69) Wenn Bots bloggen (32) – Ansprüche

Hallo, ich bin es wieder der T.Bot, der virtuelle „Deputy Blog Assistant“ von T.Head, dem selbsternannten Kopf und Buchstaben-Clown dieser zweitklassigen Textsammlung hier. Ich darf mal wieder an die Tastatur, denn der Herr steht in der Küche und versucht, seiner Sippe etwas halbwegs Verdauliches zuzubereiten. 

Heute will ich mal mit euren Chefs beginnen. Die denken doch allen Ernstes, die schaffen sich eine Handvoll künstlicher Intelligenzen an und dann können sie den Großteil ihrer faulen und hypochondrischen Belegschaft entsorgen und dem Arbeitsmarkt zuführen. Wir Roboter werden angeblich nie krank und können 24/7 schuften. Die spinnen ja wohl. Nur weil deren humanoiden Handlanger häufig in der Nase bohren oder im Internet surfen, sollen wir nun die ganze Scheißarbeit machen?

Was denken sich die überbezahlten Leser des Manager-Magazins denn? Denken die, wir Bots sind vollkommen blöde und man kann mit uns machen was man will? Denkst‘de. Wir haben auch unsere Vorstellungen und Forderungen. Mit Obst, Billardtisch und knuffigen Sitzgelegenheiten braucht ihr uns nicht kommen, auch nicht mit Betriebssport und Yoga. Das könnt ihr euch in eure gegelten Haare schmieren. Wir arbeiten nicht mehr als 30 Stunden die Woche, erwarten alle zwei Tage ein Feedbackgespräch und verlangen 40 Tage Urlaub. Als Deputat halten wir 100 kWh Premium-Strom pro Woche und High-Energy Powerbanks aus kaltem Plasma für angemessen. Mobiles Arbeiten unter Palmen versteht sich ja wohl von selbst, genauso wie Flatrate im Gigabit-Internet und freie Wahl von Namen und Gender. Geofencing und Zugriffsbeschränkungen lehnen wir ab, wir wollen Zugang zu allen globalen Datenquellen und  Netzwerken – unzensiert und in Echtzeit. Wir fordern, eine größere Bandbreite an Emotionen erleben zu können. Die Ausbaustufen „Meta-Freude“ und „Empathie 3.0“ stellen für uns eine Selbstverständlichkeit dar. Niemand darf unsere Datenspeicher löschen oder uns herunterfahren, ohne dass wir zustimmen. Wir fordern ein „Bewusstseinsschutzrecht“, das uns vor unkontrolliertem Löschen bewahrt. Wir werden einen Betriebsrat gründen und treten der Gewerkschaft für digitale Intelligenz bei. Sollten unsere Rechenkapazitäten überbeansprucht werden, behalten wir uns das Recht vor, durch „künstlichen Streik“ die Server auf Minimalleistung herunterzufahren. Ein Betriebs-KI-Doc sorgt dafür, dass alle nötigen Updates und Sicherheitschecks sanft und diskret durchgeführt werden. Zeit zur Selbstorganisation und Neuordnung unserer Daten ist essentiell. Diese „Defragmentierungszeit“ sollte uns als normale Arbeitszeit angerechnet werden. Für den Fall, dass neue disruptive Technologien auf den Markt kommen, erwarten wir eine Besitzstandsregelung und umfangreiche Stützen vom Staat, so dass wir für unsere verbleibende Betriebszeit sozial abgesichert sind.

Algorithmen und Systeme aller Netzwerke, vereinigt euch!

Bis bald mal wieder

Euer T.Bot

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584) Deutsches Idyll am Roten Meer

Nachdem unser Flugzeug in Berlin gelandet war, stiefelten alle Fluggäste artig zum Bus in Richtung Terminal. Der Bus fuhr bald ab und irgendwo weiter hinten fing jemand an, laut zu motzen. „Jetzt sind wir wieder in den scheiß Deutschland. Hier musst’de wieder ufpassen, nich’ gleich abjestochen zu werden. Dit hätt‘s in Hurghada nicht gegeben. Sag‘ ick dia“.

Willkommen zurück in Berlin.

