760) Juchuuuu! Es ist nur ein Konservativer!

Anfang der Woche hatte ich noch Zweifel, ob die Parlamentswahlen in Ungarn friedlich verlaufen und zugunsten des Herausforderers ausgehen würden. Nun scheint es tatsächlich so zu sein. Herzlichen Glückwunsch an den zukünftigen Präsidenten Péter Magyar, großen Dank an das ungarische Wahlvolk und auch ein kurzer Dank an Viktor Orbán, der sich hier offenbar zumindest fair zeigt und nicht an seinem Stuhl festklammert. Das ist in diesen Zeiten schon bemerkenswert. 

Was sind das für Zeiten, in denen ich erleichtert aufatme, wenn ein Konservativer eine Wahl gewinnt? Einer, der das traditionelle Ungarn schon im Namen trägt und zudem erhebliche Vorbehalte gegenüber Einwanderung hat?

Gleichzeitig ist er nicht nur konservativ, sondern ist wohl kompromissbereit und europäisch orientiert. Na immerhin. Allein diese beiden Eigenschaften sind bereits ein echter Zugewinn.

Einfach wird es für Herrn Magyar sicher nicht, die Vorgängerregierung hat da viel umgekrempelt und ihre Leute überall untergebracht, ganz besonders deshalb wünsche ihm alles Gute dabei!!!

Grüße nach Budapest.

PS: Titelbild via KI

 

111) Postkarte aus Budapest

Die zweite Etappe unserer „Vater-und-Tochter-folgen-Isaar-und-Donau“-Expedition führt uns nach Budapest. Knapp 30 Jahre ist es her, dass ich das letzte Mal dort war.

Die Innenstadt hat sich mächtig verändert, richtig schnieke ist sie geworden und kann mit den anderen Metropolen locker mithalten.

Ganz Demokratie-bewusst gingen wir recht flott zum Parlament, welches da immer noch gigantisch an der Donau steht. Die ungarische Fahne hängt natürlich draußen dran, eine ukrainische … oder mindestens mal eine europäische Fahne, suchten wir dort vergebens. Beim Kunstmuseum auf der anderen Seite der Donau, in Buda, haben wir dann die erste blaue Fahne entdeckt, Ja jut, bei der Kunst kann man das mal wagen, ist ja eh alles Geschmack-und Interpretationssache.

Die Donau war überdurchschnittlich gut mit Wasser gefüllt, Binnenschifffahrt und „Kreuz“fahrten fanden also statt. An der Kettenbrücke lagen zwei baugleiche Schiffe nebeneinander, draußen war ein Koffer-Pavillon für die chinesischen Gäste aufgebaut.

Appropos Kunst. Wie gesagt alles Geschmacksache, aber es bleiben Fragen. Zumindest bei dem Typen und der Gans dort. Wir spulen mal besser vor.

Bei dem Wandbild, wird es wieder klarer. „Ihr seid der Sauerteig der Stadt“ steht da … sinngemäß.

Die große Markthalle ist ein Besuch wert, in den nächsten Wochen gibt‘s jetzt erst mal Wurscht und scharfe Paprika. Hallo daheim, räumt ein Fach im Kühlschrank frei 😉

Hier noch ein paar Eindrücke und dann aber hopp-hopp ab nach Bratislava.

Sonnenuntergang an der Donau, nördlich von Budapest.

„Viszlát, hamarosan újra találkozunk“ …sinngemäß.

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