613) VR Motion Chairs … mit neuen Programmen

Neulich sah ich in einem Shoppingcenter vier „kapselartige“ Sitzgelegeheiten, in denen sich eine Mutter mit ihren Kids niederließ, um für ein paar Euro der Realität zu entfliehen.

Ich befragte die schlaue KI, was sie denn so darüber wüsste.

„Das sind sogenannte VR Motion Chairs oder VR Pods, die in Einkaufszentren, Freizeitparks und Spielhallen als Kurzzeit-Attraktion aufgestellt werden. Man setzt sich in einen dieser großen Sessel oder Kapseln, bekommt eine VR-Brille auf und erlebt eine virtuelle Simulation – oft kombiniert mit Bewegungseffekten, Wind, Vibrationen oder sogar Gerüchen, um das Erlebnis realistischer zu machen.

Typische Erlebnisse:

  • Achterbahn-Simulationen
  • Flug- oder Weltraumreisen
  • Horror- oder Abenteuer-Szenarien
  • Interaktive Shooter-Games“

Als gäbe es nicht schon genug Achterbahn, Horror und Gefechte dieser Tage. Warum braucht man das noch in 3D und zahlt Geld dafür?

Wenn man sich mal für einen Moment aus der Realität verabschieden will, müsste es dann nicht auch noch ganz andere Programme geben?

Ich mach‘ mal ein paar Vorschläge:

Realitätsflucht 9D – Ihr Leben, nur besser!

Tauchen Sie ein in hochimmersive Erlebnisse, die Ihnen das geben, was das echte Leben oft verweigert.

Unsere neuen Premium-Simulationen:

Ende der Kriege (Full Version)
Waffenstillstand (Ermäßigt)

Klimanormalisierung (Full Version)
Frischluft (Ermäßigt)

Wohlstand (Full Version)
Mindestlohn (Ermäßigt)

Glückliche Familie (Full Version)
Keine Prügel (Ermäßigt)

Gleichberechtigung (Full Version)
Frauentag (Ermäßigt)

In den letzten Tagen stärker nachgefragt: Earth 2.0 – Jetzt mit Vernunft

Weitere Ideen?

102) Waschen, trocknen, legen

Keine Lust auf Geo-Politik? Yep, ich auch nicht. Es gibt aber noch andere Themen. Die treue WaMa hat den Geist aufgegeben. Mit plötzlicher Inkontinenz und Mundgeruch wurde sie jedoch deutlich älter, als das deutsche Versandhaus aus dem sie vor …. 15 Jahren geliefert wurde. Und da sie ihr Wasser auf dem angrenzenden Parket verteilte, ging beim Hausherr die rote Lampe an. So etwas toleriert er nicht und bestellte „mal eben so nebenbei“ ein neues „Wasch-Trocken-Dings-Bums-Gerät“ … egal was … Hauptsache schnell. Er liebt Entscheidungen. So geschah es dann.

Die „neue“ wurde geliefert, die beiden starken Jungs mit Mediamarkt-Hintergrund trafen auf einen verwunderten Hausherr, der in diesem Moment erst den Unterschied zwischen „Waschtrockner“ und „Wäschetrockner“ kapierte. Ein Detail mit nennenswerter Wirkung. Die Jungs wollten die Maschine natürlich loswerden, „Auftrag ist Auftrag“, also fädelte der Hausherr die Retoure danach selber ein. Lief ohne Probleme, kannst‘de nich‘ meckan.

Nun ist eine „andere neue“ da:

  • Auffällig leise, mit Touch-Display.
  • Als ich die schwarze Matte unterlegen wollte, schüttelte der Träger den Kopf. Macht man nich‘ mehr. „Habn’sie extra gekauft? Könn‘se gleich in‘n Keller bringen“.
  • Die Bedienung ist recht simpel, ich muss keine Gradzahlen mehr kennen, „wische“ nur noch zwischen verschiedenen „Options“. Es gibt sogar ein Sportprogram, Licht in der Luke und WLAN … wozu auch immer.
  • Sie wandert auch nicht mehr durchs Bad oder >piept nervig wenn sie fertig ist. Sehr gut.
  • Bislang hat sich noch keiner gefunden, der die Transport-Folien und Energy-Saving-Aufkleber abpopelt … aber mal sehen … in den Weihnachtstagen vielleicht, sie wäscht ja auch so.

ABER für den Preis liebe Leute … würde ich in 2025 noch etwas mehr erwarten.

Folgende Programme fehlen:

  1. Ausräumen
  2. >Socken-Paare suchen
  3. >Aufhängen
  4. Zusammenlegen
  5. Einsortieren oder … WhatsApp-Nachricht … an die Jugend

72) Schatz, haben wir noch etwas Eklat da?

Das schwere Auto hielt am Haupttor des großen Anwesens von Onkel Donald. Im Fond, hinter verdunkelten Scheiben, saß der kleine Wolodymyr und atmete noch einmal tief durch, denn mit Onkel Donald sollte es heute viel zu besprechen geben. Eigentlich ist Donald gar nicht Wolodymyr‘s Onkel, eher ein entfernter Bekannter aus Amerika, der ihn finanziell unterstützt. Onkel Donald stand wartend auf dem Abtreter, Wolodymyr stieg aus dem Wagen, strich noch einmal seinen Pulli glatt und reichte dem großen Donald seine kleine Hand.

Wolodymyr‘s Hand schien in Donald’s Pranken zu verschwinden, es galt das Gerücht, der Donald würde immer extra stark zudrücken. Aber Wolodymyr ist hart im Nehmen, er macht Krafttraining und musste in letzter Zeit viel einstecken. Donald bat den Gast ins Wohnzimmer, auf dem gelben Sofa dort saßen bereits die anderen Cowboys, sie schienen in ihren Sakkos zu versinken.

Donald und Wolodymyr nahmen auf unbequemen Stühlen vor dem Kamin platz. Wolodymyr‘s Magen knurrte, das war kaum zu überhören, aber auf dem braunen Holztisch vor ihnen war nichts angerichtet, kein Kaffee, keine Kekse. Nichts. Ihn beschlich das Gefühl, dass das Treffen in wenigen Minuten enden wird, dass er nicht zum Essen bleiben kann.

Doch dann rief der Donald liebevoll in die Küche:

„Schatz, haben wir noch etwas von dem Eclair … ähm … ich meine … Eklat …  da?“

„Aber ja“, rief sie zugleich, „sehr viel und sieht noch gut aus“.

„Na dann bringe den doch bitte mal her, Schatz.“

„Unser Gast bekommt natürlich zuerst … und reichlich.“

„Und pack‘ ihm gleich noch was davon ein, für seine Freunde daheim, Schatz.“

“I love you.“

 

Das da gestern im weißen Haus, das war keine Comedy.

PS: Titelbild über WordPress KI

612) Sheriff Fritz is in the town

Kaum hat die Union aus CDU und CSU am Freitag „haushoch“ die Bundestagswahl gewonnen, weht ein anderer Wind durchs Land. Wer hätte das gedacht? Es ist zwar noch Februar, aber der Merz ist schon voll im Gange.

  1. Die Real-Löhne sind um 3,24 % gestiegen, weiß die ARD zu berichten
  2. Der nervige Klimawandel-Sonnenschein der Grünen ist endlich weggepustet, da wo er hingehört. Nun regnet es durchgehend, so wie es im Februar sein sollte.
  3. Das arme Mädel, welches vor dem Supermarkt immer um Münzen bettelt, ist auch nicht mehr da. Sicher schon auf einem Abschiebe-Flieger nach Irgendwostahn, war ja schließlich auch so angekündigt.
  4. Im REWE gibt’s keine Sriracha-Sauce mehr, nur noch die langweilige Sweet-Chili-Sauce, die in jedem 0815-Döner-Pizza-Asia-Express vorm Baumarkt im Sauerland steht.
  5. Das Regal „Berliner Bier“, ist von „Augustiner Helles“ aus Bayern verstellt.
  6. Sauerkraut ist im Angebot.
  7. Die Fußbodenheizung ist heute unangenehm warm, vermutlich haben der Fritz und Mr. Burns doch noch ein AKW gefunden und ihre alten Brennstäbe reingeschoben.
  8. Das Power-WLAN fällt auf eine Performance der 2000-er zurück, so gehört sich das in Deutschland, ist halt „Neuland“, so muss es sein.
  9. Die Ehefrau sagt einen Auswärtstermin ab und verbringt den Abend daheim. So gehört sich das, so sieht es die Bestimmung vor.
  10. Die Fahrschülerin hat Angst, dass sie bei der Fahrprüfung morgen 220 km/h fahren muss.

