738) Vollzeit in Ketten


Als ich gerade folgende Nachricht im Radio hörte, da blieb mir fast das Sonntagsbrötchen im Halse stecken.

Der Wirtschaftsflügel der CDU (MIT) will den generellen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit abschaffen. Künftig soll Teilzeit nur noch mit besonderer Begründung möglich sein, etwa wegen Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Weiterbildung“ … so fasst mir die KI den Beitrag vom Deutschlandfunk zusammen.“

Die Folge war ein unmittelbarer Wutausbruch von dem ich mich nun wieder abkühlen muss.

Lieber Wirtschaftsflügel. Ja natürlich zahlen Menschen in Teilzeit weniger Steuern und weniger Sozialversicherungsbeiträge. Bei der eigenen Rente werden sie es später direkt über die Abzüge merken, beim Besuch einer Arztpraxis aber nicht, auch nicht bei den Diensten von Polizei, Justiz und Feuerwehr. Die können Teilzeitarbeitende weiterhin voll in Anspruch nehmen auch wenn sie weniger einzahlen. Da ist was dran.

ABER: Bevor ihr uns an den Arbeitsplatz kettet, sorgt doch bitte schön erstmal dafür, dass die Sozialsysteme und Verwaltungen effizient arbeiten. Das spart Geld und dann entkrampft sich auch der Fachkräftemangel (zumindestens mal auf den Büro-Etagen). Eine Krankenversicherung wird nicht nur teurer, weil das Lebensalter steigt und Medizin leistungsstärker wird. Eine Verwaltung ist nicht per Definition aufwändig und komplex … sie wurde so gemacht.

In körperlich geprägten Berufen ist die Teilzeitquote bei Männern ohnehin niedrig. Bei Frauen ist sie höher – aber nicht, weil sie alle kollektiv „Work-Life-Balance“ spielen wollen. Sondern weil dieses Land es im Jahr 2025 immer noch nicht schafft, flächendeckend verlässliche, bezahlbare und flexible Kinderbetreuung anzubieten.

Ich hoffe ernsthaft, dass der Fachkräftemangel zu einem gewissen Level erhalten bleibt. Denn dann müssen sich Arbeitgeber etwas einfallen lassen, ihre Mitarbeiter zu halten oder neue anzuwerben. Unternehmen werden freiwillig flexible Arbeitszeitmodelle beibehalten, auch wenn es nicht im Gesetz steht. Sollte KI aber zu erheblicher Freisetzung von „Human-Ressourcen“ führen und damit ein Arbeitgeber-Markt entstehen, dann sieht’s allerdings schlecht aus.

So und jetzt gehe ich wandern …
noch ein wenig meiner Freiheit genießen.

Grüße von der kleinen Atlantik-Insel

PS: Titelbild via ChatGPT


737) Wenn der ICE-Mann nicht mehr klingelt …

… sondern direkt hereinkommt. Da sind wir noch nicht, denn das ist den ICE-Agents auch nicht gestattet so weit ich weiß. Aber allein was ich vom Geschehen auf Straßen und Plätzen sehe und höre, läuft mir im gleichen Moment eiskalt den Rücken runter.

So etwas kenne ich nur aus Schulbüchern und Schwarzweiß-Fotos. Es erinnert an Methoden der Geheimpolizei. Gestapo, Stasi, Securitate … you name it. Und das im „Land of the Free“. Wahrscheinlich sind eigenartige Beulen auf Amerikas Friedhöfen zu sehen, weil sich Denker und Gründer im Grabe umdrehen. Mehrmals am Tag.

Was mag da wohl noch alles passieren?, ist da so mein erster Gedanke.
und
Wie wollen sie diese Gräben je wieder kitten?, dann der zweite.

Ich kann da gar nicht mehr zu schreiben, es ist alles gesagt.

Entsetzt, enttäuscht … ach wie sag ich es nur …
würden sie doch einfach nur eine Runde Eis ausgeben.

