458) Morgenstund hat Müll im Mund

Heute Morgen in Ottawa erlebte ich meinen persönlichen Frühstücks-Albtraum. Ich glaube, ich kann mir da ein Urteil erlauben, habe ich doch schon viele Hotels erlebt. Das Haus ist eigentlich voll in Ordnung, alles neu, große Zimmer, mit allem ausgestattet was man so braucht. 

Aber es war halt kein „petit dejeuner“ sondern ein „plastic dejeuner“. 

In dreierlei Hinsicht:

  • Jegliches Equipment, wie Teller, Becher und Besteck waren aus Pappe oder Plastik. Ökologisch, geschmacklich und ästhetisch ein absoluter Totalausfall. Juhu, wir müssen nicht abwaschen, hörte ich aus deutschem Kindermund. War das etwa eines von meinen?
  • Das zu verköstigende Publikum wurde wir eine Horde von Schafen am „Buffet“ vorbeigelotst, stand aber meistens dumm herum, weil es darauf wartete, bis das pappige Gebäck den industriell anmutenden Röstvorgang absolvierte.
  • Aber nicht nur das Material zur Nahrungsaufnahme war aus Plastik. Die einzigen Speisen oder Zutaten, die da jemals gelebt haben, waren da Apfel, Banane und eine Bratwurst, die so aussah als wäre sie gerade einem Hund im Stadtpark entglitten. Keine Wurst, kein Käse. Nur teigige „Dinge“ und ein „Joghurt-Thing“ mit Strawberry-Flavour. Ich will aber auch nicht die Gemüse-„Flocken“ in der nach „Omelett“ anmutenden Speise nach „Ei-Art“ unterschlagen, so fair will ich schon bleiben.

Übrig blieb ein Haufen Müll.
Ist ja nicht unsere Umwelt.
Sollen die doch machen.
Ist ja deren Kontinent.
Und nicht bei uns …
Zu Hause.

86) Postkarte aus Québec – 3

Morgen verlassen wir die Provinz Québec und fahren weiter nach Ontario, zumindest in den rechten „Schnipsel“ davon, denn Ontario bietet stolze 1 Mio Quadratkilometer.

In den letzten Tagen sind uns wieder einige Skurrilitäten vor die Linse gelaufen, die will ich gern noch hier in Québec in die Post werfen und zum Abschluss gibt‘s natürlich auch ein paar Bilder der Landschaft hier.

Fangen wir also an mit interessanten Straßenschildern. Das gelbe, was aussieht wie ein Haarschneider oder verrutschter Hamburger, weist auf potentielle Schneemobile hin und davon scheint es verdammt viele zu geben. Das weiße Fragezeichen auf blauem Grund wirft allen Europäern Fragen auf, steht aber für „Information“. Das andere gelbe Zeichen mit dem pustenden Winterwind erklärt sich von selbst, wenn man langsam genug dran vorbeifährt. So dachte sich das der Erfinder wohl. Ein paar mehr Details zu kanadischem Straßenverkehr hänge ich unten an.

Freunde von Armaturen jeder Art, werden hier auch glücklich. Viele Dinge sehen ganz anders aus und es gibt interessante Lösungen für gleiche Herausforderungen, manche sind aber auch technisch veraltet, ungefähr aus dem Jahrhundert der ersten Besiedelung 😉

Die Mischbatterie in der Dusche mit der großen Nase zum Beispiel ist doof. Man dreht sie entgegengesetzt des Uhrzeigersinns und muss damit erst durch all das kalte Programm durch, bevor es dann mal warm wird. Niemand würde jemals den Wasserfluss stoppen um sich die Haare zu waschen. Die Waschbecken-Armatur fand ich lustig. Ich habe ein Gesicht in ihr gesehen und mit einem Zwinker-Smiley geschmückt. Manche Türklinken haben noch ein Mini-Klinke für die Kinder dran 😉

Die Klobecken stehen großvolumig unter Wasser. Bilder und weitere Einzelheiten erspare ich uns hier.

