Und wieder bin ich heute über eine Landesgrenze gefahren. Ein leichtes Hoppeln im Asphalt deutet darauf hin, dass eine andere Straßenbaugesellschaft zuständig ist. Das war’s, ein verwirrtes EU-Schild und dann ein paar Sekunden später die übliche SMS vom lokalen Mobilfunkbetreiber.
Also Grund genug für eine zweite Karte aus Lettland, diesmal aus den Regionen Vidzeme, Riga und Kurzeme. Viel schreiben werde ich nicht, aber ein paar Appetithäppchen kann ich gern verteilen, dann könnt ihr euch das hier selber anschauen. Es lohnt sich.
Nach Pärnu (Estland) ging es in Richtung Riga (Lettland) mit mehreren Zwischenstopps. Einer davon hatte es mir besonders angetan. Die Veczemju-Klippen. Eine Mischung aus Campingplatz im Wald, Grill und Picknick-Plätzen und einer großen Badestelle vor roten Klippen. Erst läuft man ein paar Minuten durch den Wald und dann hat man den Eindruck, jemand hat einem ein riesiges Poster vor die Nase gestellt..



Und dann ging’s natürlich nach Riga, zum einen mit einer fantastisch restaurierten Altstadt.



Aber auch mit dem Klusais centrs („Das stille Zentrum“) mit kunstvoll Jugendstil-Häusern die ich so noch nicht gesehen habe. Wow.



Das folgende Specktakel am Nationaltheater ist in > Wenn Freiheit wieder eingemottet wird beschrieben.



Meine Hütte lag nahe dem Āgenskalns Viertel und dem Āgenskalns-Markt incl Food Court, ein Bude bot Speisen aus der Ukraine. Lecker, war es, schon aus Prinzip.



Apropos aus Prinzip. Um das Gelände einer gewissen Botschaft, wurde zum Anlass „geschmückt“. Selbst eine anliegende Straße des Eckgebäudes wurde umbenannt. Kudos! … CC regierender Bürgermeister von Berlin.



Wenn’s mal regnet, kann man sich auch ein Stündchen in der Nationalbibliothek aufhalten, auch wenn man kein Mitgliedsausweis hat. Sehr beeindruckend. Man kann sogar ein liebgewonnenes Buch da lassen, wenn man einen guten Grund hat.



Nach Riga, ging es weiter Richtung Nordwest mit Stopp an der Moorlandschaft im Nationalpark Keremi. Sehr beeindruckend, die Landschaft, die Wolken über einem und unter einem. Vor Ort ist auch > Abseits – Vol 5 entstanden.



Am Kap Kolka war auf einmal die Welt zu Ende und man kann zusehen, wie das Meer das Land raubt.



Auf dem Weg Richtung Süden wieder einsame Straßen, Strände und gigantische Wolken,



Die vergangene Nacht in Kuldīga, uralte Stadt, vieles wurde schon restauriert, manches wartet noch drauf. Aber so ist das. Die Dinge dauern und kosten. Die EU unterstützt den Bau von Straßen, Plätzen, Brücken und Fußwegen, aber die privaten Häuser müssen leider auch privat finanziert werden.



Mein Highlight heute waren sicherlich die ehemaligen Festungsanlagen in Liepāja , die der russische Zar Ende des 19. (!) Jahrhunderts gegen die Bedrohung aus dem noch neuen deutschen Reich hatte aufbauen lassen. Tausende Menschen müssen hier beschäftigt gewesen sein und heute zerbröselt es nur sehr langsam in den Fluten.



So, das soll’s mal gewesen sein. Die anderen 1000 Bilder erspare ich euch.
Und wenn ihr euch fragt, was ich hier mache … eat this
Entdecke mehr von T.ipping-Point
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.