PS: Titelbild via ChatGPT

736) Insel-Office 3

Wie bitte? Insel-Office? Schon wieder?

Wieso schon wieder? Ist doch schon wieder ein Jahr her.

Und warum auch nicht? In Berlin ist es entweder grau oder dunkel oder beides gleichzeitig. Garniert mit Resten von Silvesterknallern, Winterstreu, Weihnachtsbäumen und Hundescheiße. Auf jeden Fall hässlich. Man hört kaum Vögel, nur die dystopischen Laute der Krähen. Berliner gehen sich gegenseitig auf den Geist und mir gehörig auf den Wecker. Die Zimmerdecke kommt meinem Kopf immer näher, ich habe schlechte Laune und Vitamin D-Pillen bringen auch nichts. Ich brauche Licht, Sonne und dringend eine andere Tapete. Das weiß ich. Also begehe ich wieder Winterflucht.

Ich habe meinen Rechner eingepackt, diverse Kabel und meinen Reise-Monitor auch. Ich nenne ihn mittlerweile „Moni“. Ein tolles Gerät. Er ist deutlich größer als der Laptop-Screen, wiegt nur gute zwei Kilo und der Standfuß lässt sich ohne Werkzeug abmontieren. Ideal für mein digitales Nomaden-Leben am Rande des Atlantiks.

Nun sitze ich die nächsten vier Stunden im Flieger. Kein Board-Entertainment, kein WLAN, zwangsweise abgekoppelt vom medialen Rauschen. Neben mir sitzt ein junger Typ mit riesigen Muskeln und breitem Kreuz. Er konfisziert beide Armlehnen, sodass ich meinen meinen linken Arm kaum nutzen kann. Also tippe ich diesen Text mit den Fingern der rechten Hand. In der Sitztasche vor mir liegt die neue „brand eins“ mit dem Untertitel „Ein Heft über begründete Zuversicht“, das klingt doch verlockend. Könnte ich vielleicht zum Motto der nächsten vier Wochen erklären. „Eine Reise mit begründeter Zuversicht.“

Damit das auch ja so eintritt, werde ich hin und wieder eher Schluss machen oder eine längere Mittagspause einlegen. Mein Laufprogramm werde ich aufrecht erhalten, vielleicht mal ein Fahrrad / Auto mieten oder mit dem Bus die Gegend erkunden. Da wo ich sein werde gibt es Tageslicht bis nach 18:00, Supermärkte die bis 22:00 geöffnet haben, auch Sonntags und nette Menschen mit leckerer Küche. Paradiesisch.

Einmal pro Tag die Nachrichten checken wird reichen, ich will nur mitkriegen falls die Insel von einer Großmacht mit Großmaul einkassiert wird.

Etwas Lesestoff habe ich bei, einen Streaming-Dienst und charmante Begleitung. Langweilig wird mir also nicht … wird mir nie. Außerdem will ich weiter an meiner längeren off-time im Sommer herumplanen.

So und jetzt werfe ich mal einen Blick ins Heft mit begründeter Zuversicht.

In diesem Sinne … bis die Tage.

Frühere Beiträge zum Thema:

 

80) Welches Programm wollen wir? – Freitag

So Leute und bevor hier die Aufmerksamkeit nachlässt und ihr denkt, dass es doch immer dasselbe ist … nein ist es nicht … da gibt es feine und gruselige Unterschiede … nun also der letzte Teil der Serie … und versprochen es wird deutlich besser 😉

Jeden Morgen 5:30 Uhr bin ich im Bad und höre nebenbei die Früh-Nachrichten.

Manchmal frage ich mich, wie es wäre, wenn plötzlich ein neues Programm ausgestrahlt wird und nichts mehr so ist wie am Tag zuvor. Mit dieser kleinen Serie will ich zusammen mit KI darüber nachdenken und mögliche Nachrichten konstruieren.

Guten Morgen. Es ist 05:30 Uhr. Hier sind die Kurznachrichten.

Nach Abschluss mehrerer Sondierungs- und Beteiligungsverfahren hat sich in der Nacht eine neue Bundesregierung konstituiert.

Sie stützt sich auf eine breite parlamentarische Mehrheit und eine verbindliche Vereinbarung mit Bürgervertretungen, Kommunen und Sozialpartnern.

1. Demokratische Grundlagen

Die Regierung bekräftigt die uneingeschränkte Geltung parlamentarischer Verfahren. Laufende Gesetzesinitiativen werden öffentlich einsehbar gemacht und in verständlicher Form aufbereitet. Bürgerforen und Bürgerräte erhalten verbindliche Mitwirkungsrechte.

2. Transparenz, Ziele und Verantwortung

Politische Vorhaben werden mit klar definierten Zielen, Zeiträumen und messbaren Kriterien versehen. Regierungsverantwortliche werden künftig nicht allein am Erreichen der nächsten Wahl, sondern am Fortschritt dieser Ziele gemessen. Abweichungen müssen öffentlich begründet werden.

3. Digitalisierung und Verwaltung

Verwaltungsprozesse werden bundesweit vereinheitlicht und digitalisiert. Anträge, Nachweise und Genehmigungen sollen medienbruchfrei abgewickelt werden. Ziel ist eine spürbare Entlastung für Bürgerinnen, Bürger und Behörden.

4. Jugend und Zukunftsfähigkeit

Die Bundesregierung kündigt eine Neuausrichtung der Jugend- und Bildungspolitik an. Investitionen in Bildung, Beteiligung und soziale Infrastruktur werden ausgeweitet. Begründet wird dies mit der Verantwortung gegenüber einer Generation, die die langfristigen gesellschaftlichen Herausforderungen tragen wird.

5. Arbeit, Wirtschaft und Personal

Der Umbau von Wirtschaft und Arbeitsmarkt wird aktiv begleitet. Investitionen in klimafreundliche Technologien, Infrastruktur und Qualifizierung werden ausgeweitet. Stellen werden künftig dort besetzt, wo sie gebraucht werden. Maßgeblich sind Bedarf und Eignung, nicht Herkunft oder institutionelle Zuständigkeiten.

6. Klima und Planungssicherheit

Die Regierung bekräftigt ihre Klimaziele und kündigt verbindliche Rahmenbedingungen an. Wirtschaft und private Haushalte erhalten klare zeitliche und finanzielle Leitlinien. Ziel ist Planungssicherheit für Investitionen und Alltag.

7. Bildung und Chancengleichheit

Bildung wird als zentrale Zukunftsaufgabe benannt. Schulen, Ausbildung und Weiterbildung werden ausgebaut. Digitale Angebote sollen Präsenz ergänzen, nicht ersetzen. Chancengleichheit bleibt Leitprinzip.

Die Bundesregierung spricht von einem anspruchsvollen Weg. Ein schneller Erfolg werde nicht erwartet. Entscheidend sei, Verantwortung zu übernehmen und Kurs zu halten.

Weitere Informationen im Laufe des Tages.

Damit zum Sport.

Der Sport erhält einen neuen Schwerpunkt. Nicht Sponsoring, Vermarktung oder Gewinne von Ausrüstern und Verbänden stehen im Fokus, sondern gesundheitliche Entwicklung, Prävention und Gemeinschaft. Programme für Breiten-, Vereins- und Schulsport werden ausgebaut.

Und hier ist das Wetter.

Heute freundlich mit einzelnen Wolken. Temperaturen bis 15 Grad. Für die kommenden Tage sind keine extremen Wetterlagen angekündigt

Und nun geht‘s weiter mit …

… Zukunft“

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Nun, es liegt an uns was wir hören werden.