Mitten im Nationalpark trafen wir auf auf diesen sonderbaren Pilz. Der war sogar an seiner Kappe beschriftet und stellte sich nach eingehender OBI-Baumarkt-Untersuchung als „Absperrhahn“ heraus. Nur steckte der halt mitten im Unterholz. Was gibt‘s da abzusperren?

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Dieser Brachiosaurus hatte gerade ein Riesen-Ei gelegt und dann kam der Meteorit und der Rest ist ja bekannt.

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Und ansonsten gibt‘s hier natürlich unendlich viel Gegend und noch mehr Straßenkilometer.

Und nun wie versprochen ein paar Details zum kanadischen Straßenverkehr:

  • Rechtsabbiegen bei roter Ampel ist hier erlaubt, es sei denn es ist ausdrücklich verboten. Da können sich die Reichsbedenkenträger deutschen Verkehrsrechts mal eine Scheibe mehr vom Buffet nehmen.
  • „Rechts vor links“ gibt es nicht, dafür aber Kreuzungen wo jede Straße ein Stopp-Schild hat. Alle müssen stoppen und wer zuerst stoppte, fährt zuerst weiter. Bei gleichzeitigem Stopp regelt man das per Handzeichen. Das würde in Deutschland nicht funktionieren. Das ist nicht scharf genug abgegrenzt, Deutsche würden sich mitten auf der Straße prügeln und dabei die Weiterfahrt vergessen
  • Auf der Landstraße gilt Tempo 90, auf der Autobahn maximal 100. Grüße an die liberalen Porsche-Fahrer! Bislang hielt ich Automatik und Tempomat für etwas „Seniores“. Nun nicht mehr. I like it. Und dann ist es eigentlich auch Wurscht, dass die hier viel mit fetten spritschleudernden Pickups der Marken FORD, RAM oder GMC herumfahren.
  • Leitplanken existieren auf der Auto-Bahn nicht, in der Mitte gibt es einen Grünstreifen, der zur Mitte abgesenkt ist. Fertig. Wartung und Installation nahezu null, nur mal mit einem Rasenmäher drüber, fertig.
  • Fußgänger haben hier Premium-Status. Du musst dich nur der Straße nähern, auch wenn da gar kein Zebra-Streifen ist und alles stoppt oder verfällt in Zeitlupe. Missachtung von Fußgängerüberwegen wird mit 100 $ geahndet, circa 70 EUR.

Interessant oder? Geht doch. Wenn man bedenkt, dass das ja hier alles Bio-Europäer sind …

<— 85) Postkarte aus Québec – 2

–> 87) Postkarte aus Ontario – 1

457) Welcome to Halli-Galli-Land (Mont Tremblant)

Da sitze ich hier vor meinem Tablet in Kanada und ich weiß nicht, wie ich den Beitrag beginnen soll. Mir fehlen schlicht die Worte. Und das will schon etwas heißen. Vielleicht folge ich einfach den Eindrücken, so wie sich die letzten drei Stunden für mich erschlossen haben.

Gegen 15:00 Uhr ist ein schwarz-weißes Fähnchen auf dem Bildschirm des Navi‘s zu sehen. Nach vier Stunden auf der Landstraße kommt mir das auch sehr gelegen. An einer roten Ampel, checke ich noch mal die Unterkunft und die letzten Kommentare dazu.

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Sehr gut.

Doch schon bei der Einfahrt in den Ort, merke ich, dass irgendwas komisch ist. Zunächst gibt es auffallend viele Golf-Plätze, der „Orts“-Kern ist rammelvoll, laut und wirkt dann so ganz „un-kanadisch“. Sieht aus wie ein Schweizer Ski-Ort, aber beim genauen Hinsehen ist eigentlich alles Retorte, Deko, Pappe und Fassade. Über dem Hauptweg durch das „Pedestrian Village“ führt eine Gondelbahn. Ich erwarte jeden Moment, auf Truman Burbank zu treffen oder dass mir einen Scheinwerfer vor die Füße kracht. Too much.