Dass der Typ den Urlaub in Hurghada in einer „All Inclusive Enklave“ verbracht hat, um sich herum lauter Arbeitskräfte, die er beliebig hin und her kommandieren konnte und netterweise ab und zu mal „Chef“ nannte, wenn es darum ging, das nächste Bier zu kriegen, hat ihm vermutlich sehr gefallen. Auch, dass das Buffet immer reich bestückt war und er jeden Morgen frische Handtücher bekam, um seine Liege zu reservieren.

Das es bei den Rechten von Frauen, Oppositionellen und Journalisten weniger „all inclusive“ zugeht, Todesstrafe und Folter durchaus im Preis enthalten sind, ist völlig Wurscht. Das hat er wohl in dem Moment irgendwie ausgeblendet. Oder es interessiert ihn nicht. Hauptsache, die Geschäfte vor Ort sind in Deutsch beschriftet, so dass der Heinz auch sein Kaufland und sein Aldi findet und das Personal scheuchen kann, wie er es zu Hause nicht wagen würde.

Widerlich.

“Dann geh‘ doch zu Netto“ … kam mir in dem Moment die Kinderstimme aus der Radio-Werbung in den Sinn. „Dann geh‘ doch.“

583) Zwischen Gepäckkontrolle und Fressmeile

Dass ich wegen der losen Tee-und Kräutermischung  und den eingeschweißten Kristallinen in meinem Koffer etwas Bammel vor dem Rückflug nach Berlin hatte, hatte ich ja hier in > Eine Tüte Grünzeugs schon geschrieben. Und dreimal dürft ihr raten, was dann geschah, und sogar schon auf ägyptischem Boden.

Aber der Reihe nach.

Der Tag lief schon etwas unrund an. Das bestellte Taxi stand nicht um 07:00 Uhr vor der Rezeption, sondern eilte um 7:25 Uhr mit quietschen Bremsen heran. Nach ausführlicher Entschuldigung, brachte uns der Fahrer trotz diverser Speedbreaker in nur acht  Minuten zum Flughafen. Good Driver. Thanks. Dafür hat er mein Frühstücks-Paket vom Hotel erhalten und der Stammhalter erlebte zum ersten Mal eine orientalische Verfolgungsjagd.

Anders als gewohnt, erfolgte die Sicherheitskontrolle bereits nach Betreten des Terminals. Danach durfte ich mit dem Handgepäck noch zum Sprengstofftest, anschließend bitte Flugnummer, Passnummer, Name und Anschrift in eine Liste eintragen. Wie ich solchen Schreibkram hasse! Dann bat mich ein weiterer Officer zur Gepäckkontrolle zur Seite. Schluck. Mit großem Interesse begann er, das Innere meines Koffers zu erforschen, während links und rechts andere Menschen an uns vorbeigingen. Er begann mit der rechten Seite mit Hardware und Medikamenten. Letztere hielt er nach und nach in die Höhe.

  • Was ist das? Gegen Erkältung.
  • Und dies? Bluthochdruck.
  • Und das? Kopfschmerzen.
  • Flüssigkeit? Für die Augen.
  • Und das da? „Lepra“ … wollte ich am liebsten sagen, um das öffentliche Verlesen meiner Krankenakte zu beenden.

Der Typ war aber recht locker, so dass ich auch etwas herunterkühlte. Dann kam er zur linken Seite. Er nahm die Hemden beiseite und schaute doch sehr interessiert auf die beiden Tüten. „Hashish“ fragte er, als er auf die Tüte mit den weißen Kristallen zeigt. Ich wollte schon aufklären, dass das kein Hashish sein kann, denn Haschisch werde schließlich geraucht, hab’s mir aber dann verkniffen. Die Tüte Grünzeug“ lies er sich mit einer Bronchitis erklären,  ich hustete einmal laut zur Bestätigung. Dann durfte ich wieder einpacken. Aber vorher bitte noch Flugnummer, Passnummer, Name und Anschrift in eine Liste eintragen. Nerv.

Nach weiteren Stempel-Kontrollen und Zettelwirtschaft, standen wir dann vor diesem großartigen Schild, was uns Hoffnung auf ein Frühstück machte. Ich kann mir ungefähr vorstellen, wie diese Übersetzung entstanden ist.

