel zum Thema Intelligenz.

Ich glaube, ich pack die wieder ein und verschenke die weiter. Ist noch ungenutzt und der Akku ist ja nun voll geladen.

Außerdem fehlen mir an dem Ding ganz klar …

  • Netflix, Amazon-Video
  • Spotify Schnittstelle
  • Kalender Integration
  • Spruch das Tages
  • Gamification
  • Voice Control
  • Eco-Mode
  • ChatGPT
  • Vegan

Und dann

Ja, dann erst können wir auch mal übers Putzen reden.

Blödsinn ….

108) Unter Tage dieser Tage

Gestern sollte nun die „Neue“ in die Küche integriert werden. Dafür musste ich der „Alten“ allerdings sehr nahekommen – und womöglich auch zu gröberen Instrumenten greifen, um sie endlich loszuwerden. Der Versandhandel der Amazonen hatte dafür extra rotes Plastik-Spielzeug geliefert. Spätestens jetzt sollte ich vielleicht erwähnen, dass es um die Mischbatterie in der Küche geht. Andernfalls steht mir zu Weihnachten nicht nur die Familie ins Haus … sondern wohlmöglich auch noch … Ärger. 

Also rüstete ich mich mit Werkzeug aus und stapelte eine klappbare Gästematratze vor der Baustelle. Denn ich würde über Kopf arbeiten müssen und dabei mit dem Oberkörper im Spülschrank verschwinden. Im Gepäck: diverse Maulschlüssel, dieses lange rote „Plastik-Ding“, Stirnlampe, Lappen, Küchenrolle und den festen Willen, diese Operation flott durchzuziehen.

Irgendwann war die „Alte“ endlich draußen, die „Neue“ eingesetzt und dann? Fehlten ein paar Zentimeter. Die mitgelieferten Schläuche waren zu kurz, um sie auf die Eckventile setzen zu können.

F**k … Scheiße … und vieles mehr. Es wurde laut geschimpft. Also ab ins Auto, zum Baumarkt, längere Schläuche besorgen, zurück, alles wieder abbauen und noch einmal von vorne anfangen.

Schließlich kroch ich triumphierend aus der Tiefe empor, drehte das Wasser auf, schwenkte stolz den Mischhebel und es kam … kaltes Wasser. Ausschließlich.

Auf den Abdruck des darauf folgenden Fluchens wird aus Gründen des Jugendschutzes verzichtet.

Aber Ente gut, alles gut. Weihnachten kann also kommen.

PS: Titelbild via ChatGPT

 

107) Zölle nach Augenmaß!

Die „alte“ kommt wohl in die Jahre. Schrammen, Geräusche, Verkalkung, erste Anzeichen von Inkontinenz. Also muss sie getauscht werden. Schnell war eine neue bestellt, ähnliche Bauart, deutlich jünger und etwas schlanker. Mitte der Woche wurde die Mischbatterie dann geliefert. 

Heute vollzog ich dann erste Versuche, die „neue“ in die familiäre Einbauküche zu integrieren. Bereits 13:00 Uhr begonnen, um noch bei Tageslicht zum Ende zu kommen, musste ich dazu zunächst die Frontplatte des Spülschranks entfernen, was für eine Fummelei, scheiße … ritsch … Daumen weh getan …. meine Güte … gib mir Maus und Tastatur … und eine andere Aufgabe bitte!

Dann galt es, auf dem Rücken krabbelnd in dem Unterschrank zu verschwinden, um die „alte“ mal von unten zu inspizieren. Ich nahm das Handy mit, um Bilder mit Blitzlicht von ihr zu machen und stellte mit Grauen fest, dass sie sich an einem riesigen, sechskantigem Überwurf-Dings-Bums festhielt. Also marschierte ich in den Keller, nach einem passenden Maulschlüssel suchen. Aber Fehlanzeige, so einen „Großen“ habe ich nun mal nicht … keine Kommentare bitte … . Eine Rohrzange hätte ich da noch … aber mit so etwas grobem, wollte ich der „alten“ nun auch nicht zu Leibe rücken.

