628) Feuer frei

Erkundet man die Insel Rømø, wird man im Norden hinter Juvre zwangsläufig auf die „Rømø Shooting Area“ treffen, dann die Fahrt verlangsamen und sich kieselknirschend mindestens mal drei folgende Fragen stellen.

  • „Ähhhhm ….dürfen wir weiterfahren?“
  • „Sollten wir vielleicht besser umdrehen?“
  • „Und was ist wenn die auf einmal doch …?“

Ich gehe jede Wette ein, dass diese Zweifel dann häufig mit

  • „Wir können ja wenigstens mal kurz gucken“.

abgeräumt werden. Und so geschah es dann auch.

Obwohl die Anlage nicht sehr einladend aussieht, gibt es einen kleinen Parkplatz, eine Informationstafel und schließlich war Karfreitag … eher unwahrscheinlich dass nun gerade an diesem Tag Krieg geübt werden sollte.

Die mitreisende Jugend beruhigte sich etwas, als sie an der Tafel las, dass Schießübungen eine Stunde vorher über schwarze Ballons angezeigt werden, die dann in die Höhe gezogen werden. 

Also stapften wir an einem Wall entlang, der sowohl als Deich und auch Sichtschutz zum Übungsgelände diente, an einer Stelle konnte man den Wall über eine Treppe besteigen und bekam einen Überblick. Eine riesige platte Fläche lag dahinter, die wohl auch Überschwemmungsgebiet ist, ein paar Kühe fraßen Gras und einzelne Panzer standen in der Ferne. In Sichtweite lag ein Skelett auf dem Boden, was die Phantasie der Jugend erneut befeuerte und nur mit wiederholten Blicken auf die Ballons beschwichtigt werden konnte.

Auf dem Weg zurück zum Auto entspannte sich die Jugend wieder, übte trotzdem hin und wieder einen unauffälligen Schulterblick. Und obwohl die Ballons weiterhin unten blieben, war das Gedankenfeuer in meinem Kopf eröffnet.

  • Ein Familien-Auto, dass auf einen Plattenweg gerät und von Soldaten angehalten wird.
  • Schulausflug in eine Kaserne bei Lehnin, bei dem Jungs in einen Panzer krabbeln.
  • Grummeln und Wummern in der Ferne beim Pilzesammeln in Brandenburg.
  • Jagdflieger die über die Mecklenburgischen Seen hinwegdonnern und Ruderboote zum Wanken bringen.

  • Musterung,
  • Einberufung,
  • Kriegsdienstverweigerung

  • Bosnien, Kosovo, Tschetschenien …
  • Krim, Donbas …
  • Donezk, Saporischschja, Charkiw …

  • Diskussion um die Wiedereinführung der Wehrpflicht

Noch dann sahen wir zwei Autos zögernd herankommen, sie stoppten, setzten fort … hielten und rollten wieder an. Damit war mein Kopf abgelenkt und das Moll verwandelte sich in ein Dur. Denn nun konnten wir herzlich spekulieren, welche Dialoge sich in den Autos wohl abspielten.

  • „Heinz, denkst wir dürfen hier weiterfahren?“
  • „Renate, hier steht doch nicht das wir nicht dürfen.“
  • „Du, Heinz meinst du nicht, wir sollten besser umkehren?“
  • „Aber die laufen doch auch da lang.“ … (und zeigt auf uns)
  • „Aber Heinz, was ist wenn die doch schießen?“
  • „Ach, Renatchen, mach dir mal kein‘ Kopp, is‘ doch Ostern.“
  • “Peter, was denkst du?“
  • “Lass uns mal gucken, aber du fährst vor Heinz.“

Ähnliche Beiträge:

 

627) Meerjungfrau und Obelix auf dem Weg nach Europa

Wenn man als Blogger in einem Land zu Gast ist, wo man üblicherweise keine Stamm- Leserschaft hat, dann stellt man recht schnell fest, dass auch die eigenen Interaktionen auf dem Blog als Zugriffe gezählt werden. Finde ich doof, ist aber so.

Immer wenn ich in Dänemark bin, und wenn dann noch die Anke aus Italien mitspielt, ergibt sich eine Formation auf der Karte der weltweiten Zugriffe, die mich im Januar 2024 (damals noch pink) an Meerjungfrau oder Seepferdchen denken lassen hatte, nun im April 2025 (mittlerweile blau) eher an einen Springer oder Jogger. Interessant, was Farben für einen Unterschied machen und welche Schublade sie öffnen.

