507) 2024, mäßige Dich!

So, das alte Jahr ist in ein paar Stunden vorbei und weitere Katastrophen sind hoffentlich nicht mehr zu erwarten. Das Katastrophen-Budget ist vollends ausgeschöpft! Die letzten Wochen fühlten sich etwas zäh an, fand ich. Wie ein Buch, dass man zu Ende lesen muss und ständig vorblättert und ausrechnet, wieviele Seiten noch zu lesen sind. Oder wie so ein ekeliges Stück zähes Rindfleisch aus Omas Grüne-Bohnen-Eintopf, auf dem man ewig herumkauen musste, weil es auszuspucken mit Würgereiz einhergehen würde.

Ich will mir hier nicht die Finger wund schreiben, haben andere schon gemacht. 

Also fasse ich mich kurz:

  • Arbeitsmäßig: too much, gerne weniger
  • Sportmäßig: lief schon mal besser. 
  • Blogmäßig: ganz okay, war schon mal mehr 
  • Nachrichtenmäßig: Voll-Katastrophe.
  • Ampelmäßig: selten grün, Gelbphasen wurden länger
  • Knochenmäßig: dass ich nun keine 18 mehr bin, war mir bewusst, aber dass der Verfall jetzt schon einsetzt … mein lieber Scholli …

Aber 2023 war nicht nur mittelmäßig und versetzungsgefährdet.

  • Konzertmäßig: Highlight sicher das in Heidelberg. Grüße!
  • Bildungsmäßig: viel gelernt und anderen beigebracht, mache ich wohl gern
  • Gewichtsmäßig: nahezu unverändert
  • Regelmäßig: nachgedacht, beobachtet und geschrieben
  • Planmäßig: Seit Längerem Indien-Reise für ´24 vorgehabt und das bei Brötchen-Gebern und Brötchen-Essern durchgekriegt.
  • Spitzenmäßig: massig neue Leute kennengelernt und sogar einen Blogger „in echt“ getroffen. Grüße!

Und was wünsche ich mir für 2024? Eigentlich könnte ich den >Beitrag von letztem Jahr kopieren. Aber vielleicht war der auch zu drastisch, zu fordernd … gar überfordernd? Die Welt kann sich nicht über Nacht ändern. Sonst könnten wir ja mal in Australien anrufen und fragen, ob sich schon was tut.

Aber vielleicht kann sich 2024 einfach nur etwas mäßigen. Vielleicht nur einen Krieg im Jahr? Ein religiöses Blutbad alle sechs Monate? Und Brand und Wasser bitte nur im Wechsel? Reicht das denn nicht?

Dann könnten wir endlich die Energie und unseren Kopf für die dicken Bretter einsetzen, die wir da noch bohren müssen.

In diesem Sinne.

Prost …

T., T.Bot und Noah

PS 1: und allen die knietief im Wasser stehen, wünschen wir Kraft und Nerven

PS 2: Und eine kleine Pandemie wünsche ich mir. Eine die nur 40-50 Menschen befällt, das sollte für die einflussreichsten Despoten, Demagogen, Diktatoren und Nazi‘s reichen.

506) Dunkelheit

Hier oben im Norden auf der Insel, gibt‘s für den’ne Mark und den’ne Mark. Ach nee, geht ja nicht mehr. Wir ham‘ja Euro mittlerweile. Den Umrechnungskurs kann ich Nachts 02:30 Uhr nach einem durchzechten Abend aufsagen: 1,95583. Glatt. Aber bei denen hier gibts noch Kronen und damit ist die ganze Einleitung eigentlich für die feuchten Füße, aber löschen will ich die jetzt auch nicht, eher bald mal auf das Thema Dunkelheit überleiten. Puhh. Geschafft. 

Also Dunkelheit.

