377) Schlager voller Energie ;-)

Tach zusammen,
Ich bin auf Malta.
Und is‘ es kalt da?
Nee, is warm da.
Von März bis Novemba‘.
Sprit kost‘ fix nix da
Der Diesel und der Supa‘.

Oh, ihr merkt schon, ich bin nicht ausgelastet. Kein Wunder. Die Ausflugsziele erreicht man alle in 20-30 Minuten und an diesem Sonntag haben wir sogar noch eine Stunde geschenkt bekommen.

Und da das Gestammel da oben, noch etwas sehr nach Gangster-Rap klingt, habe ich es in der gewonnenen Stunde mal mit Schlager und Deutsch-Rock probiert.

Heute schenke ich euch also Strophen aus bekannten deutschen Titeln, etwas umgedichtet und voller Energie … 😉

Nummer 1)
nach der Melodie von „1000 und 1 Nacht“ (Klaus Lage)

Tausend mal gekühlt
Tausend mal ist nichts passiert
Das tausendundeinste mal
Und es Wums gemacht

Nummer 2)
nach der Melodie von „Albany“ (Roger Whittaker)

Energie – Kein Feuer brennt mehr in Ost-Berlin
Energie – In diesen Mauern war ich einst zu Hause
Energie – Ofen der Eltern, was hab‘ ich den geliebt
Ach könnt ich Dich nur einmal hochdrehen

Nummer 3)
nach der Melodie von „Du hast mich tausend mal belogen“ (Andrea Berg)

Ja du bist tausendmal geflogen
Du hast dich tausendmal vernetzt
Hast nicht einziges Mal gefroren
Tja und jetzt bist du entsetzt
Nun kannst du nicht mehr Bügeln
Denn Putin spielt mit der Macht
Doch wir würden es wieder tun
Das wäre doch gelacht

Hört‘s euch gern an, vom Rhythmus müsste es ungefähr passen.
Und schreibt mir gern eure Strophen, dann nehme ich die hier nachträglich noch auf.
Bin gespannt!

Zugabe gefällig? Na ok:

Mit Rüben verfroren, den Kocher verleihen
Verdammt ist Gas flüchtig
Wie koch’ ich ein Ei?

Kitschy greetings to Be Kitschig, a well known Blog for Schlager and Kitsch.

PS: Oh je, ich fürchte es war ein Fehler, diesen Beitrag zu schreiben. Jetzt wird mir YouTube künftig immer Schlager in die Konsole schieben. Oder ich habe Glück und die machen es nicht am User fest, sondern an der IP-Adresse. Hah! Viel Spaß damit hier, wenn ich hier weg bin 😉

369) Störsender

Seit ein paar Tagen stört eine höhere Macht meine Bluetooth-Kopfhörer. Und zwar immer dann, wenn ich joggen bin. Auf einmal beginnen die Kopfhörer zu rattern und zu hämmern, man versteht nichts mehr und ich muss sie neu starten. Das dauert und nervt.

Also wer oder was steckt dahinter?

  • Eine Verschwörung? Hat das was mit dem Kreuz aus den zwei den Chem-Trails am Himmel zu tun? Liegt ja wohl auf der Hand. Wer das nicht sieht, ist doch ein Schlafschaf 😉
  • Hat das vielleicht politische Hintergründe? Auffällig ist ja schon, dass das mit dem 8-stündigen Podcast über Rezo begann und nun mit dem Hörbuch von Maja Göpel so weiter geht. Das kann doch kein Zufall sein ?!
  • Bin ich irgendwem auf den idiologischen Schlips getreten? Tappe ich Morgen vielleicht in eine Pfütze Nitschewok und dann is‘ für imma‘ Doswidanja?
  • Oder bin ich einfach nur einem Lausbubenstreich (geiles Wort oder …?) zum Opfer gefallen? Ist eher unwahrscheinlich, denn diese Lausbuben treiben sich für gewöhnlich nicht im Morgengrauen hinter irgendwelchen Hecken rum. Die liegen noch im Bett, völlig müde von der Zockerei am Vorabend.
  • Auffällig ist schon, dass es i.d.R. nach 07:00 Uhr passiert und nur in der Woche, nicht am Wochenende. Und das ringsherum neue Baukräne aufgestellt wurden, die ungefähr um diese Zeit die Arbeit beginnen. Vielleicht stören die meinen Empfang? Ok, dann glaube ich mal daran und „denke“ halt beim Laufen vor mich hin, statt anderen „zuzuhören“.

