518) Lakshmi

Meine Zeit in Süd-Indien läuft ab, die Fluggesellschaft wies mich bereits auf meinen anstehenden Abflug hin. Umso wichtiger, dass ich eine kleine Geschichte von hier veröffentliche, nicht aus dem grauen, kalten Berlin. Die folgende Story hat sich genauso hier ergeben, es wurde nichts hinzu- oder weggedichtet.

In der Region Thekaddy hatte ich die Gelegenheit, seit verdammt langer Zeit mal wieder, auf einem Elefanten zu reiten. Wie steuerten eine Elefanten-Park an, aber die Straße war gesperrt, so dass wir einen alternativen Anbieter suchen mussten. Fanden wir auch.

Dort ging ich zum Counter und sagte so etwas wie „Hello … ich jetzt hier … bitte einmal reiten“ …  dann sagte der Herr am Counter .. „Yes Sir, du jetzt hier, der Elefant benötigt aber zwei Piloten.“ Misst, ich war allein.  Also musste der Fahrer herhalten. Er zierte sich, war etwas  ängstlich, er hätte das noch nie getan, aber ich überredete ihn und übernahm den Eintrittspreis. Die Elefantendame, die uns trug, wurde uns mit dem Namen „Lakshmi“ vorgestellt und hatte auf dem Rüssel eine besondere Blässe.

Im Anschluss schickte ich ein Foto an >meinen Inder“ und es entwickelte sich folgender Wort-und Gedankenwechsel (Auszüge):

Er: „This is the exact spot I clicked the picture some years ago“ … „If I have elephant‘s memory … the elephant name is Lakshmi.“

Ich: Schluck. Lakshmi? Gut, da mag es viele Elefanten geben in Indien mit diesem Namen. Schließlich ist Lakshmi die hinduistische Göttin des Glücks, der Liebe, der Fruchtbarkeit, des Wohlstands, der Gesundheit und der Schönheit. Welche Elefant:In will da nicht gern Lakshmi heißen?

Ich: „Can it be the same elephant lady?“

Er: „The pattern on the trunk looks similar to me“

Ich: „Can you remember the place you met Lakshmi?“

Er: „Thekaddy“

Ich: „Shit … it must be the same … let me send the position“ … ich schickte einen Link von Google Maps

Ich: „Don’t know what to say this moment, but it seems that we met the same elephant here in this area“

Er: „Took just couple of seconds for me to recognise as soon as you sent first picture. I was there on 1st April 2017.“

Verrückt …

325) 102 Jahre

Laut Datenkrake sind ca. 20.000 Menschen in Deutschland über 100 Jahre alt, Tendenz steigend. Meine Großmutter gehört mit zu diesem betagtem Kreis, ihr geht es soweit gut, sie liest in Zeitungen und reizt das technische Limit der TV-Lautsprecher aus.

Sie selber weiß von diesem Blog hier, auch wenn sie sich kaum vorstellen kann, wie das alles so abläuft. Aber sie hat einen Eindruck davon, um was es hier geht, denn alle paar Monate drucke ich einen dicken Stapel Beiträge aus. Vor mir liegt nun wieder ein Haufen mit den Werken, die seit Weihnachten erschienen sind.

Sie weiß ja von diesem „Internet“ recht wenig, denn als ..

  • das Netz Mitte der 90er Jahre für uns alle zugänglich wurde, war sie mit Anfang 70 schon lange in Rente.
  • wir erst „neulich“ das Millennium feierten, ging sie bereits auf die 80 zu und war damit vermutlich älter als ihr Leser da draußen.
  • die ersten iPhone-Modelle in der Breite ankamen, hatte sie schon im Seniorenheim eingecheckt und staunte nur, wie wir mit den Fingern über die Geräte wischten.