PS1: Nachrichtentext mit Unterstützung von ChatGPT

PS2: Titelbild via ChatGPT

<— 79) Welches Programm wollen wir? – Donnerstag

 

79) Welches Programm wollen wir? – Donnerstag

Jeden Morgen 5:30 Uhr bin ich im Bad und höre nebenbei die Früh-Nachrichten.

Manchmal frage ich mich, wie es wäre, wenn plötzlich ein neues Programm ausgestrahlt wird und nichts mehr so ist wie am Tag zuvor. Mit dieser kleinen Serie will ich zusammen mit KI darüber nachdenken und mögliche Nachrichten konstruieren.

„Guten Morgen. Es ist Mittwoch, 05:30 Uhr. Hier sind die Kurznachrichten.

Nach Empfehlung eines unabhängigen Expertengremiums hat der Bundestag in der Nacht der Einsetzung einer datenbasierten Bevölkerungssteuerung zugestimmt. Der neu vereidigte Bundesanalyzer hat erste Gesetzesentwürfe zur weiteren Modellierung freigegeben. Die Zustimmung des Bundesarchitekten wird im weiteren Verfahren erwartet. 

 

1. Steuerung und Entscheidungsfindung

Politische Entscheidungen werden künftig auf Basis kontinuierlich erhobener Echtzeitdaten getroffen. Prognosemodelle, Simulationen und Risikoanalysen bilden die Entscheidungsgrundlage. Abweichungen vom Modell sind nicht vorgesehen.

2. Datenerfassung

Bewegungs-, Gesundheits-, Kommunikations- und Verbrauchsdaten werden zentral zusammengeführt. Die Erhebung erfolgt automatisiert über bestehende Endgeräte, Infrastrukturen und Schnittstellen. Eine aktive Mitwirkung ist nicht erforderlich.

3. Transparenz

Alle relevanten Kennzahlen sind öffentlich einsehbar. Individuelle Beiträge zum Gesamtzustand werden personalisiert ausgewiesen. Die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen wird dadurch erhöht.

4. Alltag und Verhalten

Empfehlungen zu Mobilität, Arbeit, Ernährung und Freizeit werden in Echtzeit bereitgestellt. Abweichungen sind möglich, fließen jedoch unmittelbar in die Bewertung ein.

5. Arbeit und Einsatz

Die Verteilung von Arbeit erfolgt künftig über ein zentrales Portal. Tätigkeiten werden projektbezogen und bedarfsorientiert zugewiesen. Klassische Arbeitsverträge mit langfristiger Mitarbeiterbindung werden aufgelöst.

6. Bildung und Qualifikation

Lerninhalte werden individualisiert. Ausbildungsstände, Kompetenzen und Defizite werden kontinuierlich erfasst und öffentlich einsehbar gemacht. Bildungs- und Einsatzpfade ergeben sich aus statistischer Eignung.

7. Gesundheit und Bewertung

Gesundheits- und Verhaltensdaten werden fortlaufend ausgewertet. Abweichungen von empfohlenen Profilen werden über eine neue Social-Scoring-Card abgebildet und sanktioniert.

Die Bevölkerungssteuerung verweist auf die vollständige Transparenz des Systems. Entscheidungen seien jederzeit überprüfbar und datenbasiert erklärbar.

Weitere Informationen werden fortlaufend aktualisiert.

Damit zum Sport.

Der organisierte Sportbetrieb wird auf E-Sports umgestellt. Wettbewerbe finden vollständig digital statt. Spielverhalten und Reaktionsprofile fließen in Leistungs- und Belastungsdaten ein.

Und hier ist das Wetter.

Wetterdaten werden künftig hochauflösend erhoben. Vorhersagen beziehen sich auf einen Radius von fünfzig Kubikmetern um den jeweiligen Aufenthaltsort. Regionale Abweichungen werden in Echtzeit angepasst.

Weiter geht es im Programm mit den Top-10-Apps des Tages“

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Nun, es liegt an uns was wir hören werden.

