122) Postkarte von Himmelsstreifen – 3

Die erste >Postkarte von Himmelsstreifen entstand im Frühling 2022, als Flugzeuge am Himmel eine echte Rarität waren, die >Postkarte von Himmelsstreifen – 2 folgte dann im Dezember 2023, als nach der Pandemie wieder mehr geflogen wurde.

Nun herrscht wieder reger Flugverkehr und sorgt für tolle Malereien am Himmel, was da hinten aus dem Auspuff blubbert, darüber denken wir mal besser nicht nach.

Manchmal könnte man denken, der Flieger sei abgeschmiert … verschwunden.

Oder Meteoriten sind knapp über unseren Köpfen hinweggerauscht. Zum Glück hoch genug.

Oder die Stadt lädt zu einer Laser Show ein. Partyyyyyy!

  

Oder die Flugabwehr holt Raketen vom Berliner Himmel. Möchte ich auch nicht tiefer drüber nachdenken.

Oder ein Milliardär steckt seine Claims ab.

Noch gruseliger ….

 

95) Postkarte von Himmelsstreifen – 2

Die erste >Postkarte von Himmelsstreifen, entstand im Frühling 2022. Als der Flugverkehr am Boden lag und man nur äußerst selten Flieger am Himmel beobachten konnte. Das hat sich nun wieder vollkommen geändert und obwohl die meisten Flieger um Berlin herum fliegen müssen, sieht man doch beeindruckende Kritzeleien am Himmel.  

Bald steige ich auch wieder in einen Flieger und werde sicherlich auch Spuren hinterlassen. Aber ich hoffe nicht all diese nur von meinem Flugzeug, das würden Magen und Kopf nicht mitmachen. Besser nur in eine Richtung. Schnell rauf, dann geradeaus und dann fix wieder runter. Ohne Looping bitte. Keine Extrarunde, kein Kontakt zum Wasser und schon gar nicht rückwärts.

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Da nächste Bild tanzt etwas aus der Reihe, leicht wie eine Feder … und ich höre den Abspann von Forest Gump.

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Düm, düm, düm, düm – düm, düm, düm, düm ,düm – – – dümeldümdümdümdüm.

Hört ihr es auch?

Ach ja ….

10) Kleine fiese Wolke

Es kann man ich an den Rand der Verzweiflung bringen. Dankend lehne ich am Flughafen jegliche kostenlose Zeitungen, Werbe-Zettel, Kreditkarten-Anträge und anderes Papier-Zeug ab. Denn, ich habe ja ein neues Hörbuch auf dem Telefon, auf das ich mich schon richtig freue. Ich brauche also gar kein Lesematerial in Papier. Ich habe eine ganze Stunde in der Luft vor mir, nur für mich und mein Hörbuch. Das Kabinen-Personal vollführt sein Sicherheits-Ballett und weist noch auf einmal auf den Flugmodus für die Smartphones hin. Selbstverständlich. Es ist nur eine Wischbewegung auf dem Glas des Telefons und schon heben wir ab in die Luft. Der nächste Gong befreit die Flugbegleiter aus ihren Sitzen und fordert sie auf, den Getränkewagen flott zu machen. Gute Idee, sage ich mir. Ein kaltes Getränk ist ein wunderbarer Begleiter für ein neues Hörbuch. Aber ich sitze in der Mitte des Fliegers, daher wird es noch etwas dauern, bis der Wagen bei mir angekommen ist. Derweil will ich schon einmal das Hörbuch öffnen, bekomme dann aber ein Wolken-Symbol auf dem Buch-Cover angezeigt. Panik steigt in mir auf. Das ist ein schlechtes Zeichen. Trotzdem tippe ich drauf und dann passiert genau das. Eine Meldung erscheint: „Sie haben keine Verbindung zum Internet“. Und auch kein kaltes Getränk.