131) Corona-Lektionen 40

Auf der Corona-Demo am 01.08.2020 brüllten Teilnehmer solch Worte wie „Lügenpresse“ und „Fake News“ in die Berliner Luft. Sie zielten damit auf die klassische Presse ab.

Fake News und Lügenpresse sollen daher heute mal exklusives Thema für diesen 40. Beitrag meiner Reihe der Corona-Lektionen sein. Wer hätte gedacht, dass mal 40 Beiträge draus werden…

Aber zum Thema:

Zunächst sind doch Fake News erst einmal nur falsche Informationen, als offizielle „Nachricht“ verpackt, die gezielt von irgendwem lanciert werden, um Ziele zu erreichen. Oder einfach nur um Chaos zu stiften. Die Nachricht sieht echt aus, ist aber falsch. Und das schließt erst einmal keinen Urheber aus. Solch eine Falschinformation könnte von der Presse selbst stammen, genauso aber auch von Regierungen, Hackern, Parteien und allmöglichen Organisationen und Bewegungen. Für die Urheber dieser Fake News wäre es natürlich am besten, die Presse schluckt den Frosch und ermöglicht somit eine freie Bühne. Medien-Häuser haben daher immer mehr damit zu tun, den Wahrheitsgehalt einer Nachrichten abzusichern. Und weil das gar nicht mehr so einfach ist, der Presse eine Falschinformation unterzujubeln, publizieren die Urheber im Internet. Da geht ja schließlich alles. So meine ich, ist der Begriff Fake News ursprünglich mal entstanden.

Journalismus soll aber nicht nur vorlesen, sondern eben auch Mißstände, Unwahrheiten und Täuschungen aufdecken. Und da sind wir beim Dilemma. Denn solchen Recherchen sind manch einem Autokraten oder Meinungsführer sehr unbequem, denn sie entlarven die eigentliche Agenda, ihr falsches Spiel. Also stellen sie sich breitbeinig hin, zeigen mit dem Finger auf die Presse und johlen „Fake News“ laut im Chor. Sie instrumentalisieren den Begriff für ihre Zwecke, werfen „all die Medien“ in einen Topf und unterstellen ihnen, gezielt Falschinformationen zu produzieren. Der deutsche Begriff „Lügenpresse“ ist da noch viel krasser, denn er verbindet die Worte „Lüge“ und „Presse“ ungerechtfertigterweise zu einem nachhallendem Begriff. So, als würden sich Springer, Süddeutsche, FAZ, Neues Deutschland, RTL, SAT und die öffentlichen Sender täglich im Kanzleramt treffen und festlegen, welche Nachrichten denn heute zu verbreiten sein. Und weil das ja dann alles „gelenkt“ ist und man „denen da“ nicht mehr trauen kann, verlangen Demonstranten „endlich Wahrheit“ und glauben eher halbgaren „Nachrichten“ und Wackel-Videos im Internet. Denn das muss ja dann folglich die „Wahrheit“ sein. Was für eine gequirlte Grütze.

All die, die je in einem diktatorischen System gelebt haben, wissen wie erstrebenswert eine breite Medienlandschaft ist. Falls sie das vergessen haben, dann sollten sie sich noch mal erinnern. Gar nicht so lange her.

Und wenn sie noch nicht das „Vergnügen“ hatten, sollten sie vielleicht einfach Menschen aus Ländern fragen, die sich derzeit schnurstracks auf eine solche Zeit zu bewegen. Hoffentlich macht‘s dann bei den Schreihälsen klick.

Grüße aus Berlin
T.

By the way, wer noch nicht Florian Schröders Auftritte zunächst beim NDR und dann als Gast bei den Querdenkern gesehen hat, sollte das mal tun. Großartig. Verdient einen Preis!!

In diesem Sinne: „Maske auf, Abstand halten, Nachdenken“! (Zitat Schröder)

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130) Corona-Lektionen 39

Die 23. Woche in dieser Ausnahmezeit beginnt morgen. Ich bin froh, dass Berlin wieder im halbwegs normalen Schul-/Arbeitsbetrieb ist. Auf einer Spanischen Insel möchte ich gerade nicht hocken.

Zeit für ein paar Gedanken aus den letzten Tagen:

Reiseplanung:
Das Jahr 2020 stellt alles auf den Kopf. Auch beim Reisen. Ich bin noch nie so wenig gereist, doch die jeweiligen Vor-und Nachbereitungen der nicht stattgefunden Reisen ist schon beachtlich. Stornierungen, Umbuchungen, Draufzahlen, Kohle eintreiben, AGB lesen und herumärgern. Ein völlig neues Hobby ist entstanden. Non-Travel-Management.

