621) Stutzmomente – 2

Auf gehts in die zweite Runde. Kennt ihr solche Momente? Ihr lest im Vorbeigehen ein paar Worte oder ihr schnappt einen gesprochenen Text aus dem Radio auf und dann denkt ihr, ihr hört und seht wohl nicht richtig. Als hätte man was auf den Ohren oder Dreck auf der Brille. „Das haben die doch jetzt wohl nicht im Ernst gesagt.“

Seit >Stutzmomente – 1 im Dezember 2024 habe ich schon wieder einige aufgeschnappt. Zum Glück geschieht das nicht in Tagen, denn sonst müsste ich wohl mal zum Augen-und Ohren-Doc. Ich denke die sind weitestgehend selbsterklärend, also gebe ich keine Tipps. Schafft ihr schon 😉

Ick‘ seh‘ wohl nich‘ richtig:

  • Verbindung zur Notdurftzentrale wird aufgebaut
  • Halbe Sachsen bei Messerverbotszonen bringen nichts
  • Stattdessen gibt es Ersatzverkehr mit Russen
  • Reisespass der Bundesrepublik Deutschland

Ick‘ hör‘ wohl nich‘ richtig

  • der häufigst genannte Grund für Zwangsräumungen sind Schulen
  • nach den tödlichen Schissen in Baden Würtemberg
  • bei dieser schmierigen Aufgabe
  • 89 % der Neuzulassungen sind eh Autos
  • Ausbildungsberuf des Verspannungsmechanikers
  • Entwickelt sich zwischen den beinen ein entspannter Dialog

Und? Gut?

PS: Titelbild mit Hilfe der WordPress-KI

620) Hausmitteilung zum Einsatz von KI

Auch wenn ich mich beruflich viel mit generativer KI beschäftige, habe ich sie hier auf dem Blog bislang nur zu drei Zwecken eingesetzt

  1. Worte und Überschriften finden
  2. Titelbilder generieren, wenn ich die selber nicht herstellen konnte
  3. Dinge recherchieren, wenn die große Suchmaschine zu viel Müll generierte

Insbesondere bei 2. und 3. wies ich dann aber immer im Beitrag darauf hin. Das erste Mal am 25.04.2023, das letzte Mal am 28.03.2025. Ich halte das für guten Stil und auch angebracht, denn wenn ich noch mal Bundesminister werde, will ich nicht über solche Schlampigkeiten bei den Quellen-Nachweisen stolpern.

Ansonsten schreibe ich hier aber alles selber, oder Gäste tun es, das ist doch der Sinn der Bloggerei. Selbst >T.Bot, mein virtueller Blog-Assistant, der war schon weit vor ChatGPT, im Februar 2021, erschaffen und wird seitdem auch nicht von GenAI geschrieben.

Gestern aber, im Beitrag >Wenn Bots bloggen (33) – Vertretung vollzog sich hier ein Damm-Bruch, eine … Zeitenwende … die Brandmauer zur GenAI steht nicht mehr, sie wackelt. Von den 482 Wörtern, waren nur 147 Wörter meine, gerade mal 30%. Gut, Friedrich Merz hat auch keine bessere Mehrheit erreicht und wird Kanzler. Trotzdem lässt mich das nicht los

Zwei Fragen beschäftigen mich:

  1. Ich habe das im Beitrag nicht erwähnt. Bin ich unehrlich? Schmücke ich mich fremden Federn? Verletze ich die mir selbst gesteckten Qualitätsstandards?
  2. Wird das Schreiben noch „das“ Schreiben sein, wenn GenAI in solchem Maße zum Einsatz kommt? Welches Maß ist denn angemessen? Wie dokumentiere ich das, wie mache ich das künftig Transparent?

Gestern konnte ich keinen Disclaimer unter den Beitrag schreiben. Denn es war ein Experiment und es hätte den Beitrag kaputt gemacht. Ich werde nun aber noch einen Nachtrag mit Link auf dieses Statement hier druntersetzen.

Aber wie kam es dazu?

