1.111 geschriebene Beiträge zeigt mir die WordPress-Konsole heute Morgen an. Nette Schnapszahl, hat sich einiges angesammelt in den letzten Jahren.
Gerade jetzt, wo ich mal wieder in Südost-Asien bin und hier Tempel, neben Moschee und Kirche steht, fällt mir auf, dass keiner meiner 1.111 Texte direkt mit Religion zu tun hatte. Au weia. Das zeigt aber auch, welchen Stellenwert die Religionen in meinem Leben haben. Ich habe ein allgemeines Wissen davon, wie sie sich unterscheiden, mehr auch nicht. Ich respektiere die Religiosität anderer, ich beachte die Zeiten und Tage für ihre Riten und kann auch gewisse „Schwingungen“ empfinden, wenn ich in ihren Bauten oder Stätten bin.
Manchmal sage ich „Oh Gott“ oder „Um Gottes Willen“, einfach so, aber ehrlich gesagt würde mir nicht eine Religion einfallen, wo ich mich vollumfänglich „einschreiben“ würde.
Das mag gläubigen Menschen sehr befremdlich erscheinen, wenn man an „nichts“ glaubt, das Visa-Formular für Indien bietet die Option „nichts“ zum Beispiel gar nicht an … aber so ist es nun mal und dieses Verständnis mir gegenüber erwarte ich im gleichen Maße.
Meine Religion müsste wohl erst noch gegründet werden.
Sie sollte …
- Bunt und hell sein, offen für jeden, gern polytheistisch
- Im „Heute“ leben, eine Vorstellung der Zukunft haben
- Friedlich gesinnt sein, besonders zu anderen Glauben
- Ihre Werte klar und deutlich vermitteln können
- Männlein, Weiblein und dazwischen gleich behandeln
- Sich um Mitglieder und andere Menschen ernsthaft bemühen
- Mir freistellen, ob, was, wann ich esse oder trinke
- Sich als Angebot verstehen, fernab von Staat und Bildung
- Mir erlauben, mein Seelenheil jederzeit woanders zu suchen
Tja … und weil es die … glaube ich (… uuups …) noch nicht gibt,
mache ich wohl erst einmal ohne weiter.
*) Aufmerksame Beobachter werden festgestellt haben, dass drei Bilder dieses Beitrags nicht aus Malaysia stammen, ich wollte sie aber ergänzt haben, um die Auswahl halbwegs komplett zu machen … und damit fangen die Probleme schon mal an