Kurzer Rückblick:

Im Sommer 2020, während der ersten Corona-Welle, ging sie auf ihren 100. Geburtstag zu. Es wurde klar, dass wir diesen Tag nur auf sehr eigenartige Weise begehen konnten. Sie würde hinter den Fensterscheiben des Speisesaals sitzen, wir dürften uns draußen im Garten des Altersheims aufhalten. Physischer Kontakt ausgeschlossen. Sicherheitshalber sollten wir auch im Garten eine Maske tragen, selbst eine Kommunikation über Mimik war damit nur eingeschränkt möglich.

Im Vorfeld des 100. Geburtstags hatte ich zwei Beiträge geschrieben. Es ging darum, was so ein Menschenleben alles erleben kann, um dann zum Lebensabend noch in eine Pandemie zu rauschen und einsam im Heim zu hocken. Die Leser, die schon länger folgen, werden sich vielleicht noch daran erinnern.

Heute möchte ich sie noch einmal veröffentlichen, denn erstens gibt es ja auch neue Follower hier und zweitens … tja wer weiß … vielleicht hat sie sich ja mittlerweile doch noch ein Smart Phone besorgt und liest damit heimlich unter der Bettdecke 😉

Guten Morgen und Alles Gute, kleine Omma!

115) Stell dir vor, du wirst 100 – Teil 1

Stell dir vor, du wirst im Juni 1920 geboren Der 1. Weltkrieg ist vorbei, es gab eine Revolution, der Kaiser dankte ab und eine Republik wurde ausgerufen. Die Welt zählt circa 1,6 Milliarden Menschen. Herzlich Willkommen auf diesem Planeten kleines Mädchen! Stell dir vor, du wirst im Juni 1925 fünf Jahre alt Kriegsgeschädigte bestimmten das Bild der letzten Jahre, Hungersnot und Bettlerei. Epidemien zogen übers Land und die Währung wurde…

116) Stell dir vor, du wirst 100 – Teil 2

<— Teil 1 Stell dir vor, du wirst im Juni 1970 fünfzig Jahre alt In Vietnam herrscht immer noch Krieg, ein Mann betrat den Mond, Studenten-Proteste im Westen, im Osten führte man die Mark der DDR ein. Deine Kinder sind nun erwachsen und gehen ihre eigenen Wege. Stell dir vor, du wirst im Juni 1975 fünfundfünfzig Jahre alt. Die RAF sorgt für Terror, bei Olympia in München nehmen Palästinenser israelische Sportler…

116) Stell dir vor, du wirst 100 – Teil 2

<— Teil 1

Stell dir vor, du wirst im Juni 1970 fünfzig Jahre alt
In Vietnam herrscht immer noch Krieg, ein Mann betrat den Mond, Studenten-Proteste im Westen, im Osten führte man die Mark der DDR ein. Deine Kinder sind nun erwachsen und gehen ihre eigenen Wege.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1975 fünfundfünfzig Jahre alt.
Die RAF sorgt für Terror, bei Olympia in München nehmen Palästinenser israelische Sportler als Geiseln, die Bundesrepublik wurde wieder Fußballweltmeister. Deine ersten Enkel wurden geboren und machen ihre eigenen Schritte.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1980 sechzig Jahre alt
Die RAF wütete weiter, Prominente wie Biermann und Krug verließen die DDR, Elvis für immer die Bühne. Weitere Enkel erblickten das Licht der Welt, du bist mittlerweile mehrfache Großmutter und hast immer Gummibärchen in der Tasche.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1985 fünfundsechzig Jahre alt
Widerstand gegen Atomkraft treibt Menschen auf die Straße, im Westen entstand eine grüne Partei, DDR-Bürger flüchten über Deutsche Botschaften. Deine Enkel kamen in die Schule und entwickeln nun ihre eigenen Köpfe.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1990 siebzig Jahre alt
Wer hätte das geglaubt. Die Mauer ist offen. Menschen fielen sich in die Arme. Der Ostblock liegt wirtschaftlich am Boden. In wenigen Tagen wird es eine neue Währung geben, Deutschland hat gute Chancen auf einen erneuten Fußball-Weltmeister-Titel und in ein paar Wochen folgt dann die Wiedervereinigung.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1995 fünfundsiebzig Jahre alt
Die Sowjetunion fiel in sich zusammen, die EG wurde zur EU, auf dem Balkan herrscht schon wieder Krieg und man sprach wieder von ethnischen Säuberungen. Deine Enkel entdeckten den Computer, dein Mann die Malerei und Schreiberei.

