Wie ich sicher schon einmal hier geschrieben habe, bin ich ein Netflix-Spätzünder.
So befinde ich mich erst jetzt, rund zehn Jahre später, in den letzten Zügen der Serie „House of Cards“: politische Machenschaften, Intrigen und „menschliche Verluste“ rund um das Weiße Haus. Über mehr als 70 Folgen hinweg bekommt man dabei erstaunlich viele Einblicke hinter die Kulissen der Macht in Washington.
Hätte ich mir die Serie damals, zur Zeit ihres Erscheinens, angesehen, hätte ich vermutlich abgeschaltet, weil:
Zu abgedreht. Zu unglaublich. Zu weltfremd. A bit too much.
Heute, drei oder vier Amtsperioden später, denke ich:
Ja. Genau so. So muss es wohl wirklich sein.
Es ist abgedreht. Unglaublich. Irgendwie echt. Und … even more than too much.
Also, wie kann die Serie nur so realistisch sein / wirken?
- Hat der Autor bereits nur die damalige Realität dokumentiert?
- Oder hatte er einen verdammt guten Riecher für die Zukunft?
- Oder haben die heutigen Politiker selbst zu viel davon gesehen?
Obwohl … beim genaueren Nachdenken …
zum Ende wird ein Regierungskabinett aus lauter Frauen aufgestellt, und die Präsidentin trägt ihren schwangeren Bauch im engen Kleid stolz zur Schau.
Bleibt wohl doch eher Fiktion 😉
PS: Titelbild via ChatGPT