Der Baumarkt des Vertrauens hat „aus Gründen“ an Sonntagen natürlich geschlossen, also kroch ich wieder in den Schrank, um wenigstens die Zeit nutzen, die Größe des nötigen Bestecks zu ermitteln.

Und flugs die KI befragt:

„Die Maulschlüssel-Größe entspricht dem Abstand zwischen zwei gegenüberliegenden, parallelen Flächen der Mutter (→ Schlüsselweite / SW).“

Man du Schlaumeier aus dem Silicon Valley, da kommt ich überhaupt nicht dran, um das auszumessen! Nicht mal ein Gynäkologe könnte das da vermessen!

Besorg mir eine andere Formel, aber flott, in zwei Stunden wird es dunkel!

„Selbstverständlich kein Problem … „Schlüsselweite (SW) = Eckenmaß ÷ 1,155“ … damit müsstest du die Größe des Schraubenschlüssel berechnen können.“

Eckenmaß? , vergiss es „Chatti“ Ich kann maximal eine Kantenlänge vermessen … vielleicht 20 mm … plus … minus … und mein Rücken tut mir schon weh. Mach hinne, Mensch!

„Kein Problem, hier eine andere Möglichkeit, die Schlüsselweite über die Seitenlänge zu berechnen: Schlüsselweite =  Seitenlänge × √3.“

Man, die Abiturientin ist außer Landes … der Stammhalter büffelt für Politik & Geschichte … ich liege hier im Spülschrank und Arbeiten über Kopf sind nun wirklich nicht mein Ding!

Also Abbruch, Escape, CTRL+Z, ALT+F4, die „alte“ muss es noch eine Woche machen, ich probiere es nächsten Samstag wieder, die „neue“ ans Laufen zu bringen.

Fortsetzung nicht ausgeschlossen …

106) Zeitumstellung – 2

Die Zeitumstellung hat doch wirklich etwas Positives, denn sie rückt für einen Tag hoch in die Top 5-Schlagzeilen in den Medien und Gesprächen. Die anderen Themen verschwinden dadurch natürlich nicht, aber immerhin gibt es zu den sonst so harten Brocken mal eine andere Sättigungsbeilage. Guten Appetit.

Und jeder hat etwas dazu zu sagen:

Da gibt’s die Verpeilten: „Wie jetze? Schon wieder? War dit nich’ erst? Muss ick jetzt vor- oder zurückstellen?“

Dann die mit den Weisheiten: „Im Frühling stellt man die Gartenmöbel vor auf die Terrasse, im Herbst wieder zurück an die Hauswand“. Hat halt nicht jeder einer Terrasse, deshalb bleibt das schwer zu merken.

Und die Schlaumeier,: „Also Wissenschaftler haben ja herausgefunden, dass das sowieso alles nix bringt, weißt du?“

Die Weltbürger: „Eine Stunde? Meine Güte. Macht doch nix, is‘ doch wie wenn de nach Lissabon oder Athen fliegst.“

Der Wutbürger: „Bevormunduuuuuuuung! Abschaaaaaffen!“

Der Blogger hier: „Oh, nerv … dann muss ich morgen wieder alle Uhren um Haushalt abklappern. Die manuellen die gehen ja noch, rauf auf den Hocker, einmal drehen und wieder runter vom Hocker. Aber diese blöde Mikrowelle und der Backofen …“

Das soll mal die Jugend machen …

Frühere Beiträge zum Thema:

105) Markenwahn

Auf die großen Themen habe ich aktuell, mal wieder, keine Lust. Ein paar Nachrichten um 05:30 Uhr, dann noch mal um 21:45 Uhr, das muss reichen.

Und Kommentieren? Dazu fehlt mir erst recht die Energie.

Also geht es heute mal wieder um die Widrigkeiten des Alltags. Denn die bleiben ja schließlich … zum Glück 😉

Das Amt verlangt einen Nachweis fürs große Kind.
Den kann man sogar „einfach“ online hochladen, wow.
Also fordern wir den Zettel im Franzosenland an,
und der kommt digital, „très rapide“, per e-Mail.

