611) All the best to Germany!

In den letzten Wochen hatte ich mehrfach Gelegenheit, mit Kollegen aus dem Ausland über die politische Situation in Deutschland und die vorgezogene Bundestagswahl zu quatschen. Gar nicht so einfach, das zu erklären.

Gestern im Laufe des Wahltags, bekam ich dann die Frage aus Indien, ob es denn schon was neues gäbe? Ich verneinte und schrieb, dass erst nach dem Schließen der Wahllokale erste Ergebnisse präsentiert werden.

Er beendete den Chat mit dem Satz: „I see … all the best to Germany.“

Toller Satz, dachte ich mir und da waren aber noch zwei Stunden abzuwarten. Aber nun habe ich den Satz im Kopf und weiß nicht, was ich damit anfangen soll.

Ich kann den auf zwei Arten verstehen:

A) So, als wenn man jemandem nur das Beste für die anstehende Entwicklung wünscht, für eine Prüfung oder eine zeitweise Herausforderung: „Alles Gute mein Lieber, zu schaffst das, du hast das Zeug dazu. Keine Frage, Mensch! Wenn nicht du, wer dann? Irgendwann lachen wir drüber. Gar kein Zweifel. Nur eine Frage der Zeit. Wirst schon sehen.“

Oder

B) So, wie man es halt sagt, wenn sich jemand in ein Risiko, ein Wagnis stürzt: „Hals und Beinbruch“, „Mast-und Schotbruch“, „Wird schon schief gehen“, „Runtergekommen sind sie alle wieder“, „Pass bloß auch dich auf“, „Halt die Augen auf“, „Meld‘ dich wenn du angekommen bist“, „Hier ist meine Nummer, du kannst Tag und Nacht anrufen“ und „Unsere Gedanken sind mit dir.“

Mal sehen wie das weitergeht


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Ein Kommentar zu „611) All the best to Germany!

  1. Deutschland ist nach den USA,Canada und dem Vereinigten Konigreich das wichtigste Land fuer qualifizierten Arbeitsemigranten. Da wird doch wohl Niemand in Indien Deutschland etwas Boeses wuenschen. Selbst Russland ist bei Indern nicht so beliebt wie Deutschland. Der Euro ist immer noch populaerer als der Rubel.

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