Maske:
Kein anderes Stück Stoff hat jemals so polarisiert (… vielleicht der BH noch … oder das Einstecktuch). Ich will hier keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, ich trage das Ding, wenn immer nötig. Einzig beim Betreten einer Tankstelle und Bank-Filiale ist das immer noch ein sehr eigenartiges Gefühl. In Zeitlupe laufe ich als Clyde auf die Tür zu, schaue nach links und rechts, dann nicke ich meiner imaginären Bonnie zu und ziehe die Maske bis hoch zu den Augen. Hände hoch oder ich niese!

Aber nun wieder zum Ernst zurück.

Demonstration:
In zwei Wochen soll in Berlin wieder ein große Demo gegen die Corona-Maßnahmen stattfinden. Heute war ich etwas im Internet unterwegs, um mich mal mit den Organisatoren zu beschäftigen. Einfach mal lesen, was sie so antreibt. Dabei bin ich auf der großen Video-Plattform auf einen 10-minütigen Redebeitrag einer ihrer Scharfmacher gestoßen und habe es mir komplett angehört. Sollte ich hier tiefer drauf eingehen? Nein, ich entscheide mich dagegen. Soll jeder selber sehen und sich ein Bild machen. Nur soviel: Der Sprecher klingt seriös, schmeißt meiner Meinung nach aber alle aktuellen Herausforderungen in einen Mixer und garniert das Ganze mit Wörtern wie „Corona-Regime“, „Corona-Lüge“ und dem „Umfassendsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte“. Zweifelhaft. So ein Cocktail kann nur schmecken, wenn es sonst nix zu trinken gibt.

Ich meine, die angerissenen Themen sind ja vertikal betrachtet schon sehr komplex und man müsste jeweils sehr in die Tiefe gehen. Es bringt aber meiner Meinung nach überhaupt nichts, all die Probleme der Zeit horizontal (oder „quer“) und flach auf eine Strippe zu ziehen und damit krampfhaft Beziehungen untereinander herzustellen. Im besten Falle könnte man 7,99 EUR drunter schreiben und das als Schmöker im Buchladen anbieten. Aber da gibts auch echte bessere Werke.

Ich überlege, bei der nächsten Demo hinzugehen. Nicht als Teilnehmer, sondern als Beobachter. Möchte mir ein Bild von den Demonstranten und ihren Ansichten machen. Mit verdammt viel Abstand und Maske.

Denn eines habe ich noch nicht kapiert: Wem nützt es?

Schönen Sonntag
T.

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Reisen 6.0 – Teil 4

Fortsetzung …

Noah spielt seit ein paar Tagen den Gedanken, Yumi mit einer Reise zu überraschen. Die letzten Wochen waren für sie beide anstrengend, etwas Auslands-Urlaub wäre genau das richtige.

Da Fernreisen seit 2022 nur noch über VTS-Reisen möglich sind, erspart man sich langes Suchen im Internet oder den Weg ins Reisebüro. Die gemeinsame  >Indien-Reise im Januar war ein voller Erfolg. Das Klima, die Sehenswürdigkeiten, das Essen. Großartig. Sie denken oft daran zurück. Also öffnet Noah die VTS-App, tippt im Menü auf „Reise buchen“ und erwartet jeden Moment den virtuellen Reiseberater. Wie beim letzten Mal. Aber Fehlanzeige, stattdessen erscheint eine Information des CEO von VTS. Noah beginnt zu lesen.

Liebe VTS-Reisende,

Ursprünglich als Konsequenz aus der Klima-Krise entwickelt, hat sich VTS zum Marktführer entwickelt. Wir danken Ihnen für ihr Vertrauen und ihre zahlreichen Buchungen. Aber die Corona-Pandemie geht auch an VTS nicht spurlos vorbei. Vorstand, Aufsichtsrat und Arbeitnehmervertretung haben beschlossen, dass Geschäftskonzept an die aktuelle Lage anzupassen. Wie sie wissen, sind die Virtual Travel Center in den deutschen Städten ein wesentlicher Bestandteil der VTS-Reisen. Diese lassen sich aber aufgrund der gebotenen Hygiene-Regeln nicht mehr nutzen. Neue Ideen müssen her. Wir freuen uns, ihnen heute unser neues Programm VT@Home vorstellen zu können. Informieren Sie sich, nutzen Sie die Eröffnungsangebote, wir würden uns freuen, Sie an Board von VTS-Reisen begrüßen zu dürfen!

Herzlichst, Ihr
Hans-Jürgen Oberheiner
CEO VTS Reisen

Noah ist etwas verwundert. Soll ihm diese Nachricht nun echt einen Strich durch seine Pläne machen? Er hatte sich doch so gefreut. Unterhalb der Nachricht des CEO folgt eine Anzeige von VTS-Reisen. Er liest weiter.