Auf dem Zimmer liegt ein Katalog von Engel & Völkers. Ich blättere ein bisschen durch und schon auf den ersten Seiten, da bleiben meine Augen an einer Telefonnummer hängen. Sie lautet 24 999 066. Aber da fehlt die Vorwahl und hinter der Ziffernfolge steht ein $-Zeichen. Ok, selbst nach Umrechnung in EUR wären das ca. 17,5 Millionen für das Objekt. Ob da noch ein Makler oder eine Tax im Spiel ist, spielt dann auch keine Rolle mehr. Too much.

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Nach dem Retorten-Dinner gehen wir noch ein wenig durch den „Ort“. Halli Galli, Live Musik, Country Line Dance. Überall riecht es nach Pizza, Süßkram, Zuckerwatte und Hot Dog. Zu was Menschen alles fähig sind. Am Berghang gibt es Hüpfe-Burg, Kletterfelsen und Sommerrodelbahn. Mir klingeln die Ohren. Too much.

Ich freue mich auf Morgen. Wanderung durch einen „echten“ Nationalpark.

Schönen Sonntag!

Weitere Eindrücke und Skurrilitäten aus Ost-Kanada

85) Postkarte aus Québec – 2

Aktuell regnet es hier, also habe ich Zeit für eine weitere Postkarte aus der Provinz Québec. Diesmal enthält sie weniger Skurrilitäten, als üblich. Das liegt aber nicht daran, dass es hier keine gäbe, nur das Verhältnis von Fläche in Quadratkilometern zu Anzahl Skurrilitäten ist „unwirtschaftlich“ und deren Auffinden geht auf die Sitzknochen.

Ein paar interessante Schilder gibt es natürlich überall. Auf dem einen Wanderweg ist nicht mal der Gebrauch von Schusswaffen erlaubt. Nichts darf man mehr. Immer diese Verbote! Sogar hier schon. 😉

Von Quèbec ging es weiter nach „wo das Wasser raus kommt“ … Auflösung: Tadoussac. Tadoussac ist ein kleiner Ort, an dem man ziemlich sicher Wale sehen kann (Beluga- und Mink-Wale). Blauwale sind sonst auch in der Bucht, aber dieses Jahr ist vieles anders, sagt die Dame auf dem Boot. Wie überall auf der Welt.

Von Tadoussac folgten wir dem St. Lorenz Strom gen West und machen nun Halt in der Ecke von Shawinigan. Wälder, Flüsse und Mücken. Von allem reichlich und schön.

Weiterlesen „85) Postkarte aus Québec – 2“

84) Postkarte aus Québec – 1

Ich bin dann mal Québec, habe ich neulich geschrieben und grob verschlüsselt die geplante Reiseroute durch die zweitgrößte Provinz Kanada’s skizziert. Nun will ich das Kilometer für Kilometer auflösen und mit Skurrilitäten von unterwegs garnieren. Zunächst aber lassen sich für den Klang des Wortes Québec noch andere schöne Wortspiele finden. So was wie „Gebäck“ und „Geh weg“, ich fürchte da kommen über die Kilometer noch einige mehr zusammen.

Also, los ging es am „königlichen Berg“ … Auflösung: Montreal. die Stadt hat mehr Einwohner … innen und außen … als Berlin. Als ich mit meiner Gefolgschaft den Hügel erklommen hatte, wurden wir freundlich begrüßt, aber die knapp bekleideten Herren hatten gleich klargemacht, dass sie zuerst hier waren. Rüstige Rentner dürfen aber die Heizkörper des Chalets für ihre sit-ups nutzen.

Es ist zwar verboten, in der Öffentlichkeit vom Feuerwasser zu naschen (wenn dann nur im „Pub“ oder aus der „Papp“-Tüte), dafür stinkt‘s an jeder Ecke nach Gras. Und dann sind sie alle super gut drauf hier.

Und dann natürlich auch hier diese „Kleinkünstler“, wie überall in den Metropolen. Ganz starr rumstehen und sich erst für ein paar Münzen bewegen wollen. Ich habe es probiert, aber der Typ wollte sich nicht rühren, sondern einfach nur weiter „abhängen“.

In China-Town fühlen sich Reisegruppen aus Fernost wie zu Hause. „La vidéosurveillance“ an jeder Ecke, aber immerhin schreiben sie es wenigstens dran.

Parkplätze sind auch hier Mangelware, aber die Autos in Nordamerika sind halt auch einfach größer als zu Hause in Prenzlauer Berg.

Dann ging es weiter nach Norden dahin „wo sich der Fluss verengt“ … Auflösung: Québec Stadt. Hat mir wirklich gefallen. Alles sehr französisch und auf Tradition und Geschichte bedacht. „Je me souviens“ steht auf jedem Nummernschild.

Die Provinz Québec ist zwar flächenmäßig größer als Schweden aber die Wohnungssituation scheint auch hier angespannt zu sein. Von der Energieversorgung mal ganz zu schweigen, da haben sie zu viel vom Nachbarn abgeschaut.

Québec hat ein beeindruckendes „Chateau Frontenac“, man erwartet jeden Moment, dass Fantômas aus einem der Türmchen mit der Rakete abhaut und Kommissar Juve cholerisch an der Balustrade tobt.

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Heute ging es noch auf die Île d’Orléans und da fühlte ich mich dann noch mal in die Vergangenheit gebeamt. Bauernhäuser, meistens noch im Lattenleichtbau, errichtet nach der Devise „Wir können ja mal hier bleiben, aber wer weiß wo uns der Weg nach Westen noch so hinträgt.“ Und Zäune? What? Zäune brauchen die hier nicht. Zäune sind etwas aus der alten Welt.

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—> 85) Postkarte aus Québec – 2

456) Ich bin dann mal Québec

Der Hape Kerkeling hat ja sein Buch schon „Ich bin dann mal weg“ genannt, der Titel war also schon vergeben, da musste ich mir etwas Anderes einfallen lassen. 

Also, zunächst soll es zum „königlichen Berg“ und die große Franzosen-Siedlung drumherum gehen, dann mit der Familien-Kutsche weiter in Richtung Nord/Ost zur „Meerenge“ am St. Lorenz Strom. Dann folgen wir dem Strom weiter bis „wo das Wasser heraus kommt“ und versuchen uns  als UN-Walbeobachter. Dann geht es nach Nord/West in die Berge, zu den großen Feuern und weiter Richtung Süd/West zum „Zitternden Berg“. Dann zum Ort der „Händler“ und da wo der „Otter war“ und setzen den Ritt fort zum „Ort an dem Bäume am Wasser stehen“. Dann galoppieren wir noch zum „schönen See“ und letztlich über das „Donnernde Wasser“ wieder zurück zum „königlichen Berg“, wo der vierstrahlige Adler auf uns wartet, um uns zurück ins alte Land zu bringen.

Und wenn sich die Sonne zum 25. Mal hebt, sind wir hier zurück in der großen Stadt, bei den hippen Brüdern und Schwestern, den Friedenspfeifen, Lastenrädern, Latte Macchiato – Schenken und Vegan-Bio-Eisläden … oder ich bin einfach dort geblieben und destilliere so vor mich hin.

Hick. Ich habe gesprochen.

So liebe Leute, das was ich hier im Indianer*-Pseudo-Jargon verschlüsselt habe, steckt ungefähr die Reiseroute ab. Mehr sage ich nicht. Will ja auch meine Ruhe haben. Bin mir nicht sicher, ob ich immer zum Lesen eurer Blogs komme, aber ich versuche dran zu bleiben, und wenn nicht, dann hole ich das nach.

*) nein, ich erkläre mich hier nicht.

Schönen Sommer!

Folgende Beiträge aus Québec / Kanada:

85) Trennungsschmerz

Auf dem letzten Kurztrip nach Andalusien hat es mich und das große Kind zum „Goldenen M.“ verschlagen. Und es war gut so. Von Belehrungsversuchen bitte ich abzusehen, spart euch die Tastenanschläge für wichtigere Themen. So kam es also, dass wir die Premium-Köstlichkeiten vernascht hatten und die letzten Tropfen aus den Pappbechern schlürften. Lautstark versteht sich. Großartiger Moment!