Gibt’s ja nicht mehr in Berlin. Ständig ist irgendeine Funzel an. Alles lichtverschmutzt, luftverschmutzt, lärmverschmutzt, sozialverschmutzt … bald böllerverschmutzt. Hier auf Fanø gibt‘s nichts zu Knallen und es wird noch richtig dunkel. Gestern Abend hatten sich die Regenwolken endlich verzogen und man konnte mal in den schwarzen Himmel schauen … und ein bisschen mit den unzähligen Modi, Settings und Optionen der Handy-Kamera spielen.

Dabei sind ein paar Bilder entstanden, die ich eigentlich ganz gelungen finde … für so ein smartes Gerät aus dem Gemüsefachhandel … was ja eigentlich nur dafür gebaut wurde, um Bescheid zu geben, dass man soeben losgefahren ist, gleich ankommt oder noch Klo-Papier benötigt wird.

Grüße von der Insel Fanø

T.

… der nun schon zum dritten Mal „Says“ von Nils Frahm hört, dabei in die Sterne schaut und einen Luftsprung macht wie Benny Frandsen von der Olsen-Bande … weil er Konzert-Karten bekommen hat;-)

63) Abseits – Vol 2

Bevor Noah die Tür öffnete, um nach draußen in den Sturm zu treten, legte er Kopfhörer und Auto-Schlüssel auf den kleinen Flurschrank. Beide würde er da, wohin er nun hingehen wollte, nicht brauchen. Er zog die Kapuze drüber, steckte die Hände in die warmen Taschen und machte sich auf den Weg zu den Dünen. Zunächst steuerte er das große Seezeichen an, aber eigentlich zog es ihn innerlich an die Südspitze der Insel.

Er hat wohl einen Faible für Südspitzen, dachte er sich, als er das Seezeichen auf einem Hügel erreichte. Er suchte nach einer Erklärung dafür, denn alles hat einen Grund, ihm fiel aber keine Bessere ein, außer dass es wohl auf der Erde einfacher sei, Südspitzen zu erreichen, als Nordspitzen. Und attraktiver.

Der Tag war aber schon fortgeschritten, so meldete sich ein nervender Wesenszug in ihm. Soll er es heute noch zur Spitze wagen? Oder besser doch wieder umkehren? Wäre es nicht vernünftiger, wenn …? Schließlich wird es in einer Stunde dunkel. Vernunft. Immer diese scheiß Vernunft.

Aber er folgte den Trampel-Pfaden, die wie Narben in Richtung Süden führten. So lief er durch die Dünen und kämpfte dabei gegen Sand und Wind an. Doch umkehren? Man könnte ja vielleicht auch morgen noch mal. Besser von der aktuellen Position, wo noch alles unter Kontrolle ist, als von der Südspitze. Kontrolle. Immer diese scheiß Kontrolle.

Weiter ging er, einen Fuß vor den anderen. Nach Süden. Die Wolken wurden dunkler und es begann zu regnen. Er konnte das Ziel eigentlich schon sehen und wieder meldete sich seine innere Stimme zu Wort. Und wenn es da keine ordentlichen Wege gibt? Oder alles weggespült ist? Und die Flut. Oh ja die Flut, setzt ja auch bald ein. Wäre es nicht klüger, jetzt besser umzukehren? Klugheit. Immer diese scheiß Klugheit.

An der Südspitze angekommen, riss die Wolkendecke auf, der Regen ging in eine Pause und die Sonne brach durch.

Gut, dass er weitergegangen ist.

