719) 10 in 1

Das 2 in 1 Duschgel, was für eine großartige Erfindung das war.

Nur noch eine Schmiere für Kopf und Körper!

Schluss mit den Zeiten, wo man im Bad noch lesen können musste. Schluss mit den Zeiten, wo man gezwungen war, die Augen des einshampoonierten Kopfes zu öffnen, um nach der anderen Flasche zu greifen. Auch musste man nicht mehr überlegen, ob gewisse Körperregionen eher in die Kategorie „Körper“ oder „Haar“ fielen.

Aber selbst diese Innovation wird nun noch übertroffen.

Das 5-in-1-Duschgel wirbt mit folgender Aufschrift:

„Für Körper, Gesicht, Haar, Rasur und Feuchtigkeit.“ Genial.

Aber da geht doch noch mehr, oder?

Das 6-in-1:
„Für Körper, Gesicht, Haar, Rasur, Feuchtigkeit und Zähne.“

Das 7-in-1:
„Für Körper, Gesicht, Haar, Rasur, Feuchtigkeit, Zähne und Parkett.“

Das 8-in-1:
„Für Körper, Gesicht, Haar, Rasur, Feuchtigkeit, Zähne, Parkett und Flächen.“

Das 9-in-1:
„Für Körper, Gesicht, Haar, Rasur, Feuchtigkeit, Zähne, Parkett, Flächen und Auto.“

Das 10-in-1:
„Für Körper, Gesicht, Haar, Rasur, Feuchtigkeit, Zähne, Parkett, Flächen, Auto und Garten.“

Nun braucht man nur noch einen Universallappen und alles riecht frisch nach Minz-Kirsche-Honig-Sommerfrische

Und man sollte besser gleich einen Fünf-Liter-Kanister zu Hause haben.

Denn wenn die Pulle mal leer werden sollte …

steht man plötzlich ganz dumm da.

718) Traumreise nach Damaskus!

Sie sind als syrischer Flüchtling in Deutschland? Haben perfekt durchorganisierte deutsche Behörden kennenlernen dürfen, kostenlose Sprachausbildung genossen und einen anstrengenden Integrationsweg beschritten? Sie arbeiten als Arzt oder Ärztin in einem deutschen Krankenaus, als Pfleger im Heim oder sie schneiden uns Deutschen die Haare oder Hipster-Bärte. Sie sind als Projekt-Manager, Apotheker in Deutschland tätig, fahren Pizza oder vielleicht sogar einen Schulbus?

Großartig!

Dann wartet nun das nächste Experience Level auf sie!

Der Reiseveranstalter „CDU-Tours“ hat ein besonders großartiges und nachhaltiges Reiseerlebnis für sie vorbereitet! Da der Krieg als beendet gilt, werden Sie auf Kosten deutscher Steuerzahler nach Damaskus geflogen und werden dort bleiben solange sie (nicht) wollen. Sie übernachten in den Überbleibseln historischer Gebäude, haben des Nachts freien Blick auf tausendundeine Nacht unterm Sternenhimmel und genießen das „cozy feeling“ von Heimat, selbstverständlich begleitet von ihren engsten Familienangehörigen, in winterlich klimatisierten Mannschaftszelten.

Der Veranstalter hat kulinarisch vorgesorgt, genießen sie orientalische Küche nach dem „Friss-ein-Viertel“-Prinzip, eine der weltweit best erprobten Brot-Diäten. Das Tagesprogramm ist sorgfältig gestaltet: Schutt dematerialisieren. Steine transferieren. Straßen kreieren. Häuser erschaffen. Gründergeist ist gefordert! Und Ihre Kinder? Ja die gehen in den Kids-Club oder schauen zu. Die sollen ja schließlich auch was lernen. Was für eine einmalige Gelegenheit für generationsübergreifenden Wissenstransfer. Jahrtausende alte Kulturtechniken werden wieder entdeckt und in junge Hände gelegt.