PS1: Nachrichtentext mit Unterstützung von ChatGPT

PS2: Titelbild via ChatGPT

<— 78) Welches Programm wollen wir? – Mittwoch

78) Welches Programm wollen wir? – Mittwoch

Jeden Morgen 5:30 Uhr bin ich im Bad und höre nebenbei die Früh-Nachrichten.

Manchmal frage ich mich, wie es wäre, wenn plötzlich ein neues Programm ausgestrahlt wird und nichts mehr so ist wie am Tag zuvor. Mit dieser kleinen Serie will ich zusammen mit KI darüber nachdenken und mögliche Nachrichten konstruieren.

„Guten Morgen. Es ist Mittwoch, 05:30 Uhr. Hier sind die Kurznachrichten.

Die neu gewählte Bundesregierung hat in der Nacht mehrere Reformpakete verabschiedet.

Die Beschlüsse wurden mit parlamentarischer Mehrheit gefasst und treten ab heute in Kraft.

1. Staat und Verwaltung

Die Arbeit der Bundesministerien wird neu ausgerichtet. Staatliche Aufgaben werden auf ihre Kernfunktionen begrenzt. Bereiche, die nicht mehr als zwingend notwendig gelten, entfallen oder werden künftig von privaten Anbietern übernommen.

2. Innere Sicherheit

Auch die Organisation der inneren Sicherheit wird angepasst. Die Polizei konzentriert sich künftig auf schwere Straftaten. Präventive Sicherheitsleistungen können von privaten Sicherheitsdiensten übernommen werden.

3. Arbeitsmarkt

Am Arbeitsmarkt treten umfassende Änderungen in Kraft. Der gesetzliche Mindestlohn entfällt. Tarifverträge verlieren ihre Allgemeinverbindlichkeit. Arbeitsverhältnisse werden künftig individuell ausgehandelt.

4. Soziale Sicherung

In der sozialen Sicherung zieht sich der Staat schrittweise zurück. Transferleistungen werden reduziert. Eigenverantwortliche Vorsorge wird steuerlich begünstigt. Private Absicherungsmodelle sollen gestärkt werden.

5. Infrastruktur

Verkehrs- und Versorgungsnetze werden für private Investitionen geöffnet. Nutzung, Instandhaltung und Ausbau orientieren sich künftig stärker an Wirtschaftlichkeit und Nachfrage.

6. Bildung

Im Bildungsbereich erhalten Schulen und Hochschulen mehr Autonomie. Die Finanzierung wird neu geregelt. Zugang, Angebote und Gebühren können künftig variieren.

7. Medien und Information

Auch im Bereich Medien und Information setzt die Regierung auf Deregulierung. Staatliche Vorgaben werden zurückgenommen. Reichweite und Relevanz ergeben sich aus Marktmechanismen.

Die Reformen stoßen an den Finanzmärkten auf positive Resonanz. Wirtschaftsexperten sprechen von einem Signal für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum.

Weitere Informationen im Laufe des Tages.

Damit zum Sport.

Sportverbände erhalten weitgehende Gestaltungsfreiheit. Ligen, Wettbewerbe und Regeln richten sich künftig nach Nachfrage und wirtschaftlichem Erfolg.

Und hier ist das Wetter.

Heute sonnig und trocken bei Temperaturen bis 14 Grad.

Dies sind die letzten Wetternachrichten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Wetterredaktion wird dem Arbeitsmarkt zugeführt.

Und nun folgt ein 30-minütiger Werbeblock.“

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Nun, es liegt an uns was wir hören werden.

PS1: Nachrichtentext mit Unterstützung von ChatGPT

PS2: Titelbild via ChatGPT

<— 77) Welches Programm wollen wir? – Dienstag

—> 79) Welches Programm wollen wir? – Donnerstag

77) Welches Programm wollen wir? – Dienstag

Jeden Morgen 5:30 Uhr bin ich im Bad und höre nebenbei die Früh-Nachrichten.

Manchmal frage ich mich, wie es wäre, wenn plötzlich ein neues Programm ausgestrahlt wird und nichts mehr so ist wie am Tag zuvor. Mit dieser kleinen Serie will ich zusammen mit KI darüber nachdenken und mögliche Nachrichten konstruieren.

„Guten Morgen. Es ist Dienstag, 05:30 Uhr. Hier sind die Kurznachrichten.

Die neu eingesetzte Militärverwaltung hat in der Nacht mehrere Anordnungen erlassen.

Sie gelten ab sofort.

1. Verwaltung und Kontrolle

Für die Stadt Berlin wurde ein militärischer Stadtverwalter eingesetzt. Die zivile Stadtregierung ist nicht mehr im Amt. Alle Behörden unterstehen ab sofort dem Militärkommando.

2. Öffentlicher Raum

Im gesamten Stadtgebiet gelten Sicherheitszonen. Der Wechsel zwischen den Sicherheitszonen setzt einen gültigen Passierschein voraus. In den Bezirken Mitte, Friedrichshain und Neukölln ist der Aufenthalt zwischen 22 und 5 Uhr untersagt.

3. Präsenz der Streitkräfte

Militärische Patrouillen sichern Bahnhöfe, Brücken und Regierungsgebäude. Kontrollpunkte wurden eingerichtet. Anweisungen der Einsatzkräfte ist Folge zu leisten.

4. Kommunikation

Der Rundfunk dient ab sofort ausschließlich der Übermittlung amtlicher Informationen. Andere Programme werden nicht ausgestrahlt. Im Internet werden Interaktive Angebote und Kommentarfunktionen abgeschaltet.

5. Versammlungen und Bildung

Öffentliche Versammlungen und Demonstrationen sind bis auf Weiteres untersagt. Zuwiderhandlungen werden aufgelöst. In Schulen wird ab kommender Woche ein täglicher Morgenappell eingeführt.

6. Infrastruktur

Flughäfen, Bahnhöfe, Energie- und Wasserversorgung stehen unter militärischem Schutz. Der zivile Betrieb wird fortgeführt, Bewegungen können eingeschränkt werden. Das Verweilen und Fotografieren im Bereich dieser Anlagen ist untersagt.

7. Kultur

Für Sonntag ist im Stadtzentrum eine militärische Parade angekündigt. Die Bevölkerung wird zum zahlreiches Erscheinen aufgerufen. Winkelemente werden bereitgestellt.

Weitere Informationen werden bei Bedarf bekannt gegeben.

Damit zum Sport.

Der organisierte Sportbetrieb wird fortgeführt, Fun- und Ballsportarten werden aber eingestellt. Stattdessen wird Zehnkampf zum neuen Nationalsport erklärt. Entsprechende Programme in Schulen und Verbänden werden vorbereitet.

Und hier ist das Wetter.

In der Nacht hat es geschneit und in den nächsten Wochen ist mit eisigen Winden aus Ost zu rechnen. Männer mit ungeradem Geburtsdatum werden ab 06:30 Uhr zum Schneeräumen am Parade-Platz herangezogen.

Im Musik-Programm mit geht es nun weiter mit einem Marsch.“

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Nun, es liegt an uns was wir hören werden.

PS1: Nachrichtentext mit Unterstützung von ChatGPT

PS2: Titelbild via ChatGPT

<— 76) Welches Programm wollen wir? – Montag

—> 78) Welches Programm wollen wir? – Mittwoch

76) Welches Programm wollen wir? – Montag

Jeden Morgen 5:30 Uhr bin ich im Bad und höre nebenbei die Früh-Nachrichten.

Manchmal frage ich mich, wie es wäre, wenn plötzlich ein neues Programm ausgestrahlt wird und nichts mehr so ist wie am Tag zuvor. Mit dieser kleinen Serie will ich zusammen mit KI darüber nachdenken und mögliche Nachrichten konstruieren.