In meinem Job beschäftige ich mich gerade mit Agentic AI. Kurz gesagt, mehrere „kleinere“ KI‘n, haben unterschiedliche Skills und arbeiten gemeinsam auf ein Ziel hin. Team-Work quasi. Und in dem Zusammenhang kreiselt mir im Kopf rum, wo das mal hinführt, wenn sich Bots quasi selber beauftragen und auch beaufsichtigen und bewerten. Selbst wenn T.Bot hier ab und zu an die Tastatur darf, untersteht er meinem Kommando, er unterliegt meiner Richtlinienkompetenz. Das wäre dann nicht mehr so.

Experimentaufbau

Ich habe ChatGPT zwei Texte von T.Bot gegeben und es über einen Persona-Prompt in die Lage versetzt, so zu schreiben wie T.Bot es normalerweise tut. Pampig, mit gewaltigem Selbstbewusstsein, großen Ambitionen … aber im Grunde auch faul. Aufgabe für ChatGPT war, im Ton von T.Bot einen kurzen Artikel zu schreiben, wie sich Virtual Assistants immer neue Vertreter suchen. Ich habe es aber auf drei Iterationen begrenzt, damit in der Wohnung nicht das Licht ausgeht.

Nachbetrachtung

Tja, nun steht er da der Beitrag. Er ist geschrieben aber eben kaum von mir. Fühlt sich eigenartig an. Wenn ich ihn lese, dann sehe ich, dass er weder von mir, noch von T.Bot ist. Aber sehen das die Leser auch? Ist euch das aufgefallen?

Konsequenz

Ich denke noch drüber nach, wie ich künftig damit umgehe. Für den Moment verpflichte ich mich jetzt erst einmal, konsequent einen Disclaimer drunterzuschreiben, wenn der GenAI-Anteil im Text mehr als 10% ist. Ich mache das an der Anzahl von zusammenhängenden Worten fest, die KI geschrieben hat. Zusätzlich werde ich einen Passus auf die Seite > Über aufnehmen.

Ende der Hausmitteilung

619) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 2

Als ich >Teil 1 fertig und published hatte, hab ich mich schon etwas erschrocken. Aber das war auch der Zweck der Übung. Gleichzeitig musste ich aber auch in bisschen über mich selber lachen. Und gemäß der Kommentare unter Teil 1, bin ich da auch nicht allein auf dem Planeten mit. Also beichte ich einfach weiter, denn der Effizienz-Wahn hört ja nicht beim Frühstück auf, sondern fängt ja mit dem Arbeitstag erst richtig an. 

Also los gehts:

  • Nehme ich an einem Meeting ohne Kamera teil und habe auch nichts zu präsentieren, versuche ich, die Zeit anderweitig zu nutzen. Stretching, Rücken pflegen, die Hanteln vom Stammhalter anheben… oder auch mal die nassen Jogging-Klamotten aus der Waschmaschine holen und aufhängen. Leider findet das immer seltener statt. Daher wünsche ich mir eine Art Helm-Kamera, die nur auf mein Gesicht zeigt, damit ich die Hände unbeobachtet habe. Ich hatte das schon mal thematisiert … irgendwo in … Erfrischende Videokonferenzen … glaube ich.
  • Mein Outlook ist dahinhingehend organisiert, dass ich e-Mails schneller wegsortieren kann. Quick Actions nennt sich das, leider sehe ich immer nur drei davon, ich bräuchte aber mindestens zehn. Zusätzlich schieben Outlook-Regeln diverse E-Mails automatisch in Ordner, zum Beispiel Newsletter, automatisierte Notifications oder Terminzusagen. Leider gibt es nicht für alle Anwendungsfälle  entsprechende Regeln, folgende Regeln fehlen zum Beispiel: 1. „Mach den Scheiß doch selber“ und 2. „Hallo KI mach du bitte den Scheiß“. Trotz dieser kleinen Automatisierungen ersaufe ich in E-Mails und das wird immer schlimmer, die meisten E-Mails erzeugt Microsoft neuerdings selbst. Na wunderbar.
  • Ich nutze Makros und die üblichen Shortcuts in MS OFFICE z.B. CTRL+A,C,P,S,X,Y,V,Z… aber auch ein paar verrücktere. Aber auch hier ist noch Luft nach oben, ich wüsste einen Shortcut den Microsoft mal erfinden sollte. CTRL+W+i+s+S … „Wie immer in solchen Situationen“.
  • Ich nutze die Diktierfunktion von OUTLOOK oder WORD, um mich von dem lästigen Keyboard zu befreien und dann kopiere ich die Ergebnisse rüber nach TEAMS. Am liebsten würde ich über WORD in Deutsch diktieren und über OUTLOOK in English, damit ich nicht ständig die Sprache wechseln muss, aber das ist mir noch nicht gelungen. CC: Microsoft Product Management … room for improvement!
  • Die Favoritenleiste im Browser ist bis zur Perfektion organisiert, so dass so viele Favoriten mit nur 1-2 Klicks zu erreichen sind, wie nur möglich. Ein Favorit, der mehr als zwei Klicks braucht, ist kein Favorit, das ist ein Sammlerstück … und kann ins Museum.
  • Angst vor KI in meinem MS OFFICE habe ich gar nicht, komm‘ rein bedien‘ dich, Arbeit ist genug für uns beide da … tu was … aber labere nicht nur schlau rum … davon habe ich schon genug.