Und Sie werden hochkarätig begleitet. Bundeskanzler Merz fliegt mit ihnen dorthin und hat bei 10.000 m Höhe exklusive und praxisnahe Empfehlungen für sie bereit. Gewinnen Sie ein meet & greet, wenn Sie sich sofort anmelden! Super Star Jens Spahn wird zugeschaltet, somit virtuell bei ihnen sein, aber täglich mit Rat und ohne Tat zur Verfügung stehen und an ihre patriotische Pflicht erinnern, doch bitte gern an der Gestaltung der syrischen Zukunft teilzuhaben.

Die Positionen und Arbeitsstellen, die sie hier zwangsläufig freimachen, werden möglicherweise zeitweise für etwas Knappheit sorgen, aber da müssen sie kein schlechtes Gewissen haben. Diese werden recht schnell von den potenten Supernasen der AfD nachbesetzt oder halt von KI.

Wird schon.

„CDU-Tours – Rückführung mit Weitsicht“

Gute Reise nach Damaskus(s)!

PS: Titelbild via ChatGPT

717) Neunundvierzig

Neunundvierzig ist er jetzt, doch in technischen Fragen weiß sein Vater einfach immer noch besser Bescheid. So kündigt sich der Sohn bei dem rüstigen Rentner an, nicht für lang, nur auf einen Kaffee. Er wird um die späte Mittagszeit eh an dem Viertel vorbeifahren, da lässt sich das gut verbinden. Außerdem nagt ein Gespräch mit einem Schulfreund an ihm. Dessen Vater gibt keine Ratschläge mehr, denn der liegt seit letztem Jahr unter der Erde.

Der Sohn fährt am Haus vor, parkt das Auto und ruft den Vater per Telefon an. Das hat er sich so angewöhnt, weil die Hunde immer einen Riesenrabatz machten, wenn jemand an der Tür stand und klingelte. Der Vater öffnet die Haustür und kommt zum Gartentor. Sie umarmen sich, und gehen gemeinsam ins Haus. Zwei Hundedamen zeigen sich erfreut, sie bellen und jaulen nicht. „Ach ja“ … so fällt es ihm ein, die beiden Rüden sind ja nun im Hundehimmel.

Vater und Sohn tauschen Neuigkeiten aus. Was liegt an? Wie läuft die Arbeit? Was machen die Kinder? Sie sprechen auch über den Großvater, der vor ein paar Tagen Geburtstag gefeiert hätte. Über hundert Jahre wäre er doch sicher schon, oder? Der Vater beschreibt eine Rechnung, die ihn in den letzten Tagen beschäftigt hat. Vor 24 Jahren ist der Großvater gestorben, wenn er nun diese 24 Jahre von seinem eigenen Alter abziehe, dann berühren sich ihre Zahlen für einen kurzen Moment bei neunundvierzig.

716) Weil wir übers Stadtbild reden müssen

Es gibt aktuell keinen Tag an dem nicht über den Begriff „Stadtbild“ diskutiert wird, danke für diese Flanke Herr Bundeskanzler, diesen Ball möchte ich gern weiterspielen. (Bei der Gelegenheit, bei uns gibt es mittlerweile auch schon „Stadtwild“, aber das Fass mache ich jetzt nicht auch noch auf.)

Ja, wir sollten mehr übers Stadtbild reden, denn da liegt so Einiges im Argen.

