500) 500 Gigabyte

Beitrag Nummer 500 dieser Kategorie widme ich mal wieder dem Internet und den schier unendlichen Möglichkeiten, wenn man genug Bandbreite und Datenvolumen hat. Bei letzterem wurde ich kürzlich reich beschenkt. Der Mobilfunkbetreiber meines Vertrauens, dem ich seit über 25 Jahren die Treue halte (eigentlich auch nur weil ich zu faul bin, das zu ändern) möchte sich gern mit einem Datenpaket bei mir bedanken. Dazu müsste ich nur eine SMS mit dem Text „Happy“ schicken und schon würde ich 500 GB bekommen.

Als Vollblut-Skeptiker witterte ich sofort Verrat und vermutete einen Phishing-Angriff mit darauffolgenden Erpressungsersuchen. Oder mindestens mal mit einer Zustimmung zu einer Vertragsänderung zu meinem Nachteil

Aber ich habe dann „Happy“ verschickt … es war einfach zu verlockend. Nun habe ich 500 GB Datenvolumen und bin quasi „Gigadär“ und ganz happy. Nur weiß ich gar nicht wohin damit, denn die laufen am 04.01.24 ab und ich bekomme die auch nur im Inland gestellt. 500 GB … alter Schwede. Das sind circa 150 Kino-Filme, also 13 Tage 24h-Dauerbeschallung. Selbst wenn ich dabei nur selten aufs Klo gehe und wenig schlafe, schaffe ich das gar nicht mehr bis zum 04.01.24. Und meine CO2 Bilanz erst. Das sind dann ca. 45 Kilo CO2 die ich in die Luft „gucke“.

Also, was tun damit?

  • Einen ganzen ICE damit mit per Hotspot versorgen? Wäre eine Idee, geht aber auch nur, wenn Funkempfang ist. Denkfehler. 
  • Kann ich das vielleicht spenden? Aber vermutlich ist das nicht übertragbar und mein Budget muss zweckkonform abgebaut werden.
  • Oder tauschen, umwandeln? In Geld, Kilowattstunden, Freizeit oder andere wertvolle Einheiten?

Meine Güte, wat für‘n Stress.

Schönen Sonntag


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17 Kommentare zu „500) 500 Gigabyte

    1. Ach Mensch, darüber muss ich nachdenken … es könnte also sein, die haben das gar nicht für mich … persönlich … schnief …ich bin enttäuscht …

  1. Da habe ich ja in meinem heutigen Adventskalender genau den richtigen Spruch dazu veröffentlicht:
    „Wenn Gott ein Geschenk senden will, verpackt er es in ein Problem. – Norman Vincent Peale“
    Weißte Bescheid!

  2. Tja das Netz uns seine verrückte Nutzung: ich war eben ganz klein privat zum Geburtstagskaffee des 4-jährigen Enkelmädchens; als gelegentliche Musikuntermalung wurde alexa mündlich beauftragt, dies oder das zu spielen, klappte prompt trotz Nebengeräuschlevel in der Wohnung; keiner musste aufstehen, um eine Schallplatte zu holen oder aufzulegen und der wechsel ging ja auch blitzschnell; tolle Technik, aber jeden pubs, ja auch „macht hier Licht an oder dort aus“ machte alexa, die 11 -jährige Schwester zeigte noch eine hipp-hopp-Einlage, auch prima alexa-unterstützt. Kein Mensch macht sich Gedanken, wer Netzte ausbaut, wartet und wie das mit der Energie für die unfassbare einzelne Streamerei geht. Die großen Player binden schon millionen, milliarden Menschen an sich und die machen das auch noch freiwillig; großartig —
    Immerhin hat die EU wohl einen Rahmen für KI-Themen festgemacht, vierlleicht hilft das, die größten Auswüchse zu verhindern.

    P.S.
    Jeder sollte pro stream oder posting einen cent in einen Weltklimafonds einzahlen müssen;
    nur kann so etwas keiner um- und durchsetzen.

      1. Das würde ich sofort unterstützen, nur um danach heftig zu erröten (obwohl sich solche Sachen wie Streaming bei mir relativ in Grenzen halten.

  3. Letztens war ich ganz froh, zumindest die Option reichlichen Datenvolumens nutzen zu können, als in der Bahn das WLAN (zu wiederholten Male) nicht funktionierte. Aber ausgenutzt kriege ich das auch nicht – naja, ich arbeite ja auch nur damit ***kicher***

    1. Irgendwann treffen wir uns im Zug, Belana Hermine, da bin ich ganz sicher.
      Und dann darfst du gerne bei mir mitsurfen … muss allerdings noch vor dem 4. Januar sein

      1. Na, das wäre doch tatsächlich mal ein Geniestreich des Schicksals. Bis 4.1. gibt es allerdings nur noch wenige Möglichkeiten dafür 😦
        Na, vielleicht mal auf einem anderen Wege. Mich würde es freuen.

      2. So, die letzten Tage, habe ich dich nicht angetroffen, dann vielleicht in 2024. Ich bin der Typ, der immer ganz versunken über dem Laptop hängt … heute bin ich sogar mit den Händen auf der Tastatur eingepennt 😉

      3. Diese Typen sind mir immer die liebsten als Mitreisende im Zug. Tausendmal besser als die lautstarken Dauertelefonierer, -videokonferenzhalter und Partygrüppchen.

  4. Ja, DAS sind Sorgen! Ich fühle mit dir, hätte aber auch sehr begrüßt, wenn du deine DB-Spenden-Überlegung in die Tat umgesetzt hättest. Aber dein diesbezügliches Gegenargument hat mich voll und ganz überzeugt. Viel Spaß also beim Binge-Watching!

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