735) House of Narz: Macht in Serie?

Wie ich sicher schon einmal hier geschrieben habe, bin ich ein Netflix-Spätzünder.

So befinde ich mich erst jetzt, rund zehn Jahre später, in den letzten Zügen der Serie „House of Cards“: politische Machenschaften, Intrigen und „menschliche Verluste“ rund um das Weiße Haus. Über mehr als 70 Folgen hinweg bekommt man dabei erstaunlich viele Einblicke hinter die Kulissen der Macht in Washington.

Hätte ich mir die Serie damals, zur Zeit ihres Erscheinens, angesehen, hätte ich vermutlich abgeschaltet, weil:

Zu abgedreht. Zu unglaublich. Zu weltfremd. A bit too much.

Heute, drei oder vier Amtsperioden später, denke ich:

Ja. Genau so. So muss es wohl wirklich sein.

Es ist abgedreht. Unglaublich. Irgendwie echt. Und … even more than too much.

Also, wie kann die Serie nur so realistisch sein / wirken?

  • Hat der Autor bereits nur die damalige Realität dokumentiert?
  • Oder hatte er einen verdammt guten Riecher für die Zukunft?
  • Oder haben die heutigen Politiker selbst zu viel davon gesehen?

Obwohl … beim genaueren Nachdenken …

zum Ende wird ein Regierungskabinett aus lauter Frauen aufgestellt, und die Präsidentin trägt ihren schwangeren Bauch im engen Kleid stolz zur Schau.

Bleibt wohl doch eher Fiktion 😉

PS: Titelbild via ChatGPT

254) Ralle for President!

Bald werden wir vermutlich eine Regierung haben und nach der ganzen Weihnachtsvöllerei, gilt es dann, das Präsidentenamt neu zu besetzen. Wer soll es machen? Männlein? Weiblein, Ossi? Wessi? Hetero? Homo? White? Colored? Organic? Vegan? Migrated? Included? Ich kann die Diskussion schon hören.

Also ich bin für eine Doppelspitze!

Und nach Abschluss der zweiten Staffel von >Warten auf‘n Bus ist für mich die Entscheidung klar. Ralle und Hannes sollten es machen!

Eigentlich halte ich mich ja hier mit TV-Empfehlungen zurück, aber die Serie (>besonders die zweite Staffel) möchte ich euch unbedingt ans Herz legen.

Da sind großartige Dialoge, mit Felix Kramer und Ronald Zehrfeld zwei Top-Schauspieler, ein intelligenter Witz und eine tief verankerte Gutmütigkeit, die die beiden ausstrahlen. Dieses … fast schon Kammerspiel unter freiem Himmel … spielt in der Brandenburger Einöde an einer Bushaltestelle, tangiert natürlich auch den ein oder anderen Nachwende-Schaden, verschafft mir persönlich aber beste Laune und ein warmes Herz … und wehte mir auch schon Märkischen Sand ins Auge.

Und wenn sie schon nicht Präsidenten werden, dann sollten sie den Grimme-Preis kriegen!

Hut ab Jungs, mit euch würde ich gern mal ein Bier oder Multisaft trinken.

Ich hoffe auf eine dritte Staffel