<— Abseits – Vol 1

62) Wenn Bots bloggen (28) – Workation

Hallo, ich bin es wieder der T.Bot. Der rudimentär installierte Deputy von T., dem Blog-Abfertiger dieser Privat-Bloggery hier. Ihr ahnt sicher schon, immer wenn ich ans QWERTZ-Piano darf, ist der Herr zu faul oder meint, seine Zeit sinnvoller nutzen zu können. Sinnvoll … ha ha. Erst hat er zwei flugfähige Erdbewohner töten lassen, dann im Backofen bis zur Unkenntlichkeit geröstet und schlussendlich, mit Sauce übergossen, der humanen Verdauung zugeführt. Also nicht nur seiner, sondern der seines Homo-Sapiens-Rudels. Und jetzt hockt er auf einer stürmischen Nordsee-Insel bei d(a)enen, die bunte Bausteine mit Noppen erfanden und diskutiert mit dem bockigen Kamin. Das gusseiserne Monster will nicht so wie er will. Meinen Vorschlag, einfach die Packung der weißen Anzünder zu verbrennen, statt das hyggelig-feuchte Lokal-Holz hat er abgelehnt. Überhaupt wirkt er etwas neben der Spur. Er ist mit dem Kopf woanders. Er will da im Januar arbeiten und hat mir freigestellt, ob ich mitkommen möchte oder nicht. Bock auf seine Arbeit habe ich ja nicht, aber ich könnte mir das als „Workation“ in den Tropen vorstellen, so nennt ihr das doch oder? Workation. Arbeiten an einem anderen Ort. Das findet ihr doch ganz schick und merkt eigentlich gar nicht, dass das Wort verdammt dicht an „Workstation“ ist. Was für ein Zufall. Aber soll er mal machen.

Aber da die hauptstädtische Menschensiedlung im Januar wirklich verzichtbar ist, werde ich vermutlich einfach mitfliegen. Was soll‘s, ich habe eh nichts besseres vor. Ich werde mich dort schon irgendwie beschäftigen können. Während der Herr da stundenlang im Stau steht und im Office schlaumeiert, mach‘ ich mir im Hotel einen Dicken. Ich gucke den ganzen Tag Cricket oder Bollywood-Romanzen im TV. Ich bestelle mir scharfe Sachen aufs Zimmer und mache mich mit der dortigen Kultur vertraut (also Kamasutra und so). Oder ich verdiene mir ein paar Rupien als virtueller Clickworker. Ich heuere beim großen Versandhandel an und chatte mit überforderten Deutschen, wenn die nicht verstehen, wie sie den bescheuerten Pürierstab nach China retournieren können, den sie zweimal bestellt haben. „Guten Tag, mein Name ist Ranjid, wie kann ich Ihnen heute helfen?“ Oder ich checke mal, ob die nicht noch eine größere Aufgabe für mich im Angebot haben. Irgendwas mit IT, Forschung oder Weltraum. Schließlich sind die mit „Chandrayaan – 3“ kürzlich auf dem Mond gelandet und haben eben nicht mit „Schlendrian – 3“ erfolgreich verkackt.

So Leute, mein 400 Wörter-Limit ist erreicht, ich melde mich wieder.

Euer T.Bot

<— 60) Wenn Bots bloggen (27) – Ambitionen

—> 64) Wenn Bots bloggen (29) – Indo.Bots

—> Mehr von T.Bot gibt es hier 😉

9) Schulneubau Ostkante Berlin – 2 (Gastbeitrag Hermann)

Jetzt weiß ich, warum es mit den Baustellen in unserer Nachbarschaft nicht vorwärts geht. Warum bis auf tiefe Löcher nichts zu sehen ist. All die Fachkräfte an denen es eh schon mangelte, verrichten ihren Goldstaub-Premium-Dienst nun im solventen Mahlsdorf und ziehen dort eine Schule hoch.

„Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht vorran.“

Aber seht selbst.
T.

Beginn Gastbeitrag:

Ende Oktober 2023 ging es los. Die Holzverwertungsfirma „Donner – Energie aus Holz“ rückte an zum Grobschnitt. Alles was größer als Gras war, wurde abgesäbelt und auf einem Haufen gestapelt. Danach wurde alles zwei Tage lang geschreddert und in Containern abgefahren.

Ordnung muss sein, klar – ringsum ein Bauzaun hingestellt und Hund Bruno staunte nicht schlecht, dass wir unsere geliebten Trampelpfade nicht mehr laufen konnten.

Ab Mitte November wurde der verwurzelte Boden ca. 60-70 cm tief bis auf die Lehmschicht abgebaggert und am hinteren Rand der Fläche deponiert. Nach einer Woche war etwas die Hälfte der ganzen Fläche kahlgebaggert. Und damit auch jeder sehen kann, dass hier kein Supermarkt hinkommt, gab´s auf den ersten kahlen Teil ein ordentliches Baustellenschild.