Da schaut mal an, das ist Wandel … schwups ist er da. Man muss nur die richtigen Kreuze machen.

PS: Titelbild über WordPress-KI

611) All the best to Germany!

In den letzten Wochen hatte ich mehrfach Gelegenheit, mit Kollegen aus dem Ausland über die politische Situation in Deutschland und die vorgezogene Bundestagswahl zu quatschen. Gar nicht so einfach, das zu erklären.

Gestern im Laufe des Wahltags, bekam ich dann die Frage aus Indien, ob es denn schon was neues gäbe? Ich verneinte und schrieb, dass erst nach dem Schließen der Wahllokale erste Ergebnisse präsentiert werden.

Er beendete den Chat mit dem Satz: „I see … all the best to Germany.“

Toller Satz, dachte ich mir und da waren aber noch zwei Stunden abzuwarten. Aber nun habe ich den Satz im Kopf und weiß nicht, was ich damit anfangen soll.

Ich kann den auf zwei Arten verstehen:

A) So, als wenn man jemandem nur das Beste für die anstehende Entwicklung wünscht, für eine Prüfung oder eine zeitweise Herausforderung: „Alles Gute mein Lieber, zu schaffst das, du hast das Zeug dazu. Keine Frage, Mensch! Wenn nicht du, wer dann? Irgendwann lachen wir drüber. Gar kein Zweifel. Nur eine Frage der Zeit. Wirst schon sehen.“

Oder

B) So, wie man es halt sagt, wenn sich jemand in ein Risiko, ein Wagnis stürzt: „Hals und Beinbruch“, „Mast-und Schotbruch“, „Wird schon schief gehen“, „Runtergekommen sind sie alle wieder“, „Pass bloß auch dich auf“, „Halt die Augen auf“, „Meld‘ dich wenn du angekommen bist“, „Hier ist meine Nummer, du kannst Tag und Nacht anrufen“ und „Unsere Gedanken sind mit dir.“

Mal sehen wie das weitergeht

83) Berliner Digitalverhalt – Vol 3

Der K(r)ampf um meinen neuen Anwohnerparkausweis erreicht das nächste Level … der Frustration … und Belustigung. Ich versuche mich an dem Unterhaltungswert zu erfreuen, sonst ertrage ich das nicht.

Was bisher geschah:

Oktober 24: neues Auto mit neuem Kennzeichen angeschafft, neuen Anwohnerparkausweis beim Amt bestellt und bezahlt

Januar 25: den Stand der Dinge erfragt, automatisierte E-Mail bekommen, dauert wohl noch.

Am 16.01.2025 erhielt ich dann eine individuelle E-Mail mit folgender Message. (zusammengefasst): Auf meinen Namen liefe noch ein anderer Parkausweis, es darf nur einen geben. Ich müsse den zunächst zurückgeben, gern auch beim Pförtner oder Hausbriefkasten.

Am 17.01.2025 antwortete ich freundlich, dass ich den Wagen nicht mehr hätte und legte die Abmeldung gegenüber der Kfz-Steuer bei.

Am 23.01.2025 hieß es dann (zusammengefasst): Bitte weisen Sie bis spätestens 06.02.25 … den Verbleib des Anwohnerparkausweises nach. Also antwortete ich und legte eine Kopie des Ankaufvertrags vom Autohaus bei.

Am 28.01.2025 wurde ich ausführlich aufgeklärt (gaaaaaaanz stark zusaaaaaammengefasst): Beim Anwohnerparkausweis handele es sich um eine personenbezogene Urkunde, dementsprechend um ein amtliches Dokument, was ich nicht an Dritte weitergeben darf. Die e-Mail endet mit „Wir benötigen den Anwohnerparkausweis, auch die nicht lesbaren Überreste, nach Entfernung immer im Original zurück.“

Ich geh‘ kaputt, was mach ich denn nun?

  • Ich fliege nach Afrika, mache mich auf die Suche nach meinem Auto und löse den Aufkleber mit einem Fön von der Windschutzscheibe?
  • Ich kaufe mir eine Eigentumswohnung in der Nähe (mieten geht ja nicht mehr in Berlin), damit ich einen neuen Antrag von anderer Adresse stellen kann?
  • Ich lege einen hohen Finderlohn für mein altes Kennzeichen fest und beantrage einen Ersatzausweis, weil der Anwohnerausweis durch einen „Glasschaden“ in Millionen Teile zerfetzt wurde? Aber wahrscheinlich muss ich die Teile dann auch noch zum Amt schicken, damit ein Historiker, die Einzelteile wieder zu einer Urkunde zusammenfügen kann.