Soll mir auch recht sein.

Aber es erinnert mal ganz eindrücklich, wie es denn so wäre, wenn eine Macht dich permanent stört, während du Bücher, News, Podcasts oder Sender hörst, die ihr gegen den Strich geht. Und da bin ich doch aktuell insgesamt recht froh, diesseits der Oder zu leben. Oder etwas nicht?

Viele Grüße vom ST.örsender

Andere verschwörerische Beiträge:

310) Kann Spuren von Weichteilen enthalten

Wer mal etwas Abstand zum Nachrichtengeschehen sucht, kann Bücher lesen oder was ich ganz gern‘ mal mache, Produktverpackungen studieren 😉

Hier ein paar schöne Fundstücke der letzten Wochen:

1) Fangen wir mal mit den visuellen Klassifizierungen an, die das Konsumenten-Leben ja eigentlich einfacher machen sollten:

Zum Beispiel dem „Nutri-Score“:
Je mehr rechts und orange/rot und weiter hinten im Alphabet, um so mehr doof … glaube ich.

Dann das EU-Energielabel:
Umso weiter oben und grüner und kürzer der Balken, umso mehr nachhaltig … verstehe ich.

Anders beim „Haltungsindex“:
Umso mehr links, und rot und umso geringer die Zahl, umso weniger gut … vermute ich.

… Oahhh mein Kopf.

2) Weiter geht’s mit mehrdeutigen Texten:

Da steht zum Beispiel:
„Mit Schweinefleisch aus der EU“
Ist das nun besser? Da kommt das Schwein nicht tiefgefroren aus Fernost sondern mit dem LKW aus Rumänien oder was?

Auf einer Käsepackung steht:
„Neuer Inhalt“
Na, da gehe ich doch mal vor aus oder? Stünde da „Alter Inhalt“ würde das doch keiner kaufen

Der 6-er Pack Eier kommen mit der Aufschrift:
„Aus Bodenhaltung“
Mhm, also ich find die Haltung von Eiern in Regalen zwar irgendwie praktischer, aber bitte, macht nur.

Auf der Schachtel Cookies steht geschrieben:
„Mit 40% Schokolade“
„70% weniger Plastik“

Na lecker, magst‘n Keks?

Auf der ungarischen Salami finde ich:
„Csökkentett Müanyag Felhasznalas“.
Also das ist mir irgendwie auch wichtig.

Ein Herren-Deo trägt einen Englischen Titel:
„Collision Leather & Cookies“.
Vorbei die Zeiten, wo Schweißbremsen noch ganz profan „Sport“ oder „Flowers“ hießen. Heute muss es ein Zusammenstoß aus Tierhaut und Feingebäck sein.

Oder hier auf‘m Schafskäse:
„Täglicher Weidegang für unsere Schafe*
Später dann das Kleingedruckte:
*) Sobald das Wetter es zulässt und Weidegras verfügbar ist, weiden unsere Schafe täglich im Freien.
Meine Güte, das Kleingedruckte ist doppelt so lang

3) Und noch zwei herrliche Beschriftungen fürs flüchtige Lesen:

Auf einer Packung Fisch fand ich:
„Von Hand gecancelt“
What? Cancel Culture in der Fischwirtschaft?
Ach nee, da steht:
„Von Hand geangelt“
Na dann.

Auf einer Asia-Sauce stand:
„Kann Weichteile, Krebstiere, Fisch, Weizen, Soja, Sesam und Ernüsse enthalten“
Waaas? Weichteile? Ekelhaft! Also die essen da aber auch wirklich alles oder?
Ich lese besser noch einmal.
„Kann Weichtiere, Krebstiere, Fisch … und so weiter“
Ach soooooo.

