758) Stutzmomente – 4

Auf gehts in die vierte Sammlung winzig kleiner Lese-und Hör-Schnipsel, bei denen man sich die Augen reibt oder fragt, ob die das jetzt echt im Ernst gesagt haben.

Hier also die Fundstücke der letzten Monate. Die meisten erklären sich von selbst, nur bei einzelnen werde ich ein bisschen in kursiv nachhelfen.

Ick‘ seh‘ wohl nich‘ richtig:

  • Seit Ihrem letzten Scam sind zehn Tage vergangen (mein Viren-Scanner)
  • Kraftstoff-Abgabe in ungeeignete Gesäße ist verboten!
  • Küchenpapier – Saustark

Ick‘ hör‘ wohl nich‘ richtig;

  • Linke Spur im Beischlaftunnel weiterhin gesperrt (Beyschlagtunnel in Berlin)
  • Dieser Pfurzfilm wurde dann auch in meinem Ort gespielt
  • Laut einem Militärsprecher hat die Hodenoperation begonnen
  • Rund ums Messergelände stehen nur wenige Parkplätze zur Verfügung
  • Der Kanzler feiert seinen Geburtstag in schmierigen Zeiten
  • Drohen mehrere Einschränkungen wegen eines Darmstreiks
  • Aus Reichsministerium dagegen heißt es, dass … (aus Bundesministerin Katherina Reiche‘s Ministerium)
  • Die Mythen Berliner Wohnungen sind in den letzten Jahren stark angestiegen

Nett oder?

<— 691) Stutzmomente – 3

PS: Titelbild mit Hilfe der WordPress-KI

757) Ladeinfrastruktur für Human Resources

Ist euch schon mal aufgefallen, dass moderne Akkus häufig nur noch bis 80 % geladen werden? In dem Fall ist nicht der Akku besonders blöd, sondern die Steuerung ziemlich smart.

Die KI weiß Bescheid … oder tut zumindest so:

„Moderne Smartphones laden ihren Akku nicht mehr einfach bis 100 % durch.

• Sie laden schnell bis etwa 80 %

• danach wird das Laden verlangsamt oder kurz pausiert

Der Grund:

• Weniger Verschleiß – volle Akkus altern schneller

• Weniger Hitze – die letzten Prozent belasten stärker

• Intelligente Steuerung – das Gerät lädt erst dann voll, wenn es wirklich gebraucht wird

👉 So bleibt der Akku länger leistungsfähig, ohne dass man es im Alltag merkt.

 

Tja, da hat sich also jemand wirklich Gedanken gemacht, wie man Ressourcen schont, um länger etwas von ihnen zu haben.

Das System reizt es nicht stumpf bis zum Maximum aus, sondern bleibt bewusst darunter, reduziert Belastung, vermeidet Stress und liefert genau dann die volle Leistung, wenn sie wirklich gebraucht wird.

Ich habe diese Einstellung in meiner persönlichen Systemkonfiguration bisher noch nicht gefunden. Wurde dieses Feature in meinem Baujahr einfach noch nicht verbaut? Oder hat es irgendwann ein Admin deaktiviert?

Stattdessen laufen wir oft im Dauerbetrieb, oft sogar über 100 %.

Ohne Ladepause. Ohne intelligentes Management. Ohne Rücksicht auf Verschleiß.

Gibt es irgendwo ein Update dafür?

Kann ich mir das noch nachträglich runterladen?

Im Bundes-App-Store finde ich nur die „Mehr Arbeiten“ – App … komisch.

 

PS:Titelbild via KI

 

756) Durch KI ersetzt

Eine Projektkollegin auf Kundenseite bittet mich, ein paar Videosequenzen einer Software aufzunehmen. Sie möchte diese an Projekt-Studenten weitergeben, die daraus ein kompaktes Video für das mittlere Management erstellen sollen.

Da ich solche Videos regelmäßig aufnehme und die Software sehr gut kenne, biete ich an, direkt das komplette Video zu erstellen. Schließlich bin ich der Experte und komplexe Sachverhalte in einfachen Worten zu erklären, mache ich ohnehin gern. Gesagt, getan. Ein kleines Drehbuch entworfen, zwei Folien zur Einführung vorbereitet und alles auf Englisch aufgenommen, in einer abwechslungsreichen „Sendung mit der Maus“-Manier. Ich fand es gelungen. Das Ganze habe ich in drei Teile aufgeteilt, damit sich daraus gut schneiden und kürzen lässt.