  • Wenn ich mir anschaue, wie öffentliches und privates Eigentum mit Farbe besudelt wird.
  • Wenn Parks aussehen wie eine Müllhalde oder wie eine lokale Version der Wüste Gobi.
  • Wenn ich sehe, wie Menschen unter Brücken hausen oder Zelte in den Büschen der Parks aufbauen.
  • Wenn Schrott über Nacht auf die Straße gestellt wird („zu verschenken“) und dort vor sich hin gammelt.
  • Wenn „Ich-gönne-mir-nen-Roller-Fahrer“ zu blöd sind, das Ding nach der Nutzung vernünftig abzustellen.
  • Wenn es an den zentralen Plätzen der Stadt entweder nach Urin oder Dope riecht, und man bloß nichts anfassen will.
  • Wenn aus einfachsten Straßen-Baustellen, jahrelange Flughafen- oder Mars-Besiedlungsprojekte werden.
  • Wenn Schulen aus den siebziger Jahren zusammenfallen und die verpickelten Halbwüchsigen deshalb durch die halbe Stadt zur Ausweichschule fahren und die Bahn verstopfen.
  • Wenn selbst ich als Kerl, abends ungern durch Parks gehe … in denen es an Lampen mangelt.

Ja, dann müssen wir mal ganz dringend übers Stadtbild reden Herr Merz. Nur verstehe ich noch nicht, was davon in erster Linie von Menschen aus dem Ausland verursacht wird, die hier Zuflucht oder einen Job suchen oder warum gerade unsere Töchter und Frauen da mehr zu richten hätten.

PS: Titelbild via ChatGPT, Leser jenseits der Elbe können beruhigt sein, dass der Bundestag noch nicht nach Ostberlin verschoben wurde 😉

715) Ganz nahe an der 4-Stunden-Woche

„Guten Tag! Ich bin Amelie aus dem Personalbereich von YouTube.

Wir freuen uns, Ihnen eine Teilzeitstelle im Home-Office anzubieten, um uns bei der Geschäftserweiterung zu unterstützen.“

So begann die SMS, die ich kürzlich erhielt.

Und weiter ging es:

„Arbeitszeit: täglich 60 bis 90 Minuten
Tägliches Gehalt: 300 bis 600 Euro
Garantiertes monatliches Einkommen: 10.000 Euro
Arbeitsort: Beliebig, flexible Arbeitszeiten
Leistungen: Bezahlter Urlaub (insgesamt 25 Tage pro Jahr)“

Also dafür klicke ich auch mit allen Fingern und Zehen irgendwelche Like-Buttons und die Nase nehme ich auch noch mit dazu. 90 Minuten täglich kann man das schon mal aushalten. Aber nee, ich sollte mich nicht so schnell zufrieden geben.

Ich sollte besser nachverhandeln.

  • Wie sieht denn die Firmenwagenregelung aus?
  • Und kann ich auch im Ausland arbeiten?
  • Wie steht es mit Bonusregelung? Weihnachtsgeld?
  • Und dem Well-being program? Yoga? Spa-Gutschein?
  • Deutschland-Ticket? E-Bike? Fitness Center?
  • Kicker-Tisch nach Hause und Obstkorb sowieso?
  • Rentenversicherung, Hinterbliebenenversorgung?

Also ohne, mache ich das nicht.

Beim Lesen des letzten Satzes … platzt der Traum … leider

„Fügen Sie mir auf WhatsApp hinzu, um sofort 10 Euro Bonus zu erhalten!“

PS: Titelbild via ChatGPT

714) Auf Los, geht‘s los.

Die Union setzt bei der Wiedereinführung der Wehrpflicht auf ein Losverfahren, wenn die Freiwilligkeit nicht ausreicht, die Feldbetten zu besetzen. So kann man das, glaube ich, ganz gut zusammenfassen.

Was ist denn da nun schon wieder los?

Da kommen dann also alle männlichen Vornamen einer Gemeinde in einen großen Topf und die Weinkönigin übt sich als Unglücksfee? Sie rührt mit dem Bürgermeister und Fußballtrainer kräftig um, dann ziehen sie die Lose, und verlesen nach und nach die Gewinner … oder die Nieten … Je nachdem, wie man(n) es sieht?