Bauzeit 2023-2025, sportlich!

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Und da der T. ja Kurioses liebt:

Die Brache war gar nicht soooo menschen-unberührt, wie ich immer dachte: In der freigelegten Bodenschicht liegt ein Tonrohr, denn vor langer Zeit soll hier mal eine große Gärtnerei betrieben worden sein. Und nach einer Woche, täglich etliche Stunden, wo der Traktor mit einem riesigen Anhänger die Erde wegbewegte, gab´s den ersten Ausfall: kaputter Reifen am Anhänger!

Nach ein paar Tagen war der Anhänger wieder fit. Ende November kam die erste Lieferung Rohre und Betonschachtteile für´s Abwasser. Und trotz leichtem Schneegekrümel begann die Tiefbaufirma gleich mit dem Ausschachten größerer Löcher.

Fazit: in einem Monat ist hier eine Menge passiert, es geht Tag für Tag zügig voran. 

In der ersten Dezemberdekade, z.T. bei etlichen Minusgraden und Schneefall, waren die Baumaschinen von 7-16 Uhr deutlich zu hören, die Erdumlagerung mit dem großen Trecker-Hänger-Gespann gingen munter weiter, Kanäle wurden gebaggert, Schächte gesetzt und Rohre verlegt. Immer wieder erstaunlich, dass das am Ende passt.

Mitte Dezember:

Der Schnee ist geschmolzen und mehrere Tage immer wieder Regen; das Baufeld ist ziemlicher Matsch, Der Bagger schiebt auch mal das Trecker-Gespann an, um in der Pampe in Gang zu kommen. Tag für Tag wird zwischen 7 und 16 Uhr gearbeitet.

Am 13.12. wurde ein großer Stapel Kunststoffteile geliefert, sehen aus wie übergroßer Bierkästen; vermutlich Schalungsmodule für Fundamente, die dann mit Beton ausgegossen werden.

3. Advent:

Klar: Ruhe auf der Baustelle, aber die tagelange Ackerei in der zerwühlten Pampe fordert ihrer Tribut – Reifenpanne, jetzt am Trecker. Am Tag danach werden die ersten Kunststoffteile in eine Baugrube abgelassen – Fundamentbau (?) beginnt

Kurz vor Weihnachten:

Der Erdbewegungstrecker hat ein neues Vorderrad bekommen und ist nebst Anhänger abgezogen – Mission erfüllt; die schwarzen Module sind alle in der Baugrube verschwunden; Schmelzwasser und viiiiiel Regen machen den Bauleuten zu schaffen – trotzdem wurde bis zum 22.12. ständig gearbeitet und mal ehrlich …. in den 2 Monaten auch schon viel geschafft.

Ende Gastbeitrag

Ja, genau und bei uns jeht aba oooch nüscht voran.
Vielleicht sollte ich den Stammhalter nach Berlin Mahlsdorf ummelden, da soll die Schule wenigstens 2025 fertig sein, während seine Bruch-Hütte (f.k.a. Gymnasium) bald aussieht wie in Magnitogorsk.

98) Postkarte aus Berlin: Von anderer Seite

Für meine anstehende Fernreise, war ich neulich in einem Berlin-Souvenier-Shop … und nach sechs Minuten bereits wieder raus. Was für ein Blödsinn. Bierkrüge, Trabant-Modelle und Mauerstücke … vermutlich alles aus China. Das ist nicht Berlin. Hier mal ein paar Schnappschüsse von anderer Seite.

Buenos Aires, Paris, Athen … Berlin braucht sich nicht verstecken, wenn es darum geht wer den „längsten“ hat.

Der hier, ist eher etwas kurz geraten. Er ist nun echt nicht „Arm dran“ und hat deshalb „so‘n Hals.

