80) Welches Programm wollen wir? – Freitag

So Leute und bevor hier die Aufmerksamkeit nachlässt und ihr denkt, dass es doch immer dasselbe ist … nein ist es nicht … da gibt es feine und gruselige Unterschiede … nun also der letzte Teil der Serie … und versprochen es wird deutlich besser 😉

Jeden Morgen 5:30 Uhr bin ich im Bad und höre nebenbei die Früh-Nachrichten.

Manchmal frage ich mich, wie es wäre, wenn plötzlich ein neues Programm ausgestrahlt wird und nichts mehr so ist wie am Tag zuvor. Mit dieser kleinen Serie will ich zusammen mit KI darüber nachdenken und mögliche Nachrichten konstruieren.

Guten Morgen. Es ist 05:30 Uhr. Hier sind die Kurznachrichten.

Nach Abschluss mehrerer Sondierungs- und Beteiligungsverfahren hat sich in der Nacht eine neue Bundesregierung konstituiert.

Sie stützt sich auf eine breite parlamentarische Mehrheit und eine verbindliche Vereinbarung mit Bürgervertretungen, Kommunen und Sozialpartnern.

1. Demokratische Grundlagen

Die Regierung bekräftigt die uneingeschränkte Geltung parlamentarischer Verfahren. Laufende Gesetzesinitiativen werden öffentlich einsehbar gemacht und in verständlicher Form aufbereitet. Bürgerforen und Bürgerräte erhalten verbindliche Mitwirkungsrechte.

2. Transparenz, Ziele und Verantwortung

Politische Vorhaben werden mit klar definierten Zielen, Zeiträumen und messbaren Kriterien versehen. Regierungsverantwortliche werden künftig nicht allein am Erreichen der nächsten Wahl, sondern am Fortschritt dieser Ziele gemessen. Abweichungen müssen öffentlich begründet werden.

3. Digitalisierung und Verwaltung

Verwaltungsprozesse werden bundesweit vereinheitlicht und digitalisiert. Anträge, Nachweise und Genehmigungen sollen medienbruchfrei abgewickelt werden. Ziel ist eine spürbare Entlastung für Bürgerinnen, Bürger und Behörden.

4. Jugend und Zukunftsfähigkeit

Die Bundesregierung kündigt eine Neuausrichtung der Jugend- und Bildungspolitik an. Investitionen in Bildung, Beteiligung und soziale Infrastruktur werden ausgeweitet. Begründet wird dies mit der Verantwortung gegenüber einer Generation, die die langfristigen gesellschaftlichen Herausforderungen tragen wird.

5. Arbeit, Wirtschaft und Personal

Der Umbau von Wirtschaft und Arbeitsmarkt wird aktiv begleitet. Investitionen in klimafreundliche Technologien, Infrastruktur und Qualifizierung werden ausgeweitet. Stellen werden künftig dort besetzt, wo sie gebraucht werden. Maßgeblich sind Bedarf und Eignung, nicht Herkunft oder institutionelle Zuständigkeiten.

6. Klima und Planungssicherheit

Die Regierung bekräftigt ihre Klimaziele und kündigt verbindliche Rahmenbedingungen an. Wirtschaft und private Haushalte erhalten klare zeitliche und finanzielle Leitlinien. Ziel ist Planungssicherheit für Investitionen und Alltag.

7. Bildung und Chancengleichheit

Bildung wird als zentrale Zukunftsaufgabe benannt. Schulen, Ausbildung und Weiterbildung werden ausgebaut. Digitale Angebote sollen Präsenz ergänzen, nicht ersetzen. Chancengleichheit bleibt Leitprinzip.

Die Bundesregierung spricht von einem anspruchsvollen Weg. Ein schneller Erfolg werde nicht erwartet. Entscheidend sei, Verantwortung zu übernehmen und Kurs zu halten.

Weitere Informationen im Laufe des Tages.

Damit zum Sport.

Der Sport erhält einen neuen Schwerpunkt. Nicht Sponsoring, Vermarktung oder Gewinne von Ausrüstern und Verbänden stehen im Fokus, sondern gesundheitliche Entwicklung, Prävention und Gemeinschaft. Programme für Breiten-, Vereins- und Schulsport werden ausgebaut.

Und hier ist das Wetter.

Heute freundlich mit einzelnen Wolken. Temperaturen bis 15 Grad. Für die kommenden Tage sind keine extremen Wetterlagen angekündigt

Und nun geht‘s weiter mit …

… Zukunft“

.

Nun, es liegt an uns was wir hören werden.

PS1: Nachrichtentext mit Unterstützung von ChatGPT

PS2: Titelbild via ChatGPT

<— 79) Welches Programm wollen wir? – Donnerstag

 

698) Herkules hatte ein chilliges Leben

Dass Deutschland ganz große Reformen vor der Brust hat, ist nichts Neues. Jeder weiß das … das hat man ja schon immer gesagt … also da müsste man mal … man sollte auf jeden Fall … denn wenn nicht … Versäumnisse der Vergangenheit … Herausforderung … Zuständigkeit … Bund … Länder und so weiter und sofort. Das kommt auch jeden in den Nachrichten, Talk Shows und Podcasts. An Worten mangelt es nicht, auch nicht an Baustellen. 

Ich bin die letzten Tage mal nur (!) in die Herausforderungen „Demografie“ und „Sozialstaat“ eingestiegen … und das auch nur als stiller Gast, habe anderen dabei zugehört wie sie die Probleme mal auseinandergenommen und über Lösungen gesprochen haben.

>Lage der Nation Folge Folge 440, 441 und 442

Herkules-Aufgaben!

Ich will hier auch gar keine Details daraus zitieren oder diskutieren, aber selbst wenn nur die Hälfte davon relevant wäre … würde ich sagen, der gute alte Herkules wäre heute vollkommen überfordert. Herkules hatte damals ein chilliges Leben. Hängematte! Langeweile! Nasebohren! Herkules IV!

Ja natürlich,

Herkules musste zwar Löwen erlegen, Ställe ausmisten und Köpfe von Hydra-Schlangen abhacken – klar, das klingt blutig und schweißtreibend.

Aber:

Überschaubare Zahl an Aufgaben: Zwölf Stück, danach war Schluss.

Klare Zieldefinition: „Mach das, dann bist du frei.“ Kein Vergleich mit Reformbaustellen, die nie „fertig“ sind.

Individuelle Verantwortung: Er allein musste es schaffen, keine Koalition, keine Lobbyisten, kein Föderalismus.

Keine Nebenkriegsschauplätze: Keine Schlagzeilen, keine Umfragen, keine Social-Media-Shitstorms.

Und wenn ich jetzt mal zu den beiden oben genannten Themen noch Dinge ergänze wie zum Beispiel … Rentensystem, Gesundheitswesen, Fachkräftemangel, KI & Automatisierung, Geopolitik, Verteidigung, Klimawandel, Migration, Bildung, Infrastruktur … dann ist mir, echt schleierhaft, wie das in „näherer Zeit“ klappen soll. Zumal die auch noch heftig miteinander zu tun haben.

Als jemand, dem große Organisationen, komplexe Prozesse, politische Spielchen und IT vertraut sind, habe ich manchmal echt große Lust, da irgendwie mitzuhelfen.

Im selben Moment, zucke ich aber zurück und denk mir: Bloß nicht. Nicht allein gegen Windmühlen. Da gehst du kaputt.

Vielleicht, wenn wirklich ein ernsthaftes Interesse da ist, Mittel freigemacht werden und auch der Mut und das Mandat von „ganz oben“, alte Zöpfe abzuschneiden, zu hinterfragen und radikal zu vereinfachen, dann vielleicht.