Auswählen. Hochladen. Senden. Erledigt.

Einen Tag später erfahre ich von der studentischen Aushilfe im Nachbarzimmer, dass sie meine Videos weiterverarbeiten soll, und zwar mit folgenden Vorgaben:

  • Den ersten Teil benötigen sie gar nicht, er ist zu fachlich.
  • Meine Stimme soll nicht verwendet werden, stattdessen kommt KI zum Einsatz.
  • Außerdem soll alles auf unter vier Minuten gekürzt werden, länger hält die Aufmerksamkeit nicht.

Also hört sich die studentische Aushilfe meine Videos mehrfach an, transkribiert meine Stimme in Text, kürzt die vermeintlich unwichtigen Details und fügt hier und da Pausen ein, damit die KI-Tonspur noch halbwegs zum Screen-Recording passt.

Na wunderbar. Ich bin jetzt wohl ein Dino. Der Senior der immer so viel erklärt.

Seniorsplaining quasi.

 

PS: Titelbild via KI

755) Ich bin ein Mensch

Vorbei sind die Zeiten, in denen man durch das Auswählen von Ampeln, Treppen und Bussen beweisen musste, dass man ein Mensch ist und sich damit den Login auf Internetseiten verdient hat.

Heute reicht ein Klick auf: „Ich bin ein Mensch.“

Klingt erstmal wie ein Fortschritt. Ist aber eigentlich ein bisschen absurd. …

Denn während wir brav das Kästchen anklicken, passiert im Hintergrund die eigentliche Prüfung. Mausbewegung, Timing, Nutzer-Verhalten … alles wird analysiert. Die Checkbox ist nur noch Deko.

Und logisch betrachtet:

Wenn es nur eine Auswahl gibt … muss es ja stimmen, oder? 😉

Vielleicht wäre es ehrlicher mit mehr Optionen:

• Ich bin ein Chatbot

• Ich bin ein Haustier

• Ich bin ein Haushaltsroboter

• Ich bin eine Computer-Maus

• Ich bin nur hier wegen der Cookies

Dann würde wenigstens ab und zu mal jemand durchfallen.

 

PS: Titelbild via KI

 

754) Kein‘ Bock mehr

Die letzten Wochen habe ich als extrem frustrierend empfunden. Egal, was ich voranbringen wollte, mir wurden mindestens zehn große Steine in den Weg gelegt. Im Großen wie im Kleinen, völlig egal.

  • Wenn ich in der Firma etwas an der eigenen IT verändern will, bekomme ich sofort diverse „Gründe“ geliefert und bürokratische Hürden präsentiert, die ich doch bitte „gern“ nehmen kann … wenn „ich“ denn unbedingt „will“.
  • Habe ich endlich jemanden in Asien eingearbeitet, der mir Dinge abnehmen soll, liebäugelt diese Person plötzlich mit einem Job bei der Konkurrenz, weil dort besser bezahlt wird.
  • Wenn ich möchte, dass die Hausverwaltung einfach nur ihren Job macht und endlich ein paar Mängel bearbeitet, geht niemand ans Telefon und E-Mails werden grundsätzlich ignoriert.
  • Habe ich heute Morgen endlich die „Zu-verschenken“-Kiste der Nachbarn im Müll entsorgt, steht am Nachmittag schon die nächste da. Ach wie nett. Und wie herzenswarm … sozial.
  • Wenn ich irgendeinen Vertrag ändern oder ein Abo kündigen will, brauche ich genau in diesem Moment plötzlich eine 95-Faktor-Authentifizierung und muss mein Passwort in eine einmalige „25-Zeichen-noch-nie-dagewesende-selbst-Einstein-würde-scheitern-Zeichenkette“ ändern.

Ich bin mega-genervt, ich könnte ein Buch darüber schreiben. Ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten Tagen „Macht euren Scheiß doch selber“ oder „Ich hab’ keinen Bock mehr“ vor mich hin gebrabbelt habe.

Das Einzige, was halbwegs vorangeht, ist das, was ich selbst mache. Das ist dann nicht immer perfekt aber immerhin bewegt sich mal etwas. Aber das geht zulasten meiner Arbeitszeit … und Gesundheit sowieso.