Auf unseren Tablets* sah es danach so aus, wie es eben in dieser Art von „Restaurants“ nun mal aussieht. Auch das bitte nicht kommentieren. Auch wenn es schwer fällt, aber mehr als zwei Schlaumeier (also T.Bot und mich) verkraftet dieses Blog-Kraftwerk hier nicht.

Also erhoben wir uns und schlürften SB-konform zur Sammel-Stelle für die Tablets*, in der Annahme, wir würden die beiden Dinger einfach in so einen Rollwagen schieben und Tschüssikowski!. Aber denkste, Puppe … Papa. Vor uns stand eine Mülltrennungsanlage dreifacher Komplexität.

Wie bitte? Ich soll jetzt echt die beiden Tablets* durchwühlen und übriggebliebene Pommes, Salatblätter und Ketchup von dem Papierlappen kratzen und nach links werfen, Plastik in die Mitte und Pappe nach rechts befördern? What? Essig und Öl aus den Tütchen quetschen und voneinander trennen? Die Hühnerbeine zusammensammeln, den Gummi-Käse vom Burger-Papier polken und der fachgerechten Entsorgung zuführen? Ist Gummi-Käse eigentlich organisch oder plastisch-elastisch? 

Also das macht ihr bitte mal schön selber. Wer seine acht Kostbarkeiten in Müll wickelt, der kann das dann auch gern sortieren!

Ich hätte auch einen großen weißen Teller genommen.

*) Clara Himmelhoch hat natürlich Recht, dieses Tablett schreibt man mit zwei „t“. Schlamperei hier! Aber ich hatte auch schon Ketchup auf meinem Tablet 😉

455) Mit Zettel und Stift 11

Kurz vor dem Urlaub möchte ich noch mein schlaues Telefon von Deutschem Zettel-, Schilder-, und Beschriftungswahn befreien. Die Deutschen sind vielleicht nicht die Erfinder der Schrift, aber sie sind Erfinder der Vorschrift, Abschrift und Beschriftung. Und wenn es keine Zettel und kein Stifte mehr gibt (Engpässe, Lieferkette, usw … ihr wisst schon) dann sprayed der Deutsche sein Anliegen an die nächste Häuserwand.

Eigentlich ein Wunder, dass kaum Autos besprayed sind, aber hier zeigt sich die deutsche Seele. Fremde Wände, S-Bahn und Wartehäuschen, kann man zukleistern, aber ein Auto …., das tut man nicht. Das beschriftet man ordentlich.

Fangen wir an, mit den Fundstücken der letzten Monate:

Zunächst das Titelbild aufgenommen in München, bei dem Herrn Lindner wohl die Kinnlade auf den Boxster knallen würde, wenn er das sieht.

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Weiter gehts mit dem schnuffigen Schweinchen, das auf einem PETA-Plaket an der S-Bahn für den Start ins vegane Leben wirbt. Sorry, aber ich musste das bringen. Gestern Abend gab‘s Salat zum Ausgleich.

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Die „berühmte“ Schulden-Uhr an der Berliner Spree ist außer Betrieb. Immerhin haben wir somit unsere Schulden auf Null reduziert. Also entweder ist der Strom ausgegangen, die Anzahl der digitalen Zeichen hat nicht mehr gereicht oder das Ding gibt es jetzt nur noch online.

Beim nächsten Bild muss ich gar nicht viel sagen. Der Schreiberling hat meine volle Unterstützung

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Der hier hat auch Recht. Ich habe ja nix gegen Vögel, habe aber auch noch nie verstanden, warum Menschen die Tauben in der Stadt füttern. Ich rede jetzt mal nicht von -20°C im Winter sondern immer. Aber der Ton im Kiez ist sehr freundlich, oder? Bitte. Danke.

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Beim nächsten Bild habe ich verstanden, warum die Gerichte ewig ausgebucht sind.

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Der „Duft-und Behindertengarten“ (was für ein Name in diesen Zeiten) wurde um einem weiteren Schild ergänzt. „Hunde mitnehmen verboten.“ Wie jetzt? Mit rein? Mit raus? Auf den Armen oder auf deren Füßen? Zum hier essen oder zum Mitnehmen?