„Julian, Max, Hakan ab zur Infanterie, Jakob du wirst Funker, Mohammed du darfst mal Hubschrauber probieren. Marie und Lina, ihr glaubt wohl, wir sind blöd und wir kriegen das nicht mit. Ihr bleibt zu Hause. Jemand muss schließlich zu Hause bei der Familie sein.“

Oder sie kombinieren das gleich mit den Lottozahlen. „Diese Woche werden folgende Personalausweis-Endziffern in die Kaserne gebeten: 327, 572, 231, …“

Also was soll das denn nun werden?

Ich meine, dass wir wohl oder übel die Truppenstärke erhöhen müssen, gefällt mir zwar nun auch nicht, aber ne schlaue Alternative hätte ich gerade auch nicht zur Hand. Aber wenn doch dann doch bitte gleichberechtigt, oder gleichverpflichtet für alle. Natürlich kann es Ausnahmen geben, gab’s ja früher auch schon. Die jüngeren Brüder von kinderreichen Familien oder sehr junge Väter, wurden früher auch nicht unbedingt gleich gezogen, sondern erst einmal übersprungen.

Aber ein Losverfahren, welches Männer trifft, die sich nun gerade mal gar nicht von zu Hause loseisen können, und gleichzeitig Leute überspringt, die durchaus offen wären, für einen Ruf zu den Waffen. Das geht doch nach hinten los.

Losgelöst von der Frage ob das Losverfahren, vielleicht das Geheimrezept ist, um sicherzustellen, dass doch jeder Rekrut ein Toilettenbecken und einen Helm findet, warum macht sich die Union dafür stark und nicht der SPD-Verteidigungsminister, der all das Equipment und die Liegenschaften auftreiben muss?

Los, los Männer, vorwärts, es geht los!

Früher zog dich Vater Staat zur Fahne.
Heute zieht er Lose … bisschen was spielerisches … ach wie nett.

Ziehe bitte eine Ereigniskarte und wenn du über LOS gehst, kannst du versuchen deinen Wehrdienst-Platz bei eBay versteigern.

PS: Titelbild via ChatGPT

713) In der Regel handlungsunfähig?

Letzte Woche berichteten die Früh-Nachrichten meines Lieblings-Radio-Senders, dass der Bundestag der Einführung von Distanz-Elektroimpulsgeräten (DEIG), sogenannten Tasern, zugestimmt hat. Der Entwurf „zur Änderung des Gesetzes über den unmittelbaren Zwang bei Ausübung öffentlicher Gewalt durch Vollzugsbeamte des Bundes“ ist damit durchgewunken. 

Der Radio-Bericht schloss mit der etwas seltsamen Formulierung, dass der Einsatz von Tasern aus geringer Entfernung erfolgt … und ein Mensch damit in der Regel handlungsunfähig wird.

Ähhm, was heißt hier bitte „in der Regel“?

Wird der Mensch also in der Regel handlungsunfähig und manchmal eben auch nicht? Passiert dann gar nichts? Klick? Düdeldüt? Akku alle?

Oder soll das heißen, dass der Mensch dann in der Regel „nur“ handlungsfähig, in Ausnahmefällen aber auch gegrillt oder mit einem vorgezogenen Herzstillstand beschert wird?

Oder entsteht hier gar ein neues Medikament, dass nur bei regelmäßiger Anwendung eine Aussicht auf Besserung der Verhaltensauffälligkeiten hat?

„Der Einsatz der Schusswaffe sei dabei stets das letzte Mittel. Um ein möglichst abgestuftes Vorgehen bei der Anwendung des unmittelbaren Zwangs zu gewährleisten, könnten Taser eingesetzt werden. Diese entfalteten insbesondere präventive Wirkung“ so heißt es auf der Website des Bundestages. Ach soooo, na gut.

Also liebe Beamte … in meinem Falle bitte nur halber Power auswählen und wenn es geht, dann vorzugsweise mit Öko-Strom arbeiten. Ich lasse mir auch den Ausbildungsnachweis zeigen, erwarte ein GS-Zeichen und einen aktuellen DGUV-Stempel vom TÜV.