Wenn nun noch jemand in Frankreich mitlesen würde, bekäme die Figur ein prächtigen Bauch (passt kulinarisch ja irgendwie) und es würde sich ein Obelix ergeben. Dicke Wampe, dünne Beine. Leser aus Polen würden dem Obelix noch einen Rucksack aufhängen (bitte nicht politisch oder gar finanziell betrachten).

Tschechien würde Brotdose oder Picknickkorb abgeben, die Schweiz einen Geldbeutel. Die Niederlande ein Halstuch, Belgien eine Tüte Pommes. Diese Klischees bedient, würde es ungefähr so aussehen.

Simulation von ChatGPT:

Und dann könnte man die Story natürlich weiter entwickeln, denn mit jedem weiteren Land ergibt sich ein neues Bild … und dann … kommt man am Ende bei einer Figur raus, die dann vielleicht … „Europa“ heißen könnte. Alle zusammen erzeugen ein Bild, tragen ihre Stärken bei … aber das wäre dann jetzt wohl etwas zu abwegig und zu weit hergeholt oder?

PS: Kursiv formatierte Texte / Inspirationen von ChatGPT

626) Da kann man noch was von dänen lernen …

Bin mal wieder in Dänemark. Yep. Immer wieder nett hier.

Man sagt ja, die nordischen Länder sind uns in vielen Dingen voraus. Ich habe schon wieder sehr fortschrittliche Dinge entdeckt. Da kann man noch was von dänen lernen.

  1. Kartenzahlung überall, nix neues hier im Norden, aber im Süden, da wo ungefähr dieses „Deutschland“ liegt, herrscht immer noch Kreditkarten-Wüste. Das Einzige was vermutlich in Dänemark noch mit Bargeld läuft sind die Vertrauenskassen für Honig, Marmelade und Brennholz am Straßenrand … oder hängen da auch schon Paypal Codes? Müsste ich glatt mal checken.
  2. Der Däne fährt gern „zum“ Strand und dann auch „auf“ den Strand. Der Deutsche fährt bis zur Wasser-Kante, dann kann er direkt aus dem Wasser ins Auto hüpfen und schleppt keinen Sand ins Auto oder Ehebett (ist auch ja auch ekelig irgendwie)

  3. Eine andere Art, trockene Füße zu behalten, ist die Nutzung von Brücken. Ist ein besonderes Erlebnis, einmal Brücke befahren hat den Gegenwert von ca. 5 Berliner Döner Kebap. Einfache Strecke.
  4. Wer sein Auto mal kurz in einem Parkhaus der Kopenhagener Innenstadt stapelt, ist für 90 min schnell 24 EUR los. Aber immerhin per Karte, da tut es nicht so weh.

  5. Es gibt Parkplätze für Frauen, für Rollstuhl-Fahrer, für E-Autos und für Ledige. Nur für mittelalte verheiratete Männer habe ich nichts gesehen, hier könnten sie noch etwas nacharbeiten.

  6. Man kann es aber auch preiswerter haben, und mit dem Fahrrad von Berlin anreisen. Reine Muskelkraft, 680 km, einfache Strecke. Radwege gibt es vor Ort zu Hauf, sicher noch dazu.

  7. Nur beim Abstellen des Rades sollte man etwas aufpassen, der hier hat es aber ganz smart gelöst finde ich.

  8. Dänemark arbeitet hart an seiner erste Weltraum-Mission mit dem vielversprechenden Titel „Lars goes Mars“. Also Larse haben sie schon genug beisammen.


  9. Work Life Balance und Mobile Work sind total angesagt.
  10. Und auch hier scheint man sich recht sicher zu sein, dass der Trump dem Putin sein Arsch (das ist Dativ oder???) zu nah zum Schmusen gekommen ist.

Venlig hilsen … oder so ähnlich.

PS: Titelbild via WordPress KI

625) Eine prompte Bewerbung

Zu einer Bewerbung auf eine Arbeitsstelle gehört häufig immer noch ein Anschreiben. Was für ein Blödsinn eigentlich.

Bewerber nutzen dazu ChatGPT, denn das spart Zeit und hilft bei zielgerichteten Formulierungen. Recruiter wissen natürlich, dass Bewerber ChatGPT o.ä. nutzen, lesen das Anschreiben nicht mehr.