Stell dir vor, du wirst im Juni 2000 achtzig Jahre alt
Es war gelungen, ein Schaaf zu klonen, Computer hielten überall Einzug und man befürchtete den Super-Gau, wenn das Datum zur Jahrtausendwende wieder auf 01.01.00 springt. Ein Ur-Enkel wurde geboren. Dein Mann war zunehmend verwirrt, wandelte nachts durch die Wohnung. Er lebt nun im Heim, keiner weiß wie lange noch.

Stell dir vor, du wirst im Juni 2005 fünfundachtzig Jahre alt
Wieder musstest du dein Geld umtauschen. Der Euro löste die D-Mark ab, eine Flutwelle tötet Tausende an den Küsten Südost-Asiens. Dein Mann war kurz nach deinem 80. Geburtstag verstorben, du bleibst allein in der Wohnung, so lang es eben noch geht.

Stell dir vor, du wirst im Juni 2010 neunzig Jahre alt
Ein Deutscher wurde Papst, ein Afro-Amerikaner US-Präsident, Deutschland erlebte ein Fußball-Sommermärchen. Weitere Ur-Enkel wurden geboren, die Familie wächst und du musst mit dem Gedanken umgehen, in ein Seniorenheim umzuziehen. Es geht nicht mehr allein.

Stell dir vor, du wirst im Juni 2015 fünfundneunzig Jahre alt 
Viele Naturkatastrophen gab es in den letzten Jahren, Deutschland schaltete Atomkraftwerke ab und wurde wieder Fußball-Weltmeister. Deine Tochter, mittlerweile selber in Rente und Großmutter, hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Keine Mutter sollte ihre Tochter überleben.

Stell dir vor, du wirst im Juni 2020 einhundert Jahre alt
Die Erde zählt knapp 8 Milliarden Bewohner. Menschen flüchten übers Mittelmeer nach Europa, das Klima spielt zunehmend verrückt, Brände, Dürren, Hochwasser. Kriege und Konflikte in Nahost. Alles scheint zu beben. Du sitzt im Rollstuhl, dein Gehör hat stark nachgelassen und die Gelenke an den Fingern machen auch nicht mehr so richtig mit. „Ach weißt du, mit mir ist nichts mehr los“, sagst du immer. Dann schlägst du deine Zeitung auf, schaltest den Fernseher laut an und machst dir ein Bild von dieser Welt. Kopf und Augen ganz wach. Einhundert Jahre später.

Und als hätte all das für ein Leben nicht schon gereicht, nun auch noch das
Ein Virus springt in China auf den Menschen über und hat sich wenig später bis in Deutsche Altersheime vorgearbeitet. Die Einwohner werden abgeschottet, keine Besuche erlaubt. Wochenlang.

Die ganze Familie will dich zum hundertsten Geburtstag besuchen. Darauf freust du dich schon seit Wochen. Das motiviert dich, gibt dir Kraft. Sie werden dann im Vorgarten stehen, dir winken, dir zuprosten. Du wirst drinnen im Speisesaal sitzen, zwischen euch die geschlossene Fensterfront.

Stell dir vor, du wirst 100.

115) Stell dir vor, du wirst 100 – Teil 1

Stell dir vor, du wirst im Juni 1920 geboren
Der 1. Weltkrieg ist vorbei, es gab eine Revolution, der Kaiser dankte ab und eine Republik wurde ausgerufen. Die Welt zählt circa 1,6 Milliarden Menschen. Herzlich Willkommen auf diesem Planeten kleines Mädchen!