Ich könnte niemals in die Politik gehen oder in eine Behörde. Das muss ja noch kräftezehrender sein. Die haben das jeden Tag. Da gibt es nun endlich mal ein paar konkrete Vorschläge, wie man Sozialsysteme reformieren und den Arbeitsmarkt in Bewegung bringen kann, und sofort fangen Verbände, Lobbys und die Opposition an zu drohen und zu warnen. Dass unter solchen Bedingungen kaum jemand Lust auf solche Jobs hat, kann ich gut verstehen.

Also macht mal, ich bin dann bald mal weg. Siehe auch Auszeit >745) Auszeit – 1

PS: Titelbild via KI … die macht wenigstens noch was ich ihr sage … und auf den Döner-Mann an der Ecke, auf den ist auch noch Verlass.

753) Auszeit – 3

Wie schon in > Einfach weiter nach Norden erträumt und in >Auszeit – 2  angekündigt, habe ich für den Juni einen längeren Roadtrip vor der Tacho-Nadel. Es wird nach Nord-Osten gehen. Für knappe fünf Wochen. Da ist noch einiges vorzubereiten und ich dachte, ich lasse euch etwas daran teilhaben.

Mobilität

Zunächst stand die Frage des richtigen Gefährts auf dem Zettel. Ursprünglich war die Idee, den Trip zu zweit mit einem Camper zu machen, aber da ich nun größtenteils alleine fahre, ist mir das viel zu viel Technik. Dann dachte ich an einen Mietwagen, nur entweder sind sie in der Kilometerzahl begrenzt oder die Anbieter erlauben keine Fahrten nach Ost-Europo. So fiel dann die Wahl auf die eigene Kutsche. Die ist mir bestens bekannt, ich sitze gut und die Karre ist sehr unauffällig. 

Panne

Eigentlich habe ich vor, die Autobahnen zu meiden und die Strecke über Landstraßen zu fahren. Da kann es dann vielleicht auch mal etwas einsamer sein und nach der >Reifenpanne in Malaysia letzten Jahres, stellte sich mir also die Frage, was ich denn dann tue, wenn mir das irgendwo zwischen Memel und Daugava passiert. Der Blick in den doppelten Boden des Kofferraums brachte nur eine Schaum-Kartusche mit Kompressor zum Vorschein. Das ist vielleicht platzsparend und wiegt wenig, hilft aber überhaupt nicht, wenn es den Reifen zerfetzt hat. Also hab ich mir ein Notrad besorgt. Da kriege ich ohne viel Schnick-Schnack schnell montiert und komme damit zur nächsten Werkststatt.

Unterkunft

Die Unterkünfte habe ich bereits alle gebucht. Das hat dann zwar mit Abenteuer nicht so viel zu tun, aber ich erspare mir lästiges Suchen und kann entspannter fahren, wenn ich weiß, dass ich für die kommende Nacht ein Bett sicher hab. Es ist netter Mix aus Hotels und Ferienwohnungen geworden.

Material

Ich liebe Material, besonders wenn es auch um zum Einsatz kommt. Aber ich hasse es, mir das Auto mit Klimbim vollzumüllen und ich will auch nicht zig mal hin und herlaufen, wenn ich ein Zimmer beziehe. Also überlege ich, was ich wirklich brauche und wie ich das in wenigen Gepäckstücken unterkriege. Im besten Fall sind die Dinge multi-funktional einsetzbar.

Strecke

Die Strecke ist ja im Wesentlichen über der Unterkünfte vorgegeben, aber ich suche mir einige Stops und Abstecher entlang der dorthin Strecke und erlaube mir großzügige Umwege. Reiseführer, Online-Karten-Dienst und KI sind da sehr hilfreich. Ein Haufen Natur steht da wohl in der Gegend herum und auch Geschichte hat viele Spuren hinterlassen.

 

<— 749) Auszeit – 2

PS: Titelbild via KI, interessanterweise habe ich wirklich gerade ein Jeans-Hemd an. Kann KI durch die Board-Kamera schauen oder tragen statistisch gesehen alle End-Vierziger Jeanshemden? 

Andere Beiträge:

752) Auswärtsspiel – 3 … ziemlich bestes

Auswärtsspiel in Britz, Treffpunkt vor Ort Samstag, 08:00 Uhr.

Das ist zwar sehr früh am Morgen, aber ich erkläre mich bereit, die Jungs dorthin zu fahren.

Ich mache das mittlerweile ganz gern. So hat man ein bisschen Kontakt zu den Jungs, die in der Gruppe viel gesprächiger sind als allein zu Hause.