In diesem Sinne …

Frohe Ostern!

Andere Beiträge zum Thema:

280) Corona-Lektionen 113

Die letzten Corona-Lektionen kamen eher mit düsteren Bildern daher. Das war sicher dem dunklen Januar geschuldet, aber auch meiner Stimmung zu diesem Thema. Aber gestern früh, da war der Ausblick mal anders. Am Himmel war Aktivität zu sehen und ein kleines positives Leuchten. Und das passt ganz gut zur aktuellen Entwicklung.

Ein paar Gedanken der letzten Tage:

Frühling:
Ich sehe Krokusse auf der Wiese und Blüten am Baum. Es wird früher hell und jeden Tag später dunkel. Wunderbar, das kommt mir sehr entgegen, denn ich habe in den letzten 2 Jahren gelernt, dass ich > Licht und > Weite brauche. Um so mehr Licht wir alle kriegen, um so heller wird‘s dann hoffentlich in den Köpfen der Menschen.

Inzidenz:
Die ist noch deutlich zu hoch, aber sie fällt rapide. Exponentialität muss ja nicht immer schlecht sein. Ende Februar / Mitte März dürfte das schon viel besser aussehen und wenn der Virus jetzt nicht noch eine zickige Tante oder einen mürrischen Onkel anschleppt, spekuliere ich mal auf einen entspannten Sommer. Bei dem man aber nicht vergessen sollte, seine Hausaufgaben zu machen, denn Ende August sind die Ferien zu Ende, die Pfefferkuchen werden wieder in die Regale geräumt und dann flattern wir wieder panisch herum wie die Hühner.

Die „anderen“:
Häufig wird neidisch auf andere Länder geschaut, weil die schon eher Maßnahmen fallen lassen und dann ist man hier schnell unzufrieden. Ich denke auch, dass lässt sich nicht alles gleichsetzen. Da hat man seine Hausaufgaben im Impfen besser gemacht oder auch ganz anders kommuniziert. In dem Kontext fand ich „Hart aber Fair“ vom 07.02.2022 ganz gut, als ein gebürtiger Deutscher, der in Dänemark lebt, ab Minute 23:40 bis 32:40 mal ganz erfrischend aus dem Dänischen Coronäh-Kästchen plauderte. Sehenswert. Könnt ihr auch „vorspulen“. Geiles Wort 😉

Alltag:
Zum Schluss noch so eine kleine Widrigkeit des Corona-Alltags, auf die wir irgendwann hoffentlich belustigt zurückblicken werden. Also, da stehst du vor einem Restaurant, klopfst alle „Tools“ an deiner Jacke ab. Maske, Handy, App, Ausweis. Alles da. Bereit SWOT-Team? Stilles Nicken aller Maskierten. „Zugriff!“ Dann stürmst du den Laden als erster und im Nu läuft dir die Brille an. Du tappst wie ein Nachtwandler zum Tresen und sagst, du hättest reserviert. Dann ziehst du mit eiskalten Händen das Handy aus der Innentasche und hoffst, dass der Akku noch mitspielt. Du zeigst stolz deinen QR-Code, musst aber noch drei mal weiter wischen, weil die dritte Impfung nicht „vorn“ zu sehen ist, sondern weiter „hinten“. (Wenn du dich etwas doof anstellst, macht das auch die Bedienung für dich. Die hat eh schon 200 Handys an dem Tag angefasst). Dann angelst du in deiner Brieftasche nach deinem Ausweis und versucht ihn danach gleich wieder wegzupacken, damit du ihn bloß nicht in die Hosentasche steckst, wo der sonst sicher mitgewaschen wird. Und weil du immer noch guckst wie ein Maulwurf und die Finger steif vor Kälte sind, rutscht dir das Handy aus der Hand und fällt unter einen Tisch, an dem sich ein verliebtes Paar glückselig in die Augen blickt.

Und dann krabbelst du mit beschlagenen Gläsern und Maske auf der Nase unter deren Tisch und suchst dein Handy. Herrlich.