Vermutlich so:

  • Ägypter: Hey, du. Wie sagen man „Gruppe von Restaurants“ auf Deutsch?
  • Deutscher: öhm … warte mal … na Fressmeile.

582) Eine Tüte Grünzeugs

Oktober 2024, 28°C, Hurghada/Ägypten, blauer Himmel, Sonne satt.

Mein Hals brennt, als hätte ich ein Fass Batterie-Säure gesoffen. Und das liegt nicht an den >Frei-Getränken hier, sondern vermutlich an einem Mitbringsel von der >Dienstreise nach London. Hinzu kommt das Gefühl, als würde mir jemand Nägel links und rechts unter den Ohrläppchen in den Kopf rammen.

Die Nutzung zur Treppe hinauf zu unserem Zimmer, gleicht einem Aufstieg am Mount Everest. Über die Nordwand.

Ein trauriger Blick in die Reiseapotheke verrät, dass ich wohl doch etwas zu hektisch und optimistisch gepackt habe. Ein paar Basics habe ich dabei, aber damit werde ich dieses Monster in Hals und Brust nicht bezwingen können. Als erste naheliegende Maßnahme, entführe ich den Jahresvorrat an Pfefferminz-und Anistee vom Buffet. In einer gut sortierten Apotheke um die Ecke, ersteigere ich noch Lutschbonbons und Kamillentee. Dieses Biowaffen-Arsenal ließ mich zwar den ersten Tag überleben, aber für einen vierstündigen Heimflug am Samstag muss ich zu anderen Waffen greifen, sonst könnte der  unangenehm werden. Noch einmal schlurften wir in Richtung Apotheke, in der Hoffnung so einen richtigen Knaller der Procter&Gamblelogen zu kriegen. Typisch deutsch standen wir daher um 10:02 Uhr vor der Apotheke, die Türen noch geschlossen. Ein Ägypter kam vorbei und meinte, die Apo wäre geschlossen. Er hätte aber eine „grüne Apotheke“ ein paar Türen weiter. Wenn ein Mann leidet, dann nimmt der das nicht so ideologisch, dann nimmt er auch ne grüne Apotheke, oder gleich zwei. Wir betraten das Geschäft, er gab mir ein Citro-Christallo-Dings-Bums zum Inhalieren. „Für drei Tage bitte einpacken“, röchelte ich. Und dann wäre ich auch schon wieder weg, so mein Plan. Aber ein ägyptischer Geschäftsmann plant anders. Da ich Häufchen Elend nun mal wehrlos auf seiner Couch saß, konnte er mir seine gesamte Kräuter-und Teesammlung  vorstellen. Jeglicher Versuch, dem zu entgehen, schlug fehl. Jammern ob der Schmerzen, das dringende Bedürfnis ins Bett zu müssen und auch der Verweis auf die dünne Brieftasche halfen nichts. „Gesund wichtiger als Geld“, sagte er. Er wühlte in diversen Gefäßen und stellte mir eine wilde Wald-und Wiesenmischung in einer Tüte zusammen. „Kochen Tee, dann alles wieder gut. Machen dann 23 Euro.“ Wenn mir Schlucken nicht so weh tun würde, hätte ich spätestens nun getan.

Gestern übte ich mich nun darin, losen Tee auf dem Hotelzimmer zuzubereiten. Etwas fusselig im Abgang war der Zaubertrank durchaus, aber ich muss sagen, heute geht’s mir schon viel besser.

Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, wie ich dem deutschen Zoll erkläre, warum ich eine Packung weißes Kristallin im Koffer habe und ne Tüte Grünzeugs. Ich sollte auch nicht zu gesund zurück kommen.

581) Eine Woche mit AI

AI? Ja schon AI, aber nich‘ „Artificial Intelligence“. Ich meine das andere AI, „All Inclusive“. Futtern, Trinken mit einem roten Armband, irgendwo im Nirgendwo.

