148) Postkarte aus Estland (Harjumaa, Läänemaa, Saaremaa, Pärnu)

Uups, da bin ich doch heute wieder über eine Landesgrenze gefahren und hab’s kaum bemerkt. Bevor es nun weiter durch Lettland geht, folgt hier natürlich noch eine zweite Postkarte aus Estland. Diese Etappe lag hinter der Stadt Tallinn auf dem Weg nach Riga, also war Natur, und Entspannung angesagt. Ich fuhr immer auf Landstraßen, auch diverse Schotterpisten und habe auf diese Weise so einige Kilometer von Estland, den Dörfern und dem Grünzeug hier gesehen.

Kurz: hat mir sehr gefallen, und obwohl Estland auch schon in den Sommerferien ist, war ich hier wieder oft allein bzw. hatte nur wenige Mitmenschen um mich herum. Hinzu kam ein Bombenwetter bei 22-24°C, während in Deutschland die Hitze-Rekorde der Vorjahre purzelten. Alles rictig gemacht.

Aber genug der Einleitung, hier ein paar Bilder:

Ich liebe es, endlose Straßen … diese Wolken und dieses Licht. Wahnsinn. Von denen habe ich ungefähr 100

In Rummu dann ein ehemaliger Tagebau mit angeschlossenem Gefängnis … die Natur erobert sich es wieder. Nun ist es ein Tauchparadies mit Kartbahn und Pommes.

Deutlich freundlicher wurde es dann in Haapsalu. Das ist kein Badezimmer-Schrank vom Schwedischen Möbelhaus, sondern ein netter Ort an der Westküste. Auch die können Himmel.

Dann ging es weiter auf die Insel Saaremaa, meine Güte der Platz reicht hier gar nicht. Ich wähle mal nur sechs Bilder.

Von Saaremaa ging es nach Pärnu. Auch nice. Können sich Deutsche Ostsee-Bäder gern mal was abschauen. Tip-Top Grünanlagen, riesiger Strand und eben weil es hier keinen Gosch-Schampus-Schuppen gibt und keine Fließjacken-Shops in Übergröße war es besonders angenehm.

So, das soll mal reichen die nächste Postkarte kommt aus Riga, ich bin zurück in Lettland.

Und wenn ihr euch fragt, was ich hier mache … eat this

Auszeit – 1

Auszeit – 2

Auszeit – 3

Auszeit – 4

Auszeit – 5

33) Digital Detox in der Cloud

Good Morning, Your captain speaking … bla bla … flight time to Munich today will be one hour and ten minutes. Enjoy your flight!

Was, ein Inlandsflug?? Pfui! Hat der etwa keine Flugscham? Doch doch, ich schäme mich. Schon wieder. Aber dazu bald mal ein anderer Beitrag hier auf‘m Blog.

Eine Stunde und zehn Minuten Zeit nur für mich, das ist ein wahrer Luxus. Was kann ma da alles schönes anstellen?

  • Einen Blog-Beitrag verfassen?
    Logisch, das geht auch hier oben über den Wolken, aber dazu fehlt mir gerade eine Inspiration
  • Schlafen?
    Besser nicht, dann fühle ich mich in München wie gerädert und trage das den ganzen Tag mit mir herum
  • Auf dem Handy daddeln?
    Ja, kann man machen, aber ohne Netzanbindung kann ich nur alte Nachrichten lesen. Das Vergnügen ist irgendwie endlich
  • Magazine auf dem Tablet schauen?
    Hätte ich zwar offline dabei, aber um 06:45 Uhr fühle mich noch nicht ganz so aufnahmebereit für komplexere Informationen
  • Musik oder Hörbuch hören?
    Auch ´ne Idee, Musik lenkt aber von Gedanken ab und Hörbücher machen mich, zumindest im Sitzen, müde
  • Fotos aussortieren?
    Eine wunderbare Aufgabe für den Flieger, aber auf dem kleinen Bildschirm auch nicht gerade optimal. Außerdem saugt das den Akku leer
  • Im Board-Magazin blättern?
    Ist irgendwie immer dasselbe. Start Up-CEO‘s Mitte 20 geben ihren Senf ab, es werden Städte vorgestellt wo ich schon war und Prominente zeigen, welche Gadgets sie in ihren Koffern mit sich herum tragen
  • Im Shopping-Katalog blättern?
    Ganz nett zum inspirieren, aber so viele tragbare Lautsprecher, Adapter, Uhren, Mäh-Roboter, Saug-Roboter und Powerbanks kann ich niemals brauchen

Und nun?

Ich bestelle mir einen Premium-Krümel-Kaffee, packe den ganzen Medien-Kram beiseite, schaue aus dem Fenster und lasse den Gedanken freien Lauf.

Frühere Beiträge zu Fliegerei und Medien: