Vor zwei Jahren habe ich hier schon einmal über ein „Personal Positioning System“ nachgedacht. Eine Art GPS, mit dem wir uns zwischen links und rechts, oben und unten, vorn und hinten verorten können. Damals blieb am Ende die Erkenntnis: Ein solches PPS gibt es leider nicht zum Download. Da muss man wohl selber ran.
Aber selbst wenn wir ein solches System hätten. Würde es überhaupt funktionieren?
Stellen wir uns dazu einen dreidimensionalen Raum vor, zum Beispiel einen Würfel. Darin könnten wir uns ziemlich genau als Punkt positionieren. Auf den Achsen zwischen links und rechts, zwischen oben und unten und zwischen vorn und hinten. Und schon wissen wir, wo wir stehen, was wir wollen, und können für immer unsere Agenda durchziehen, weil wir halt nun mal „so einer“ sind.
Aber ist es wirklich so einfach?
Ist es nicht eher so, dass unsere Position je nach Fragestellung oder Kontext variiert? Dass der Punkt also frei im Raum schwebt, sich immer wieder entlang der Achsen bewegt und nie ganz zur Ruhe kommt? Je nach Frage verschiebt er sich ein wenig nach links oder rechts, nach oben oder unten, nach vorn oder hinten.
Und selbst das scheint mir noch zu einfach.
Sind wir denn wirklich nur ein Punkt? Oder sind wir nicht vielmehr ein ganzer Schwarm von Punkten, die sich je nach Fragestellung unterschiedlich im Raum verteilen? Bin ich bei Thema A vielleicht eher links und hinten, bei Thema B dagegen rechts und vorn?
Vielleicht müssen wir uns also gar nicht so genau festlegen. Eine Position kann für einen bestimmten Moment, eine bestimmte Frage oder einen bestimmten Kontext richtig sein, ohne dass wir sie für alle anderen Fragen festschreiben müssen.
Und vielleicht ist der Würfel ohnehin viel zu klein und zu eckig. Neben links und rechts, oben und unten, vorn und hinten gibt es womöglich noch unzählige weitere Achsen, die wir bisher gar nicht eingezeichnet haben.
Vielleicht lohnt es sich, ein wenig Platz dafür zu lassen.
Co-Creation Project:
Gedankengang, Steuerung, Voice Prompting, Redaktion: ich, T.Head
Schreibarbeit: KI
PS: Titelbild via KI
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Ha! Da fällt mir doch direkt „Zini, das Wuslon“ (https://www.dailymotion.com/video/x3062n1) ein. Ich weiß gar nicht, wie die das 1980 geschafft haben , ein digitales Wesen in das analoge Fernsehen einzubauen.
Aber deine Überlegung kann ich gut nachvollziehen, bloß will das vermutlich kaum einer von denen hören, die es am dringendsten hören müssten.
Moin Annuschka, schaue ich mir an ;-
Schönes WE