741) Workoholix

Wenn wir diesen Wohlstand erhalten wollen, dann müssen wir mehr arbeiten, weniger krank sein und wir dürfen die Maloche nur noch verlassen, wenn die Mutter im Sterben oder das Kind in vollen Windeln liegt. Und das Ganze soll nicht nur „erhalten“ bleiben. Es soll auch noch wachsen. Wachstum, Wachstum. Ich kann es nicht mehr hören. Das einzige was Bitteschön nicht wachsen soll, ist der Pickel auf der Nase oder ein Tumor im Kopf. 

Wachstum und Wohlstand werden als „gegeben“ inszeniert, als gäbe es keine anderen Wege ein glückliches, gesundes und erfülltes Leben zu führen.

  • Wenn wir beispielsweise mal nur 10% weniger Produkte und Dienstleistungen konsumieren, würden wir weit weg von irgendwelchen Mangelerscheinungen sein.Wenn wir nur 10% der Arbeit weglassen, weil sie völlig blödsinnig ist und nur deshalb gemacht wird, weil man sie schon immer gemacht hat.
  • Wenn man die verbleibende Arbeit nur 10% effizienter erledigt, mit Maschinen und Computern automatisiert.
  • Wenn man weitere 10% an Produkten nicht nur für sich anschafft, sondern mit der Community um sich herum teilt.

dann komme ich alleine schon mit dieser Milchmännchen-Rechnung auf stolze 40% Arbeitsleistung, die man weniger arbeiten könnte.

Die Menschen haben doch nicht Dampfmaschinen und Supercomputer erfunden, damit sie weiterhin 40 – 50 Stunden die Woche ackern und sich dann noch vom querfinanzierten Regierungschef und dem fränkischen Lederhosen-Heini sagen zu lassen, dass sie zu faul sind.

Was soll das?

Danke an FreeDobby für die intensiven Gespräche heute auf der Auto-und Wandertour.

PS: Titelbild via ChatGPT

139) Postkarte von Madeira – 2

Und weiter geht’s mit ein paar Schnappschüssen von Madeira. Ich habe das Quartier von Machico nach Funchal gewechselt. Hier geht es schon etwas trubeliger zu,  aber immer noch viel entspannter als in der hippen Haupstadt daheim. Die dritte Woche habe ich Urlaub, Verstärkung aus der Heimat rückt an, die vierte Woche findet dann wieder hauptsächlich vor dem Rechner statt.

Zunächst ging es zum Caminho da Ribeira Grande im Norden der Stadt. Ein leichter Wanderweg führt vom Parkplatz dort zum Aussichtspunkt Balcões, der Blick auf die großen Berge der Gegend bietet.

Im Nordosten der Insel ging es den Levada do Caldeirão Verde entlang. Ein „mittelschwerer“ (… na ick weiß ja nich‘ …) Wanderweg entlang einer Levada, manchmal eng an der Felswand und dann noch durch vier stockfinstere Tunnel. Und dann das alles wieder zurück. Alle Ur-Ängste wurden dabei bedient. Enge, Höhe, inklusive der Befürchtung, mir den Kopf zu stoßen, mit dem Fuß umzuknicken und mich der Länge hinzuschmeißen. Levada‘s sind ganz typisch für Madeira, ein ausgeklügeltes System von Bewässerungsgräben, die das Wasser von den Bergen herableiten. Das kalte Wasser eignet sich auch wunderbar zum Kühlen des Knöchels.

Im Norden der Insel, in Porto Moniz, gibt es Wind, Wetter und Wasser von allen Seiten, natürliche „Pools“ und ein interessantes Arrangement aus Heliport und „kopfhängende“ Pflanzen.

Auf den 1,810 m hohen Pico del Arieiro führen zwei tolle Bergstraßen. Wir fuhren den Caminho Florestal das Serras de Setor António (eher eine schmale Forststraße, manchmal geschlossen) hoch auf den Berg (12°C und Winde wie auf dem Mt Everest) und dann die etwas breitere wieder E103 runter über Monte nach Funchal. Spektakuläääääär und was für Papa‘s, die gern Auto fahren.