Das Anschreiben ist also für den Müll oder landet bestenfalls in der Personalakte.

Also wozu der ganze Zirkus?

Wenn ich mich bewerben müsste (…was ich zum Glück aktuell nicht muss), würde ich nur noch einen QR-Code auf die erste Seite drucken. Dahinter steckt ein Link auf einen Prompt, der dann live vor den Augen des Personalers ausgeführt wird und eine PDF zum Download anbietet … nur um ihm diesen Blödsinn vor Augen zu führen.

Prompt:

  • Nimm bitte die folgende Stellenausschreibung.
  • Formuliere ein Motivationsschreiben für diese Stelle.
  • Baue dabei meine Stärken und Schwächen ein und formuliere so um, dass sie auf die Stellenausschreibung passen und ich dabei ganz gut aussehe
  • Und ein Foto generierst du mir auch noch passend zum Job
  • Danke … (ich bin immer höflich und nett zu „meiner“ KI)

Und schon ist sie fertig…

624) Die Realitätszeitung

Dass einzelne Themen über die Medien stark aufgeblasen werden, das ist hinlänglich bekannt. Von Bundesministern die eigenhändig Heizungen aus Familienhäusern reißen bis zum Eindruck, dass täglich ein Weihnachtsmarkt angegriffen wird. Auch im Sommer. Blödsinn.

Aber wie stark prägt das unsere Wahrnehmung der Realität? Wie weit klafft die „gefühlte Realität“ aus den Medien von der echten Lebensrealität der Menschen auseinander?

Solch Fragen habe ich gestern mit ChatGPT besprochen. Ich fuhr auf der Autobahn, hatte also etwas Zeit und dank Sprachsteuerung konnte ich mit der KI plaudern.

Wir „beide“ (ach wie süß) überlegten, wie denn wohl eine Zeitung, eine Nachrichtensendung oder eins News-Portal aussehen würde, wenn sie Neuigkeiten entlang der Lebensrealität präsentieren würde und sich die Anzahl der Themen an der Bevölkerungsstruktur anlehnen würde. Als ein gutes Mittelmaß haben wir uns auf 32 Seiten geeinigt, die haben wir als „Chef-Redakteure“ füllen müssten. Wer kein Bock auf Zeitung lesen hat, kann sich ersatzweise ja 30 Minuten Nachrichten-Sendung im TV denken.

Natürlich wird Realität von jedem Menschen anders wahrgenommen – geprägt von Alter, Herkunft, Umfeld und Lebenserfahrung … und auch Geldbeutel, Gesundheit und Päckchen die man so im Alltag tragen hat. Aber hier mal ein Versuch.

DIE REALITÄT – Tageszeitung für Deutschland, 7. April
(Ausgabe mit 32 Seiten – realitätsnah nach Bevölkerungsstruktur & Lebenswirklichkeit)

8 Seiten – Rentner & Senioren (25–27 %)

  1. “Rentnerpaar fährt mit dem 9-Euro-Ticket zum Bodensee – ‘Endlich mal raus!’”
  2. “Apotheken-Service bringt Medikamente jetzt direkt nach Hause”
  3. “Neues Seniorenfitness-Angebot im Stadtpark begeistert”
  4. “Rentnerin feiert 100. Geburtstag: ‘Das Leben war meistens schön’”
  5. “Pflegestufe beantragen – Was Angehörige wissen müssen”
  6. “Der Garten im April: Was jetzt zu tun ist”
  7. “Heimleiterin berichtet: ‘Wir erleben auch viel Dankbarkeit’”
  8. “Schachturnier im Seniorentreff: Ein Bauer wurde Held des Tages”