Gerade lief ein grimmig schauernder Polizist durch den ICE, ich habe ganz freundlich geschaut.

712) Wenn das Gelbe vom Ei in den Brunnen fällt

Dass KI, speziell die Sprach-Modelle z.B. ChatGPT, Gemini, Claude oder auch Bild-Generatoren das ganze Internet abgrasen, um halbwegs „smart“ daher zu kommen, müsste mittlerweile jeder wissen, der KI nutzt.

Und im Internet gibt’s ja nun mal bekanntermaßen gute und kluge Inhalte, aber auch jede Menge Blödsinn. Mit entsprechenden Moderationen, ethischen Standards, Filtern und „Alignments“ versuchen die Googles, OpenAI‘s und Meta’s der Welt den übelsten Müll aus den Antworten der „Quassel-Maschinen“ rauszuhalten.

Aber es gibt auch Inhalte, die gar nicht falsch sind, nur für eine KI völlig missverständlich. Zweideutig. Dreideutig. Menschlich eben.

Unsere schönen deutschen Sprichworte zum Beispiel:

  • Da liegt ein Hund begraben, wird in der Pfanne verrückt oder Schmetterlinge fliegen in Bäuchen umher.
  • Ein Nagel wird auf den Kopf getroffen, die Katze beißt sich in den Schwanz und man schmiert anderen Honig ums Maul.
  • Da ist etwas Schnee von gestern und sowie nicht das Gelbe vom Ei.
  • Jemand versteht nur Bahnhof, plötzlich kommt ein steppender Bär vorbei und ein Kind ist in den Brunnen gefallen.
  • Menschen treten oft in fette Näpfchen, dann geht etwas in die Hose und im Anschluss mit Pauken und Trompeten unter.
  • Irgendwann stecken Sie den Kopf in den Sand, um dann volle Kanne aus allen Wolken zu fallen, bis irgendein Schwein pfeift.
  • Viele haben Dreck am stecken und deren Hütte brennt, die dann mit allen Wassern gewaschen wird.
  • Auf einmal weht ein anderer Wind, die Flinte wird ins Korn geworfen, Polen ist plötzlich offen und letztlich ist dann wieder alles in Butter.

Was soll die KI da bloß von uns „denken“?

Und zu welchen Schlüssen kommt sie wohl?

PS: Titelbild via ChatGPT

711) Liebe Burger und Nicht-Burger:Innen

„Darf Fleischersatz als Burger bezeichnet werden?“ Heute wird das Europaparlament darüber abstimmen.

Diese Nachricht erreichte mich heute Früh beim Zähneputzen und mir blieb fast die Zahnbürste im Hals stecken. Eine durch vornehmlich konservative und Agrar-Lobbygetriebene Initiative, soll heute zur Abstimmung kommen, wonach Begriffe wie „Burger“, „Würstchen“ und „Steak“ nicht mehr für pflanzliche Lebensmittel verwendet werden dürfen.

Bevor das heute entschieden wird, will ich noch meinen Senf dazu abgeben .

Was für ein Bullshit! 

Was im Antlitz von Transparenz und Verbraucherschutz daher kommt, folgt einer rein idiologisch geprägten Agenda. Und dafür ist nicht die sonst so viel gescholtene „Europäische Union“ verantwortlich, sondern die Treiber der Initiative. Dieselben übrigens, die den grünen, „woken“ und progressiven Kräften vorwerfen, Sprachpolizei zu spielen (Stichwort Gendern) oder nur mit ideologischen Vorschriften zu kommen (Stichwort Veggie-Day).

Eine Wurst ist doch eine durchgedrehte Masse, entweder in Natur-Darm oder Plastikhülle gequetscht. Ein Burger ist doch eher ein Gericht, ein wasauchimmer-Patty zwischen zwei mehr oder weniger pappigen Brötchen-Hälften. Ein Schnitzel ist ein plattgeklopptes, paniertes „Ding“ … und ist mittlerweile auch als „Sellerieschnitzel“ oder „Sojaschnitzel“ zu haben. Nicht ganz mein Ding, aber bitte, solange es klar deklariert ist, ist doch alles ok.

