Anfang September habe ich mein Höhlen-Office mal für einen Tag gegen ein Green-Office getauscht. Dank 4G konnte ich ordentlich arbeiten und habe mit der halben Welt kommuniziert. Und über die Mittagszeit … tja … da war ich dann mal … weg 😉
Ganz allein. Herrlich.
Ein paar Impressionen:
Das nächste Bild habe ich nun so oft hin und her gedreht, dass ich gar nicht mehr weiß, welches nun das Original ist.
Die funktionieren doch alle irgendwie, oder? Alles eine Frage der Sicht auf die Dinge.
Schön war‘s, sollte ich wohl öfter mal machen.
Genießt die schönen Herbsttage, bald wird’s ekelig draußen.
Auch die zweite Urlaubswoche verbrachten wir ohne Flugscham, Zeitverschiebung, Währungswechsel und Magenverstimmung. Heimatnah. Zwischen Oder und Spree.
Nachfolgend ein kurzes Gedicht … ein wahres Unikat … ihr werdet sehen.
Ein paar Tage Urlaub im Landkreis Oder-Spree? Warum nicht? Besser für den CO2-Footprint und für das Reise-Budget allemal. Waren es hier doch erst kürzlich 38°C, bekommt man nun des Nächstens schnell mal kalte Füße.
Zehn Beobachtungen, die mich am derzeitigen Sommer zweifeln lassen:
Wasser-Melone, Bananen, Kiwi und Weintrauben liegen seit Tagen in der Küche. Keiner will so richtig ran ans erfrischende Obst.
Das Bier und die Softdrinks stehen über Nacht im Garten, es bedarf keiner weiteren Kühlung. Eigentlich könnten wir den Kühlschrank auch abschalten.
Beim abendlichen Abwasch des Geschirrs, bekomme ich unerwartete Gesellschaft. Der warmen Hände wegen.
Der märkische Boden ist so trocken, es gibt Waldbrände. Soll ich ihn wässern oder muss ich dann morgen früh auch salzen?
Der Nachbar sieht aus wie Rudi Carrell … spricht von … seinem Milchmann … ja ihn wundert‘s, den Schuld daran sei nur die SPD…
Beim roten Erdbeerhäuschen an der Hauptstraße überlegte ich, nach Glühwein zu fragen … oder Erdbeer-Punsch.
Sohnemann rannte heute beim Bücherladen eine Pinguin-Puppe um. Ich hatte den Eindruck, der Vogel lebte sogar und war gerade erst hier angekommen.
Auf der Auto-Bahn überholte uns ein russischer Audi. Jetzt, wo dort die Permafrostböden schmelzen … kommt die jetzt etwa alle zu uns?
Heute besuchten wir die Therme der nächstgelegenen Kreisstadt. Es ist Juli wohlgemerkt. Also kalendarischer Sommer.
Mein Frau macht sich gerade einen Tee.
Morgen geht‘s zum Zahnart, der wird mir schon ordentlich einheizen.
Eine Postkarte aus LOS? Was soll das denn sein? Hat wohl für Los Angeles nicht gereicht, oder? Korrekt, für einen halbtägigen Samstags-Ausflug ist Los Angeles einfach zu weit weg. Außerdem kann man da nicht so schön paddeln, wie im Südwesten unserer armen aber sexy Hauptstadt. LOS steht in unseren Breitengraden für das Kfz-Kennzeichen des Landkreises Oder Spree. Die Berliner und Brandenburger sind sehr kreativ und nicht gerade zimperlich wenn es darum geht, den Kfz-Kennzeichen der Nachbarkreise eine deftige Bedeutung zu verpassen:
So wirft man den Autofahrern des Landkreises Oder-Havel (OHV) gerne vor, „ohne Hirn und Verstand“ zu fahren. Nun ja …was soll ich sagen …ganz von der Hand weisen kann ich …, aber egal.
Der Landkreis Dame Spree (LDS) hatte irgendwie mehr Glück. Hier kann man wählen, was einem besser gefällt. Entweder „Land der Schönen“ oder „Land der Sonne“. Wenn man sich selber nicht zu den Schönen zählt, kann man über die Sonne wieder viel an Attraktivität gutmachen.
Im Landkreis Telto-Fläming (TF) dagegen, sindangeblich besonders viele Tiefflieger unterwegs. Ich weiß nicht, ob das wohl eher geistig oder auto-mobil gemeint ist.
Den Landkreis Oder-Spree (LOS) hat es aber noch härter getroffen. Man hat ihm gleich zwei depressive Bedeutungen verpasst, vielleicht sogar mehr. Die beiden, die ich kenne sind frei von Interpretation. Man spricht von „Land ohne Sonne“ oder auch von „Leben ohne Sinn“.
Wie schlimm muss es dort zugehen? Keine Sonne? Kein Sinn?
Gestern war Sonne und es ergab verdammt viel Sinn, aber schaut selbst.
PS: Liebe Grüße von den Kapverden, die haben wir gerade links passiert haben. Nein, nicht mit dem Paddel-Boot 😉