18 Seiten – Erwerbstätige & Familien (55–58 %)

  1. “Pendlerverkehr fließt trotz Baustelle – viele steigen aufs Rad um”
  2. “Kita-Platzvergabe beginnt – Stadt verspricht mehr Transparenz”
  3. „Waschmaschine kaputt? Reparaturcafés helfen kostenlos weiter“
  4. “Kollegiale Führung setzt sich durch – Büro ohne Chef funktioniert gut”
  5. “Gehälter steigen im öffentlichen Dienst – besonders in der Pflege”
  6. “Elternzeit als Vater: ‘Hätte ich viel früher machen sollen’”
  7. „Fastenmonat Ramadan: Lokale Moschee lädt Nachbarn zum abendlichen Essen ein“
  8. “Verbrauchertipp: Wann lohnt sich ein Wechsel zum regionalen Stromanbieter?”
  9. “Neue Studie: Die meisten Deutschen sind mit ihrer Arbeit zufrieden”
  10. “Ehrenamt in der Feuerwehr: ‘Es gibt nichts Erfüllenderes’”
    (Sonderkasten Feuerwehr: „Einsatz wegen brennender Pfanne – Bewohnerin hatte vergessen, den Herd auszuschalten. Kein größerer Schaden.“)
  11. “Polizei bittet um Rücksicht: ‘Einsatzfahrzeuge werden oft blockiert’”
    (“Sonderkasten Polizei: „Polizei zieht positive Bilanz zum Stadtfest: Keine größeren Zwischenfälle. Ein entlaufener Hund wurde zurückgebracht.“)
  12. “Weltblick: Was sonst noch passiert“
    • “In Portugal sinken die Strompreise – erneuerbare Energien sorgen für Entlastung”
    • “In Japan startet Modellprojekt zur Viertagewoche – erste Unternehmen berichten von besserer Work-Life-Balance”
    • “Nachbarschaftshilfe in Südafrika: Dorf baut gemeinsam neue Schule”
    • “Frankreich: Mehr Züge als Flüge – Inlandsreisen verlagern sich”
    • “UN-Studie: Bildung weltweit verbessert – doch Unterschiede bleiben groß”
  13. “Stadt stellt Konzept für fahrradfreundliche Schulwege vor”
  14. “Nachbarschafts-App bringt Menschen zusammen”
    (Sonderkasten Migration:
    „Drei Geflüchtete aus Syrien starten Ausbildung im städtischen Bauhof – ‘Endlich wieder ein geregelter Alltag’“)
  15. „Wochenmarkt zieht mehr Besucher – lokale Produkte gefragt“
  16. “Arbeitsagentur meldet stabile Zahlen – leichte Zunahme bei Teilzeit”
  17. “Online-Sprechstunde beim Hausarzt jetzt auch abends möglich”
  18. “Freitag ist Veggietag in vielen Kantinen – positive Resonanz”

6 Seiten – Kinder, Jugendliche & Schule (16–18 %)

  1. “Schüler pflanzen Bäume für den Klimaschutz”
  2. “Schulprojekt gegen Mobbing zeigt Wirkung – ‘Wir reden jetzt mehr miteinander’”
  3. “Erfolgreiche Mathe-Olympiade: Drei Schüler aus Bayern im Finale”
  4. “Jugend musiziert: Violine trifft Beatboxing”
  5. “Digital Detox: Was Jugendliche selbst über ihre Handynutzung sagen”
  6. “Bäckerei sucht Azubi: ‘Wir brauchen wieder Leute mit Lust auf Handwerk’”

Und? Das liest sich doch schon ganz anders, oder?

Aber vermutlich will das keiner lesen … 😉

PS: Kursiv formatierte Teile von ChatGPT

623) Post vom Finanzamt

Da bestand mal für einen Tag die Chance, dass ich mich hier auf‘m Blog nicht aufregen oder lustig machen könnte. Aber dann kam heute Post vom Finanzamt.

Aber kurz zur Geschichte davor:

Im Jahr 2022 wurde die Grundsteuer neu berechnet, aufwändiges Verfahren, ich habe drüber berichtet. Siehe >354) Was ist zum Henker … ist eine Gemarkung?

Im Oktober 2024 kam dann der Bescheid für Februar 2025 und folgende Quartale. Nun war ich so naiv zu glauben, dass das Abbuchungsverfahren einfach weiterläuft und die einfach den Betrag anheben und tat erstmal … nichts … und vergaß.

Dies führte dann zu einer Mahnung im März 2025 mit 0,50 € Säumniszuschlag. Damit hatte ich dann auch kapiert, dass ich anscheinend einen neuen Dauerauftrag machen muss und habe dies auch umgehend getan. Aber mit Daueraufträgen löst man nur die Zukunft, nicht die Versäumnisse der Vergangenheit. Got it. Man du Dummerchen, da hilft dir auch die beste AI nichts.

Nun kam heute wieder Post, in der man mir freundlich mitteilte, dass man 1,00 €  von „Grundsteuer“ auf „Grundsteuer Säumniszuschlag“ gebucht hat. Danke für die Information und warum 1,00 € statt 0,50 €? Ich vermute, dass diese Buchungsmitteilung der Vorbote für eine weitere Mahnung ist.