Join VT@Home

Bestellen Sie Ihre VT@Home-Box noch heute und genießen sie die Vorzüge des neues Reisens! Wir bringen ihr Traumland nach Hause zu ihnen aufs Sofa.

  • Nie wieder Visum, Impfung, Jetlag und Magenverstimmung!
  • Ganz ohne Pass-Kontrolle und Wartezeit am Kofferband!
  • Nahezu frei von Masken und mit sehr geringem CO2-Verbrauch!

Freuen Sie sich auf individuelles Reisen, bummeln sie über Bangkoks Märkte, wandern sie entlang des Grand Canyon, besuchen Sie Machu Picchu oder erleben sie Delhi oder Peking bei bester Luftqualität!

Durch unsere Tarife „VTS Now“, „VTS Weekend“ und „VTS Flat“ ist für jedes Reiseverhalten und Budget etwas dabei.

Wählen Sie aus einer Vielzahl von Zusatz-Angeboten, die von lokalen Anbietern in den eigenen vier Wänden erbracht werden.

Auszug:

  • Thai-Massage, Nagelpflege
  • Meditation, Yoga, Tai Chi
  • Ü18-Angebote je nach geltender Corona-Regelung
  • Kochabend mit beurlaubtem Kreuzfahrt-Koch
  • 1:1 mit ehemaligen 747-Piloten (im Sonderangebot)
  • Auswahl an Souvenirs (abhängig Verfügbarkeit)

Natürlich reichen wir die Mehrwertsteuerreduzierung an sie weiter!

Unter der Anzeige findet Noah zwei Buttons.

Links „Abbrechen“. Rechts „Traumreise buchen“

Er zögert…

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129) Corona-Lektionen 38

Gestern bin ich in die 22. Homeoffice-Woche gestartet. Die Kids allerdings nicht, in Berlin war gestern wieder Schulbeginn. Zeit für ein paar Gedanken aus den letzten Tagen.

Schule:
Die Schulen sind nun wieder voll geöffnet, allerdings mit diversen Maßnahmen, die Lehrer und Schüler nun zu beachten haben. Gestern hatte ich die Gelegenheit, das bunte Treiben vor der Schule zu beobachten. Die Realität sah ungefähr so aus. Vor dem Schulzaun treffen sich die Kids, haben sich lange nicht gesehen, Küsschen links/rechts, Umarmung. Like it, Peace, LOL. Kurz vor dem Schultor wird schnell die Maske aus der Hosentasche gezaubert und vor die Schnute gehangen. Wenn ich nur daran denke, dass in dem Gebäude nun 700 Menschen aufeinander hocken, wird mir ganz anders. Nach wenigen Stunden standen die Kids schon wieder hier auf der Matte. Erst mal nur „Orientierung“ in den nächsten Tagen, „Belehrung“ und „Vorbereitung“. Kopfschütteln meinerseits. Sind wir nicht eh schon deutlich hinter dem Lehrplan? Als Vollblutskeptiker sehe ich die Kids nach einer Woche Vorbereitung schon wieder im Home Schooling.

Homeoffice:
Neulich dachte ich über das Gegenteil von Homeoffice nach. Ursprünglich als Ausnahme gedacht, beschreibt Homeoffice ja die Büro-Arbeit von zu Hause. Gibt es eigentlich auch einen Begriff für die Arbeit im Büro der Firma? So selbstverständlich ist diese Arbeitsform ja nicht mehr und wird sie nie wieder werden. Legen wir bald einen Tag im „Onsite Office“ ein? Oder im „Corporate Office“ ein? Schatz, ich fahre morgen mal wieder ins „Formal Office“. Schaue ich in meinen Kleiderschrank hängen da die Hemden und Anzüge, wirken wie aus einer anderen Zeit zu uns geschickt. Wie Ballast. Mein Bauch sagt mir, dass ich die Klamotten noch längere Zeit nicht tragen werde. Alles auf einen Haufen, hübsches Feuerchen machen, dieses Kapitel abschließen?

Dienstreise:
Auch das dienstliche Reisen erscheint mir wie eine längst vergangene Mode. Lufthansa, Austrian Airlines, TAP und schicken mir regelmäßig e-mails und buhlen um Aufmerksamkeit. Da gibts 10.000 Meilen on top, wenn ich einen großen Koffer kaufe. Man bedaure, dass man derzeit den gewohnten Service nicht bringen könne. Meine Meilen sind mir für weitere drei Jahre gesichert und garantieren bestes „Flugerlebnis“ und noch mehr „Privilegien“. Nach Wien könnte ich mal wieder fliegen, für nur 109 EUR, mit Rückflugversprechen. Na immerhin. Alle Vielfliegerkarten auf den Tisch, haushaltsübliche Schere greifen und Schnipp-Schnapp? Ist diese Epoche beendet? Alles Geschichte?