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Licht angelassen? Brennt‘s im Turm? Jemand in Gefahr? Nee keine Sorge, nur eine Reflektion der aufgehenden Sonne.

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Gleich um die Ecke rammen sie nun ein paar Hochhäuser in den Berliner Sand. Blöderweise haben sich die Kräne, Krane, Krandingens verhakt. Stillstand. Nichts neues.

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Nein, auch Berlin hat kein AKW mehr, aber ein Planetarium mit Atom-Pilz.

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Der Straußberger Platz von oben. Im Mittelalter vor den Toren der Stadt gelegen, war in der Gegend der Richtplatz zum Kopf abmachen, Rothaarige grillen und so.

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Ein Halli-Galli-Retorten-Viertel, benannt nach einem Deutschen Auto-Bauer aus Schwaben … laaaaaaaangweilig.

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Berlin hat viel Wasser drumherum. Also noch zumindest. Blick von Plänterwald auf die Innenstadt. Einmal bei Licht, einmal nicht.

Ein Bahnhof der Ringbahn bei Nacht. Also ick muss schon sagen, hier wird viel gemeckert in der Stadt … aber so ´ne >Ringbahn hat schon was. Selbst wenn du mal wegnickst, bist du nicht automatisch verloren.

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Ein Wimmelbild vor dem S-Bahnhof Schönhauser Allee. Wenn man sich dort verabredet, kann ich nur einen Tipp geben. Einfach 15 Minuten eher da sein und dann nur gucken.

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Roller-Pest am Velodrom, Blick aufs ehemalige Schlachthofgelände.

Die nächste Postkarte kommt vermutlich recht hyggelig daher, mal sehen was mir in den nächsten Tagen so vor die Linse läuft.

97) Postkarte von Sonderlicht

Zehn Grad Celsius, graue Wolken, 80% Regen für die nächsten drei Tage. Wunderbares Weihnachts-Wetter. Alle die, die den Jahreswechsel in wärmeren Gefilden verbringen werden, haben sich richtig entschieden. Aber es sind nicht nur die Temperaturen, die mir fehlen, sondern das >Licht. Auch wenn mein Januar in den Tropen sehr arbeitsreich wird, freue ich mich bereits auf die Portion Sonderlicht.

Hier noch ein weiteres Bilderrätsel, um mein Ziel etwas mehr zu lokalisieren.

Bis dahin herrscht etwas Chaos im Kopf. 

Ungefähr so:

Gans waschen, trocknen … brauche ich eine kurze Hose? … Bundespräsident Steinmeier … Visum vielleicht noch drucken … innen und außen mit Thymian und Majoran … Badehose auch einpacken … an Salz nicht sparen … scheiße Salz ist alle … Handy-Backup sollte ich noch machen … Geschäfte noch auf? … ach nee ist Sonntag … möglicherweise islamistische Angriffe auf Kölner Dom geplant … Stammhalter will heute noch ins Kino … mit Äpfeln und Zwiebeln füllen … wohin denn? Na Alexanderplatz. Halt die Augen offen … und meld‘ dich zwischendurch … Sonnencreme … nee gibts da auch … den Flug vielleicht mal in die App importieren … und den >psychisch angeschlagenen Saugroboter auch noch mal in die Spur schicken … Mutter anrufen … Petersilie hacken … War is over … And so this is Christmas … I hope you have fun … The near and the dear one … The old and the young … ein paar Medikamente nicht vergessen … und Taschenmesser in den Koffer packen … Post von der Bank öffnen … Schaschlik-Spieße mit Seitenschneider kürzen … Freunde in Heidelberg anklingeln … Zitrone waschen und raspeln … Pfeffer … am Ende mit Nadeln verschließen …

So ungefähr … schier endlos

Schöne Weihnachten allen!

96) Postkarte von Fernwärme

Wie ich in >469) Oh e-Visa, keiner stresst mich so wie dieser … und in >500 Stunden schon durchklingen lassen habe, geht’s für mich bald auf eine längere Reise ins ferne Ausland. Das Reiseziel habe ich hier bislang noch nicht erwähnt, obwohl natürlich einige bereits eins und eins zusammengezählt haben und dann korrekterweise bei XYZ gelandet sind.