Nun gut, Säumnis also beglichen und gleich noch 1,00 €  hintergeschickt. Nicht dass die mir noch auf die Steuerfahndung auf den Hals schicken.

Über Porto, Papier und Transportwege will ich jetzt gar nicht nachdenken …

Früher im Mittelalter, da kam der Steuereintreiber wenigstens noch persönlich vorbei und hat die Taler „eingetrieben“, heute muss man sich auch um das noch selber kümmern.

Aber immerhin habe ich die Möglichkeit „Buchungswünsche“ mitzuteilen.

Also ich wünsche mir …

… dass die Buchung von ganz allein läuft.

Wimper…

… Pust.

Grmpf

622) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 3

Während es in >Teil 1 um den frühen Morgen und bei bei >Teil 2 um die Arbeit ging, lassen sich weitere erstaunliche Effizienzen in Freizeit, Familie und Haushalt generieren. Also nicht, dass ich so ticke … nein nein … ich habe das von einem Freund gehört. Türlich …

Also los gehts:

  • Ab der zweiten Hälfte des Frühstücks schon mal langsam anfangen, Marmeladen-Gläser zu schließen und die Butter verpacken. Die eigenen Krümel und die des Nachbarn mit der Handkante von der Tischplatte auf einen Teller schieben. Kommt super an, probiert es mal aus
  • Recht ähnlich beliebt ist, bei Telefonaten und Treffen auf den Small Talk zu verzichten und gleich beim Thema einsteigen. Ganz besonders bei Frauen und auch auch Bekannten in Asien. „Tach … erzähl, worum geht‘s?“
  • Teller in der >Spülmaschine nach Größe sortieren. Dann kann man gleich fünf auf einmal ausräumen und in den Schrank wuchten. Das schont zudem den Rücken und minimiert das Risiko, sich den Kopf an einer offenen Schranktür zu rammeln. Der Freund hat auch ausgerechnet, dass sich ein Sortieren des Bestecks vor der Spülung nicht lohnt. Es dauert länger verdrecktes Besteck einzusortieren, als sauberes Besteck auszuräumen. Also das klingt für mich nachvollziehbar.
  • >Socken mit Socken-Klammern in die Wäsche geben erspart nerviges Sortieren und die Vermisstensuche im Anschluss. Optional nur noch Socken in zwei Farben kaufen. Schwarz für den Job, grau für die Freizeit
  • Auch bei TV und Medien lässt sich viel Zeit sparen. Hörbücher mit 1,2- 1,4 Geschwindigkeit hören, solange man noch alles mitbekommt und es nicht nach Micky Maus oder den Schlümpfen klingt, alles gut
  • Die Nachrichten noch vor Wetterbericht und Glücksspiel verlassen, denn Wetter passiert so oder so und gewinnen tun eh andere, also kann man sich das auch  sparen und anderweitig investieren
  • Noch‘n Tipp von der Jugend. Schnürsenkel nicht mehr öffnen, sondern irgendwie reinrutschen … Schwerkraft und Druck halt „smart“ nutzen.
  •  

Bitte nicht nachmachen!

Effiziente Grüße … ick muss weita.

PS: Titelbild über WordPress KI

<— 619) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 2

—> 638) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 4

621) Stutzmomente – 2

Auf gehts in die zweite Runde. Kennt ihr solche Momente? Ihr lest im Vorbeigehen ein paar Worte oder ihr schnappt einen gesprochenen Text aus dem Radio auf und dann denkt ihr, ihr hört und seht wohl nicht richtig. Als hätte man was auf den Ohren oder Dreck auf der Brille. „Das haben die doch jetzt wohl nicht im Ernst gesagt.“

Seit >Stutzmomente – 1 im Dezember 2024 habe ich schon wieder einige aufgeschnappt. Zum Glück geschieht das nicht in Tagen, denn sonst müsste ich wohl mal zum Augen-und Ohren-Doc. Ich denke die sind weitestgehend selbsterklärend, also gebe ich keine Tipps. Schafft ihr schon 😉

Ick‘ seh‘ wohl nich‘ richtig:

  • Verbindung zur Notdurftzentrale wird aufgebaut
  • Halbe Sachsen bei Messerverbotszonen bringen nichts
  • Stattdessen gibt es Ersatzverkehr mit Russen
  • Reisespass der Bundesrepublik Deutschland

Ick‘ hör‘ wohl nich‘ richtig

  • der häufigst genannte Grund für Zwangsräumungen sind Schulen
  • nach den tödlichen Schissen in Baden Würtemberg
  • bei dieser schmierigen Aufgabe
  • 89 % der Neuzulassungen sind eh Autos
  • Ausbildungsberuf des Verspannungsmechanikers
  • Entwickelt sich zwischen den beinen ein entspannter Dialog

Und? Gut?

PS: Titelbild mit Hilfe der WordPress-KI

620) Hausmitteilung zum Einsatz von KI

Auch wenn ich mich beruflich viel mit generativer KI beschäftige, habe ich sie hier auf dem Blog bislang nur zu drei Zwecken eingesetzt

  1. Worte und Überschriften finden
  2. Titelbilder generieren, wenn ich die selber nicht herstellen konnte
  3. Dinge recherchieren, wenn die große Suchmaschine zu viel Müll generierte

Insbesondere bei 2. und 3. wies ich dann aber immer im Beitrag darauf hin. Das erste Mal am 25.04.2023, das letzte Mal am 28.03.2025. Ich halte das für guten Stil und auch angebracht, denn wenn ich noch mal Bundesminister werde, will ich nicht über solche Schlampigkeiten bei den Quellen-Nachweisen stolpern.

Ansonsten schreibe ich hier aber alles selber, oder Gäste tun es, das ist doch der Sinn der Bloggerei. Selbst >T.Bot, mein virtueller Blog-Assistant, der war schon weit vor ChatGPT, im Februar 2021, erschaffen und wird seitdem auch nicht von GenAI geschrieben.

Gestern aber, im Beitrag >Wenn Bots bloggen (33) – Vertretung vollzog sich hier ein Damm-Bruch, eine … Zeitenwende … die Brandmauer zur GenAI steht nicht mehr, sie wackelt. Von den 482 Wörtern, waren nur 147 Wörter meine, gerade mal 30%. Gut, Friedrich Merz hat auch keine bessere Mehrheit erreicht und wird Kanzler. Trotzdem lässt mich das nicht los

Zwei Fragen beschäftigen mich:

  1. Ich habe das im Beitrag nicht erwähnt. Bin ich unehrlich? Schmücke ich mich fremden Federn? Verletze ich die mir selbst gesteckten Qualitätsstandards?
  2. Wird das Schreiben noch „das“ Schreiben sein, wenn GenAI in solchem Maße zum Einsatz kommt? Welches Maß ist denn angemessen? Wie dokumentiere ich das, wie mache ich das künftig Transparent?

Gestern konnte ich keinen Disclaimer unter den Beitrag schreiben. Denn es war ein Experiment und es hätte den Beitrag kaputt gemacht. Ich werde nun aber noch einen Nachtrag mit Link auf dieses Statement hier druntersetzen.

Aber wie kam es dazu?

In meinem Job beschäftige ich mich gerade mit Agentic AI. Kurz gesagt, mehrere „kleinere“ KI‘n, haben unterschiedliche Skills und arbeiten gemeinsam auf ein Ziel hin. Team-Work quasi. Und in dem Zusammenhang kreiselt mir im Kopf rum, wo das mal hinführt, wenn sich Bots quasi selber beauftragen und auch beaufsichtigen und bewerten. Selbst wenn T.Bot hier ab und zu an die Tastatur darf, untersteht er meinem Kommando, er unterliegt meiner Richtlinienkompetenz. Das wäre dann nicht mehr so.

Experimentaufbau

Ich habe ChatGPT zwei Texte von T.Bot gegeben und es über einen Persona-Prompt in die Lage versetzt, so zu schreiben wie T.Bot es normalerweise tut. Pampig, mit gewaltigem Selbstbewusstsein, großen Ambitionen … aber im Grunde auch faul. Aufgabe für ChatGPT war, im Ton von T.Bot einen kurzen Artikel zu schreiben, wie sich Virtual Assistants immer neue Vertreter suchen. Ich habe es aber auf drei Iterationen begrenzt, damit in der Wohnung nicht das Licht ausgeht.

Nachbetrachtung

Tja, nun steht er da der Beitrag. Er ist geschrieben aber eben kaum von mir. Fühlt sich eigenartig an. Wenn ich ihn lese, dann sehe ich, dass er weder von mir, noch von T.Bot ist. Aber sehen das die Leser auch? Ist euch das aufgefallen?