Der durchsichtige Kulturbeutel mit der kleinen Reise-Kosmetik steht völlig deprimiert im Regal. Keiner beachtet ihn. Sollte ich mal aufbrauchen das Zeug, sonst erreicht das bald das Mindesthaltbarkeitsdatum oder zerfällt zu Staub.

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128) Corona-Lektionen 37

Nächste Woche beginnt die Schule hier wieder, mit Abstand und Maske, aber ohne sonstige Limitierung. Ob das wohl gut geht? Aber ehrlich, das ist eigentlich  alles bescherrschbar, da macht mir anderes mehr Sorgen. Und da sind wir schon beim Thema dieses Beitrags.

Die Demo letzten Samstag in Berlin wirkt immer noch in mir nach. Ich bin entsetzt und möchte daher heute über „Bilder“ nachdenken und wie sie Menschen beeinflussen können.

Dazu habe ich mir „Schulz“, einen durchschnittlichen Berliner ausgedacht. Schulz folgt den Corona-Maßnahmen zwar, ist aber auch etwas genervt davon. Aber lest selbst:

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Samstag wird eine Demo gegen die Corona-Maßnahmen stattfinden. Schulz kann sich nicht aufraffen dahin zu gehen. Er hat gehört, da gehen nur Rechtsradikale und Aluhut-Träger hin. Als Rechter will er im Fernsehen nicht gesehen werden, als Spinner schon gar nicht.

Also bleibt er zu Hause und macht sich über weitergeleitete Video-Schnipsel und Social Media sein eigenes Bild von der Welt da draußen.

Video 1: Das ganze System sei korrupt und lügt, rufen die Menschen da. Die Wahrheit läge woanders. Corona gäbe es gar nicht, alles sei nur Fake, die RKI-Daten wären gefälscht, der Staat wolle nur von seiner Pleite ablenken. Krisen-Gelder fließen in die Taschen von Oligarchen, beim kleinen Mann käme nichts an.

Schulz: Mhm, so habe ich das noch gar nicht betrachtet. Klingt irgendwie nachvollziehbar. Da könnte ja glatt was dran sein, ich kenne keinen der Corona hat.

Video 2: Das stehen Teilnehmer von Jung bis Alt, auch kleine Kinder sind dabei, Transparente sind zu sehen, Kostüme auch. Sogar aus anderen Bundesländern sind sie angereist. Kaum einer trägt eine Maske. „Kinder des Lichts“ werden die Demonstranten von der Bühne aus angesprochen. “Heute feiern wir einen neuen Nationalfeiertag“ ruft der Redner. Die Sonne scheint, es ist warm, Sommer in Berlin.

Schulz: Ach, schöne Atmosphäre dort im Tiergarten. So friedlich irgendwie. So einig. So gemeinsam. So überzeugend und irgendwie auch einfach.

Video 3: Die Leute sind eher normal gekleidet, es sind keine offensichtlich Rechtsradikalen zu sehen, keine Punks, keine Vermummten in schwarzen Klamotten, keine Islamisten, keine Junkies, keine Hooligans, keine Clans. Auch Steine oder Flaschen fliegen nicht.

Schulz: Na das sieht ja gar nicht so aggressiv aus, wie immer behauptet wird. Da muss ja echt was dran sein, wenn da so viele normale Bürger hingehen.

Video 4: Organisatoren hüpfen euphorisch durchs Bild und sprechen mal von 800.000, 1,8 Mio, 1,3 Mio Teilnehmern. Die Frage aus dem Off, woher denn die Info käme, wird von einer anderen Stimme aus dem Off beantwortet: „Kam gerade rein, is‘ offiziell“.

Schulz: Also wenn das offiziell wirklich schon 1,3 Million sind? Da muss ja was dran sein. Das scheint ja echt ein kommende Bewegung zu sein. Die können ja nicht alle irren.

Video 5: Eine Bildmontage fängt die verschiedenen Rufe der Demonstranten ein. „Lügen-Presse“, „Kamera aus“, „Wir bleiben hier“, „Schämt euch“, „Sagt die Wahrheit“ und „Wir sind das Volk“.

Schulz: Ja also wenn das so ist. Ich bin ja auch „das Volk“. Kein Zweifel. Die Wahrheit muss endlich ans Licht.

Die Demo wird am Nachmittag aufgelöst. Am Samstag-Abend zappt Schulz durch die TV-Programme und streift kurz die Nachrichten. RTL berichtet von 20.000 Teilnehmern, ARD von 17.000. ARD spricht über eine bunte Mischung aus Rechtsgesinnten, Esoterikern, Impfgegnern, Corona-Leugnern und Verschwörungstheoritkern. RTL hält sich da etwas zurück.