„Guten Morgen. Es ist Montagmorgen 05:30 Uhr. Hier sind die Kurznachrichten.

Die neu eingesetzte Regierung hat in der Nacht mehrere Sofortmaßnahmen beschlossen.

Sie treten mit unverzüglicher Wirkung in Kraft.

1. Staatsorganisation

Der Bundestag tritt bis auf Weiteres nicht mehr in regulären Sitzungen zusammen. Gesetzgeberische Entscheidungen erfolgen vorläufig per Kabinettsbeschluss.

2. Justiz und Gewaltenteilung

Die Zuständigkeit für verfassungsrechtliche Eilverfahren wird dem Bundesverfassungsgericht entzogen und dem Innenministerium übertragen. Laufende Verfahren werden überprüft.

3. Medien und Information

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk stellt den eigenständigen Nachrichtenbetrieb ein. Programme, Redaktionen und Aufsichtsgremien werden zentral neu organisiert. Auch private Medien unterliegen ab sofort einer erweiterten staatlichen Lizenzpflicht.

4. Migration und Rückführungen

Das Asylverfahren wird eingestellt. Rückführungsmaßnahmen beginnen umgehend. Am Hauptstadtflughafen ist Terminal E ab sofort ausschließlich für Rückführungen reserviert. Der zivile Betrieb ist dort eingestellt.

5. Innere Sicherheit

Die Bundespolizei übernimmt die operative Leitung an Bahnhöfen, Flughäfen und zentralen Plätzen. Flächendeckende Identitätskontrollen werden durchgeführt.

6. Bildung

Bundesweit gelten neue verbindliche Lehrpläne. Bisherige Unterrichtsmaterialien werden aus dem Schulbetrieb entfernt. Neue Schulbücher werden ausgegeben.

7. Zivilgesellschaft

Mehrere Organisationen verlieren mit sofortiger Wirkung ihre staatliche Anerkennung. Konten und Fördermittel werden eingefroren.

Internationale Stellungnahmen liegen bislang nicht vor. Der reguläre Regierungsbetrieb wird fortgesetzt.

Weitere Informationen im Laufe des Tages.

Damit zum Sport.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft gewinnt ihr gestriges Länderspiel gegen Tonga deutlich mit 19 zu 0. Der Bundestrainer spricht von einem klaren Beleg für Leistungsbereitschaft, Disziplin und internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Und hier ist das Wetter.

Heute überwiegend bewölkt, zeitweise Regen. Temperaturen zwischen 7 und 11 Grad. Berichte internationaler Klimaforschungsinstitute wurden in der Nacht als nicht belastbar eingestuft. Die Wetterberichterstattung erfolgt künftig wieder faktenbasiert und ohne ideologische Einordnung.

Und nun heimatliche Klänge mit Marina & Martin.

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Nun, es liegt an uns was wir hören werden.

PS1: Nachrichtentext mit Unterstützung von ChatGPT

PS2: Titelbild via ChatGPT

—> 77) Welches Programm wollen wir? – Dienstag

735) House of Narz: Macht in Serie?

Wie ich sicher schon einmal hier geschrieben habe, bin ich ein Netflix-Spätzünder.

So befinde ich mich erst jetzt, rund zehn Jahre später, in den letzten Zügen der Serie „House of Cards“: politische Machenschaften, Intrigen und „menschliche Verluste“ rund um das Weiße Haus. Über mehr als 70 Folgen hinweg bekommt man dabei erstaunlich viele Einblicke hinter die Kulissen der Macht in Washington.

Hätte ich mir die Serie damals, zur Zeit ihres Erscheinens, angesehen, hätte ich vermutlich abgeschaltet, weil:

Zu abgedreht. Zu unglaublich. Zu weltfremd. A bit too much.

Heute, drei oder vier Amtsperioden später, denke ich:

Ja. Genau so. So muss es wohl wirklich sein.