Konsequenz

Ich denke noch drüber nach, wie ich künftig damit umgehe. Für den Moment verpflichte ich mich jetzt erst einmal, konsequent einen Disclaimer drunterzuschreiben, wenn der GenAI-Anteil im Text mehr als 10% ist. Ich mache das an der Anzahl von zusammenhängenden Worten fest, die KI geschrieben hat. Zusätzlich werde ich einen Passus auf die Seite > Über aufnehmen.

Ende der Hausmitteilung

619) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 2

Als ich >Teil 1 fertig und published hatte, hab ich mich schon etwas erschrocken. Aber das war auch der Zweck der Übung. Gleichzeitig musste ich aber auch in bisschen über mich selber lachen. Und gemäß der Kommentare unter Teil 1, bin ich da auch nicht allein auf dem Planeten mit. Also beichte ich einfach weiter, denn der Effizienz-Wahn hört ja nicht beim Frühstück auf, sondern fängt ja mit dem Arbeitstag erst richtig an. 

Also los gehts:

  • Nehme ich an einem Meeting ohne Kamera teil und habe auch nichts zu präsentieren, versuche ich, die Zeit anderweitig zu nutzen. Stretching, Rücken pflegen, die Hanteln vom Stammhalter anheben… oder auch mal die nassen Jogging-Klamotten aus der Waschmaschine holen und aufhängen. Leider findet das immer seltener statt. Daher wünsche ich mir eine Art Helm-Kamera, die nur auf mein Gesicht zeigt, damit ich die Hände unbeobachtet habe. Ich hatte das schon mal thematisiert … irgendwo in … Erfrischende Videokonferenzen … glaube ich.
  • Mein Outlook ist dahinhingehend organisiert, dass ich e-Mails schneller wegsortieren kann. Quick Actions nennt sich das, leider sehe ich immer nur drei davon, ich bräuchte aber mindestens zehn. Zusätzlich schieben Outlook-Regeln diverse E-Mails automatisch in Ordner, zum Beispiel Newsletter, automatisierte Notifications oder Terminzusagen. Leider gibt es nicht für alle Anwendungsfälle  entsprechende Regeln, folgende Regeln fehlen zum Beispiel: 1. „Mach den Scheiß doch selber“ und 2. „Hallo KI mach du bitte den Scheiß“. Trotz dieser kleinen Automatisierungen ersaufe ich in E-Mails und das wird immer schlimmer, die meisten E-Mails erzeugt Microsoft neuerdings selbst. Na wunderbar.
  • Ich nutze Makros und die üblichen Shortcuts in MS OFFICE z.B. CTRL+A,C,P,S,X,Y,V,Z… aber auch ein paar verrücktere. Aber auch hier ist noch Luft nach oben, ich wüsste einen Shortcut den Microsoft mal erfinden sollte. CTRL+W+i+s+S … „Wie immer in solchen Situationen“.
  • Ich nutze die Diktierfunktion von OUTLOOK oder WORD, um mich von dem lästigen Keyboard zu befreien und dann kopiere ich die Ergebnisse rüber nach TEAMS. Am liebsten würde ich über WORD in Deutsch diktieren und über OUTLOOK in English, damit ich nicht ständig die Sprache wechseln muss, aber das ist mir noch nicht gelungen. CC: Microsoft Product Management … room for improvement!
  • Die Favoritenleiste im Browser ist bis zur Perfektion organisiert, so dass so viele Favoriten mit nur 1-2 Klicks zu erreichen sind, wie nur möglich. Ein Favorit, der mehr als zwei Klicks braucht, ist kein Favorit, das ist ein Sammlerstück … und kann ins Museum.
  • Angst vor KI in meinem MS OFFICE habe ich gar nicht, komm‘ rein bedien‘ dich, Arbeit ist genug für uns beide da … tu was … aber labere nicht nur schlau rum … davon habe ich schon genug.

Ihr seht schon, da gibt’s noch weiteres zu beichten.

Bitte nicht nachmachen!

Effiziente Grüße … ick muss weita.

Wer mag, kann sich mal die Reihe New Work hier auf‘m Blog sehen, da geht‘s recht ähnlich zu.

PS1: Titelbild über WordPress KI

PS2: in dem Beitrag tauchen Namen von Microsoft-Produkten auf, ich kriege kein Geld von denen … aber sie bestimmen nun mal meinen Alltag.

<— 618) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 1

—> 622) Ein Effizienz-Junkie packt aus – 3