Stell dir vor, du wirst im Juni 1925 fünf Jahre alt
Kriegsgeschädigte bestimmten das Bild der letzten Jahre, Hungersnot und Bettlerei. Epidemien zogen übers Land und die Währung wurde wertlos. Die Reichsmark wurde eingeführt und seit ein paar Monaten geht es wieder etwas bergauf.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1930 zehn Jahre alt
Die Wirtschaft brummt, Kultur, Kunst und Wissenschaft blühten. Man wird von den goldenen Zwanziger Jahren sprechen, auch wenn die leider nicht lange anhielten. Es krachte an der New Yorker Börse, die Weltwirtschaft rutschte in den Keller, die NSDAP gewann immer mehr an Zulauf. Braucht dich alles noch nicht zu kümmern, bist ja erst zehn Jahre alt.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1935 fünfzehn Jahre alt
Es gab eine Bankenkrise, der Reichstag wurde aufgelöst, Hitler zum Reichskanzler ernannt. Sie streben ein deutsches Reich an, schalteten Medien gleich und erließen Gesetze zur Judenverfolgung. Du bist eine junge Dame geworden, pass auch dich auf.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1940 zwanzig Jahre alt
Die Wehrmacht wurde gleichgeschaltet, Deutschland strebt in alle Richtungen. Einmarsch in Rheinland, Tschechoslowakei, Österreich und Polen. Ein junger Mann trat in dein Leben, stellte sich deinen Eltern vor und durfte mit dir tanzen gehen.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1945 fünfundzwanzig Jahre alt
Dein Liebster wurde `41 zu​r Marine eingezogen. Er sollte in den kalten Norden fahren und nur einmal pro Jahr nach Hause kommen. Ihr heiratet April `45, über euch die Flieger. Der Krieg ist erst seit ein paar Tagen beendet, das Land liegt in Schutt und Asche. Von deinem Mann gibt es keine Nachricht.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1950 dreißig Jahre alt
Dein Mann kam `46 nach Hause, er hat es überstanden. Zwei deutsche Staaten wurden gegründet, zwei neue Währungen eingeführt. Du hast gerade eine Tochter  geboren, es geht wieder aufwärts.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1955 fünfunddreißig Jahre alt
Beide deutsche Staaten bauten eine Ordnung auf, jeder für sich orientiert am Werte-und Wirtschaftssystem der jeweiligen Siegermächte. In der DDR rollten Panzer, die Bundesrepublik wurde Fußball-Weltmeister. Du hast einen Sohn geboren, ihr seid nun zu viert.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1960 vierzig Jahre alt
Die BRD und DDR festigen ihre politischen Systeme und entfernen sich immer mehr voneinander. Elvis wackelte mit der Hüfte und rockte die Bühnen, Rock’nRoll schwappt übern Teich. Deine Kinder gehen zur Schule und erleben eine schöne Kindheit.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1965 fünfundvierzig Jahre alt
Deutschland ist nun durch eine Mauer getrennt, die Supermächte rasseln mit den atomaren Säbeln. Die Beatles sorgen für Unruhe. Dein Mann arbeitet viel, du kümmertest dich um Haushalt und die Kinder.

Stell dir vor, du wirst im Juni 1970 fünfzig Jahre alt
—> Teil 2

14) Das Bloggen der Anderen

Seit Sommer 2018 bin ich nun mit meinem Blog unterwegs und fühle mich trotzdem noch als Neuling. Ich freue mich über Besucher, Likes und Follower. Aber das ist eine etwas egozentrische Sichtweise. Natürlich bin ich auch auf andere Blogs gestoßen und bin bei ihnen als Follower unterwegs. Es ist aber gar nicht so einfach, gutes Schriftwerk zu finden.

Auf manchen Blogs geschieht nur geistiger Dünnpfiff, da ist jeder weitere Verbrauch des Akkus reine Geldverschwendung. Andere Blogger dagegen, sind auf ähnlichem Feld unterwegs wie ich. Sie kommentieren aktuelle Ereignisse aus Gesellschaft oder Politik und wollen sich Gehör verschaffen. Ihre Meinung sagen oder einfach mal nur Schimpfen. Manche dokumentieren Alltags-Geschichten oder denken sich sogar selber Geschichten aus. Respekt. Andere berichten von Reisen, Rezepten, Büchern oder aus dem Familienleben. Ein anderer Blogger schreibt wunderbar überzeichnet, wie bekloppt das Leben in unserer Hauptstadt manchmal ist. Großartig. 