Auf der Hinfahrt sind sie angespannt und machen sich Gedanken über den Gegner. Das Internet bietet heute leider schon Möglichkeiten, die Mannschaftsfotos vorab zu betrachten. Und wieder waren da ein paar Kandidaten, die deutlich älter, breiter und bärtiger wirkten als die schmalen Jungs, die sicher hinter mir auf der Rückbank saßen und sich die langen Beine um die Ohren wickelten. Entsprechend rechneten sie von Anfang an mit einer herben Niederlage.

Um 09:00 Uhr erfolgte der Anpfiff. Die breiteren Spieler der „Blauen“ erschienen jedoch nicht zum Spiel. Die Mannschaften wirkten recht ausgeglichen, aber zur Halbzeit hatten unsere „Roten“ nur noch acht Feldspieler, Ersatz gab es nicht. Unser Trainer schmiss beim Stand von 1:4 das Handtuch, meldete die Mannschaft beim Schiedsrichter ab und verließ den Platz in Richtung Kabine. Ohne das mit den Jungs besprochen zu haben. Und das mögen Jungs mit 16 oder 17 Jahren nun einmal gar nicht. Sie wollten weiterspielen.

Die verbliebenen „Roten“ gingen zu den „Blauen“ hinüber und machten eine Fortsetzung des Spiels klar. Außerhalb der Wertung. Trainer und Platzwart waren nicht zu sehen. Einige der „Blauen“ warfen sich rote Jacken über. Der blaue Stürmer ging ins blaue Tor, der blaue Torwart stellte sich bei uns zwischen die roten Pfosten, unser Keeper verstärkte das rote Mittelfeld.

So entwickelte sich ein tolles Spiel. Jeder probierte etwas aus, es gab einiges an Tricks zu sehen. Es war schön anzuschauen. Die gefragtesten Spieler hießen „Bruder“, „Digger“ und „Hintermann“. Beide Teams achteten sehr darauf, sich nicht gegenseitig umzuholzen. Es wurde gelacht, abgeklatscht und applaudiert. Es war, man könnte sagen, herzlich.

So etwas macht mir Hoffnung.

Zum Ende kam noch kurz die Sonne heraus und ein Sahara-Staubkorn flog mir ins Auge.

So einfach könnte es sein

 

PS: Titelbild via KI, meine Handy-Schnappschüsse von Britz würden die Stimmung runterziehen 

751) Sammeln Sie Punkte?

Vor ein paar Tagen bekomme ich über LinkedIn ein Jobangebot zugeschickt. Soweit nichts Auffälliges, das passiert ja gelegentlich.

Der Name der Absenderin macht mich aber neugierig. Ich klicke auf ihr Profil und sehe eine Dame, nahezu verschleiert, nur die Augen noch leicht zu erkennen. Nun gut, ist eben so. Das Gesicht des Bewerbers soll künftig immer weniger eine Rolle spielen. Warum also nicht auch das Gesicht der Vermittlerin?

Noch interessanter wird es beim Ort. Sie agiert offenbar aus Indien, aus Lahore, weit im Norden im Bundesstaat Punjab. Aha, interessant. 

Aber noch viel interessanter ist, dass sie mir eine „Sales assistant apprenticeship position“ anbieten möchte. Auf Deutsch: eine Ausbildungsstelle als Verkaufsassistent oder Verkaufsassistentin in einem Edeka-Markt in Oranienburg, Brandenburg. Wie bitte?

Also entweder …

  • Hat die Dame mein Profil nicht gelesen.
    Oder
  • Ich habe mein Profil wirklich so bescheiden formuliert, dass ich als angehender Azubi durchgehe.
    Oder
  • da steckt ein schlauer Algorithmus dahinter, der vielleicht schon mehr über meine Zukunft weiß als ich selbst.

Sollte ich mir Sorgen machen? Vielleicht besser jetzt noch schnell umschulen und in den Einzelhandel nach Oranienburg gehen?

Nun ja, warum eigentlich nicht. Es gibt Schlimmeres. Aber ich setze mir nichts Albernes auf den Kopf, binde mir keine Schürze und frage auch nicht fünftausendmal am Tag, ob der Kunde Punkte sammelt oder einen Beleg möchte. Dafür stelle ich mir einen Buzzer hin und lasse das die KI erledigen.

 

PS: Titelbild via ChatGPT … wohl logisch

750) Straße voll Hummus?

Auch wenn einem bei den aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten der Kopf schüttelt … oder schleudert … , hat das Ganze zumindest einen positiven Nebeneffekt: Die westliche Öffentlichkeit hat drei Dinge gelernt.

