749) Auszeit – 2

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen. So sagt das Sprichwort, wohl war. Aber zunächst hat er etwas vorzubereiten.

Also wie schon in >Auszeit – 1 angekündigt mach‘ ich mich im Frühsommer für eine längere Tour vom märkischen Acker. Nicht in Richtung Sonne und Palmen, nicht zu Paella, Bacalhau oder Käste mit Rotwein … nein es geht nach Nord-Osten. Eine Ecke, die ich mir unbedingt mal anschauen will. Eine Gegend voller schöner Natur und auch Geschichte. Teils deutscher Geschichte.

Ganz so frei und flexibel wie in >Abseits – Vol 3 erträumt wird es wohl nicht werden, ich habe knappe fünf Wochen Zeit für den Trip, bisschen Struktur muss ich dem also schon geben. Also habe ich mir eine Tour zusammengesteckt über 21 Etappen, die direkte Strecke ohne Ausflüge und Abstecher würden ca. 4.600 km sein. Zunächst geht es an die Polnische Ostseeküste, dann nach Masuren, dann ins Baltikum, bis nach Helsinki … und auf eine anderen Route wieder zurück. Die genaue Strecke halte ich mal hier zurück, ich bleibe gern unangekündigt. Sicher werde ich immer schön der Nachrichtenlage folgen, vorzugsweise rückwärts und fluchtbereit parken.

Fahre ich ganz allein?
Das war zunächst die Idee, aber nun werde ich auf zwei kürzeren Teilstrecken von je einem Cowboy aus der Heimat begleitet, und darauf freue ich mich jetzt schon. Zeit für Entdeckungen und Gespräche.

Ist das nicht ein bisschen weit?
Nein, ich denke nicht. Die Etappen sind so gewählt, dass ich im Schnitt so ca. 200 km täglich fahre, plus natürlich die Ziele links und rechts der Strecke.

Oder wird es langweilig vielleicht?
Oh nein, ich habe Literatur bei mir, der Blog braucht seine Aufmerksamkeit und die Fahrerei am nächsten Tag muss auch etwas durchdacht werden. Und selbst wenn mal eine Pause eintritt, dann soll es so sein. Deshalb mache ich den Zirkus ja auch.

Und warum nun gerade dorthin?
Na weil ich in Süd-Europa nun wirklich schon einiges gesehen habe und mir der (wirklich) „nahe“ Osten da echt noch fehlt. Mich zieht‘s irgendwie dort hin, ich habe vieles über das besondere Licht dort gehört und die Menschen scheinen sehr gastfreundlich zu sein.

Grund genug.

Mögen die Vorbereitungen beginnen

 

PS: Titelbild via ChatGPT


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