Also, Loriot hätte seinen Spaß gehabt 😉

Behaltet die Nerven. Bald wird’s besser!

<— Corona-Lektionen 112

–> Corona-Lektionen 114

191) Rückkehr ins Büro – Teil 1

Irgendwann wird der Tag kommen, an dem wir unsere Höhlen-Offices wieder verlassen werden. Die Arbeitgeber werden in die Büro-Türme rufen und die Human-Resourcen sind mit dieser Entwicklung völlig überfordert.

So ungefähr wird’s wohl werden ;-):

  • Die Arbeitnehmer schauen sicherheitshalber noch einmal in ihre Arbeitsverträge, um sich zu vergewissern, dass sie noch die richtige Adresse im Kopf haben. 
  • Tag für Tag werden mehr blasse Homeworker auf die Straßen treten. Planlos und ausgemergelt von all den Tütensuppen, gehen sie das erste Mal seit langer Zeit wieder mehr als 30 Schritte am Stück. Krummbuckelig irren sie über die Fußwege und halten sich die Hände vor die Augen, da das Tageslicht die Netzhaut reizt.
  • In der Lobby der Firma steht eine Informationstafel, die an passable Kleidung erinnert. Piktogramme zeigen durchgestrichene Jogging-Hosen und Flip Flops. Auf einem Symbol für Unterwäsche, prangt „24h max!“.
  • Die erwünschte Körperhygiene wird auf jeder Etage und in den Aufzügen thematisiert. Übermäßig lange Vollbärte, behaarte Ohren und Rastalocken seien nur aus religiösen oder kulturhistorischen Gründen erlaubt.
  • Haben wir dann unser Büro erreicht und können uns noch an den Tür-Code erinnern, schreiten wir hinein in die Großraum-Höhle und rufen laut „Bling“. Dann rufen wir „Guten Morgen, könnt ihr mich hören?“
  • Kommt uns das Netzwerk irgendwie langsam vor, brüllen wir die ganze Etage zusammen. „Amelieeeeeeee, bist du etwa in Netfliiiiiiiix? Hier hängt alles! Man, ich muss hier arbeitööööön!“
  • Ist es um uns herum verdächtig still, fragen wir durch den Raum: „Jonaaaaaas, denkst du bitte an Englisch? Und dann noch GeWi und NaWi hochladen!“ 
  • Spinnt der PC rufen wir nur „Schaaaa-aatz, kannst du mal gucken, hier is‘ so ´ne komische Meldung“. (Danke Anke für diese Inspiration 😉
  • Gegen Mittag stehen ein Haufen bunter Fahrrad-Lieferdienste am Zaun und sorgt für Ärger mit dem Wachschutz. Die Lunch-Verträge mit den Homeworkern ließen sich nicht so kurzfristig beenden. Also werden die Koordinaten der Handy-Inhaber weiterhin mit Mittagessen beliefert.
  • Betriebsrat und Sozialberatung verteilen verschiedene Broschüren
    „Präsenzarbeit – 100 Tipps für eine neue Arbeitsform“
    „Büro-Knigge –  Für ein soziales Miteinander am Arbeitsplatz“
    „Auf Augenhöhe – Die Geheimnisse adulter Frontalkommunikation“

Video-Konferenzen wird es natürlich weiterhin geben, die Firmen sind auf den Geschmack gekommen. Aber wir werden unsere Hintergrundbilder tauschen. Ein verkramtes Bücherregal, ein Rennrad oder die Ehefrau, die im Bademantel durchs Bild huscht lassen uns nostalgisch zurückdenken an die schöne Zeit im Höhlen-Office.

So oder so ähnlich wird’s wohl werden, oder was denkt ihr?