Es ist abgedreht. Unglaublich. Irgendwie echt. Und … even more than too much.

Also, wie kann die Serie nur so realistisch sein / wirken?

  • Hat der Autor bereits nur die damalige Realität dokumentiert?
  • Oder hatte er einen verdammt guten Riecher für die Zukunft?
  • Oder haben die heutigen Politiker selbst zu viel davon gesehen?

Obwohl … beim genaueren Nachdenken …

zum Ende wird ein Regierungskabinett aus lauter Frauen aufgestellt, und die Präsidentin trägt ihren schwangeren Bauch im engen Kleid stolz zur Schau.

Bleibt wohl doch eher Fiktion 😉

PS: Titelbild via ChatGPT

88) Stromausfall-ismus

Dass Teile des Berliner Südwestens seit Tagen ohne Strom sind, dürfte sich inzwischen bundesweit herumgesprochen haben. Das ist nicht witzig, schon gar nicht bei diesen Temperaturen, und ich will das auch in keiner Weise verharmlosen. Eine Gruppe Irrer hat eine Kabelbrücke über einem Kanal in Brand gesetzt. Dass die Reparatur bei Frost und unter diesen Bedingungen technisch anspruchsvoll ist, kann ich akzeptieren.

Was ich nicht akzeptiere, ist das politische Framing und der Umgang mit der Krise.

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner kehrt sichtbar gut erholt aus dem Winterurlaub zurück und spricht reflexhaft von Links-Extremismus. Zwei Tage später sind wir medial bereits beim Links-Terrorismus angekommen. Wer vor wenigen Monaten noch als störender Klima-Kleber oder nerviger Klima-Aktivist galt, wird nun begrifflich in dieselbe Schublade gesteckt wie die RAF? 

Sorry, aber das ist kein Erkenntnisgewinn, sondern ein Ablenkungsmanöver. Markige Begriffe ersetzen keine Analyse und schon gar kein Krisenmanagement. Wenn es schon ein „-ismus“ sein muss, dann vielleicht Krisen-Dilettantismus oder Missmanagement-ismus.

Wenn Herr Wegner feststellt, dass solche Sabotageakte bereits mehrfach vorgekommen sind, dann hat er recht. Erstens wissen wir das alle und zweitens unterstreicht er damit aber vor allem eines, die offenkundige Unprofessionalität im Umgang damit. Wiederholte Vorfälle ohne sichtbare Vorsorge oder funktionierende Notfallkonzepte sind kein Beleg für Entschlossenheit, sondern für Versäumnisse. „Die Stadt soll wieder funktionieren“ hieß es noch im Wahlkampf. Ja … bitte, gern doch.

Zeitweise waren rund 50.000 Menschen betroffen, aber eben auch „nur“ etwa 1,2 Prozent der Berliner Bevölkerung. Und trotzdem schafft es diese hippe Hauptstadt nicht, kurzfristig Wärme, Unterkünfte und Strom zum Laden von Handys bereitzustellen. Der Berliner Flughafen managed täglich rund 70.000 Menschen, nicht unbedingt vergleichbar, aber nur um mal eine Größenordnung zu geben

Heute, am 7. Januar um 9:30 Uhr, erreichte uns dann die nächste Warnung per Cell-Broadcasting. Stromausfall in der gesamten Stadt. Das war aber dann eine große Cell die da bebroadcasted wurde … und man wunderte sich, was das nun wieder soll.

Also bitte, hören Sie auf mit ideologischen Nebelkerzen und kümmern Sie sich um Ihre Hausaufgaben. Wenn man sich nur ausmalt, was passiert wäre, hätte es mehrere Stellen gleichzeitig getroffen oder wäre das Ganze noch umfassender durch einen gezielten Cyberangriff von weiter ostwärts ausgelöst worden, dann bleibt nur ein Gedanke.

Gute Nacht, Marie.