Heute früh habe ich mir das gestrige Interview mit der AfD-Co-Vorsitzenden im ZDF heute journal angesehen. Es ging um den Parteitag in Erfurt. Ihrem süffisanten Grinsen hätte ich am liebsten meinen Instant-Kaffee entgegengeschleudert. Nur wären dann mein Tablet eingesaut und das Hotelzimmer hier in Litauen müsste ich ebenfalls putzen.
Was denkt Sie sich eigentlich? Diese … oah … ich muss mich wirklich zusammenreißen, um nicht gegen meine eigenen Statuten hier zu verstoßen.
Ihr Co-Vorsitzender war wohl in anderem Programm ebenfalls in Interviews zu sehen. Der ist mir allerdings ziemlich egal. Ich kann ihn nicht ernst nehmen, und den großen Rückhalt scheint er in der eigenen Partei inzwischen auch nicht mehr zu haben. Seine Grenzen sind kaum zu übersehen und zu überhören.
Aber diese … nein, ich schreibe besser nicht auf, was ich gerade denke. Die Wörter „widerwärtig“, „Schlange“ und „Seife“ wären definitiv dabei. Und das wären noch die harmloseren.
So, aber was nun? Was kann jeder Einzelne eigentlich tun, damit man sich irgendwann nicht die unangenehme Frage stellen lassen muss?
Das Kreuz bei einer anderen Partei zu machen, scheint jedenfalls nicht zu reichen.
Protestieren und demonstrieren darf man. Gut so. Nur erreicht man damit ausgerechnet diejenigen kaum, die man eigentlich erreichen möchte.
Blockieren, sabotieren oder sich irgendwo festkleben? Kriminell. Und letztlich nur Wasser auf deren Mühlen.
Einer Partei beitreten? Ich fürchte, dafür fehlt mir die Zeit.
Blogbeiträge schreiben, sich in den sozialen Medien abmühen? Ich weiß es nicht.
Die Familienfeier für politische Diskussionen nutzen? Beste Stimmung garantiert.
Ich bin echt ratlos
Hat jemand eine Idee? Dann wäre jetzt mal ein guter Zeitpunkt.
PS: Titelbild via KI







