597) 1000

Schwupps, da ist er nun, der 1000. Beitrag meiner kleinen Privat-Bloggerei. Pünktlich zum Neujahr. Hätte ich ja damals nicht gedacht, als ich den Blog 2018 in einem Portugal-Urlaub gestartet hatte.

Tja, und was machen wir nun zu dieser besonderen Ausgabe? Ein Quiz? Eine Verlosung? Ein Best of? Ein making of? Ein Werkstatt-Gespräch? Vielleicht ein anderes Mal.

Heute will ich euch zunächst einmal euch fürs Lesen und Kommentieren danken. Und dann selbstverständlich den Menschen um mich herum, die diesen Zweit-Job unterstützen und tolerieren, wenn ich mal wieder mit dem Tablet verschwinde.

1000 Beiträge ist eine menge Holz, wie man so schön sagt. Und es wäre auch noch gar nicht dazu gekommen, hätten wir die Pandemie nicht gehabt, die natürlich etwas mehr Freizeit mit sich brachte aber auch genügend Dinge zum Nachdenken und Kommentieren.

Alle sechs Kategorien haben sich gut entwickelt.

Die Kategorie >Verrückte Welt ist mit knapp 600 Beiträgen die umfangreichste geworden, da steckt aber auch das ganze Thema COVID drin und alle sonstigen Beiträge, die sich nicht in die anderen fünf Kategorien einsortieren lassen.

Die >Kleinigkeiten mit Schlechte-Laune-Potenzial, haben nun auch die Schallmauer von 100 Beiträgen durchbrochen und belegen damit den zweiten Platz. Eigentlich dachte ich, dass die Rubrik mal austrocknet aber es gibt immer was Neues im Alltag, worüber ich mich herrlich aufregen kann.

Bei >Metropolen-Egoismus und andere Aufregbarkeiten scheint mit circa 80 Beiträgen eine gewisse Sättigung einzutreten, wenn doch eigentlich das Blog-Projekt mit dieser Kategorie gestartet ist.

Die Kategorie >Fiction wuchs auf ca. 70 Beiträge und macht mir sehr viel Spaß, auch wenn es mich echt fordert, Stories komplett auszudenken. Aber es gibt mir mehr Raum für Kreativität und ich kann Dinge loswerden, die ich sonst nicht schreiben könnte. Und mein virtueller Mitstreiter >T.Bot und mein Alter Ego >Noah helfen mir dabei. Dank auch an dieser Stelle.

Bei den >Gastbeiträgen ging’s auch vorwärts, es sind nun schon 13 Beiträge. Danke fürs gelegentliche Schreiben, hier kann 2025 noch mehr passieren Leute 😉

Liebe Grüße auch an das Blog-Büro in Warnemünde. Dort wird man nicht müde, mich auf fehlende Kategorisierungen oder Fehler in der Nummerierung der Beiträge hinzuweisen. Weiß eigentlich gar nicht warum ich das mache. Habe halt mal begonnen damit.

Also dann, machen wir mal weiter …

und freuen uns auf den Frühling …

der bei mir etwas eher eintreten wird …

aber mehr dazu in in KW 4.

PS: Titelbild via WordPress KI

553) Schönheitsoperation für Männer – Vol 1

Irgendwann muss der moderne Mann unter 50 mal zur Schönheitsoperation gehen. Er schiebt das schon so lange heraus. Wind, Wetter, die Sonne, und auch diverse Flüssigkeiten machen dem alternden Material zu schaffen. Es wird spröde, wirft Falten, es reißt, und irgendwann wird es undicht, wenn man es nicht fachmännisch pflegt.

Weil er das aber in Berlin Mitte oder Prenzlauer Berg nicht bezahlen kann und damit die Familie davon nichts mitbekommt, schleicht er sich Samstagmorgen bei strömenden Regen aus dem Haus und fährt ins Umland. Da sind solche Eingriffe noch günstig und diskret zu haben.

Kaum angekommen und vom Regen halbwegs getrocknet, geht’s gleich in die Behandlung. Zunächst werden die großen Pflaster heruntergerissen, womit der Mangel seit Wochen verdeckt wird.

IMG_9080Dann wird das alte Gewebe großflächig entfernt. Es bröselt nur so zu Boden, der Mann stöhnt, schnauft und muss immer wieder husten.

IMG_0132Dann wird ein scharfes Messer angesetzt, weiter in Furchen und Tiefen hineingetrieben, um die verbleibende Fäule herauszuschneiden und Platz für das neue Material zu schaffen.

IMG_0134 Die offene Stelle sorgfältig abgesaugt und getrocknet, wird mit einer Gaskartusche frisches Material unter die verbleibende Oberfläche gespritzt. “Viel hilft viel” stammelt der Mann, auch wenn es schon aus allen Ritzen schäumt und quillt und er sich wünscht, die Prozedur würde bald zu Ende gehen.

IMG_0133Dann wird ein großer Topf weiße Masse angerührt und auf der Problemfläche verteilt. Schicht für Schicht wird … eine neue … Schicht … modelliert

Der Sinn einer dargereichten Gurke erschließt sich ihm nicht, er knabbert sie nebenbei weg. Er weiß, dass Gefahr besteht, zu dehydrieren, damit das nicht passiert, wählt er hin und wieder einen Schluck erfrischender Hopfenkaltschale. Das tut gut.

Für heute ist die Behandlung beendet, er wird noch einmal hier erscheinen müssen, um der Oberfläche den letzten Schliff zu geben. Geschafft von der halbtägigen Behandlung, steigt er wieder in seine Straßenklamotten, verlässt das Gebäude und schließt die Tür hinter sich. Auf dem Vorplatz angekommen, trifft er auf zwei junge Schnecken, die sich an den Resten seiner hochpreisigen Füllmasse laben. Ihr seid doch verrückt.

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Etwas lädiert und geschafft, stiefelt er zur S-Bahn und fährt zurück in die hippe Stadt.

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… Fortsetzung folgt …