Ihr seht schon, da gibt’s noch weiteres zu beichten.

Bitte nicht nachmachen!

Effiziente Grüße … ick muss weita.

Wer mag, kann sich mal die Reihe New Work hier auf‘m Blog sehen, da geht‘s recht ähnlich zu.

PS1: Titelbild über WordPress KI

PS2: in dem Beitrag tauchen Namen von Microsoft-Produkten auf, ich kriege kein Geld von denen … aber sie bestimmen nun mal meinen Alltag.

<— 618) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 1

—> 622) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 3

618) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 1

Der Blog-Eigner hat ein neues Projekt an der Backe. Selber Schuld. Erst nervt er seinen Brötchengeber zwei Jahre lang, dann darf er sich nicht wundern, dass er das nun auch umsetzen muss. Glückwunsch. Dauer? Mindestens ein Jahr, on top natürlich.

Tja, und nun werden die Tage zwar länger, die Arbeitszeiten aber auch. Das ist mir nicht unbekannt, aber aktuell merke ich, dass ich wieder nach Effizienzen suche und das nimmt manchmal schon echt skurrile Züge an. Ich werde die hier ab und zu mal aufschreiben, nicht weil ich Mitleid will oder noch bessere Ratschläge, sondern um mir dessen selber bewusst zu werden.

Und wenn mich das mal wieder in die Rettungsstelle bringt, dann kann ich’s wenigstens gleich der Krankenakte beilegen. „Zur Anschluss-Behandlung“ und  „Zur weiteren Verwendung“.

Also, los gehts:

  • Komme ich vom morgendlichen Joggen zurück, nehme ich den Aufzug nach oben, nicht weil ich zu faul bin, aber ich kann mir schon während der Fahrt die Jacke und Sportschuhe ausziehen, Wohnungs-Schlüssel suchen, Kopfhörer und Podcast abschalten. Das macht sich auf der Treppe nicht so gut. Vielleicht sollte ich wieder auf Klettverschlüsse zurückgehen.
  • Teekocher, Toaster und Dusche laufen zur gleichen Zeit, es ist erstaunlich, was man in 5 Minuten alles so erreichen kann. Parallel laufen Nachrichten, oder der Tag wird im Kopf sortiert. Rasiert wird nur noch einmal die Woche. Vielleicht sollte ich unter der Dusche Zähne zu putzen, das würde weitere drei Minuten bringen.
  • Den morgendlichen Snack verspeise ich während ich den Rechner hochfahre, den WiFi-Booster starte, private E-Mails checke oder nächtliche Horror-Nachrichten aus den USA lese. Die Arbeitszeit vor dem ersten Meetings verbringe ich unfrisiert, das bringt mir weitere zwei Minuten, in denen ich in Ruhe arbeiten kann, bevor mich jemand nervt.
  • Geht es an die Mittagszeit berechne ich die Optionen aus …
    A) 2 × 5 Minuten Wegzeit, 5 Minuten Döner-Zubereitung, 10 Minuten verspeisen = 25 Minuten + Mundwaschen zu Hause
    B) gucken, was im Kühlschrank liegt, in der Mikrowelle erhitzen, nebenbei das Recording des verpassten Meetings von letzter Woche anschauen
    C) mal jemanden für ein ausgiebiges Lunch treffen
    —> Ihr dürft raten, Mehrfachwahl erlaubt
    (Natürlich könnte ich den Döner auch auf dem Weg zurück essen, das würde weitere 5 Minuten bringen, aber dann hätte ich Döner-Reste auf der Jacke und in der Wohnung, was ich nicht mag … und nur zu weiterem Verzug führt.)