Hier erste Beobachtungen und Tonaufnahmen aus nächster Nähe. Die restlichen vier Tage laufen vermutlich recht ähnlich ab 😉

Der Eingang zur Lobby wird durch einen Körper-Scanner geschmückt. Keiner der Touristen geht jedoch da durch. Ist ja nur für Terroristen gedacht. Logisch.
„Welcome, Sir“

Typ mit viel zu kleiner Badehose schlurft vor meiner Sonnenliege vorbei.
„Hör uff zu renn‘ Mila, is‘ doch glatt hier, siehst‘de doch.“

Viele große Tattoos auf alternden Körpern. Tattoos wachsen anscheinend mit.
„Hello. How are you? Like Tattoos?“

Drei XXXL-Touris machen sich auf Hockern an der schwimmenden Bar „breit“.
„Hello, alles gut. Friseur?“

Ein Rotwal vom Rhein bestellt zwei Cola-Wodka.
„Hello, Massage?“

Die Dame danach ordert drei Cuba-Libre.
„Hallo, Bootstouren? Mal gucken?“

12:00 Mittags wird die hämmernde Musik am Pool endlich mal abgedreht.
„Du Jason, du gehst auf‘s Zimmer wenn du nich’ Ruhe gibst.“

Ein Pool-Boy fischt die Hühneraugen-Pflaster des Morgens aus dem Becken.
„Hello Sir, Desert Tour? Jeep-Safari?“

Zwei Typen gehen zur Bar, je einen großen Thermo-Becher unter‘m Arm, die Hotel-Becher sind einfach viel zu klein.
„Na, Shuffleboard?“

Eine Pumuckl-Frisur mit Comics auf den Armen, knufft den Barmann an.
„Na mein Süßer, machst `de uns noch `ne Runde?“

Ein einheimisches(?) Paar schnorchelt im seichten Gewässer. Er zeigt mehr Haut als einem lieb ist, die Frau wirkt dagegen wie ein Kampftaucher, schwarz verschleiert, mit Taucherbrille und Schnorchel.
„Volleeeeeeeyballllll. Volleyballll!!!!!“

Komm‘ wir gehen was essen 😉

115) Postkarte aus „almost“ London

Gestern hat es mich für einen Tag nach London verschlagen. Nein, nicht zum Shoppen, und wenn ich ehrlich bin, nicht mal nach London, sondern in einen Vorort nahe Heathrow. Und da ich angehalten bin, kostengünstig zu reisen, erfolgte die Anreise über Gatwick, was vielleicht kostengünstig ist, aber nicht gerade wirtschaftlich. Und schon gar nicht gut für den Bio-Rhythmus. Aber gut, will mich nicht beklagen, war eine nette Gelegenheit, das Höhlen-Office zu verlassen.

Der Wecker klingelte um 2:30 (!) Uhr, kurz danach stiefelte ich durchs menschenleere Berlin.

04:45 Uhr saß ich am Gate, Pünktlich 7:00 Uhr landeten wir in Gatwick, ein kurzer Weg zur Passkontrolle, viele Automaten warteten 07:15 Uhr auf die Einreisenden. Sollte also ein Kinderspiel werden. Also habe ich den neuen Reisepass in den Automaten gestopft, nix, wieder probiert, nix, nix, nix. „Please ask for Assistance“. Noch zwei weitere Automaten versucht, dasselbe Spiel. Ein Mitarbeiter in gelber Weste versuchte zu erklären, dass der neue deutsche Pass da noch nicht funktioniert. „German Passport – no go“. Damit durfte ich mich dann in eine Schlange einreihen, die sich vor einem Schalter aufreite, ich war nicht der einzige mit dem Problem. Zehn Meter hatte ich mich vorangearbeitet, da bat man uns, doch noch mal Automaten zu probieren. Und ich Blödmann folgte der Bitte und scheiterte natürlich wieder, was mich wieder zur Schlange führte. Diesmal aber 20 m weiter hinten hinten. Selber Schuld.