—>Rückkehr ins Büro – Teil 2

189) Büro-Feeling im Homeoffice

Viele Menschen arbeiten derzeit von zu Hause aus. Ich mach’ das nun schon auch seit 13 Monaten ohne Unterbrechung. Daher gibts hier heute ein paar augenzwinkernde Tipps, wie ihr etwas mehr Büro-Feeling in euer Homeoffice bekommt :

Klebt gelbe Zettel an den Kühlschrank: 
„Wer hat meinen Erdbeer-Joghurt gegessen. Bitte ersetzen, danke Jonathan“
„Der Frischkäse lebt schon, bitte entsorgen und zwar a.s.a.p.!“
„Das hier ist keine Spülmaschine!!!“

Verteilt weitere Zettel in der Wohnung, um die Kollegen zu erziehen: 
„Bitte den Raum so verlassen, wie man ihn selber vorfinden möchte“
„Kein Obst in den Papierkorb“
„Nimm Treppe statt Aufzug“
„Arbeitsschutz geht alle an“

Wer Platz hat, hängt sich ein schwarzes Brett in den Flur und pinnt da irgendwas dran:
„Betriebsversammlung 09:00 Innenhof, Stühle mitbringen“
„Rückenschule Dienstags 10:00 gegenüber Betriebsarzt“
„Camper zu verkaufen, wenig gefahren“
… weitere Flyer von IG-Metall und Verdi machen es noch authentischer

Stellt übriggebliebene Kuchen in die Wohnung und stellt ein Schild auf: 
„Grüße von der Buchhaltung“
„Stephan wurde 40., Bedient euch!“
“Noch 3 Tage bis zur Rente, vielen Dank für alles, euer Herbert.“

Streut Gerüchte über eure Homeoffice-Nachbarn: 
„Ich habe heute die Schneider mit dem Kasupke zusammen aus der Tiefgarage kommen sehen. Nicht zum ersten Mal. Ob die wohl was miteinander haben?“

Kommt ihr am Morgen vom Bäcker zurück, ruft ihr laut „Mockeeeeen“ in die Wohnung, gegen Mittag wechselt ihr über zu „Mazeeiiiiit“, ab 17:00 gilt dann „Schön Feiaabeeeeeeend“

Mangels Azubis spannt ihr einfach eure Netflix-Kids ein. Gebt ihnen was zum Lochen, Tackern, oder Kleben. Lasst sie in Excel die Zeile 1.000.000 finden. Da lernen sie mehr als im Homeschooling.

Provoziert euren Rauchmelder mit einem Feuerzeug, zieht euch eine gelbe Weste drüber und dann lasst ihr die ganze Sippe zum Probealarm auf dem Hof antanzen. Taschen, Computer und Handys bleiben bitte oben.

Geht zu Ehe/Lebenspartner/Mitbewohner und fragt nach Ausgabe einer Rolle Tesa-Film und bunter Klebezettel. Dann bittet ihr um die Abschrift von 5 DIN-A Seiten und bemerkt ganz nebenbei, dass der Toner alle ist und die Pflanzen auch mal etwas Wasser gebrauchen könnten.

Und damit verspreche ich euch ein unvergessliches Wochenende!

Grüße aus dem Höhlen-Office.

T.

Viele Menschen arbeiten derzeit von zu Hause aus. Ich mach’ das nun schon auch seit 13 Monaten ohne Unterbrechung. Daher gibts hier heute ein paar augenzwinkernde Tipps, wie ihr etwas mehr Büro-Feeling in euer Homeoffice bekommt :

Klebt gelbe Zettel an den Kühlschrank: 
„Wer hat meinen Erdbeer-Joghurt gegessen. Bitte ersetzen, danke Jonathan“
„Der Frischkäse lebt schon, bitte entsorgen und zwar a.s.a.p.!“
„Das hier ist keine Spülmaschine!!!“

Verteilt weitere Zettel in der Wohnung, um die Kollegen zu erziehen: 
„Bitte den Raum so verlassen, wie man ihn selber vorfinden möchte“
„Kein Obst in den Papierkorb“
„Nimm Treppe statt Aufzug“
„Arbeitsschutz geht alle an“

