Die Top-10-Jahresgehälter der DAX-CEOs von 2025 sind einsehbar. Grundsätzlich finde ich das erst einmal gut, danke.
Wenn man sich dann die Jahresgehälter zwischen 8 und knapp 11 Millionen Euro anschaut, kann man schon mal schlucken.
Die Mitarbeiter der Unternehmen können nun ihr eigenes Jahresgehalt nehmen und die Millionen des Chefs dadurch teilen. Je nach Gehaltsklasse und Berufserfahrung kommt dann irgendein Quotient heraus. Sagen wir der Einfachheit halber einfach mal: 150.
Und dann kommen sicher ein paar Fragen:
Ist der Chef 150-mal mehr wert?
Bestimmt nicht. Er ist auch nur ein Mensch, kocht mit Wasser, pinkelt im Stehen, vergisst sein Handy und kriegt Strafzettel.
Ist er 150-mal produktiver als man selbst?
Glaube ich nicht. So ein Job hat schließlich viel mit Reden und Reisen zu tun. Wobei sich da eine interessante Frage stellt: Was macht einen CEO eigentlich produktiv?
Arbeitet er 150-mal mehr?
Geht rein technisch nicht. Wenn ein „Normalo“ acht bis zehn Stunden am Tag arbeitet, wären das für ihn 1.200 bis 1.500 Stunden am Tag.
Hat er 150-mal mehr Verantwortung?
Schwierig. Natürlich hat er mehr Verantwortung, je nach Größe des Unternehmens sogar für mehrere Hunderttausend Mitarbeiter. Allerdings führt er die nicht direkt. Er hat eine ganze Organisation unter sich.
Hat er 150-mal mehr Stress?
Definitiv möchte ich seinen Tagesablauf nicht haben. Aber 150-mal mehr?
Läge er dann nicht schon längst beim Doktor auf der Matte?
Hat er 150-mal mehr Impact, Einfluss, Bedeutung oder Wirkung?
Sicher hat er Impact. Von Erfolg bis Pleite kann alles dabei sein. Trotzdem: 150-mal?
Und dann wird es noch einmal interessant.
Nimmt man beispielsweise eine Tariferhöhung von 5 Prozent, sind das für einen Arbeitnehmer mit 60.000 Euro Jahresgehalt 250 Euro brutto mehr im Monat.
Für den Chef mit 9 Millionen Jahresgehalt sind es schlappe 37.500 Euro.
Pro Monat.
Also, wenn ihr demnächst mit eurem Chef übers Gehalt reden wollt, habt ihr schon mal eine Hausnummer, die ihr fordern könnt.
Ein bisschen runterhandeln lassen kann man sich ja immer. 😉
PS: Titelbild via KI

































































