802) 150 mal mehr?

Die Top-10-Jahresgehälter der DAX-CEOs von 2025 sind einsehbar. Grundsätzlich finde ich das erst einmal gut, danke.

Wenn man sich dann die Jahresgehälter zwischen 8 und knapp 11 Millionen Euro anschaut, kann man schon mal schlucken.

Die Mitarbeiter der Unternehmen können nun ihr eigenes Jahresgehalt nehmen und die Millionen des Chefs dadurch teilen. Je nach Gehaltsklasse und Berufserfahrung kommt dann irgendein Quotient heraus. Sagen wir der Einfachheit halber einfach mal: 150.

Und dann kommen sicher ein paar Fragen:

Ist der Chef 150-mal mehr wert?
Bestimmt nicht. Er ist auch nur ein Mensch, kocht mit Wasser, pinkelt im Stehen, vergisst sein Handy und kriegt Strafzettel.

Ist er 150-mal produktiver als man selbst?
Glaube ich nicht. So ein Job hat schließlich viel mit Reden und Reisen zu tun. Wobei sich da eine interessante Frage stellt: Was macht einen CEO eigentlich produktiv?

Arbeitet er 150-mal mehr?
Geht rein technisch nicht. Wenn ein „Normalo“ acht bis zehn Stunden am Tag arbeitet, wären das für ihn 1.200 bis 1.500 Stunden am Tag.

Hat er 150-mal mehr Verantwortung?
Schwierig. Natürlich hat er mehr Verantwortung, je nach Größe des Unternehmens sogar für mehrere Hunderttausend Mitarbeiter. Allerdings führt er die nicht direkt. Er hat eine ganze Organisation unter sich.

Hat er 150-mal mehr Stress?
Definitiv möchte ich seinen Tagesablauf nicht haben. Aber 150-mal mehr?
Läge er dann nicht schon längst beim Doktor auf der Matte?

Hat er 150-mal mehr Impact, Einfluss, Bedeutung oder Wirkung?
Sicher hat er Impact. Von Erfolg bis Pleite kann alles dabei sein. Trotzdem: 150-mal?

Und dann wird es noch einmal interessant.

Nimmt man beispielsweise eine Tariferhöhung von 5 Prozent, sind das für einen Arbeitnehmer mit 60.000 Euro Jahresgehalt 250 Euro brutto mehr im Monat.

Für den Chef mit 9 Millionen Jahresgehalt sind es schlappe 37.500 Euro.

Pro Monat.

Also, wenn ihr demnächst mit eurem Chef übers Gehalt reden wollt, habt ihr schon mal eine Hausnummer, die ihr fordern könnt.

Ein bisschen runterhandeln lassen kann man sich ja immer. 😉

PS: Titelbild via KI

496) Wohnung unter‘m Baum

Na, auch erstaunt, dass in drei Wochen schon wieder Weihnachten ist? Die übliche Geschenke-Quälerei? „Ich brauch nix“, „Ick will nüscht“ … „Das geht doch nich‘ “?

Aber ich habe da einen heißen Tipp, wie ihr gar nicht falsch liegen könnt, bei der Auswahl der Geschenke. 

Neulich ging ich an einem „Showroom“ für ein Wohnbauprojekt vorbei. Da hingen vielfältige Angebote im Schaufenster, so wie Weihnachtskugeln am Baum. Nur Lametta fehlte irgendwie. Also früher gab‘s eh mehr Lametta, oder täuscht das 😉

Also ihr leben Leser und auch die *Innen. Vergesst diesen ganzen Swarovski-Quatsch, die Gucci-Taschen, Montblanc-Füller oder Versace-Schlüpper, Schlauchlippen, die ja nun mittlerweile wirklich jeder unter den Baum legt. Damit lockst‘de doch niemand mehr vom Handy weg. Da schaut doch keiner mehr auf zu dir. So etwas schenkt doch Hinz und Kunz und ist an Einfallslosigkeit kaum zu unterbieten. Und prekär ist es irgendwie auch, der Besonderheit des Anlasses überhaupt nicht mehr gewachsen.

Also, so macht man heutzutage Geschenke. Darunter is‘ses irgendwie ein bisschen dünn. Da dürft ihr euch nicht wundern, wenn Gattin oder Kinder sich bald einen anderen Haushalt suchen. Erträgt ja keiner.

Hier mal ein paar erschwingliche Vorschläge:

  • -4 Zimmer, Küche + Garage, kalt 2.490 EUR Miete, nichts Besonderes
  • -2 Zimmer 434.900 EUR ohne Makler, ich meine das geht noch oder?
  • -2 Zimmer 399.000 EUR in begehrter Wohnanlage, wer es nich‘ ganz so dicke hat

Stellt euch nicht so an. Is‘ halt Weihnachten, da wollt ihr ja auch nicht mit zwei Paar Tchibo-Socken da stehen oder?

Wem es gefallen hat, oder so la la … aber nichts besseres zu tun hat … hier ein Beitrag … der so ähnlich ist, denn …