1. Hormus ist kein kichererbsenbasierter Brotaufstrich und auch keine Beilage zum ansonsten sehr leckeren Shawarma-Teller beim Syrer des Vertrauens.

2. Es gibt eine weitere Engstelle auf den Gewässern dieser blauen Kugel, die internationale Lieferketten durcheinanderbringt, sobald sie blockiert ist.

3. Und Benzin kommt tatsächlich immer noch nicht aus dem Bodentank der Tankstelle, sondern von „ziemlich weit weg“. Zumindest die Rohstoffe dafür. 

Bei der aufgeregten Diskussion um deutsche Spritpreise rollen sich mir die Fußnägel hoch. Ein Gejammer, meine Güte. Natürlich sind die Preise mit einem ordentlichen Aufschlag versehen, aber dass Sprit immer teurer wird, ist doch kein Geheimnis mehr. Selbst ohne Kriege und Blockaden. Das ist doch logisch, und jeder normale Bürger sollte sich längst Gedanken gemacht haben, wie er künftig mobil sein will. In Städten bietet sich der ÖPNV an. Eigenheimbesitzer auf dem Land können das Auto mit Strom oder Sonne laden. Schwieriger ist die Lage für Wohnungsmieter auf dem Land und in Kleinstädten oder Menschen die aus gesundheitlichen Gründen einen fahrbaren Untersatz brauchen.

Aber sind das die Menschen, denen das ganze Getöse gilt?

Wenn ja, wäre das zumindest noch ein positiver Nebeneffekt dieses ganzen Schlamassels.

In anderen Ländern fehlt Gas zum Kochen man! Jetzt kriegt euch mal ein ..

 

PS: Titelbild via ChatGPT

 

749) Auszeit – 2

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen. So sagt das Sprichwort, wohl war. Aber zunächst hat er etwas vorzubereiten.

Also wie schon in >Auszeit – 1 angekündigt mach‘ ich mich im Frühsommer für eine längere Tour vom märkischen Acker. Nicht in Richtung Sonne und Palmen, nicht zu Paella, Bacalhau oder Käste mit Rotwein … nein es geht nach Nord-Osten. Eine Ecke, die ich mir unbedingt mal anschauen will. Eine Gegend voller schöner Natur und auch Geschichte. Teils deutscher Geschichte.

Ganz so frei und flexibel wie in >Abseits – Vol 3 erträumt wird es wohl nicht werden, ich habe knappe fünf Wochen Zeit für den Trip, bisschen Struktur muss ich dem also schon geben. Also habe ich mir eine Tour zusammengesteckt über 21 Etappen, die direkte Strecke ohne Ausflüge und Abstecher würden ca. 4.600 km sein. Zunächst geht es an die Polnische Ostseeküste, dann nach Masuren, dann ins Baltikum, bis nach Helsinki … und auf eine anderen Route wieder zurück. Die genaue Strecke halte ich mal hier zurück, ich bleibe gern unangekündigt. Sicher werde ich immer schön der Nachrichtenlage folgen, vorzugsweise rückwärts und fluchtbereit parken.

Fahre ich ganz allein?
Das war zunächst die Idee, aber nun werde ich auf zwei kürzeren Teilstrecken von je einem Cowboy aus der Heimat begleitet, und darauf freue ich mich jetzt schon. Zeit für Entdeckungen und Gespräche.

Ist das nicht ein bisschen weit?
Nein, ich denke nicht. Die Etappen sind so gewählt, dass ich im Schnitt so ca. 200 km täglich fahre, plus natürlich die Ziele links und rechts der Strecke.

Oder wird es langweilig vielleicht?
Oh nein, ich habe Literatur bei mir, der Blog braucht seine Aufmerksamkeit und die Fahrerei am nächsten Tag muss auch etwas durchdacht werden. Und selbst wenn mal eine Pause eintritt, dann soll es so sein. Deshalb mache ich den Zirkus ja auch.

Und warum nun gerade dorthin?
Na weil ich in Süd-Europa nun wirklich schon einiges gesehen habe und mir der (wirklich) „nahe“ Osten da echt noch fehlt. Mich zieht‘s irgendwie dort hin, ich habe vieles über das besondere Licht dort gehört und die Menschen scheinen sehr gastfreundlich zu sein.

Grund genug.

Mögen die Vorbereitungen beginnen

<— 745) Auszeit – 1

—> 753) Auszeit – 3

 

PS: Titelbild via ChatGPT