Wer Platz hat, hängt sich ein schwarzes Brett in den Flur und pinnt da irgendwas dran:
„Betriebsversammlung 09:00 Innenhof, Stühle mitbringen“
„Rückenschule Dienstags 10:00 gegenüber Betriebsarzt“
„Camper zu verkaufen, wenig gefahren“
… weitere Flyer von IG-Metall und Verdi machen es noch authentischer

Stellt übriggebliebene Kuchen in die Wohnung und stellt ein Schild auf: 
„Grüße von der Buchhaltung“
„Stephan wurde 40., Bedient euch!“
“Noch 3 Tage bis zur Rente, vielen Dank für alles, euer Herbert.“

Streut Gerüchte über eure Homeoffice-Nachbarn: 
„Ich habe heute die Schneider mit dem Kasupke zusammen aus der Tiefgarage kommen sehen. Nicht zum ersten Mal. Ob die wohl was miteinander haben?“

Kommt ihr am Morgen vom Bäcker zurück, ruft ihr laut „Mockeeeeen“ in die Wohnung, gegen Mittag wechselt ihr über zu „Mazeeiiiiit“, ab 17:00 gilt dann „Schön Feiaabeeeeeeend“

Mangels Azubis spannt ihr einfach eure Netflix-Kids ein. Gebt ihnen was zum Lochen, Tackern, oder Kleben. Lasst sie in Excel die Zeile 1.000.000 finden. Da lernen sie mehr als im Homeschooling.

Provoziert euren Rauchmelder mit einem Feuerzeug, zieht euch eine gelbe Weste drüber und dann lasst ihr die ganze Sippe zum Probealarm auf dem Hof antanzen. Taschen, Computer und Handys bleiben bitte oben.

Geht zu Ehe/Lebenspartner/Mitbewohner und fragt nach Ausgabe einer Rolle Tesa-Film und bunter Klebezettel. Dann bittet ihr um die Abschrift von 5 DIN-A Seiten und bemerkt ganz nebenbei, dass der Toner alle ist und die Pflanzen auch mal etwas Wasser gebrauchen könnten.

Und damit verspreche ich euch ein unvergessliches Wochenende!

Grüße aus dem Höhlen-Office.

T.

Viele Menschen arbeiten derzeit von zu Hause aus. Ich mach’ das nun schon auch seit 13 Monaten ohne Unterbrechung. Daher gibts hier heute ein paar augenzwinkernde Tipps, wie ihr etwas mehr Büro-Feeling in euer Homeoffice bekommt :

Klebt gelbe Zettel an den Kühlschrank: 
„Wer hat meinen Erdbeer-Joghurt gegessen. Bitte ersetzen, danke Jonathan“
„Der Frischkäse lebt schon, bitte entsorgen und zwar a.s.a.p.!“
„Das hier ist keine Spülmaschine!!!“

Verteilt weitere Zettel in der Wohnung, um die Kollegen zu erziehen: 
„Bitte den Raum so verlassen, wie man ihn selber vorfinden möchte“
„Kein Obst in den Papierkorb“
„Nimm Treppe statt Aufzug“
„Arbeitsschutz geht alle an“

Wer Platz hat, hängt sich ein schwarzes Brett in den Flur und pinnt da irgendwas dran:
„Betriebsversammlung 09:00 Innenhof, Stühle mitbringen“
„Rückenschule Dienstags 10:00 gegenüber Betriebsarzt“
„Camper zu verkaufen, wenig gefahren“
… weitere Flyer von IG-Metall und Verdi machen es noch authentischer

Stellt übriggebliebene Kuchen in die Wohnung und stellt ein Schild auf: 
„Grüße von der Buchhaltung“
„Stephan wurde 40., Bedient euch!“
“Noch 3 Tage bis zur Rente, vielen Dank für alles, euer Herbert.“

Streut Gerüchte über eure Homeoffice-Nachbarn: 
„Ich habe heute die Schneider mit dem Kasupke zusammen aus der Tiefgarage kommen sehen. Nicht zum ersten Mal. Ob die wohl was miteinander haben?“

Kommt ihr am Morgen vom Bäcker zurück, ruft ihr laut „Mockeeeeen“ in die Wohnung, gegen Mittag wechselt ihr über zu „Mazeeiiiiit“, ab 17:00 gilt dann „Schön Feiaabeeeeeeend“

Mangels Azubis spannt ihr einfach eure Netflix-Kids ein. Gebt ihnen was zum Lochen, Tackern, oder Kleben. Lasst sie in Excel die Zeile 1.000.000 finden. Da lernen sie mehr als im Homeschooling.