Aber das wird nicht passieren, denn das tut irgendwem ein bisschen weh, geht ja mal gerade nicht und überhaupt, müssen erst mal die anderen ihre Hausaufgaben machen.

Wo ist nur dieser Herkules? Und ich meine einen, der das ernsthaft und gestalterisch betreibt, nicht mit der Kettensäge. Deshalb habe ich meinem Herkules mal die Keule etwas kleiner gepromptet und andere konstruktivere Materialen an die Hand gegeben.

PS1: kursive Texte von ChatGPT

PS2: Titelbild via ChatGPT

644) Mehr *kratie wagen

Kein Tag vergeht, an dem man nicht von diesen gemeinen Autokraten, Egokraten, Technokraten und Bürokraten liest. Man könnte meinen, Worte die auf *kratie oder die damit verbindenden *kraten enden, sind ausschließlich negativ konnotiert. Die Theokratie, Aristokratie, Plutokratie und Ochlokratie unterstützen diesen Gedanken.

Die verletzliche Demokratie scheint etwas aus der Reihe zu tanzen und kommt (zum Glück meistens noch) mit einem größtenteils positiven „Image“ daher.

Das habe ich heute Morgen mit der KI diskutiert und wir haben zehn neue Herrschaftsmodelle mit einem positiven Ansinnen entwickelt.

Hier unsere Versuche:

1. Sympathokratie
Herrschaft des Mitgefühls – Entscheidungen basieren auf Empathie, Menschlichkeit und echtem Interesse aneinander.

2. Dialogkratie
Herrschaft durch offenen Dialog – Macht entsteht durch Zuhören, Verstehen und gemeinsame Verständigung.

3. Servokratie
Herrschaft des Dienens – Führung wird als Dienst am Gemeinwohl verstanden, nicht als Kontrolle.

4. Kreatokratie
Herrschaft der Kreativen – Kunst, Vorstellungskraft und Innovation prägen die gesellschaftlichen Entscheidungen.

5. Partizipokratie
Herrschaft der Teilhabe – Alle sind beteiligt, Macht wird breit verteilt, Entscheidungen sind gemeinschaftlich legitimiert.

6. Integrakratie
Herrschaft der Vielfalt und Integration – Unterschiedlichkeit wird als Stärke betrachtet, nicht als Problem.

7. Humorkratie
Herrschaft mit Humor und Leichtigkeit – Macht wird nicht verbissen ausgeübt, sondern mit Selbstironie und Lebensfreude.

8. Curiokratie
Herrschaft der Neugier – Offenheit, Fragenstellen und Lernfreude sind die Leitprinzipien des Zusammenlebens.

9. Solidokratie
Herrschaft der Solidarität – Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung stehen über Egoismus und Konkurrenz.

10. Futurkratie
Herrschaft mit Blick auf kommende Generationen – Nachhaltigkeit und langfristige Verantwortung sind oberstes Prinzip.

Könnte man doch mal probieren …

… Träumer … ja ick‘ weiß.

PS: Kursiv formatierte Texte von ChatGPT, Titelbild ebenso

563) Wortwahl: normal

Aus irgendeinem Grund habe ich in den letzten Wochen einen Sensor für das Wort „normal“ entwickelt. Und zwar genau dann, wenn „normal“ den Status Quo beschreibt und das andere, dass unnormale, für die eigentliche Innovation oder Verbesserung gewählt wird. In Zeiten, wo jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, fände ich eigentlich gut, wenn man das etwas neutralisieren würde. Nein, ich will nicht die Sprach-Polizei spielen, aber warum denn eigentlich …

  • Redet man von normalem Bier und alkoholfreiem Bier? (Ich auch …)
  • Sprechen selbst Bundesminister von dem normalen Bürger, der eine Gasheizung installiert hat?
  • Unterscheidet man normalen Burger und Veggie-Burger?
  • Wählt man zwischen normaler Gurke und Bio-Gurke? Ist denn nicht eigentlich die Bio-Gurke die normale Gurke?
  • Gibt es normale Autos und E-Autos?
  • Kennen wir normale Zigaretten und E-Zigaretten, Normal-Benzin und E-Fuels, normale Brötchen und die „dunklen“ …

Bin mal gespannt, wann all das „unnormale“ zum „normalen“ wird, und wie die Welt dann aussehen wird.

—> mehr aus er Reihe „Wortwahl“ gibts hier

11) Schulneubau Ostkante Berlin – 4 (Gastbeitrag Hermann)

Ach wat soll ick sagen. Bei den Baustellen im Kiez gehts kaum vorwärts. Ab und zu sieht man mal Bauarbeiter, aber die scheinen auch nur zu kommen, um das Parkverbotsschild mit einem neuen Datum zu überkleben. Der Tausch der Abwasserrohre auf einer Hauptverkehrsstraße dauern nun fast schon drei Jahre, ein kleiner Anbau an einer Schule auch schon über zwei Jahre. In der Zeit haben es die Inder und Chinesen schon zum Mond geschafft. Dass ich meinen Ärger in einer E-Mail an den Wahlkreisabgeordneten abladen konnte, tat zwar gut, aber gebracht hat das auch nichts. Er wolle sich nach dem Stand erkundigen. Jut. Aber immerhin gehts in Berlin Mahlsdorf mit einem innovativen Schulbauprojekt weiter. Da wird geklotzt.

Aber lest selbst
T.

Gastbeitrag Hermann:

Der April begann mit Osterferien, aber auf der Baustelle ging es zügig weiter, vor allem beim Fundamentbau im vorderen Bereich.

Am 9. April kam eine riesige Betonpumpe mit echt langem Rüssel und abends war die Platte fast fertig gegossen.

Etwas skurril: auf einem Pkw-Anhänger steht ein älterer roter AUDI; ob der wohl die Dienstkutsche des/der künftigen Schulleiter/in sein soll??

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Mitte April wird fleißig weiter Fundamente gegossen und wenige Tage später bereits mit Verschalungen für den Oberbau begonnen. 

Ende April ist die Grundplatte des künftigen Schulgebäudes gegossen und die ersten Aufbauten verschalt und z.T. gegossen und auch schon wieder entkleidet. Es wird oft bis abends 18 Uhr gearbeitet und auch Samstagsvormittag. 

29. April. Heute war etwas anders – Beim Hundegang hörte ich aus der Ferne Lautsprecherstimmen, so wie auf einer Demo oder so. Am Ende meines Rundganges gegen 10 Uhr kam ich an der Baustelle an; einige Polizisten auf dem Gehweg; einige große schwarze bedeutungsschwere Limousinen (auch ein Elektro-Riesending Mercedes EQS); Auf dem Baugelände Partyzelte und ein bisschen Catering mit heller Flüssigkeit in schlanken Gläsern) – ca. 50 Leute in launigem Gespräch.

Aha: Heute vor 6 Monaten begannen die ersten Arbeiten! – Honoratioren-Treff mit Presse? Einen Fotobeweis muss ich hier schuldig bleiben – ich hab mich nicht getraut zu knipsen!

Recherche: Berliner Zeitung online: Grundsteinlegung in Mahlsdorf: Erste Compartmentschule aus Holz entsteht. Die neue Schule in Mahlsdorf soll mehr als 600 Schülern Platz bieten. Am Montag war die Grundsteinlegung. Naja: Grundsteinlegung ist ja eigentlich am Anfang, oder?

Aber am 30. April ist alles wie gehabt, die Partyzelte sind weg und sogar auf dem bisher fertigen Betonteil ist eine neue Schalung für das Höherbauen gesetzt – Also haben die Bauleute nachmittags nochmal rangeklotzt – Respekt!

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…. und bis Mitte Mai geht es nun an mehreren Stellen in die Höhe

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Ein Werbebanner verweist auf eine Firma Kaufmann-Bausysteme aus Österreich. (link: https://kaufmannbausysteme.at/de/startseite)…. und nun versteht man Holzcompartmentbauweise auch besser; Die Firmenwebseite verweist auch auf einen Schulbau-Großauftrag aus Berlin.

Um Betonkerne werden vorgefertigte Raummodule verschachtelt neben- und übereinander verbaut, geht schnell, ist effizient und durch Holzanteil auch ökologischer als reine Betontechnik… gut so!… und damit die Module nicht so weit fahren müssen, wird in Berlin auch eine Modulproduktion auf- gebaut.

Das alles erinnert ein bisschen an die viel gescholtene Plattenbauweise aus DDR-Zeiten, da waren die z.B. die Badzellen auch schon komplett vorinstalliert und wurden „nur“ noch aufeinander gesetzt.

Mitte bis Ende Mai wachsen die Betonkerne auf 4 Etagen. Das Fundament für die Turnhalle entsteht, sichtbar in den folgenden Bildern 37 bis 40

Am hinteren Rand des Geländes gibt es einen kleinen Wall, ca. 10 m über Grund. Von dort sieht es Ende Mai so aus. Gut sichtbar die eingeschalten Betonkerne und links das helle Fundament der Turnhalle.

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… und einen Monat später, also Ende Juni ist das Hauptteil zwischen den Kernen schon drei Etagen hoch. Die Bilder, wieder vom Wall aus fotografiert, zeigen, wie eine neues Raummodul, etwa so groß wie ein typischer 20-Fuß-Container, vom Tieflader per Autodrehkran über den Bau auf die vordere Seite gehievt wird.

Der Neuling hat noch weiße Folie an der Seite und wird neben ein vorhandenes Modul montiert.

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Es geht flott weiter. Auf dem Fundament der Turnhalle werden Trennwandelemente zwischengelagert, täglich kommen auf Tiefladern die Raummodule an und werden auch gleich eingebaut.

Ende Juni ist die Hälfte des vorderen Hauptgebäudes in voller Höhe montiert und es sieht schon wie ein Haus aus, sogar mit Fenstern drin!

Ende Gastbeitrag Hermann

… seht‘da. Et jeht doch. Und wenn da bei Bauende noch zwee Container übrich sein sollten, halt‘ die mal bitte fest. Dann stell’n wa die uff die Datsche.

10) Schulneubau Ostkante Berlin – 3 (Gastbeitrag Hermann)

„Hier jeht aba ooch nüscht mehr vorwärts!“.  Ja, in diesen Jammer- Kanon stimme ich gern mit ein, wenn ich mir die Baustellen in der näheren Umgebung betrachte. Im Prinzip ist hier alles noch wie >Anfang März beschrieben, in der dritten Auflage wohlgemerkt. In ganz Berlin stehen die Krane still, könnte man meinen. In ganz Berlin? Nein. Im kleinen Stadtteil Mahlsdorf, nur einen Steinwurf von der Grenze zu Brandenburg entfernt (ihr wisst vielleicht … Wälder, Wölfe, Seen, Alleen … SUV, AfD … Tesla an der Spree …  um gleich mal alle Klischees abzuräumen), geht doch noch etwas vorwärts. Das erklärt vermutlich, warum sich die mehrheitlich osteuropäischen Bauarbeiter nicht mehr in Prenzlauer Berg blicken lassen. Die bleiben einfach an der Ostberliner Stadtgrenze, ist kürzer nach Hause, sparen sie eine Stunde Fahrweg. Homeoffice quasi 😉

Hier nun ein kurzer Bautenstandsbericht von Hermann, der jeden Tag eisern, mit zwei „scharfen“ Hunden bewaffnet, nach dem Rechten sieht. Vielleicht ist genau das, was das Geheimnis des Fortschritts ausmacht … jemanden den es interessiert.

Aber lest selbst
T.

