Keine Sorge es bleibt jugendfrei. Aber was bei dem einen oder anderen vielleicht wohliges Kribbeln verursachen mag, regt bei mir nur Horrorfantasien an. Mehr nicht. Da kommst du nach Hause, leerst den Briefkasten, hast Briefe in der Hand, deinen Schlüssel und einen Abholschein für ein Paket. Ich rufe den Aufzug und halte auf halber Strecke. Ich klingele beim Nachbarn, blockiere mit dem Körper die Aufzugstür und trage artig mein Begehr vor. „Tachchen, sach‘t mal, ihr habt wohl ein … kling-klong … für mich“
Der Wohnungsschlüssel saust zu Boden und … ihr ahnt es schon … macht kurz an der oben Türkante „kling“, an der oberen Kante „klong“ und stürzt dann in die schmale, dunkle Tiefe.
Auf die Schwerkraft ist immer noch immer Verlass. Schimpfend in der Wohnung angekommen, lerne ich, dass das Paket gar nicht an mich adressiert war, sondern and die „Ministerin für Familie, Kultur und Außenbeziehungen“ ist. Zudem sollte der Stammhalter das Paket eigentlich schon abgeholt haben. Na großartig. Das hat sich ja für mich richtig gelohnt.
Ich schreibe die Hausverwaltung an. Irgendwann kommt bestimmt mal wieder der TÜV.
Aber es hätte auch schlimmer kommen können:
- Tiger-Käfig
- Plumps-Klo
- Badesteg
- Sandstrand
- Städtischer Gulli
- Uhrwerk des Kölner Doms
- Motorraum eines Kreuzfahrtschiffs
- Besucherloge im Deutschen Bundestag
- …