Provoziert euren Rauchmelder mit einem Feuerzeug, zieht euch eine gelbe Weste drüber und dann lasst ihr die ganze Sippe zum Probealarm auf dem Hof antanzen. Taschen, Computer und Handys bleiben bitte oben.

Geht zu Ehe/Lebenspartner/Mitbewohner und fragt nach Ausgabe einer Rolle Tesa-Film und bunter Klebezettel. Dann bittet ihr um die Abschrift von 5 DIN-A Seiten und bemerkt ganz nebenbei, dass der Toner alle ist und die Pflanzen auch mal etwas Wasser gebrauchen könnten.

Und damit verspreche ich euch ein unvergessliches Wochenende!

Grüße aus dem Höhlen-Office.

T.

110) Corona-Lektionen 30

Wir gehen auf die 11. Woche im Family-Homeoffice zu. Vielleicht sollten wir Kerben in den Türrahmen ritzen? Das glaubt sonst später keiner. Vielleicht wird unsere Bude ja in 30 Jahren zum Museum erklärt und ich führe Schulklassen durch die Gemächer.

Und wieder ein paar Gedankengänge der letzten Tage:

Fußball: Das gestrige Fußall-Derby des Hertha BSC gegen Union Berlin fand als Geisterspiel statt. Im Berliner Olympia-Stadion. In dem Monumental-Bau der sonst 75.000 (!) Menschen einen Sitzplatz bietet. Laut Berliner Zeitung waren dort gestern 300 Menschen unterwegs. Spieler, Funktionäre, Presse und Sicherheit. Nicht nur das Spielergebnis war übel, auch die komplette Situation. Ein paar Stimmen brüllten Anweisungen über den Platz, es klang wie in einer Schwimmhalle. „Nich‘ vom Beckenrand springen!“, „Nich‘ rennen, is’ glatt hia!“. „Finger zusammen, hab‘ ick jesacht!“ Ich verstehe nicht, warum dort keine Zuschauer hineindürfen. Soll man halt nur jeden fünften Platz besetzen, dann müsste sich doch das Ansteckungsrisiko in Grenzen halten, oder? Und vielleicht diese Plätze nicht an die Meistbietenden verticken, sondern eher an Menschen, die sich so etwas sonst nicht leisten können oder es in den letzten Wochen besonders schwer hatten. Das muss doch gehen!

Besuch: Sie darf wieder besucht werden. Aber nur von einer Person aus der Familie. Und die Sicherheitsmaßnahmen sind streng. Terminvereinbarung, Warten am Tor, Gesundheitsabfrage, Protokoll, Unterschrift, Temperatur messen, Mundschutz um, Kittel an, Handschuhe an und im Besuchsraum an einem 1×2 Meter langen Tisch Platz nehmen. An der schmalen Seite. Warten. Sie wird hereingebracht und am anderen Ende des Tisches abgestellt. Körperkontakt ist verboten. Ein Betreuer bleibt in Sichtweite und rückt ihre Maske zurecht, sollte sie verrutschen. Eine Kommunikation mit ihr, ist auf zwei Meter Distanz kaum möglich. Sie hört sehr schlecht, er hat ein Textil vor dem Mund. Seine Mundbewegungen kann sie nicht sehen. Er nutzt Arme und Hände, um sich verständlich zu machen. Ja, wo waren die denn da? In der JVA Tegel etwa? Nee. Ein Sohn besuchte seine knapp hundertjährige Mutter im Altersheim und brachte ihr die bunten Zeitungen der letzten 10 Wochen. Ein Foto verlässt das Haus. Der Stoff bedeckt Mund und Nase, aber ihre Augen … die glänzen … die sind so wach … so froh über seinen Besuch und die vielen bunten Zeitungen.