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Dinos are back in town! Live und umwerfend realistisch. In Prenzlauer Berg geht halt alles. Nur bei den Öffnungszeiten bin ich ausgestiegen. Na ja, Personalmangel überall.

Und nun noch mal das leide Thema Wohnen. Während die einen einfach „alles“ aufkaufen was es noch gibt, legen die anderen 2 Scheine Belohnung auf den Tisch und der nette Senad hilft dann beim Ausräumen.

Was soll das werden, wenn es fertig ist? Ein Kreuzworträtsel? Eine Partie Scrabble?

Ich freue mich auf eine längere Berlin-Pause …

84) Nur mal eben kurz

Kommen wir mal wieder zu den Widrigkeiten des Alltags. Es gibt so Dinge, die tut man (… zumindest ich), obwohl man weiß, dass das nicht gut ausgeht. Weil man es ja auch nicht zum ersten Mal macht und es schon mehrere Male schief gegangen ist.

  • Zum Beispiel zieht man mit einer Hand ein Schublade auf, in der zweiten Hand hat man … sagen wir mal … ein Portemonnaie. Dann benötigt man für das, was man aus der Schublade angeln aber beide Hände und deshalb legt man das Portemonnaie nur mal eben kurz in der Schublade ab. In diesem klitzekleinen Moment ahnt man schon, wie die Geschichte ausgeht. 
  • Selbiges Naturschauspiel erlebt man auch ganz wunderbar, wenn man den Auto-Schlüssel nur mal eben kurz im Kofferraum ablegt. Wenn man dann ratlos auf das Zündschloss blickt, ist der Suchradius dann dankenswerterweise sehr überschaubar.
  • Oder das riskante „Nach-Toasten“. Sagen wir mal ein WG-Mitglied hat den Bräunungsgrad des Toasters von 3 auf 2 heruntergedreht, was dann dazu führt, dass mein Toast definitiv zu blass wird. Gut, kein Problem, ich kann die Toast-Taste ja noch mal runterdrücken. Nur ganz kurz. Aber ich weiß, dass wird rabenschwarz enden. Also nehme ich mir vor, vor dem Toaster stehen zu bleiben und mich bloß keinen Meter zu bewegen. Aber dort einfach nur dumm herumzustehen und auf den Toaster zu glotzen, dass ist ja nun auch höchst ineffizient. Also gehe ich „nur mal eben kurz“ in den Nachbarraum …

Aber ich bin bestimmt nicht der Einzige auf dem Planeten, dem das so geht … oder etwa doch???

 

454) Ja, ist denn heut schon Weihnachten?

Mit diesem Spruch bewarb Franz Beckenbauer im Jahr 2000 einen Mobilfunkbetreiber. Ja „Mobil-Funk“ lieber Kinder, denn Smartphones und mobiles Internet gab es noch nicht. SMS war der heiße Scheiß.

Der Spruch kam mir sofort in den Sinn, als ich heute Morgen in die Wetter App schaute und aus den Latschen kippte, als ich die Prognose für die nächste Woche sah.

7°- 08°C Tageshöchsttemperatur? Der Stammhalter wurde umgehend blass, dann schließlich will er ja mit seiner Klasse eine Kanu-Tour von Zeltplatz zu Zeltplatz machen. Das ist bei 7° Celsius nur wenig gemütlich.

Was passiert da gerade? 

  • Kommt nun die längst überfällige Eiszeit?
  • Kann die Blöd-Zeitung nun mit dem Kälte-Hammer die Leute nerven?
  • Tendiert die generative WetterAI einfach mal wieder zum Halluzinieren?
  • Oder hat sich der Praktikant statt an der Kaffeemaschine, am zentralen Wetter-Rechner zu schaffen gemacht?

Nun, vermutlich alles nicht. Mittlerweile stehen wieder sommerliche Normalwerte in der Tabelle. Kein Grund zur Panik.

Uff …
ein Baustelle weniger