Nun also nur noch beim Amt hochladen,
mit der Online-Funktion des Personalausweises,
die wir natürlich nicht haben, weil nie Zeit,
und überhaupt immer was dazwischenkommt.

Also bleibt nur die Post, egal, Hauptsache weg,
Irgendwo haben wir noch gedruckte 85-er,
Reicht aber nicht, ein Brief kostet jetzt 95,
Zwei 85-er draufzupappen, wäre übertrieben.

Also Rechner hochfahren, bei der Post anmelden,
Und Passwort erneuern, na gut, muss halt sein,
Zehn Marken à 0,10 EUR auswählen, macht 1 EUR
Paypal anklicken … geht nicht.

Dann Kreditkarte wählen,
Mittlerweile abgelaufen,
Neue Karte suchen, Zahlen eintippen,
Drucker starten und die Marken drucken.

Schere holen, Marke ausschneiden,
Klebestift holen, Marke aufkleben,
Absender notieren, und nun aber,
Mal ganz flott zum Briefkasten.

Ach ja … wie schön.
Hätten wir doch einfach zwei 85-er draufgeklebt ….

Aber wollen wir mal nicht meckern,
denn es war ein großartiger Tag,
es hätte schlimmer kommen können,
denn immerhin …

War die Druckerpatrone war nicht leer,
die Schere lag an ihrem Platz,
der Klebestift war nicht eingetrocknet,
und anlecken musste man die Marke auch nicht.

Also … allet jut.

104) Doch noch nicht ganz blöd – Vol 3

Die folgenden Zeilen kommen leider nicht ohne die Nennung von Markennamen aus. Eigentlich widerspricht es den Statuten dieser Privat-Bloggerei hier, aber es geht nicht anders. Disclaimer vorab: Ja, ich habe einzelne Bekleidungsstücke von denen, aber alles selber bezahlt und nichts davon besonders hervorzuheben.

Die Mittags-Hitze Melaka‘s treibt uns in ein Shopping-Center. Während die XX-Exemplare unserer Reisegruppe in einem der Shops verschwinden, mache ich mich mal auf den Weg zum Klo. Vorsorglich.

Ich laufe an den Shops von „Sketchers“, „Puma“, „Vans“ vorbei und eine Etage tiefer noch an „Adidas“ und denke mir so: „Mensch, das solltest du mal dem Stammhalter stecken. Da findet der bestimmt etwas“. Das Klo finde ich nicht und eigentlich ist es auch unnötig, denn in Malaysia braucht man kein Keramik, man verdampft die Getränke einfach über die Haut. Also laufe ich zurück zum Stammhalter. „Du, ich habe Shops von „Sketchers“, „Puma“, „Vans“ und „Adidas“ gesehen. „Cool, lass uns gehen“ … erwidert der und ab geht’s.

Wir finden den „Adidas“-Store. Aber nichts spricht ihn an. „Du, hier gibt‘s auch noch einen Store von „Sketchers“, „Puma“ und „Vans“ … gleich hier nebenan … irgendwo“, sage ich. Aber die Shops sind verschwunden. „Ich bin doch nicht blöd man, die waren doch eben noch hier“, fluche ich. Das Schlimmste wäre jetzt, wenn der Stammhalter „Is’ nich’ schlimm Papa“ sagen würde … was er dann auch tut. Danke.

„Hey und wenn wir hier da ganze Nacht durchs Center laufen, wir finden diese Shops“, behaupte ich selbstbewusst. Und wir laufen und laufen, zwar nicht die ganze Nacht, doch beachtliche Zeit. Leider finden wir die Shops nicht, und keine Info-Tafel, keine Service-Kraft die wir fragen könnten. So langsam zweifele ich an mir selbst.

“Und wenn die Shops vielleicht oben im Erdgeschoss sind“, fragt der Stammhalter …?„

Öhm, ja … also hätte ich die erste Hälfte des Beitrags hier genauer gelesen, wäre ich auch drauf gekommen.

Es gibt sie also doch … und ich bin noch nich‘ ganz blöd …