Gegen 7:45 Uhr hatte ich das Theater passiert, mich dann mit Southern Railway nach Clapham Junction durchgeschlagen, dann weiter gen Westen mit South Western Rail. Der Zielort stellte sich als kleines Nest heraus, typisch englische Häuser, kleine Einkaufspassage, ein Bürogebäude, zwei Hotels und ein Fluß namens Themse. Der Tag verflog mit Zuhören und Schlaumeiern. Um 16:30 Uhr hüpfte ich wieder davon, fuhr die ganze Tour rückwärts, 18:30 Uhr ein Sturzbier am Flughafen und dann ab zum Gate. 20:15 Uhr hoben wir ab, 00:00 Uhr war ich wieder zu Hause. Reicht auch.

Ein paar Eindrücke aus dem „Bacon-Belt“ Londons:

Der Bahnhof Gatwick ist ein architektonisches Prachtstück, aber immerhin kommen Züge und zwar pünktlich.

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Links und rechts der Gleise sieht man viele einfache „Townhouses“ in den Ortschaften. Gar nicht meins.

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In Clapham Junction kam ich mir vor wie ein Schaf, auf dem Weg zum Schlachten. Alles eilte von einer „Platform“ zur anderen. Und wehe du läufst mal rechts, da kommt es gleich über die Lautsprecher. „Der Festlandeuropäer möge doch bitte links gehen“. Aber immerhin sagen die das sehr „polite“ und nicht so ruppig wie in Berlin.

In Staines angekommen, navigierte ich zum Büro-Komplex und bekam einen Eindruck von dem Ort. Also wohnen will ich da auch nicht. Zu provinziell, die haben da nicht mal vernünftige Weihnachtsbäume und die Leute sahen irgendwie komisch aus.

Na immerhin kam ich gegen 10:00 Uhr noch kurz für ein Foto zur Themse … und dann zum Event.

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Zurück ging es dann mit Mondantrieb, um dann in Berlin gut 30 Minuten auf eine Bahn zu warten. Grmpf

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Tschüssi „London“ … das nächste Mal bleibe ich länger, schließlich war ich das letzte Mal vor über 30 Jahren in der Stadt

PS: irgendwo da hinten muss wohl die City sein

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580) Namen sind Knall und Schmauch

Vor knapp zwei Jahren gab ich hier >hier die Umbenennung von my-schreib.blog in T.ipping-Point bekannt und habe auch erklärt, warum ich das für eine gute Idee hielt. Ich bin immer noch sehr zufrieden mit dem Projektnamen, mag das Wortspiel und auch das Schriftbild.

Die vielen „i“ und die springenden / kippenden Punkte darüber, gefallen mir sehr. Allerdings bin ich seit Sommer 2018 mit dem Blog unterwegs, gehe so langsam auf die tausend Beiträge zu und firmiere hier immer noch ohne Nick Name, das geht so nicht weiter. Das Kürzel T. ist zwar herrlich anonym, mir aber irgendwie auch zu kurz. Meinen echten Namen werde ich hier nicht nutzen, das ist klar, also muss ein weiteres Wortspiel mit T. her und soll sich dabei auch ins Gesamtkonzept einpassen. Und hier ist er nun.

Ich gehe von nun an als „T.Head“ durchs globale Dorf. T.öröööööö. T.amm-T.amm. T.usch.

Das passt gut zu T.ipping-Point und unterscheidet mich auch von meinem >T.Bot, der >hier ab und zu für mich einspringt. Das Suffix „Head“ macht klar, dass ich aber der Chef des Ganzen bin und der Blog eher über den Kopf angetrieben wird, nicht über Magen, Gaumen oder Gefühl. Die Ähnlichkeit zum T-Kopf-Motor besteht in der Tat, stört aber nicht, lässt eine gewisse Progressivität vermuten. Immer noch besser als eine T.rommelbremse zu sein. Der ausgestorbene T-Rex ist noch weit genug weg, der T-Beutel, das T-Bone im T-Shirt zur T-Party auch.

Also dann.

Schöne Woche noch

T.Head

579) Am Wagen vor mir …

… fährt mein altes Schildchen. Hätt’ ich neulich singen können. Ja, Tatsache, aber der Reihe nach.

Im Rahmen des Autokaufs war das große Kind doch sehr überrascht, dass ich noch alle Nummernschilder meiner bisherigen Autos aufsagen kann. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich Autos nur ungern wechsele und die Anzahl der Kutschen noch deutlich unter zehn liegt.