Schulz: Kann ja alles nich‘ sein. Das war ganz anders. Es waren 1,3 Millionen und ganz vernünftige Leute da. Ich habe es ja selbst gesehen. Fake News! Lügen-Presse!

Ende

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Kommentar des Verfassers:

Liebe Leser, der oben beschriebene Ablauf ist konstruiert, ohne Frage, aber ich habe mir selber einige Video-Schnipsel seitens der Teilnehmerschaft angesehen und es ist sehr nahe dran. Am Montag habe ich auch den 30 minütigen Rundgang durch das ZDF-Team (wohlgemerkt ohne Schnitt !) gesehen. Ich kann nur raten sich das mal anzusehen. Ich bin heilfroh, dass wir solch eine bunte Medien-Landschaft haben. Gefällt mir nicht immer, muss es aber auch nicht. Aber es gibt dort Immerhin gut recherchierte und durch Fakten abgesicherte Berichte und eben nicht nur aus dem Zusammenhang gerissene Video-Schnipsel im Internet.

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127) Corona-Lektionen 36

In welcher Woche sind wir gerade? Schwer zu sagen. Habe die Orientierung verloren. Ich nehme einen Kalender und zähle mit dem Finger die Homeoffice-Wochen durch.

Wenn ich mich nicht verzählt habe, gehen wir morgen … in die 20. Woche. Jawohl. In einer Woche soll in Berlin sogar die Schule wieder losgehen. Mit voller Last. Mir wird ganz schwindelig.

Denn das, was in den letzten Tagen hier abgeht, erfüllt mich mit großer Sorge:

  • Ja, ich bin auch kein begeisterter Masken-Träger.
  • Ja, ich könnte auch mal wieder ein Konzert besuchen.
  • Ja, ich würde auch mal gern wieder mit Freunden feiern.
  • Ja, ich wäre auch gern wie geplant in den Urlaub geflogen.
  • Ja, ich mache mir auch so meine Sorgen über unsere Freiheit.
  • Ja, ich bin auch verunsichert, wie das alles mal weiter gehen soll.

Aber, Nein, Nein, Nein, dass was ich so lese und höre, soll erst recht nicht sein:

  • 3.000 Leute feiern (nicht die erste) illegale Party in der Berliner Hasenheide.
  • 20.000 Menschen zogen gestern durch die Innenstadt und erklärten Corona für beendet.
  • Maske, Abstand = Fehlanzeige. Weil eh alles fake ist und der Staat sowieso doof und das Ganze von irgendwem initiiert ist. So einfach sind die Gründe dargelegt. Ruck Zuck erklärt. Der Gegner ausgemacht. Lautstärke. Gebrüll. Wut.

Mag man von der Regierung doch halten was man will. Aber vor 5 Wochen sah das doch alles ganz gut aus. Die Infektionszahlen gingen zurück, Einschränkungen wurden gelockert oder gar aufgehoben. Was sich jetzt da auf den Plätzen sammelt … tut mir Leid … ich kann es nur verallgemeinern … , scheint mir ein verwöhnter, asozialer, durchgeknallter Mix von gefrusteten Menschen und Krawall-Touristen zu sein. Wer dabei war und sich nun missverstanden oder in der falschen Schublade fühlt, sollte sich eine andere Demo suchen. Sorry.

Denn, ich habe mehrmals pro Woche mit Kollegen aus anderen Ländern (z.B. Indien, Brasilien, Israel, Spanien usw) zu tun und ich kann aus erster Hand wiedergeben, dass das, was wir hier in den letzten Wochen „erleiden“ mussten, der reine Kindergarten war, im Vergleich zu dem was dort abging. In manchen Ländern geht es noch so weiter, in manchen fängt man erst an oder hat noch nicht einmal kapiert, was eigentlich an der Tagesordnung ist.

Zusätzlich schmeißt unsere Regierung mit Geld um sich, um die wirtschaftlichen Folgen abzumildern. Dass das nicht jeden erreicht und nicht immer genug ist, mag sich ungerecht anfühlen, ohne Frage. Aber immerhin fließen solche Gelder hier und wir haben (…oder hatten?) genug Krankenhausbetten frei.

Mal sehen wie lange noch.

Darüber sollten wir mal nachdenken.

Schönen Sonntag!

T.

Nachtrag Montag 03.08.2020 08:00 Uhr:
In den sozialen Medien kursieren unzählige Diskussionen, ob‘s nun 17.000 bzw. 20.000 Teilnehmer, oder gar 800.000 oder 1,3 oder 1,8 Millionen waren. Man drischt wieder auf die Presse ein und so weiter.

