Bevor es morgen schon wieder über die nächste Grenze geht, will ich doch schnell eine Postkarte aus Estland in den digitalen Briefkasten werfen.
Sie beginnt mit der zweitgrößten Stadt des Landes namens Tartu. Nettes Städtchen, wenngleich ich zugeben, muss dass mich soviel Stadt auf einmal doch etwas gefordert hat.



Am Folgetag ging es weiter östlich, so weit es technisch und politisch für mich geht. Am späten Vormittag stand ich dann vor dem Peipus-See und es ging definitiv nicht weiter. Ein „See“, der schon fast wie ein kleines Meer wirkt. Sechsmal größer als der Bodensee behauptet die schlaue KI, die auch an dem Ende der Welt über flottes 5G erreichbar ist.



Diesem großen Stück Wasser folgte ich dann in Richtung Norden und zog dann wieder nach Westen in Richtung Tallinn ab.
Zwischenstopp in Kõrvemaa. Da gibt es eine riesige Moor-Landschaft. And even more of that … ha ha …(zu lange allein Auto gefahren). Eine junge Familie war ungefähr zeitgleich mit mir da, ansonsten niemand. Ich hätte jeden Moment Schildkröte Morla erwartet, aber die hatte wohl besseres zu tun.



Dann ging es weiter zum Flughafen Tallinn, um meinen Reisebegleiter für die nächsten vier Tage einzuladen.
In Tallinn angekommen, hatte ich noch keine Lust auf wuseliges Altstadt-Treiben, also blieb noch Zeit für Kunst, Kultur und Kreativität.
In den Stadtvierteln Kalamaja und am Hafen Noblessner haben sie alte Hafen-und Wehranlagen für alternative Nutzung freigeben. Sehr charmant. Es erinnert an die 90er Jahre in Berlin, wo ich auf solch Geländen neue Dinge entwickeln. Cafés, Restaurants, Ausstellungen, eine Sauna-Dorf und aber eben auch neuer Wohnraum. Gut gelöst. Side kick Berlin Tempelhofer Feld.






Ähnliches Bild im Viertel Telliskivi, aber eben noch charmanter. Ein ehemaliges Bahngelände wurde komplett neu gedacht. Es erinnert ans Berliner Tacheles oder RAW Gelände nur halt irgendwie … besser, weil die Infrastruktur dort nicht einfach abgenutzt sondern neu gestaltet und nach vorn gedacht wurde.



Unweit des Hafens steht ein gigantischer Beton-Komplex, ähnelt einem Bunker, sind aber die Überreste einer Mehrzweck-Arena Linnahall, die anlässlich der Olympischen Spiele 1980 in Moskau hier errichtet wurde.



Und nun zur Altstadt. Und wat soll ick‘ sagen. Is‘ schön. Sowohl oben auf dem Hügel … als auch unten. Schön, dass es noch viel Subtanz gibt.






Neben o.g. Kalamaja und Telliskivi gibts noch das Rotermans-Virtel. Auch hier wurden alte Werksgebäude sehr gekonnt mit neuer Architektur zusammengebracht und es passt alles bestens zusammen und nichts verliert dabei.






So, dass soll jetzt mal reichen, ihr sollt auch noch genug Grund haben herzukommen.
Na, der hier vielleicht noch.

Na gut, noch einer, aber dann ist wirklich Schluss.

Und wenn ihr euch fragt, was ich hier mache … eat this











































