Und überhaupt, mit welchen Nebensächlichkeiten beschäftigt sich das EU-Parlament? Ich reagiere hyperallergisch, wenn mir jemand Begriffe oder Formulierungen vorschreibt und gar verbietet. Egal von welcher Fraktion das kommt. Bevor ich mich jetzt hier in Rage schreibe, mache ich Schluss und geh mal in die Arbeit, um meine Steuergelder und EU-Beiträge zu verdienen.

Heute Mittag gibt’s Döner, ob mit Fleisch oder nur Gemüse, überlege ich mir noch

PS1: „Bullshit“ ist übrigens tierisch und vegetarisch in einem, da hat man es doch gut gelöst

PS2: Titelbild via ChatGPT

710) Wenn der Amtsschimmel zum Arzt geht

Egal ob in der Amtsstube oder beim Doktor, man bekommt doch immer wieder etwas zum Schmunzeln und Kopfschütteln.

Vor sechs Wochen habe ich für den Stammhalter einen Personalausweis beantragt. Der Beamte konnte mittlerweile sogar Pass-Fotos mit dem Dienst-Handy machen und in den Vorgang einspeisen, fand ich super! Kostete zwar extra, aber warum nicht? Zum Abschluss bekamen wir ein Papier mit einer Internetadresse und einem QR-Code drauf, über den man den Fortschritt tracken kann. …

Der Ausweis wäre wohl mittlerweile fertig, auf dem Zettel fehlte allerdings jeder Hinweis, wie man den Ausweis abholt, wenn er denn fertig ist.

Also tingelte der Stammhalter heute, begleitet von der schlauen Schwester, um 16:00 Uhr zum Amt, wurde aber abgewiesen: Er müsse doch bitte einen Termin machen. Es gäbe allerdings spezielle Abholtermine. Auf einer anderen Plattform als die Termine zur Beantragung, natürlich. Also klickten sie sich durch und fanden einen Termin, für Morgen um 13:55 Uhr. What?

Aber auch im Gesundheitswesen, das ja eigentlich weiter ist in Sachen Digitalisierung und Terminabwicklung, heute wieder ein ähnliches Trauerspiel.

Ich betrete die Praxis und gehe auf den Tresen zu. Beide Plätze sind besetzt,  jeweils eine Arzthelferin dahinter, davon ein Patient.

Rechter Platz – Patientin: „Und wie machen wir das am besten? Soll ich es vorbeibringen?“

Linker Platz – Patient: „Ick will mein Rezept für Ramipril abholen.“

Rechter Platz – Arzthelferin: „Wie meinen Sie das?“

Linker Platz – Arzthelferin: „Welches Rezept?“

Rechter Platz – Patientin: „Na die Auswertung?“

Linker Platz – Patient: „Ick hatte Ihn‘ doch ’ne E-Mail jeschickt.“

Rechter Platz – Arzthelferin: „Am besten, Sie schreiben uns eine E-Mail, dann haben wir alles schriftlich und können das dem Doktor vorlegen.“

Linker Platz – Arzthelferin: „E-Mail? Nicht gut. Wir haben da Probleme. Die E-Mails verschwinden immer.“

Rechter Platz – Patientin: „Oh, toll, danke, ich setze mich noch mal ins Wartezimmer

Linker Platz – Patient: „Aber dann müssen’se die E-Mail aber oooch löschen, wenn se doch noch ankommt. Sonst hab ick ja zwei Rezepte auf der Karte. Ick meine, mir soll’s ja recht sein … aba ….“

Der Nächste, bitte!

PS: Titelbild via ChatGPT, sieht man daran, dass immer 10 nach 10 ist 😉