Nichts dergleichen werde ich tun. Ich warte bis September, da müsste der alte Ausweis ablaufen, bis dahin lasse ich den Antrag und Zahlungsbeleg auf dem Armaturen-Brett liegen und gut is‘.

Die Spinnen, die Römer!

610) Überraschungspaket

Als ich klein war, konnte man für überschaubares Taschengeld eine Überraschungstüte kaufen. Für einen kurzen Moment bestand Hoffnung auf etwas Spektakuläres, beim Auspacken entpuppte sich der Inhalt dann doch immer als unnötiges Kleinzeugs.

Nun sehe ich vermehrt Automaten in der Stadt, in denen retournierte Pakete für einen Festpreis (10 EUR soweit ich das beobachtet habe) angeboten werden. Der Käufer weiß nicht, was in den Päckchen enthalten ist, er kann nur anhand der Pappkartons mutmaßen was es wohl sein könnte, dann wählt er die Nummer das Kartons und der purzelt ins Ausgabefach.

Was für ein Blödsinn. Die Unternehmen entledigen sich der personalintensiven Abwicklung von Retouren, brauchen nichts auf eigene Rechnung zu entsorgen, sondern werden den Krempel über die Haushalte los. Clever.

Mag mir gar nicht vorstellen, wie man da „überrascht“ wird. Es werden ja nicht immer Festplatten oder Smartphones in den Päckchen sein, sondern bestimmt auch mal ein Dichtungsring für den Kaffeeautomaten „EP2220 / L / Christmas Edition“, ein braun-geblümter Duschvorhang auf Sondermaß, ein Dinosaurier-Faschings-Kostüm in Größe 152 oder etwas delikates aus der Kategorie „untenrum“. Also ab in den Müll … dann also doch.

Interessanterweise war der Automat fast leergeräumt.

Bleiben eigentlich nur drei Ursachen:

  • A) es gibt zu wenig Retouren (unwahrscheinlich)
  • B) die Leute kaufen diesen Müll (unglaublich)
  • C) das Geschäft schläft wieder ein (hoffentlich)

Na ich bin mal gespannt, welches Überraschungspaket wir nach der Bundestagswahl bekommen. Etwas Neues, etwas Gebrauchtes oder nur `ne Tüte heiße Luft.

609) Lemminge am Gate

Neulich am Flughafen Lissabon wurde ich wieder mal in ein Personenleitsystem (People Guidance System) getrieben. Siehe auch früherer Beitrag >Flugvieh am Terminal C. Das ist nichts ungewöhnliches mehr, begegnet uns mittlerweile überall, dieses war aber schon speziell, denn es führte im Zick Zack, über 11(!) Spuren, jeweils 40 Meter lang. Also bin ich stolze 500 m gelaufen, nur um dem Herren am Metall-Detektor beweisen zu können, dass ich kein Terrorist bin, sondern nur ein müder Dienstreisender der zurück nach Berlin will.

Und das verrückte ist ja …

  • Die Reisenden machen da anstandslos mit,
  • Wie Schafe auf dem Weg zum Schlachter (guten Appetit)
  • Klar wird vereinzelt geblökt und geschnauft,
  • Aber keiner übersteigt die Flatter-Bänder,
  • Niemand kürzt ab, durchbricht das System,
  • Zeigt den Kameras den Stinkefinger,
  • Weil er die uniformierten Sicherheitsleute
  • Oder den Ärger der Mitreisenden fürchtet,
  • Angst vor einer Leibesvisitation hat
  • Und den eigenen Flug nicht verpassen will.

Schon interessant anzuschauen. In Alltag und Internet, da wird geschubst, gepöbelt, gedroht und so weiter … man ruft nach Freiheit und Selbstbestimmung … und überholt wo nur möglich … aber in diesem Moment sind sie alle Teil der homogenen Reise-Herde, halten für 500 Meter die Klappe und watscheln auf Kommando einem unbekannten Hinterkopf hinterher.

Gruselig irgendwie …

Andere Beiträge:

608) Man muss mit Idiotien in allen Ausprägungen rechnen

Die Menschen sind ja Weltmeister im „Warnen“.
Vor gefährlichen Situationen oder Wesen.