Gastbeitrag Hermann:

Nach viel Regen kam ordentlich Frost, Anfang Januar 2024 bei -10 C. Arbeiten gehen weiter, Kanäle baggern, Rohre verlegen, Schächte setzen, Erde abtransportieren.

Im Februar, egal ob Regen (davon gab´s viel) oder kalter Sonnenschein: es wurde fleißig gearbeitet, viel Erde bewegt, abtransportiert und verlagert. Rohre, Schächte, Verteiler verschwanden in der Erde; zeitweise waren große Seen entstanden (Mahlsdorfer Lehmboden). Wunder, dass kein Bagger versackt ist. Am 28.2. wurden drei provisorische Gehwegüberfahrten gelegt, damit bald auch an andern Stellen geackert werden kann.

Im März wurden Teilflächen umgearbeitet und erhielten schon eine Form und teilweise auch anderen Untergrund

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Am 18.03.24: Beginn einer neuen Phase; Pre-erection activities in Progress – Vorspiel in Anlehnung an T.´s Bericht aus Bangalore mit dem Bauschild „Erection in Progress“. Während es bisher ja um´s „Unterherum“ ging zeigt sich ein Mobilkran im Sonnenlicht und bereits einige angelieferte Elemente eines Baukrans.

„Erection completed“ Nach dem echt großen Turmdrehkran wurde flugs noch ein etwas Kleinerer hingestellt und tags drauf schwebt schon erster Fertigbeton und ein Teilstück

… und nach Dämmplatten kamen am Gründonnerstag noch Stahlmatten drauf.

Fazit für Quartal 1:

Jeden Tag, egal ob Regen, Schnee, Pampe, teilweise sogar bis abends 18 Uhr und gelegentlich auch Samstags vormittags – es wurde immer gearbeitet und täglich waren die Veränderungen sichtbar –

„ Da jb´s nischt zu meckern“

Ende Gastbeitrag Hermann

Wie jetzt? Nischt zu meckern? Oah, das ärgert mich nun aber.

522) Meine Tochter Arnold

Und wieder einmal könnte ich mich masslos über den Lehrplan der Kids (in diesem Falle der Tochter) aufregen und bitte die Damen und Herren Kultusminister/Innen in Reih und Glied anzutreten. Dann bitte einmal durchzählen, Ärmel hoch und rucki-zucki ans Reck und auf den Boden ihr Pfeifen. Ich sag‘ das nicht zweimal. Trillerpfeife. Tüt, tüt. Ihr hängt ja da wie 16 nasse Säck:Innen, Mensch! Das kann ja keiner mit ansehen! Wenn jetzt eine Nachfahrin der Leni Riefenstahl mit der Digital-Kamera um die Ecke kommt, was soll die denn dann denken? Oder der Putin.

Also hopp – hopp … und auf und nieder … auf und nieder … und hier Medizinball … fangen Mensch … nich‘  mit dem Kopp‘ … mit den Händen … ist doch logisch … und zwar auf einem Bein … und mit verbundenen Augen … ihr Opfer ihr!

Ich höre jetzt mal besser auf, nicht dass ihr denkt, ich hätte zum Drill-Sargent Hartmann umgeschult.

Zurück zur Realität:

Das große Kind, die nun wirklich genug Schulstoff um die Ohren hat und sonstige Kreativitäten und Langeweile des Leerkörpers … autsch … Lehrkörpers … ausbaden muss, wird zur Leistungskontrolle in Sport gebeten.

Genau 16 Klimmzüge oder 57 Liegestütze … für eine eins … dankenswerter nicht nacheinander … sondern alternativ. Also jetzt mal Hand auf den Oberarm … ihr Frauen … und Männer … würdet ihr … ich meine … könntet ihr … das … und erwartet ihr das von unserer Jugend? 

Haben die nicht ganz andere Dinge vor der Nase, mit denen sie sich beschäftigen sollten? 

