… fährt mein altes Schildchen. Hätt’ ich neulich singen können. Ja, Tatsache, aber der Reihe nach.
Im Rahmen des Autokaufs war das große Kind doch sehr überrascht, dass ich noch alle Nummernschilder meiner bisherigen Autos aufsagen kann. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich Autos nur ungern wechsele und die Anzahl der Kutschen noch deutlich unter zehn liegt.
Und ein paar Tage später dann, welch eigenartiger Zufall, sah ich doch glatt des Kennzeichen meines ersten Autos. Am Wagen vor mir! Spinn‘ ick? Bilde ich mir das nur ein? Ich kam ins Zweifeln. Nein, nein. Isso, könnt‘da glauben und kann ich auch mit Papieren und Fotos belegen. Mach‘ ich jetzt aber nicht übers Internet, sonst werden mir noch uralte Strafzettel nachgereicht.
Also fuhr ich dem blauen Kombi hinterher, machte ein paar Fotos und kam ins Schwelgen. „Am Wagen vor mir hängt mein altes Schildchen“ … 1994 … dreißig Jahre her … keine Kohle in der Tasche, aber trotzdem glücklich irgendwie … und die Welt war irgendwie einfacher.
„Was will der blöde Kerl da hinter mir nur?“ … würde er/sie vor mir bestimmt singen, also setzte ich den Blinker und drehte mal besser ab.