Die ganze Landschaft stellen wir mit Schildern zu.

Draußen im Grünen …

  • Achtung Bären!
  • Achtung Schlangen!
  • Achtung Wildwechsel!
  • Achtung Hund!

Aber auch in unseren Städten und Dörfern …

  • Achtung Spurrillen!
  • Achtung Wurzelhub!
  • Achtung Straßenschäden!
  • Achtung Gehwegschäden!

Selbst im Urlaub geht es so weiter …

  • Achtung Hochwasser!
  • Achtung Abbruchkante!
  • Achtung Haie!
  • Achtung Lawinengefahr!

Die Welt scheint voller Gefahren für uns Menschen, ausgelöst von Flora, Fauna und Geologie. Aber so langsam finde ich, müssten wir auch mal ein paar Schilder zur Warnung vor Menschen aufstellen

  • Achtung Handtuchausleger!
  • Achtung Instagrammer mit Handy!
  • Achtung Duckfaces am Klippenrand!
  • Achtung Junggesellen auf Sauftour!
  • Achtung Bergsteiger mit Flip Flops!
  • Achtung Laut-Telefonierer!
  • Achtung Rucksackträger in der Bahn!
  • Achtung Allesmögliche-Leugner!
  • Achtung Populisten!
  • Achtung Milliardäre!
  • Achtung Oligarchen!
  • Achtung (Vize)-Präsidenten!

Welche Schilder würdet ihr noch so aufstellen lassen?

PS1: danke an Elke für den Kommentarwechsel unter ihrem >Beitrag über die Canyonlands und die Inspiration für diesen Beitrag.

PS2: Headerbild via WordPress-KI

607) Buchstabensuppe mit Alles – 12

Das sind so Tage, da könnte ich mir gut vorstellen, in einem Kloster einzuchecken. Na gut, vielleicht nun nicht gerade in einem Kloster, aber in einem Ort, weit weg von all dem Getöse, gern auch ohne Zeitung, TV und Internet, mit dicken Türen und gut isolierten Fenstern. Und standfesten Brandmauern.

Vance hart kommt

Ich habe mir die „Rede“ von J. D. Vance noch einmal in voller Länge angehört, weil ich die Zusammenfassungen in den Nachrichten kaum glauben konnte. Aber es ist so. Es ist schwer zu ertragen, welchen Blödsinn er da auf der Münchener Sicherheitskonferenz vorgetragen hat. Und mit welch Selbstbewusstsein er sein alternatives Halbwissen über Europa anrührt und halbgar auf den Tellern der Gäste verteilt, denen die Grütze sichtbar im Halse stecken blieb. Und dass er sich nach den 20 Minuten einfach aus dem Staub macht, ohne auch nur ein Widerwort hören zu müssen, ist eine ****heit und vermutlich nur eine Vorschau dessen, was uns da in nächster Zeit erwartet. Neues To Do an den Manager des Hotels Bayerischer Hof für die MSC 2026: Spucktüten auslegen. Und Sauerstoffmasken und Beckengurte. Es werden heftige Turbulenzen erwartet.

Eiszeit

Nicht nur politisch wird es frostig. Berlin wurde Donnerstag und Freitag mit einer Ladung Schnee versorgt, der wurde mehr oder weniger gut weggeräumt. Man bleibt besser in den eigenen vier Wänden oder nimmt einen Eimer Sand mit, wenn man die Höhle verlässt. In der kommenden Woche werden zweistellige Minus-Temperaturen in der Nacht erwartet.

Hier ein paar Eindrücke. Braucht jemand crushed ice?

Und sonst so?

Ich könnte ein Klage-Lied anstimmen. Ein Klage-Lied über das zähe Ringen, das mühsame Kommunizieren mit Behörden, Schulen und Dienstleistern. Die damit einhergehende Unprofessionalität und Unfähigkeit, aber das zieht mich nur runter und dann bin ich nur noch am Motzen, weil nichts zu mehr zu funktionieren scheint. Aber das will ich ja auch nicht und ist im Vorfeld der Bundestagswahl gefährlich. Also plane ich einen Kurzurlaub für Ostern, besorge neue Laufschuhe, versuche die Grippe-Welle fernzuhalten, mache ein paar aufgeschobene Dinge im Haushalt und tauche in Podcasts und einer guten Netflix-Serie ab.

Und selbst so?