Das verträumte Porto da Cruz ist was für Surfer und Aussteiger. Nur Jogger am Strand ziehen den kürzeren, er ist nur gute 100 Meter breit. Aber es gibt noch einen zweiten Strand, der etwas mehr Bewegung und Ausblick erlaubt.

So, das soll es mal für den Moment gewesen sein. Fortsetzung nicht ausgeschlossen.

 

<— 138) Postkarte von Madeira – 1

—> 140) Postkarte von Madeira – 3

740) Größe allein ist nicht alles

Bisschen Technik, Ausdauer und Mumm gehören auch dazu.

Heute stand ich im Hafen von Funchal (Madeira) vor einem Nachbau der Santa Maria, das eine von den drei Schiffen, mit dem Columbus in Richtung Indien a.k.a. Amerika aufbrach. Und da wurde mir erst einmal eindrücklich bewusst wie verdammt klein das Schiff eigentlich war.

Nur 23-25m lang und 8m breit (ChatGPT). Und dann waren da auch noch vierzig Mann, Vorräte und Material auf dem Kahn. Von Privatsphäre, Dusche, WLAN und Netflix ganz zu schweigen. Die Orion-Kapsel der hoffentlich bald startenden Artemis II Mission um den Mond herum ist nur 10m lang und hat 5m Durchmesser, für vier Crew-Mitglieder und den ganzen Technik-Krams … und … immerhin haben sie Internet.

Immerhin weiß die Orion-Besatzung, dass es den Mond gibt und diese Reise möglich ist. Dass wussten die Männer von Santa Maria, Pinta und Niña damals nicht als sie im August 1492 die Leinen losmachten.

Wahnsinn.

PS: Vor ein paar Tagen lag die Mein Schiff 3 hier im Hafen. Mit 293m Länge und 35m Breite, 1.000 Crew-Mitglieder und 2.500 möglichen Passagieren.

Erst recht Wahnsinn

739) Willkommen im Systembruch

Im Westen Deutschlands brechen gerade mehrere Welten zeitgleich zusammen.

Das Konstrukt der Volksparteien (plus der „nervigen“ Grünen) trägt nicht mehr, nationalistische Parteien ziehen in Parlamente ein, erfolgreicher als Republikaner, DVU oder NPD es jemals waren.

Industrie und Mittelstand stehen unter Druck. Aus Fernost kommen günstige Preise und aggressive Innovationen, aus Fernwest drohen Zölle, Inflation und wirtschaftliche Unberechenbarkeit. Mit Social Media wird das Nachrichten- und Deutungsmonopol dezentralisiert, der Staat zieht sich schrittweise aus sozialen Projekten zurück und den Kirchen laufen die Mitglieder davon. 

Der Ostblock ist nicht mehr der eine klare Feind. Der Russe ist es zwar „schon wieder“, doch selbst aus dem Inneren der EU wird der Staatenbund attackiert. Der Diesel ist verpönt, der gute alte VW mutiert zum Tablet auf Rädern, und das Land wird mit Windrädern zugestellt. Frauen sollen bestenfalls gleich verdienen, aber bitte trotzdem die Care-Arbeit zu Hause im Blick behalten. Jobs geraten durch KI unter Druck, während man einem Gas-Wasser-Scheiße-Monteuer inzwischen fast demütig hinterhertelefoniert. Und zu guter Letzt kündigt der reiche Onkel aus den USA die Freundschaft, vielleicht sogar den NATO-Abwehrschirm.

Prost Mahlzeit.
Das muss man erst einmal verdauen.

Und warum „nur“ im Westen Deutschlands?
Findet das nicht auch im Osten statt? Natürlich tut es das.

Der Unterschied ist: Der „Ossi“ hat seine Zeitenwende bereits erlebt, damals, als um ihn herum die „Seitenwände“ abgebaut wurden. Nach Mauerfall und Wiedervereinigung folgte für viele erst einmal eine Talfahrt im eigenen Mikrokosmos. Kein Stein blieb auf dem anderen. Biografien wurden entwertet, Sicherheiten gelöscht, die Spielfigur auf „Anfang“ gesetzt.

Hinzu kamen der zweite Golfkrieg, der Jugoslawienkrieg und der Zerfall der Sowjetunion. Die Zahl der Asylsuchenden stieg, ebenso wie die Umsätze für Springerstiefel und Baseballschläger.

Man könnte also meinen, der „Ossi“ habe so etwas schon einmal erlebt.

Dass er sich ein dickeres Fell zugelegt, Resilienz entwickelt, vielleicht sogar so etwas wie „Krisenkompetenz“ aufgebaut hat.

Leider gelingt es dem „Ossi“ nicht, diese Kompetenz einzubringen.

Es gibt keinen Markt dafür, kein Plenum, keine Bühne. Erfahrung zählt nur, wenn sie theoretisch gerahmt, akademisch zertifiziert oder westdeutsch moderiert ist. Gelebter Kontrollverlust gilt nicht als Expertise, sondern als biografischer Makel.

Was von den ostdeutschen Verwerfungen der 90er-Jahre tatsächlich überlebt hat, ist überschaubar: Ampelmännchen. Rechtsabbiegerpfeile. Rotkäppchen Sekt. Und eine höhere Kindergartendichte.

Der Osten durfte liefern, was folkloretauglich war.
Erfahrung war nicht gefragt.

Wo sind all die neuen Coaching-Läden?

 

Ähnlicher Artikel in der Berliner Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/wie-das-westdeutsche-modell-kollabiert-und-der-osten-weiss-was-kommt-li.10015626

PS: Titelbild via ChatGPT

138) Postkarte von Madeira – 1

Wie schon im Beitrag >Insel Office 3 erwähnt, bin ich aus dem schmuddeligen, dunklen, kalten Berlin zum Arbeiten wieder auf eine Insel geflüchtet. Diesmal sollte es Madeira sein.

Meine Base ist in Machico. Nettes Städtchen am Hang, nicht mal 20.000 Einwohner, hat aber alles was man braucht. Alles geht eine Nummer langsamer vonstatten, weniger aggressiv, es ist deutlich sauberer und mit 18°C natürlich auch wärmer.

Und falls man als Großstädter Entzugserscheinungen nach urbanem Flair kriegen sollte, kann man seinen Hunger danach hier trotzdem stillen. Man muss nur viel länger suchen.

Hipster-Bärte laufen mit riesigen Vapes durch die Stadt, Street Art (die Jugend war es), Bausünde, Leih-Fahrräder und Hausstände die open air zum Verkauf stehen.

 

Nicht weit von Machico kommt man zum östlichen Ende der Insel und kann über die Ponta de São Lourenço (a.k.a. Irland) wandern. Wirklich beindruckend und man kann einen halben Tag da verbringen. Da war nichts skurriles zu entdecken, trotzdem schön und gewaltig …windig.

Am Samstag ging es zu Fuß in den Nachbar-Ort Caniçal. Gemäß Karten-Dienst nur 1,5 h über den Berg … laut KI war der einberechnete Laufabschnitt durch einen Tunnel nicht relevant für uns, weil es wohl eine Alternative entlang der Levada do Caniçal (das sind antike Wassergräben). Also ging es zunächst steil bergauf, dann kam der besagt Tunnel, der angeblich „für uns nicht relevant ist“ und dann gin es es auf der anderen Seite wieder bergab Caniçal. Zwischendurch fragte ich mich, was wohl besser wäre. Wenn die Hacke hinten durch den Schuh bricht oder vorn die Zehen zu sehen sind. Das Tunnel-Erlebnis war so lala. Es war gefährlich, aber selbst kleinste Autos produzieren einen Höllenlärm, und ein portugiesischer Voll-Honk machte sich einen Spaß, indem er mit seinem alten Diesel Vollgas gab und den ganzen Tunnel in einen Räucherofen verwandelte. Obrigado du Blödmann.

 

Westlich von Machico liegt der Flughafen der Insel. Der ist dahingehend besonders, weil der Rundway
a) am Strand liegt
b) auf Stelzen gebaut wurde
c) wunderbar erreichbar und einsehbar ist
d) spektakuläre Anflüge bietet, wegen des Windes
e) häufige Warteschleifen und Durchstarten erfordert
… und Piloten ein besondere Lizenz brauchen.

Die Fluggäste dieser Lufthansa Maschine haben besonders viel Experience für ihr Geld bekommen und der andere Flieger der TAP hat dann erst mal einen anderen Flughafen auf Porto Santo angeflogen.

Am Sonntag ging es zu Fuß nach Santa Cruz. Eigentlich nur 1,5 Stunden zu Fuß, aber um nicht in einem Tunnel oder auf der Schnellstraße zu landen, sind wir „oben rum“ … nun ja 2,5 Stunden waren es dann. Aber von „da oben“ hatten wir guten Blick auf den Flughafen.

Santa Cruz ist ein kleiner Ort, ganz nett, am besten ist der steinige Strand, dann von da kann man die Anflüge bestens beobachten.

So, morgen muss ich wieder ran an die Tasten ..
dem Herrn Merz aus der Krise helfen …
mann oh Mann.

738) Vollzeit in Ketten


Als ich gerade folgende Nachricht im Radio hörte, da blieb mir fast das Sonntagsbrötchen im Halse stecken.

Der Wirtschaftsflügel der CDU (MIT) will den generellen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit abschaffen. Künftig soll Teilzeit nur noch mit besonderer Begründung möglich sein, etwa wegen Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Weiterbildung“ … so fasst mir die KI den Beitrag vom Deutschlandfunk zusammen.“

Die Folge war ein unmittelbarer Wutausbruch von dem ich mich nun wieder abkühlen muss.

Lieber Wirtschaftsflügel. Ja natürlich zahlen Menschen in Teilzeit weniger Steuern und weniger Sozialversicherungsbeiträge. Bei der eigenen Rente werden sie es später direkt über die Abzüge merken, beim Besuch einer Arztpraxis aber nicht, auch nicht bei den Diensten von Polizei, Justiz und Feuerwehr. Die können Teilzeitarbeitende weiterhin voll in Anspruch nehmen auch wenn sie weniger einzahlen. Da ist was dran.

ABER: Bevor ihr uns an den Arbeitsplatz kettet, sorgt doch bitte schön erstmal dafür, dass die Sozialsysteme und Verwaltungen effizient arbeiten. Das spart Geld und dann entkrampft sich auch der Fachkräftemangel (zumindestens mal auf den Büro-Etagen). Eine Krankenversicherung wird nicht nur teurer, weil das Lebensalter steigt und Medizin leistungsstärker wird. Eine Verwaltung ist nicht per Definition aufwändig und komplex … sie wurde so gemacht.

In körperlich geprägten Berufen ist die Teilzeitquote bei Männern ohnehin niedrig. Bei Frauen ist sie höher – aber nicht, weil sie alle kollektiv „Work-Life-Balance“ spielen wollen. Sondern weil dieses Land es im Jahr 2025 immer noch nicht schafft, flächendeckend verlässliche, bezahlbare und flexible Kinderbetreuung anzubieten.

Ich hoffe ernsthaft, dass der Fachkräftemangel zu einem gewissen Level erhalten bleibt. Denn dann müssen sich Arbeitgeber etwas einfallen lassen, ihre Mitarbeiter zu halten oder neue anzuwerben. Unternehmen werden freiwillig flexible Arbeitszeitmodelle beibehalten, auch wenn es nicht im Gesetz steht. Sollte KI aber zu erheblicher Freisetzung von „Human-Ressourcen“ führen und damit ein Arbeitgeber-Markt entstehen, dann sieht’s allerdings schlecht aus.

So und jetzt gehe ich wandern …
noch ein wenig meiner Freiheit genießen.

Grüße von der kleinen Atlantik-Insel

PS: Titelbild via ChatGPT


737) Wenn der ICE-Mann nicht mehr klingelt …

… sondern direkt hereinkommt. Da sind wir noch nicht, denn das ist den ICE-Agents auch nicht gestattet so weit ich weiß. Aber allein was ich vom Geschehen auf Straßen und Plätzen sehe und höre, läuft mir im gleichen Moment eiskalt den Rücken runter.

So etwas kenne ich nur aus Schulbüchern und Schwarzweiß-Fotos. Es erinnert an Methoden der Geheimpolizei. Gestapo, Stasi, Securitate … you name it. Und das im „Land of the Free“. Wahrscheinlich sind eigenartige Beulen auf Amerikas Friedhöfen zu sehen, weil sich Denker und Gründer im Grabe umdrehen. Mehrmals am Tag.

Was mag da wohl noch alles passieren?, ist da so mein erster Gedanke.
und
Wie wollen sie diese Gräben je wieder kitten?, dann der zweite.

Ich kann da gar nicht mehr zu schreiben, es ist alles gesagt.

Entsetzt, enttäuscht … ach wie sag ich es nur …
würden sie doch einfach nur eine Runde Eis ausgeben.

PS: Titelbild via ChatGPT

736) Insel-Office 3

Wie bitte? Insel-Office? Schon wieder?

Wieso schon wieder? Ist doch schon wieder ein Jahr her.

Und warum auch nicht? In Berlin ist es entweder grau oder dunkel oder beides gleichzeitig. Garniert mit Resten von Silvesterknallern, Winterstreu, Weihnachtsbäumen und Hundescheiße. Auf jeden Fall hässlich. Man hört kaum Vögel, nur die dystopischen Laute der Krähen. Berliner gehen sich gegenseitig auf den Geist und mir gehörig auf den Wecker. Die Zimmerdecke kommt meinem Kopf immer näher, ich habe schlechte Laune und Vitamin D-Pillen bringen auch nichts. Ich brauche Licht, Sonne und dringend eine andere Tapete. Das weiß ich. Also begehe ich wieder Winterflucht.

Ich habe meinen Rechner eingepackt, diverse Kabel und meinen Reise-Monitor auch. Ich nenne ihn mittlerweile „Moni“. Ein tolles Gerät. Er ist deutlich größer als der Laptop-Screen, wiegt nur gute zwei Kilo und der Standfuss lässt sich ohne Werkzeug abmontieren. Ideal für mein digitales Nomaden-Leben am Rande des Atlantiks.

Nun sitze ich die nächsten vier Stunden im Flieger. Kein Board-Entertainment, kein WLAN, zwangsweise abgekoppelt vom medialen Rauschen. Neben mir sitzt ein junger Typ mit riesigen Muskeln und breitem Kreuz. Er konfisziert beide Armlehnen, sodass ich meinen linken Arm kaum nutzen kann. Also tippe ich diesen Text mit den Fingern der rechten Hand. In der Sitztasche vor mir liegt die neue „brand eins“ mit dem Untertitel „Ein Heft über begründete Zuversicht“, das klingt doch verlockend. Könnte ich vielleicht zum Motto der nächsten vier Wochen erklären. „Eine Reise mit begründeter Zuversicht.“

Damit das auch ja so eintritt, werde ich hin und wieder eher Schluss machen oder eine längere Mittagspause einlegen. Mein Laufprogramm werde ich aufrecht erhalten, vielleicht mal ein Fahrrad / Auto mieten oder mit dem Bus die Gegend erkunden. Da wo ich sein werde gibt es Tageslicht bis nach 18:00, Supermärkte die bis 22:00 geöffnet haben, auch Sonntags und nette Menschen mit leckerer Küche. Paradiesisch.

Einmal pro Tag die Nachrichten checken wird reichen, ich will nur mitkriegen falls die Insel von einer Großmacht mit Großmaul einkassiert wird.

Etwas Lesestoff habe ich bei, einen Streaming-Dienst und charmante Begleitung. Langweilig wird mir also nicht … wird mir nie. Außerdem will ich weiter an meiner längeren off-time im Sommer herumplanen.

So und jetzt werfe ich mal einen Blick ins Heft mit begründeter Zuversicht.

In diesem Sinne … bis die Tage.

Frühere Beiträge zum Thema:

 

80) Welches Programm wollen wir? – Freitag

So Leute und bevor hier die Aufmerksamkeit nachlässt und ihr denkt, dass es doch immer dasselbe ist … nein ist es nicht … da gibt es feine und gruselige Unterschiede … nun also der letzte Teil der Serie … und versprochen es wird deutlich besser 😉

Jeden Morgen 5:30 Uhr bin ich im Bad und höre nebenbei die Früh-Nachrichten.

Manchmal frage ich mich, wie es wäre, wenn plötzlich ein neues Programm ausgestrahlt wird und nichts mehr so ist wie am Tag zuvor. Mit dieser kleinen Serie will ich zusammen mit KI darüber nachdenken und mögliche Nachrichten konstruieren.

Guten Morgen. Es ist 05:30 Uhr. Hier sind die Kurznachrichten.

Nach Abschluss mehrerer Sondierungs- und Beteiligungsverfahren hat sich in der Nacht eine neue Bundesregierung konstituiert.

Sie stützt sich auf eine breite parlamentarische Mehrheit und eine verbindliche Vereinbarung mit Bürgervertretungen, Kommunen und Sozialpartnern.

1. Demokratische Grundlagen

Die Regierung bekräftigt die uneingeschränkte Geltung parlamentarischer Verfahren. Laufende Gesetzesinitiativen werden öffentlich einsehbar gemacht und in verständlicher Form aufbereitet. Bürgerforen und Bürgerräte erhalten verbindliche Mitwirkungsrechte.

2. Transparenz, Ziele und Verantwortung

Politische Vorhaben werden mit klar definierten Zielen, Zeiträumen und messbaren Kriterien versehen. Regierungsverantwortliche werden künftig nicht allein am Erreichen der nächsten Wahl, sondern am Fortschritt dieser Ziele gemessen. Abweichungen müssen öffentlich begründet werden.

3. Digitalisierung und Verwaltung

Verwaltungsprozesse werden bundesweit vereinheitlicht und digitalisiert. Anträge, Nachweise und Genehmigungen sollen medienbruchfrei abgewickelt werden. Ziel ist eine spürbare Entlastung für Bürgerinnen, Bürger und Behörden.

4. Jugend und Zukunftsfähigkeit

Die Bundesregierung kündigt eine Neuausrichtung der Jugend- und Bildungspolitik an. Investitionen in Bildung, Beteiligung und soziale Infrastruktur werden ausgeweitet. Begründet wird dies mit der Verantwortung gegenüber einer Generation, die die langfristigen gesellschaftlichen Herausforderungen tragen wird.

5. Arbeit, Wirtschaft und Personal

Der Umbau von Wirtschaft und Arbeitsmarkt wird aktiv begleitet. Investitionen in klimafreundliche Technologien, Infrastruktur und Qualifizierung werden ausgeweitet. Stellen werden künftig dort besetzt, wo sie gebraucht werden. Maßgeblich sind Bedarf und Eignung, nicht Herkunft oder institutionelle Zuständigkeiten.

6. Klima und Planungssicherheit

Die Regierung bekräftigt ihre Klimaziele und kündigt verbindliche Rahmenbedingungen an. Wirtschaft und private Haushalte erhalten klare zeitliche und finanzielle Leitlinien. Ziel ist Planungssicherheit für Investitionen und Alltag.

7. Bildung und Chancengleichheit

Bildung wird als zentrale Zukunftsaufgabe benannt. Schulen, Ausbildung und Weiterbildung werden ausgebaut. Digitale Angebote sollen Präsenz ergänzen, nicht ersetzen. Chancengleichheit bleibt Leitprinzip.

Die Bundesregierung spricht von einem anspruchsvollen Weg. Ein schneller Erfolg werde nicht erwartet. Entscheidend sei, Verantwortung zu übernehmen und Kurs zu halten.

Weitere Informationen im Laufe des Tages.

Damit zum Sport.

Der Sport erhält einen neuen Schwerpunkt. Nicht Sponsoring, Vermarktung oder Gewinne von Ausrüstern und Verbänden stehen im Fokus, sondern gesundheitliche Entwicklung, Prävention und Gemeinschaft. Programme für Breiten-, Vereins- und Schulsport werden ausgebaut.

Und hier ist das Wetter.

Heute freundlich mit einzelnen Wolken. Temperaturen bis 15 Grad. Für die kommenden Tage sind keine extremen Wetterlagen angekündigt

Und nun geht‘s weiter mit …

… Zukunft“

.

Nun, es liegt an uns was wir hören werden.