PISA, Inklusion, Integration, Konfliktlösung, Digitalisierung, Social Media, Mobbing, Doxing, Umwelt, Berufsvorbereitung … bisschen Abitur noch … all die Dinge von denen wir nicht mal wissen … und nebenbei auch noch Körper, Hormone und Gefühle … zu … managen?

Anstatt sie wenigstens mit Übungs-Handgranaten trainieren … so wie wir damals … oder Drohnen fliegen lernen … „irgendwas für’s Leben“ halt … aber so was … .

Was soll der Blödsinn?

73) Termin beim Amt

Neulich warf ich zufällig einen Blick auf meinen Personalausweis und stellte fest: Abgelaufen. Panik stieg in mir auf. Nicht, dass ich den sonderlich häufig bräuchte, aber allein die Horror-Nachrichten, die ich schon über die Herausforderungen gehört habe, in Berlin einen Termin beim Amt zu kriegen, riefen in mir pure Verzweiflung hervor.

„Kannst’de vajessen.“ „Jibt keene Tamine“. „Allet uff Wochen ausjebucht“. „Musst‘de anrufen oda vielleicht einfach ma hinjehen“. 

Also habe ich es dann heute dann doch mal online probiert. Bis Ende Mai nichts zu kriegen. Alle Tage rot oder weiß. In ganz Berlin. Auf einmal wechselte der 28.Mai von rot auf blau. Systemfehler? Freudenschrei! Konfetti. Lotto-Gewinn. Habe ich am 28. Mai mittags schon was vor? Wo ist mein Kalender? Müsste gehen … also klicken.

„Bitte geben Sie die folgende Zeichenkette bestehend aus Buchstaben und Zahlen ein“. Wie jetzt? Ist Groß-/Kleinschreibung wichtig? Soll das da etwas ein O oder ein 0 sein? Das kann doch keine Sau lesen. „Die von ihnen eingegeben Zeichen sind nicht korrekt“. Neuer Versuch. Zu spät. Der 28. Mai war wieder … rot. Ein anderer Berliner konnte das wohl lesen.

„Es liegt kein technischer Fehler vor, wenn nur rot oder weiß markierte Tage angezeigt werden“ steht in der FAQ des „IKT-Basisdienstes ZeitManagementSystem (ZMS)“ der Berliner Behörden.

Aber vielleicht gibts anscheinend immer mal wieder freie Plätze, weil die Leute am Wochenende vielleicht auch absagen oder umbuchen. Also verbrachte ich die letzten 20 Minuten mit permanentem Refresh der Seite, um noch einmal dieses verlockende Blau zu provozieren. Im Rechenzentrum wird man sich wundern, wieso so viele Anfragen aus Prenzlauer Berg kommen und die Server heiß laufen. 

Und auf einmal wurde wieder ein Tag blau. Der 31.05.23 in Berlin Lichtenrade. Habe ich da schon was vor? Ist Lichtenrade nicht ein bisschen weit weg? Scheiß egal. Wat’de hast, hast’de!

Also werde ich am 31.05.23 einen Ausflug nach Lichtenrade machen. Mit der Bahn eine Stunde, mit dem Auto unkalkulierbar. Für ein Dokument, welches der Staat gern bei mir wüsste und wofür ich noch 37 EUR hinlatzen soll. Ich werde ans andere Ende der Stadt gurken, allein um nur einen Satz zu vorzutragen. „Tach, Ick brauch’n neuen Ausweis, Daten sind noch die selben.“ Nur damit der/die Beamte dieses „Begehren“ in einen behördlichen Computer tippt, dann umgehend meine EC-Karte belastet und die Plastik-Karte bestellt. Nur deshalb fahre ich bald nach Lichtenrade. Als könnte ich das nicht selber.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass es dazu noch einen zweiten Beitrag geben wird. Vermutlich am 31.05. oder 01.06. 😉

So, liebe Leser, ich muss Schluss machen. Das große Kind braucht auch einen Termin beim Amt. Ich muss jetzt wieder „refreshen“ gehen.