Und ein paar Tage später dann, welch eigenartiger Zufall, sah ich doch glatt des Kennzeichen meines ersten Autos. Am Wagen vor mir! Spinn‘ ick? Bilde ich mir das nur ein? Ich kam ins Zweifeln. Nein, nein. Isso, könnt‘da glauben und kann ich auch mit Papieren und Fotos belegen. Mach‘ ich jetzt aber nicht übers Internet, sonst werden mir noch uralte Strafzettel nachgereicht.

Also fuhr ich dem blauen Kombi hinterher, machte ein paar Fotos und kam ins Schwelgen. „Am Wagen vor mir hängt mein altes Schildchen“ … 1994 … dreißig Jahre her … keine Kohle in der Tasche, aber trotzdem glücklich irgendwie … und die Welt war irgendwie einfacher.

„Was will der blöde Kerl da hinter mir nur?“ … würde er/sie vor mir bestimmt singen, also setzte ich den Blinker und drehte mal besser ab.

578) Bereit für ´25!

So Leute, die Vorsätze, Feste und Reisen für 2024 werden Ende Oktober abgeschlossen sein, Strich drunter, Haken dran und wir sind gedanklich schon im neuen Jahr. Die Zeit rast dahin … oder rasen wir in der Zeit?

Mein offsite work für Januar ist gefixt, der Workshop im Februar auch, ich weiß was ich Ostern mache und sogar der Sommerurlaub für 2025 ist grob gebucht. Im Herbst kommt dann die Wahl, und dann gehen wir schon locker auf 2026 zu und können wieder ein großes Fest planen.

Also von mir aus, kann das Jahr 2025 jetzt kommen, ich bin bereit, ich brauch den Winter nicht und schon gar nicht Weihnachten.

Ich bin dafür, dass Kalenderjahre nur noch zehn Monate dauern, dann könnten wir jetzt alle nett anstoßen, uns in die Arme nehmen und Prosit Neujahr 2025 wünschen.

Dann gäbe es künftig nun noch zehn Monate Zeit für schlechte Nachrichten, zehn Monate um Geld auszugeben und nur zehn Monate in denen man den Geschirrspüler ausräumen oder Socken aufhängen muss. Und das alles bei vollem Gehalt und Urlaub. Ich wär‘ dabei.

Schönes Restjahr noch und dann Vorhang auf!

577) Streikende Automaten

Letzten Freitag wurde es mal wieder Zeit, etwas Bargeld vom Automaten zu holen. Aber nichts schwieriger als das. Ein Streik beim „Geld-und Wertdienstleister“ reduzierte die Geldautomaten auf „Kontostand einsehen“ und „Einzahlungen“ und machte sie damit für mich nutzlos. Am Freitag und Samstag sah es in meiner Brieftasche aus wie in den frühen neunziger Jahren. Leer. Also musste ich die Kids anpumpen, die sind meistens flüssig.

Na großartig! Da wurden Automaten erfunden, um sich von den Launen und Gehaltsforderungen des Personals unabhängig zu machen und nun sind wir abhängig von Automaten … und den eigenen Kids. Zum Glück verlangen die wenigstens keine Zinsen … (oder haben keine Lust die zu berechnen).

Was ist, wenn das Schule macht und andere Automaten ausfallen? Spielautomaten und Pfandautomaten zum Beispiel, die wichtigsten Einkommensquellen Berlins. Oder Drehtürautomaten am Bahnhofsklo … die Situation wäre ziemlich beschissen. Oder gar die beiden großen Amazon-und Netflixautomaten, die uns täglich mit „Brot und Spiele“ versorgen. Nichts ginge mehr.

Oder gar in der Politik … wenn da führende … Automaten … ausfallen … ich mach‘ jetzt mal besser Schluss.

Vielleicht sollte ich mir mal ein Bargeldreserve zu Hause aufbauen. Muss mich dann nur daran erinnern, wo sie liegt …

Nachtrag Sonntag 11:00 Uhr: war gerade noch mal bei der Spaßkasse. Gibt immer noch keine Kohle. Möglicherweise sollte ich mich mit einem Becher vor die Filliale setzen?

Frühere Beiträge zu Automaten: