Im Juni 2026 bin ich mehrere tausend Kilometer durch Nordost-Europa gefahren und hatte dabei viel Zeit nachzudenken. Ich liebe es, auf Landstraßen zu fahren und nachzudenken. Und da kreiselten meine Gedanken um den Begriff „Purpose“, für den es im deutschen kein vernünftiges Equivalent gibt. Die deutschen Worte „Lebenssinn“, „Berufung“, „Bestimmung“ sind mir zu weit drüber, die Worte „Zweck“ und „Orientierung“ hingegen klingen wie aus einer Packungsbeilage für Tabletten. In einem Hörbuch habe ich den Begriff „Anliegen“ gefunden. Das gefällt mir schon besser. Auf dieser Seite geht es nicht um den Blog (das könnt ihr unter > Über / About nachlesen). Hier geht es um das, was mich so umtreibt.
Mein Anliegen:
1. Wertschätzung:
Ich setze mich dafür ein, dass Menschen respektvoll und auf Augenhöhe miteinander umgehen. In meinem privaten wie beruflichen Handeln versuche ich, Verständnis, Fairness und Empathie zu fördern und egoistischem Denken entgegenzuwirken. Ich bin überzeugt, dass ein gutes Miteinander die Grundlage für ein erfülltes Leben und eine funktionierende Gesellschaft ist.
2. Potenzialentfaltung
Ich überdenke Abläufe und Strukturen, sodass weniger Zeit, Energie und Aufmerksamkeit an unnötige Prozesse gebunden werden. Dadurch entsteht mehr Raum für sinnvolle, kreative und bereichernde Tätigkeiten. Mein Ziel ist es, Potenziale freizusetzen und Menschen von vermeidbarer Komplexität, ineffizienten Abläufen und wenig sinnstiftenden Tätigkeiten zu entlasten. Technologie soll dabei Potenziale entfalten und Menschen unterstützen – nicht sie beherrschen.
3. Nachhaltigkeit
Ich möchte bewusst und verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen. Das betrifft die Umwelt ebenso wie Materialien und die Auswirkungen meines Handelns auf kommende Generationen. Bei meinen Entscheidungen versuche ich, langfristige Folgen mitzudenken und einen Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft zu leisten.
4. Impulse
Ich möchte Menschen zum Nachdenken anregen und andere Wege aufzeigen. Durch meine Arbeit, meine Texte und meine Ideen möchte ich Denkanstöße geben, ohne zu belehren oder zu missionieren. Inspiration verstehe ich als Einladung zum eigenen Nachdenken. Ich bin überzeugt, dass Veränderung zum Leben gehört und bewusst gestaltet werden sollte, statt ihr hilflos ausgeliefert zu sein.
5. Perspektiven
Ich erweitere meinen Horizont durch Reisen, den Austausch mit Menschen unterschiedlicher Kulturen und die Gedanken von Autoren, Unternehmern, Forschern und Visionären. Neue Eindrücke helfen mir, Gewohntes zu hinterfragen, Zusammenhänge besser zu verstehen und mich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
6. Resilienz
Ich möchte achtsam mit meinen eigenen Ressourcen umgehen. Zeit, Energie und Gesundheit sind die Grundlage dafür, langfristig etwas Positives bewirken zu können. Ich möchte mich nicht dauerhaft auf Kosten meiner eigenen Kräfte engagieren oder Schwächen in Systemen mit persönlichem Mehreinsatz ausgleichen. Nach Phasen hoher Belastung will ich mir bewusst Zeit für Erholung und Regenerationn nehmen, damit Engagement nicht zur Erschöpfung wird. Ich erinnere mich daran, dass langfristige Wirksamkeit wichtiger ist als kurzfristige Höchstleistung.
7. Verbundenheit
Ich schätze echte Beziehungen mehr als oberflächliche Aufmerksamkeit. Familie, enge Freundschaften und ehrliche Gespräche sind für mich wertvoller als viele flüchtige Kontakte oder digitale Anerkennung. Ich glaube, dass Vertrauen, Offenheit und gemeinsames Nachdenken Menschen nachhaltig miteinander verbinden.
Warum diese Leitgedanken?
Transformation gehört zum Leben. Sie findet überall statt – in der Gesellschaft, in Unternehmen, in Beziehungen und in jedem von uns. Die entscheidende Frage ist nicht, ob sich etwas verändert, sondern ob wir Veränderung bewusst gestalten oder von ihr gestaltet werden.
Diese Leitgedanken sind mein persönlicher Kompass. Sie erinnern mich daran, wie ich in Zeiten des Wandels handeln, entscheiden und mit anderen Menschen umgehen möchte.