PS1: Nachrichtentext mit Unterstützung von ChatGPT

PS2: Titelbild via ChatGPT

<— 79) Welches Programm wollen wir? – Donnerstag

 

79) Welches Programm wollen wir? – Donnerstag

Jeden Morgen 5:30 Uhr bin ich im Bad und höre nebenbei die Früh-Nachrichten.

Manchmal frage ich mich, wie es wäre, wenn plötzlich ein neues Programm ausgestrahlt wird und nichts mehr so ist wie am Tag zuvor. Mit dieser kleinen Serie will ich zusammen mit KI darüber nachdenken und mögliche Nachrichten konstruieren.

„Guten Morgen. Es ist Mittwoch, 05:30 Uhr. Hier sind die Kurznachrichten.

Nach Empfehlung eines unabhängigen Expertengremiums hat der Bundestag in der Nacht der Einsetzung einer datenbasierten Bevölkerungssteuerung zugestimmt. Der neu vereidigte Bundesanalyzer hat erste Gesetzesentwürfe zur weiteren Modellierung freigegeben. Die Zustimmung des Bundesarchitekten wird im weiteren Verfahren erwartet. 

 

1. Steuerung und Entscheidungsfindung

Politische Entscheidungen werden künftig auf Basis kontinuierlich erhobener Echtzeitdaten getroffen. Prognosemodelle, Simulationen und Risikoanalysen bilden die Entscheidungsgrundlage. Abweichungen vom Modell sind nicht vorgesehen.

2. Datenerfassung

Bewegungs-, Gesundheits-, Kommunikations- und Verbrauchsdaten werden zentral zusammengeführt. Die Erhebung erfolgt automatisiert über bestehende Endgeräte, Infrastrukturen und Schnittstellen. Eine aktive Mitwirkung ist nicht erforderlich.

3. Transparenz

Alle relevanten Kennzahlen sind öffentlich einsehbar. Individuelle Beiträge zum Gesamtzustand werden personalisiert ausgewiesen. Die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen wird dadurch erhöht.

4. Alltag und Verhalten

Empfehlungen zu Mobilität, Arbeit, Ernährung und Freizeit werden in Echtzeit bereitgestellt. Abweichungen sind möglich, fließen jedoch unmittelbar in die Bewertung ein.

5. Arbeit und Einsatz

Die Verteilung von Arbeit erfolgt künftig über ein zentrales Portal. Tätigkeiten werden projektbezogen und bedarfsorientiert zugewiesen. Klassische Arbeitsverträge mit langfristiger Mitarbeiterbindung werden aufgelöst.

6. Bildung und Qualifikation

Lerninhalte werden individualisiert. Ausbildungsstände, Kompetenzen und Defizite werden kontinuierlich erfasst und öffentlich einsehbar gemacht. Bildungs- und Einsatzpfade ergeben sich aus statistischer Eignung.

7. Gesundheit und Bewertung

Gesundheits- und Verhaltensdaten werden fortlaufend ausgewertet. Abweichungen von empfohlenen Profilen werden über eine neue Social-Scoring-Card abgebildet und sanktioniert.

Die Bevölkerungssteuerung verweist auf die vollständige Transparenz des Systems. Entscheidungen seien jederzeit überprüfbar und datenbasiert erklärbar.

Weitere Informationen werden fortlaufend aktualisiert.

Damit zum Sport.

Der organisierte Sportbetrieb wird auf E-Sports umgestellt. Wettbewerbe finden vollständig digital statt. Spielverhalten und Reaktionsprofile fließen in Leistungs- und Belastungsdaten ein.

Und hier ist das Wetter.

Wetterdaten werden künftig hochauflösend erhoben. Vorhersagen beziehen sich auf einen Radius von fünfzig Kubikmetern um den jeweiligen Aufenthaltsort. Regionale Abweichungen werden in Echtzeit angepasst.

Weiter geht es im Programm mit den Top-10-Apps des Tages“

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Nun, es liegt an uns was wir hören werden.

PS1: Nachrichtentext mit Unterstützung von ChatGPT

PS2: Titelbild via ChatGPT

<— 78) Welches Programm wollen wir? – Mittwoch