Eine Millionen Menschen können wir getrost vergessen. Ich habe selber mehrere Love Parades in Folge an der Strecke Dienst geschoben. Glaubt mir, ich weiß wie es sich anfühlt, sich in einer Menschenmasse von 1 Millionen Menschen zu bewegen.

Und wir können uns noch mal über die Mathematik nähern. Die Party-Meile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule ist ca. 2.000 Meter lang. Und nur die Hälfte war m.W. davon freigegeben.
Die Straße des 17. Juni hat 6 Fahr-Spuren + 1 Mittelstreifen + 2 Park-Spuren + 2 Fußwege. Macht ca. 40 Meter Breite. Abzüglich Grünzeug, Bäume, Hindernisse … sagen wir 35 Meter. Multipliziert mit 1000 Meter Länge …  macht das eine Fläche von ca. 35.000 Quadrat-Meter. Und wie sollen da jetzt 1 Millionen Menschen reinpassen?

Und selbst wenn es mehr als 17.000 waren oder 20.000, macht’s das besser? 

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126) Corona-Lektionen 35

Jedes Kleinkind hat‘s mittlerweile kapiert und kann es textsicher aufsagen: Maske auf und 1,5 m Abstand. Ich bin ja bekanntermaßen kein Virologe, aber ich bin überzeugt, dass wir mit diesen beiden einfachen Maßnahmen eine Weile überbrücken könnten, bis endlich der Impfstoff da ist. Könnten wohlgemerkt.

Ein Teil der Mitmenschen ist dazu aber schlichtweg zu blöd. Und mit Habgier, Faulheit und Egoismus infiziert. Tut mir Leid, dass so sagen zu müssen, aber anders kann ich es mir nicht erklären.

Drei ausgewählte Situationen aus den letzten Tagen:

Ich stehe an der Ausgabe eines Imbisses und bezahle meine „Bocki“. Vor meiner Nase trennt mich eine halbe Glasscheibe von der Bedienung in der Hütte. Unter der Glasscheibe wurden noch ca. 40 cm Luft gelassen, um eben Speisen und Geld zu tauschen. Ich verstaue mein Geld und will mir meine Bocki auf‘m Pappteller greifen. Da kommt ein Typ von der Seite, sagt „Tschuljung“, steckt seinen Specknacken unter der Glasscheibe in den Imbiss und fragt „Kann ick noch mal zweimal Besteck haben“.

Warum du Blödmann ist da wohl eine Glasscheibe und warum aerosolst du das Wort Besteck so feucht auf meine Bocki?

Ich warte noch einmal in der Schlange vor dem Eisladen gleich neben dem Imbiss, lasse vor mir die circa 1,5 m Abstand zum Vordermann. Oder mehr, ist aber auch egal. Die Geschwindigkeit des Vorankommens wird schließlich durch den Ferien-Jobber an der Eis-Vitrine bestimmt, nicht durch die kompakte Aufstellung der Menschenschlange. Es geht weiter, aber ich träume etwas vor mich hin und schließe nicht sofort auf. Vor mir entsteht ein Abstand von 2 Metern. Dieser wird kurzerhand zur Transfer-Fläche erklärt. Ein Familien-Vater kreuzt die Schlange und trägt ein Tablet voller Speisen direkt vor mir auf Brusthöhe durch die Lücke.

Warum du fauler Sack, kannst du nicht einfach diesen aufgemalten Weg gehen? Stattdessen trägst du das Fritten-Zeug direkt vor meinem Corona-Auspuff vorbei. Soll ich mal kräftig in deine Armbeuge niesen?

Ich beobachte das Boarding eines Dampfers. Man ruft zum Einstieg für die Zwei-Stundenfahrt auf. Was bis eben noch wie eine halbwegs gestreckte Corona-Schlange aussah, entwickelt sich in kürzester Zeit zu einem gestauchten Touristen-Engerling. Der Durchschnitts-Teutone kann es auf den Tod nicht leiden, wenn vor dem Vordermann eine Lücke entsteht und wenn‘s „da vorn“ nicht weiter geht. Dann hält er panisch die Tickets in die Luft und rückt Anderen so dicht auf die Pelle, dass er bei der Gelegenheit gleich noch einen Abstrich von dessen Rachenraum machen könnte.

Warum ihr gierigen, von Neid und Torschluss-Panik durchtränkten Landsleute, könnt ihr nicht einfach mal die Füße stillhalten?

Also Leute, Corona ist gar nicht so hinterhältig, so unberechenbar oder so komplex. Corona ist einfach nur schlau und hat verstanden, wie es Zugang in die Körper der Deutschen bekommt.

Nicht Mund und Nase sind das Einfallstor, sondern Habgier, Faulheit und Egoismus.

Schönen Sonntag noch!

T.

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125) Corona-Lektionen 34

Sind seit dem letzten Beitrag dieser Reihe (>hier) wirklich schon wieder drei Wochen vergangen? Mensch, die Zeit rast doch, oder? War das eigentlich vor Corona auch schon so? Viele sagen ja, sie hätten kein Gefühl mehr für die Zeit, die so vergeht.

Andere berichten, sie fühlen sich in einer anderen Realität. In mehreren Realitäten sogar. So geht’s mir auch. Und solche Realitäten, die sollen heute mein Thema sein.

Widmet man sich den Nachrichten, gibt’s aktuell verschiedene Realitäten:

  • Da gibt‘s Berichte aus Ländern, die verstanden haben, dass sie ein ernsthaftes Corona-Problem, aber immerhin drastische Maßnahmen eingeleitet haben.
  • Da sind Länder, die zögerlich wieder öffnen und eine Riesen-Angst vor dem Schulbeginn haben, wenn die Corona-Souvenirs auf dem Schulhof getauscht werden.
  • Da gibt’s Regierende, die Corona immer noch als „Blödsinn“ abtun und mit Thumbs up in die Kamera grinsen, während ich mich frage, ob der Virus vielleicht doch mal an deren Haustür klopfen könnte.

Dann folgt der dünne Sport, die Lotto-Zahlen und das Wetter. Immerhin Wetter gibt’s noch.

Wenn ich danach zufälligerweise in Filme, Serien oder Werbung hineinzappe, fühle ich mich völlig fehl am Platze:

  • Da schippern Kreuzfahrtschiffe durch die Karibik und Kripo-Beamte untersuchen einen Mordfall im Rotlicht-Milieu.
  • Da gibt es Game-und Talkshows vor Publikum, meistens Retorte. Wenn die Ränge leer sind, kommt der Applaus vom Band.
  • Und auch die Werbung zwischendurch führt uns durch eine heile Welt. Nix Virus, nix Maske, nix Abstand, sondern alles beim Alten.

Ist es vielleicht das Sommerloch? Oder müssen sie die alten Gerichte wieder warm machen weil seit März nichts mehr produziert oder synchronisiert wurde? Bringt man einfach dieselbe Sauce immer wieder, um die Leute bei Laune zu halten? Bis dann mal alles wieder „so wie früher“ wird?

Vielleicht schaue ich ja zu wenig TV, um mir ein vollständiges Bild zu machen. Aber wo ist der elegante Geheimagent im Smoking, der mit Mund-Nase-Schutz eine Dame rettet? Wo ist die gelbe Comic-Figur, die sich die Hände desinfiziert, wenn sie vom Skateboard steigt? Wann sehen wir endlich die erste Vorabend-Serie mit Homeoffice, Seifenspender und Glasscheibe an der Kaffee-Bar?

Das ist doch die Realität! Oder bin ich im falschen Film?

Frohes Nachdenken! Kommentare gern hier unten drunter!

<— Corona-Lektionen 33

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16) New Work – Teil 7

Fortsetzung …

Gong: „Noah, es ist 07:55 Uhr“, spricht es aus der Zimmer-Decke. „Das geplante Meeting 08:00 Uhr ist abgesagt, stattdessen spricht der CEO zu den Mitarbeitern. Man erwartet pünktliche Teilnahme via Holo-Con.“

Noah räumt schnell noch ein paar persönliche Dinge aus dem Weg, denn wenn der CEO zu ihm spricht, sollte es doch halbwegs ordentlich aussehen in seiner Micro-Flat.

Gong: „Noah, die Holo-Con beginnt in T minus 5, 4, 3, 2, 1.“  Wie aus dem Nichts baut sich der CEO in seiner kleinen Wohnung auf und beginnt seine Ansprache. „Liebe Mitarbeitenden“, „lieber … Noah … “, personalisierte man sein Anliegen mit eingeschobener Roboter-Stimme. Unternehmensberatungen rieten jüngst zu dieser Form der individualisierten Ansprache.

„Ungewöhnliche Zeiten erfordern drastische Maßnahmen“, setzte er fort. „Die Entwicklung der Geschäftszahlen seit Beginn der Pandemie, mache radikale Veränderungen notwendig“, schlussfolgerte er und begann die Kernpunkte zusammenzufassen:

  1. Ab sofort werde das Arbeitsverhältnis derer, die seit Mitte März nicht mehr in der Firma waren, vollständig virtualisiert. Wer seither nicht wirklich vor Ort gebraucht wurde, soll künftig nur noch „off-site“ arbeiten. Circa 95% der Büro-Flächen werden abgestoßen.
  2. Für den Fall, dass Human-Ressourcen einen Bedarf an persönlichem Kontakt verspüren sollten, wurden entsprechende Verträge mit Shared Working Spaces verhandelt, die diskreten Aufenthalt bei guter Infrastruktur anbieten.
  3. Sozialleistungen werden auf ein Minimum heruntergefahren. Eine ausgewogene Ernährung und sportliche Betätigung wurden als weiterhin förderungswert eingestuft und können über die bekannten Fast Food-und Fitness-Ketten abgerufen werden. Auch hier wurden entsprechende Kontingente verhandelt.
  4. Bisherige Arbeits- und Tarifverträge seien nichtig. Künftig werden Arbeitspakete ausgeschrieben, interessierte Mitarbeitende können sie online ersteigern. Der Download der Arbeit, die zeitgerechte Erbringung, die Bewertung, die Vergütung und Abführung der Steuer und SV-Beiträge laufe künftig „on demand“, auf Stunden-Basis, abgewickelt über eine App.
  5. Die Zuordnung der Human-Ressourcen zu Führungskräften ist damit hinfällig, letztlich ist über das Arbeitspaket definiert, was zu leisten ist. Es wird eine Führungsspanne von „0“ angestrebt. Der Begriff „Arbeitnehmer“ wird fortan nicht mehr genutzt, konsequenterweise ist auch eine „Arbeitnehmervertretung“ obsolet.
  6. Jegliche Hardware und sonstige in Nutzung befindliche Ausstattung ist binnen 48 Stunden zurückzuschicken. Basierend auf früheren BYOD-Konzepten, wird eine UYOD-Device-Policy eingeführt. Mitarbeitende, die künftig Arbeitspakete downloaden wollen, nutzen nur noch eigene Hardware.

Nach den ersten 6 Kernpunkten schweifen Noahs Gedanken ab. Der CEO spricht zwar weiterhin, unterstreicht seine Nachrichten mit großer Gestik. Aber Noah hört nicht mehr wirklich zu.

„ …und deshalb sind wir überzeugt, dass wir mit diesen Maßnahmen die Weichen für die Zukunft des Unternehmens gestellt haben und laden sie ein, uns dabei zu begleiten. Eine „Almost Manless Company“ bringt zwar auch einige Herausforderungen mit sich, aber Börsenanalysten bestätigen uns für diesen Weg“.

Gong. „Ende der Nachricht.“

<— Zum Anfang der Serie

<— New Work – Teil 6

—> New Work – Teil 8

59) Sekundenbruchteil-Momente 4

Seit ich >Teil 3 dieser Reihe im Dezember veröffentlichte, ist nun schon wieder ein halbes Jahr vergangen. Verrückt. Und noch verrückter, dass wir Mitte Dezember 2019 null Schimmer von Corona und all den Auswirkungen hatten. Aber trotzdem. Auch wenn wir in der Zwischenzeit zu Heimarbeitern wurden, zu Hobby-Lehrern und Kantinen-Chefs, gab es aber auch diese kleinen, unscheinbaren Momente, die an sich nur eine Bruchteil einer Sekunde dauern, aber doch einiges mit uns anstellen. Zeit also für einen Teil 4

Hier ein paar Sekundenbruchteilmomente aus den letzten Monaten:

  • Man greift einen Tetra Pak, der in der Küche steht, setzt beherzt an und nimmt einen kräftigen Schluck. In dem Moment fragt man sich, seit wann dieser Saft eigentlich schon dort steht.
    Würg?
  • Der Stoffwechsel meldet sich, man muss aufs Klo. Dort niedergelassen blickt man sich um und schaut auf die blanke Papp-Rolle.
    Wut? Hass? Panik? Alles zusammen.
  • Man steht im Copy Shop, drückt wahllos die Knöpfe am Kopierer. Man ist zu stolz, das Personal zu fragen, denn man braucht ja nur 10 SW-Kopien von 9 Seiten. Herauskommen 20 Exemplare, voll in Farbe. Macht dann 62 EUR. Selbstspott?
  • Für ein paar Tage muss man auf Schwiegervaters Auto umsteigen. Wie immer in Eile haste ich hinten um das Heck. Es macht „klonk“, mir wird schwarz vor Augen und mein Schienbein funkt SOS. Stimmt. Die Karre hat ja eine Hängerkupplung.
    Fluch?
  • Ich eile auf meinen Lieblingsbäcker zu, denn er erschließt in wenigen Minuten. Kurz vor der Tür will ich meine Maske aus der Jackentasche ziehen und greife ins Leere.
    Tobsucht?
    Nix gelernt, man? Nur noch immer dieselbe Jacke anziehen oder jede Jacke mit Maske ausstatten.

Sorry liebe Leser, ganz ohne Corona ging es dann doch nicht.

<— 59) Sekundenbruchteil-Momente 4