Vermischtes:
„Wenn morgen Maskenball wäre, wüsste ich was die Leute dazu tragen.“
„Angebot des Tages: Spaghetti Corona. 7,90 EUR. Nur zum Mitnehmen“
„Du Schatz, sag mal, haben wir eigentlich noch Alu-Folie?“
„Ich kauf mir lieber einen Alu-Hut, der steht mir so gut, der steht mir so gut…“
“Darf‘s noch etwas Corona sein? Nein danke, ich bin satt.“

Und zum Schluss noch ein Zitat aus „Warten auf’n Bus“:
„Alta, ick schäm ma so dass Leute denken, dass ick irre bin, so dass ick davon schon wieder irre werde.“

Schönen Sonntag!
T.

<— Corona-Lektionen 29

—> Corona-Lektionen 31

100) Corona-Lektionen 21

Die Kids schlafen noch. Bevor unser Router wieder die Lichter der Nachbarschaft flackern lässt, Zeit für ein paar Gedankengänge.

Psyche: Man liest von depressiven Stimmungen, der Umsatz von Alkoholika ist um 20% gestiegen, der Absatz von fernsteuerbaren Vibratoren wohl auch. Meine Güte, was es alles so gibt …
Tja, was macht das alles mit uns? Stehen wir nach Corona nicht beim Friseur in der Schlange, sondern eher beim Seelenklempner? Eigentlich wollte ich genau darüber etwas schreiben heute, aber das zieht mich irgendwie runter. Das geht so nicht, es muss etwas Lustiges her! Ich versuche es mal.

Wortspiele:

„Hi Coro, na wie geht’s?“
„Neulich noch in Verona, jetzt im Bett mit Cor…“.

… mhm …

“Das ist Kalle aus Halle, mit dem spielen `se alle. Das ist Heiner mit dem spielt …
Das ist Mona, die hat Cor….“

… Oaaaahh schlecht …

„Wessen Maske ist das? Das ist, Henry‘s Maske.“
„Auch der Baske trägt nun Maske.“

… krampf …

„Corona Lisa“
„ Toyota Corona?“

… ich lass` es wohl besser

Maske: Am Donnerstag war ich das erste Mal mit Maske im Kaufland. Und was ist daran nun bitte lustig? Nicht viel.

  • Noch vor ein paar Wochen hätte sich die Menschenmenge vor mir geteilt, wenn ich mit Maske da aufgekreuzt wäre. Jetzt, wo die Maske Pflicht ist, sind anscheinend jegliche Abstandsregeln vergessen. Menschen rücken mir so sehr auf die Pelle, da wird mir Angst.
  • Schon kurz nach Obst & Gemüse bekam ich kaum noch Luft. Jetzt weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn ein Nepalese in Kathmandu zum Kaufland geht. Respekt. Beim Joghurt schalte ich die Lauf-App ein und versuche das als Höhen-Training zu verbuchen.
  • Und ständig beschlägt mir die Brille. Ich setze sie auf und ab. Ich schiebe sie über die Augenbrauen ( … und sehe aus wie einer vom literarischen Quartett) oder lasse sie locker auf den Nasenflügeln sitzen ( … uns sehe dann aus wie der Gauland von der AfD). Doof.
  • Ich muss die Gummis hinter den Ohren lockern, sonst kriege ich noch Segelohren. Merken: Termin machen beim Schönheitschirurgen. Und beim Seelenklempner.
  • Hinter Fleisch & Käse irrt ein Seniorin durch den Laden und brüllt durch ihren Stoff. „Bapu!“ „Bapu, wo bipt du?“ „Bapu, hapt du schon Milp?“
    Was is‘n das für‘n ungewöhnlicher Name … Bapu. Ist der vielleicht Inder?
    Nö… der heißt einfach Hartmut.

So, dann ist das ja nun doch noch ein unterhaltsamer Beitrag geworden

Schönes Wochenende

T.

<— Corona-Lektionen 20

–> Corona-Lektionen 22