Ihr seht schon, da gibt’s noch viel zu beichten …

Bitte nicht nachmachen!

Effiziente Grüße … ick muss weita.

Wer mag, kann sich mal die Reihe New Work hier auf‘m Blog sehen, da geht‘s recht ähnlich zu.

PS: Titelbild über WordPress KI

—> 619) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 2

 

617) Insel-Office 2

Ich bin noch gar nicht dazu gekommen, mein Insel-Office im Januar zu verbloggen. Dabei ist schon fast wieder April. Aber ich will noch ein paar Dinge dazu sagen, und ich denke, ich hangele mich am ehesten an den Überschriften aus >Insel-Office 1 entlang.

Arbeiten im Ausland ?

Absolut, kein Problem, ob ich nun in Berlin im Home-Office hocke oder auf einer Insel ist völlig egal. Ich hatte alle möglichen Kabel und Adapter dabei, das Wi-Fi war gut, sogar einen demontierten Monitor hatte ich im Koffer … und der … tja der steht nun in Bangalore und leistet dort noch ein paar Jahre Dienst.

Arbeiten da wo andere Urlaub machen?

Geht nur mit viel Disziplin, aber wie geplant, habe ich meistens gegen 06:00/06:30 Uhr angefangen, dadurch war schon viel erledigt, wenn es Mittags kuschelig warm war und dann habe ich die Mittagspausen ausgedehnt für Kurz-Trips mit dem Auto oder Fahrrad. Das war manchmal etwas nervig, wenn ich dann Nachmittag noch ein Meeting hatte und ich pünktlich zurück am Rechner sein musste. Nach der ersten Woche hatte ich das dann etwas umgestellt, so dass ich komplett durchzog, dann ca. 15:00 Uhr Schluss machte und dann auch wirklich off war. Da es ja bis 18:30 Uhr hell war, blieb noch genug Zeit für Ausflüge.

Aber ganz allein?

Ich war gar nicht allein, in den ersten zwei Wochen gab’s jeweils Herren-Besuch, aber mit vernünftiger Planung ging das auch wunderbar, selbst wenn derjenige ja im Urlaub war, und ich ja nicht. Liebe Grüße! In der dritten Woche führte ich eine Männer- Wohngemeinsschaft mit einem Kollegen aus Indien, das allein wäre schon ein Blogbeitrag wert. In der vierten Woche war ich in Lissabon auf einem Workshop mit 20 Kollegen, danach brauchte ich erst mal ein ausführliches De-Socializing.

Und wenn es mal langweilig wurde?

Es wurde nicht langweilig. Ich hatte zwar was zum Lesen mit, aber es war schon wirklich  Arbeit, wenigstens eine Zeitschrift dort zu lassen. Ansonsten war ich viel auf Füßen und Rädern oder habe nett geflixt.

Und, will ich es noch mal machen?

Ja auf jeden Fall. Kann ich mir für einen Januar wieder sehr gut vorstellen oder auch mal im November. Gibt zwar nicht so viele Plätze in Europa, wo die Temperaturen an die 18/°20° herankommen, aber ich finde schon was … und mache schon mal eine Liste 😉

—>119) Postkarte von Lanzarote

—> 120) Postkarte von Gran Canaria

—> 121) Postkarte von der Algarve – 2

616) Sondervermögen

500 Milliarden Euro Sondervermögen wurden durchgewunken. Richtig so, denn ich glaube, man muss kein Staatsfinanzler sein, um zu verstehen, dass man die Altlasten (Infrastruktur, Analogisierung), die Krisen (Ukraine) und die Zukunft (Bildung, Energiewende) nicht aus dem laufenden Haushalt finanzieren kann. Jeder Privatmensch versteht das. Wenn man ein Haus bauen will, dann tut man das doch jetzt auf Kredit und nicht in 30 Jahren, wenn man das Geld dazu angespart hat oder hochbetagt ist.

Wenn man ein Auto braucht, um zum neuen Job zu kommen, dann kauft man doch die Karre jetzt lieber auf Raten, statt den Job zu verschieben. Oder?

Schwere Geburt, aber immerhin nun verabschiedet.

Aber auf einem Bierdeckel sieht’s dann aber doch recht bescheiden aus, und ich frage mich, warum all die Aufregung nötig war.

Die 500 Milliarden sind gerechnet auf 12 Jahre …
das sind schlappe 42 Milliarden pro Jahr …
verteilt auf … sagen wir mal 40 Mio Erwerbsfähige …
macht … 1.041 EUR pro Jahr …
geteilt durch zwölf Monate …
wären 86 EUR pro Erwerbstätigen …
und man würde aufs selbe Ergebnis kommen.

Also sagen wir mal … eine Tankfüllung weniger oder ein Besuch beim Italiener … oder irgendeinen anderen verzichtbaren Konsum-Blödsinn einfach … weglassen.

Und um es gerecht zu verteilen, sagen wir mal 86 EUR sind für die Hälfte der Menschen vielleicht wirklich zu viel Einbuße, ok, verstanden.

Dann legen wir das mal nur auf 20 Millionen Menschen um und erheben eine Art „Zukunftsbeitrag“, dann wären das 170 EUR für die Hälfte der Beschäftigten pro Monat oder man verteilt das noch etwas schlauer auf die oberen Etagen.

Also ich wär dabei …

Und dann hätten wir quasi schon mal 500 Milliarden EUR zusätzlich.

PS: ich hab schon kapiert, dass parallel die Schuldenbremse im Grundgesetz gelockert wird, und dadurch mehr Schulden entstehen, aber trotzdem ist doch an der oben aufgeführten Milch jungen Rechnung was dran, oder habe ich mich verrechnet?

615) Die Grünen

Im Berliner Norden wird an der S-Bahn gebaut. Das bedeutet für den Stammhalter, bis auf Weiteres 30 Minuten eher aufzustehen, um das Klingeln am Schulhof noch hören zu können. Diese halbe Stunde kann er dann entweder wartend auf den Schienenersatzverkehr oder zu Fuß „einbringen“. Jeder muss halt seinen Beitrag leisten. Die Begeisterung ist groß. Verstehe ich.

Wir sprechen darüber, ob so ein Mietroller ab und zu eine Möglichkeit wäre, diesen Zustand zu überbrücken. Ich mag >die Roller zwar nicht, aber da würde ich ja glatt einen Sinn drin sehen. Dann kommen wieder vom Thema ab.

Eine Stunde später, wir fahren zusammen zum Baumarkt, da sehe ich am Straßenrand diese Roller stehen … und übereinander liegen. Diesmal von der grünen Sorte. Ich nehme das Thema wieder auf und brabbele vor mich hin. „Sag mal, welche Typen stehen denn da vor deiner Schule und dem Bahnhof so rum?“ Diese Grünen da oder auch andere?

Stammhalter: ach eigentlich alle, die Grünen, die Linke, AfD, alle waren schon da

Zum Ende wird‘s dann doch wieder politisch 😉

613) VR Motion Chairs … mit neuen Programmen

Neulich sah ich in einem Shoppingcenter vier „kapselartige“ Sitzgelegeheiten, in denen sich eine Mutter mit ihren Kids niederließ, um für ein paar Euro der Realität zu entfliehen.