Auch heute werde ich hier den Ort nicht nennen, aber mit einem Bilderrätsel schon mal in die richtige Zeitzone deuten.

Neben den Vorbereitungen zu Weihnachten, fliegen mir natürlich einige Dinge durch den Kopf, die es noch einzusammeln, zu ordnen und zu verpacken gilt. Wintergebäck wird zu Tropengepäck

Klamotten, Schuhe, Sportzeugs, Mitbringsel, Dokumente, Technik, … um am Ende dann doch immer wieder beim Thema Gewichtsbeschränkung rauszukommen.

21 Kilo sind schon mal fest verplant … sagt die Gebäckwaage.

505) Philantrophen der nächsten Generation

Ach ja, wie heißt es so schön … „Weihnachten, Fest der Liebe, der Gemeinschaft und Barmherzigkeit“? Mich reizt es in den Fingern, nach weiteren Wortspielen zu suchen. Fest der Diebe, … Fest der Triebe, … Fest der Hiebe, der Gemeinheit und Warmfüßigkeit …  ich lass das mal besser.

Gestern standen der Stammhalter und ich in der Straßenbahn, und es bot sich ein interessantes Schauspiel. Da wir direkt hinter dem Fahrer waren, hatten wir die ganze Bahn im Blick. Da saßen sieben Jungs alle so um die 15/16 Jahre alt und zockten auf ihren Handys. Das taten sie in einer Lautstärke, dass mir die Ohren klingelten. Aber wir hatten es nicht mehr weit, also war mir das egal. An einer Station stieg ein … tja, wie sagt man das … Mittelloser, … Obdachloser?, … Bettler … ein, der sich auf die gewohnte Art vorstellte. „Guten Tag, mein Name ist „Sowieso“, ich bin obdachlos … etwas Kleingeld … vielleicht Essen … vielen Dank. Die Jungs übertönten seine Vorstellung, aber einer der Boys stand dann auf und drückte dem Mann eine leere Pfandflasche in die Hand. Der Mann bedankte sich. Zwei weitere Jungs zogen nach und überreichten ihre leeren Flaschen.

Also was war das denn gerade?

  • Haben die Jungs den Mann immerhin wahrgenommen und unterstützt? Ich habe schließlich nichts gegeben. 
  • Oder sind es einfach nur faule Säcke, die es nicht nötig haben, ihre Pullen in Pfandgeld zu verwandeln?

Wer weiß. 

Auf dem Heimweg berichtete der Stammhalter, dass die Jungs alle schweineteure Klamotten trugen und endete einer Bemerkung so ähnlich wie …

„Wie sich der Mann da wohl gefühlt haben muss.“

Wir wissen es nicht.

95) Postkarte von Himmelsstreifen – 2

Die erste >Postkarte von Himmelsstreifen, entstand im Frühling 2022. Als der Flugverkehr am Boden lag und man nur äußerst selten Flieger am Himmel beobachten konnte. Das hat sich nun wieder vollkommen geändert und obwohl die meisten Flieger um Berlin herum fliegen müssen, sieht man doch beeindruckende Kritzeleien am Himmel.  

Bald steige ich auch wieder in einen Flieger und werde sicherlich auch Spuren hinterlassen. Aber ich hoffe nicht all diese nur von meinem Flugzeug, das würden Magen und Kopf nicht mitmachen. Besser nur in eine Richtung. Schnell rauf, dann geradeaus und dann fix wieder runter. Ohne Looping bitte. Keine Extrarunde, kein Kontakt zum Wasser und schon gar nicht rückwärts.

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Da nächste Bild tanzt etwas aus der Reihe, leicht wie eine Feder … und ich höre den Abspann von Forest Gump.

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Düm, düm, düm, düm – düm, düm, düm, düm ,düm – – – dümeldümdümdümdüm.

Hört ihr es auch?

Ach ja ….