768) Wir müssen nur hier und da den Stecker zieh’n – 2

Meine Güte, die Zeit fliegt. Wir sind schon im Mai angekommen und der wird nur so vorbei rauschen, dann bin ich auf großer Fahrt, komme erst im August wieder. Und dann steht schon bald wieder Weihnachtsgebäck in den Regalen der Supermärkte.

Ein guter Moment mal auf die Vorsätze aus >730) Wir müssen nur hier und da den Stecker zieh’n – 1 zu schauen. In der Tat habe ich mich mehr und mehr entkoppelt und ich finde Erleichterung und sogar Freude daran, nach weiteren Potenzialen zu suchen, etwas mehr Distanz zu den Tech-Bro‘s und Medien-Konzernen aufzubauen.

  • Nachrichten gibts normalerweise nur noch einmal am Morgen und einmal am Abend, vorzugsweise mit meinen Gebühren finanziert.
  • Sendungen aus dem Hause „öffentlich-rechtlich“ versuche ich über deren Mediatheken zu streamen, statt über YouTube.
  • Eine Kreditkarte habe ich auslaufen lassen und auch ein Bankkonto gekündigt.
  • Die Transaktionen via Paypal sind deutlich weniger geworden.
  • LinkedIn betrete ich nur wenn mich jemand direkt anschreibt.
  • Nur vier mal habe ich bei Jeff Bezos bestellt, da geht noch mehr … oder weniger. Ich arbeite daran.
  • Und ja, ich habe meinen Twitter-Account deaktiviert. Jeahhhhh! Zwar habe ich  eh nie viel gemacht … aber wenigstens konsequent. Tschüssi Elon.
  • Sich aus dem Hause „Apfel“ und „Winzigweich“ zu lösen, ist dagegen nicht so einfach. Die sind so geschickt, penetrant und gut dabei, alle möglichen Identitäten und Geräte miteinander zu verknüpfen und am Ende traut sich kein Kunde mehr, da jemals den Stecker zu ziehen, weil alles mögliche zusammenzubrechen droht. Und das wissen sie auch.

Ist noch einiges zu tun, befreit aber und fühlt sich gut an.

 

730) Wir müssen nur hier und da den Stecker zieh’n – 1

Wer dabei einen Ohrwurm von Mike Krüger aus den frühen Achtziger im Ohr entdeckt, liegt richtig.

Spätestens nach dem Grusel-Tech-Bro-Dinner im Weißen Haus beobachte ich intensiver, wie ich in meinem Alltag organisiere, konsumiere und kommuniziere. Und wie viele Umsätze und Daten dabei in Händen und Schatullen auf der anderen Seite des großen Teiches landen.

Daraus entsteht eine Liste, die ich mir im neuen Jahr einmal genauer anschauen werde. Boykott? Nein, das wäre vielleicht zu viel gesagt. Aber reduzieren und hinterfragen, das auf jeden Fall.

Bei den Services aus dem Hause Zuckerberg dürfte mir eine Informations-Diät nicht so schwerfallen. Bei Facebook und Instagram habe ich nie eingecheckt, also muss ich dort auch nicht auschecken. WhatsApp ist das einzige Produkt aus der Meta-Gruppe, das bei mir aktiv ist. Das belanglose Gequassel kann dort bleiben, aber die Kommunikation mit Familie, Kindern und engen Freunden möchte ich im nächsten Jahr dort herausholen.

Zwischen Chainsaw-Elon Musk und mir läuft zum Glück gar nichts. Weder ein E-Auto, noch eine Weltraum-Mission, auch kein Twitter. Einzige Beziehung die wir haben ist, dass mir seine Auto-Fabrik im Südosten Berlin irgendwann das Wasser zum Paddeln entzieht.

Für manche Dienste der Alphabet / Google-Gruppe gibt es gute Alternativen, etwa für Suchmaschine oder Übersetzer. Bei deren Navi wird es allerdings schwieriger, denn die Genauigkeit der aktuellen Verkehrssituation ist schon wirklich beeindruckend. YouTube nutze ich auch, traurigerweise meistens, um Sendungen der öffentlich-rechtlichen Programme zu sehen. Das ließe sich vermeiden, indem ich direkt die Mediatheken nutze.

Bei Microsoft und Apple den Stecker zu ziehen, kann ich mir am wenigsten vorstellen. Aber ich könnte sicher einmal durch die Einstellungen klicken und ein paar Optionen abwählen. Und … ja … natürlich könnte ich mich mal mit einer europäischen Alternative zu ChatGPT flirten. Bonjour, voulez vous chatez avec moi ? Oder so ähnlich ….

Und bei Familie Bezos? Oh je, ja, ich weiß. Da habe ich eine offene Baustelle. Aber Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Ich kenne mindestens einen, der gerade triumphierend auf die Tischplatte haut. Liebe Grüße. Ich werde natürlich weiterhin online bestellen, weil ich mit stationärem Handel immer weniger anfangen kann. Wenn möglich sollte das aber direkt bei den Anbietern passieren und nicht über das Aktiendepot des Großinvestors.

Vorsatz fürs nächste Jahr!

PS: Titelbild via ChatGPT …. ja ick‘ weiß ….