Ich befragte die schlaue KI, was sie denn so darüber wüsste.

„Das sind sogenannte VR Motion Chairs oder VR Pods, die in Einkaufszentren, Freizeitparks und Spielhallen als Kurzzeit-Attraktion aufgestellt werden. Man setzt sich in einen dieser großen Sessel oder Kapseln, bekommt eine VR-Brille auf und erlebt eine virtuelle Simulation – oft kombiniert mit Bewegungseffekten, Wind, Vibrationen oder sogar Gerüchen, um das Erlebnis realistischer zu machen.

Typische Erlebnisse:

  • Achterbahn-Simulationen
  • Flug- oder Weltraumreisen
  • Horror- oder Abenteuer-Szenarien
  • Interaktive Shooter-Games“

Als gäbe es nicht schon genug Achterbahn, Horror und Gefechte dieser Tage. Warum braucht man das noch in 3D und zahlt Geld dafür?

Wenn man sich mal für einen Moment aus der Realität verabschieden will, müsste es dann nicht auch noch ganz andere Programme geben?

Ich mach‘ mal ein paar Vorschläge:

Realitätsflucht 9D – Ihr Leben, nur besser!

Tauchen Sie ein in hochimmersive Erlebnisse, die Ihnen das geben, was das echte Leben oft verweigert.

Unsere neuen Premium-Simulationen:

Ende der Kriege (Full Version)
Waffenstillstand (Ermäßigt)

Klimanormalisierung (Full Version)
Frischluft (Ermäßigt)

Wohlstand (Full Version)
Mindestlohn (Ermäßigt)

Glückliche Familie (Full Version)
Keine Prügel (Ermäßigt)

Gleichberechtigung (Full Version)
Frauentag (Ermäßigt)

In den letzten Tagen stärker nachgefragt: Earth 2.0 – Jetzt mit Vernunft

Weitere Ideen?

612) Sheriff Fritz is in the town

Kaum hat die Union aus CDU und CSU am Freitag „haushoch“ die Bundestagswahl gewonnen, weht ein anderer Wind durchs Land. Wer hätte das gedacht? Es ist zwar noch Februar, aber der Merz ist schon voll im Gange.

  1. Die Real-Löhne sind um 3,24 % gestiegen, weiß die ARD zu berichten
  2. Der nervige Klimawandel-Sonnenschein der Grünen ist endlich weggepustet, da wo er hingehört. Nun regnet es durchgehend, so wie es im Februar sein sollte.
  3. Das arme Mädel, welches vor dem Supermarkt immer um Münzen bettelt, ist auch nicht mehr da. Sicher schon auf einem Abschiebe-Flieger nach Irgendwostahn, war ja schließlich auch so angekündigt.
  4. Im REWE gibt’s keine Sriracha-Sauce mehr, nur noch die langweilige Sweet-Chili-Sauce, die in jedem 0815-Döner-Pizza-Asia-Express vorm Baumarkt im Sauerland steht.
  5. Das Regal „Berliner Bier“, ist von „Augustiner Helles“ aus Bayern verstellt.
  6. Sauerkraut ist im Angebot.
  7. Die Fußbodenheizung ist heute unangenehm warm, vermutlich haben der Fritz und Mr. Burns doch noch ein AKW gefunden und ihre alten Brennstäbe reingeschoben.
  8. Das Power-WLAN fällt auf eine Performance der 2000-er zurück, so gehört sich das in Deutschland, ist halt „Neuland“, so muss es sein.
  9. Die Ehefrau sagt einen Auswärtstermin ab und verbringt den Abend daheim. So gehört sich das, so sieht es die Bestimmung vor.
  10. Die Fahrschülerin hat Angst, dass sie bei der Fahrprüfung morgen 220 km/h fahren muss.

Da schaut mal an, das ist Wandel … schwups ist er da. Man muss nur die richtigen Kreuze machen.

PS: Titelbild über WordPress-KI