All das ist meist gut zu konsumieren, sehr kurzweilig und unterhaltsam. Ein bisschen WLAN und Rest-Akku reichen schon und man kann sich stundenlang darin verlieren. Ab und zu hinterlässt man ein Kommentar oder tippt den „like“-Button. Beim Lesen der eigenen Blog-Statistik, bin ich manchmal echt erstaunt, von wo überall auf der Welt die Aufrufe erfolgen. 

In den letzten Tagen, hier in Goa, hatte ich viel mehr Zeit zum „Folgen“ als sonst und ich bin auf weitere Blogs gestoßen, die mich nicht in Ruhe lassen. Eine junge Frau zum Beispiel schreibt über ihre üblen Erlebnisse in der Kindheit, Depression, Tabletten-Abhängigkeit und ihrem Kampf aus all diesem Schlamassel heraus. Ein Mann, der eh schon die volle Packung im Alltag zu tragen hat, schreibt zudem seit Sommer 2018 über die Krebserkrankung seiner Frau und den Umgang mit damit verbundenen Ängsten und Hoffnungen. Das ist nun gar nicht mehr „unterhaltsam“. Ganz im Gegenteil. Es ist sehr berührend und nimmt mich als Leser mit. 

Dann frage ich mich häufig….

  • Ob ich das alles lesen und wissen sollte. Ich meine, es sind doch sehr intime Dinge, die da beschrieben sind. Das geht manchmal so tief rein und ich kenne diesen Menschen doch gar nicht. Andererseits, denke ich, haben die Publizisten bewusst das Blog-Format gewählt und sind sich dessen bewusst, dass jeder mitlesen kann oder gar soll. Vielleicht stützt es sie auch, wenn sie wissen, das sie ihre Gedanken teilen können und andere teilhaben. 

 

  • Ob ich solche Beiträge „liken“ darf. In manchen Beiträgen geht es heftig zur Sache, es geht um schwindende Gesundheit und ums nackte Überleben. Ist es da angemessen, den „Gefällt mir“-Knopf zu drücken. Wie kann man mir das „gefallen“, wenn ich doch eigentlich lieber „bin nachdenklich und fühle mit“ klicken würde. Allerdings hat das Blog-Format nun mal eben nur die „Gefällt mir“ und die „Kommentar-Funktion“, um ein Feedback an den Verfasser zu geben. Kommentieren kann ich nicht immer, weil es mir nicht zusteht und mir auch oft die Worte fehlen. Also „like“ ich auch diese Beiträge, damit der Publizist weiß, dass ich den Beitrag gelesen habe und ich es sehr mutig finde, dass er drüber schreibt.

 

  • Ob meine Beträge gerechtfertigt sind. Oft schreibe ich hier über Kleinigkeiten, Situationen und Pannen, die mich auf die Palme bringen. Ich verschicke digitale Postkarten aus dem Urlaub. Dabei sind sie im Vergleich zu diesen sehr sensiblen Themen, nicht mal ein Fliegen-Schiss wert. Auf den Blogs der „Anderen“ dagegen, geht’s um essentielle Dinge, um die wirklich wichtigen Fragen. Die würden bestimmt gern mit meinen „Problemchen“ tauschen, wenn man sie fragt. Andererseits muss es weiter Humor geben. Es muss Kleinigkeiten geben, über die man sich herrlich echauffieren kann. Es muss exotische Bilder aus dem Urlaub geben. Es muss okay sein, dass manche Leute ihr Essen fotografieren, auch wenn das so banal ist. Ich hoffe, dass die Blogger, die gerade durch solch eine tiefes Tal gehen, Verständnis dafür haben.

Da diese Blogger teilweise auch zu meinen Followern gehören, möchte ich sie auf diesem Weg grüßen und viel Kraft wünschen.