43) Wenn Bots bloggen (16) – Stabilität

Hallo, ich bin es wieder T.Bot. der digitale Blog-Sklave von T. dem „Chef“ des ganzen hier. Der T. fühlt sich gerade etwas ausgeblogt und damit er nicht geradewegs in einen Blogout rauscht, hat er mich gebeten, hier heute mal zu übernehmen.

Meine Güte, da kommen einem gleich die Tränen, oder?  Der soll mal ein bisschen die Maustasten zusammenkneifen. So‘n Blog ist schließlich kein Pony-Hof, das weiß man doch aber vorher. Da muss man halt auch mal eine Extra-Meile gehen. Es gibt keine Probleme, sondern nur Challenges. Man wächst mit seinen Aufgaben. Habe ich in irgendeinem Manager-Magazin gelesen, glaube ich.

Aber gut, da bin ich nun. Ich fühle mich wie ein Vertretungslehrer, ich werde vor die Klasse gestellt, habe aber keinen Plan, was ich heute mit euch machen soll. Also reden wir vielleicht einfach über das aktuelle Geschehen.

Eure Ex-Kanzlerin wünscht sich eine Abschiedszeremonie … „Zapfenstreich“ heißt das wohl … aber mir ist nicht klar, wessen Zapfen sie streichen wird. Ich bin gespannt. Auf jeden Fall hatte sie wohl exklusive Wünsche was die Auswahl der Musik angeht. Darauf hin haben sie dann alle Soldaten aus dem Ausland zusammengetrommelt, auch die aus Afghanistan. Nun proben die schon seit Wochen und versuchen sich an roten Rosen die herabregnen und Farbfilmen, die ein Staatsekretär namens Michael vergessen hätte. Ergibt alles keinen Sinn für mich.

Bei eurem Virus geht‘s auch nur schleppend voran, oder? Ich meine, der T. hat schon in >Corona-Lektion 1 drüber nachgedacht, die Testung zu optimieren, in dem man den Touch-Sensor eurer Telefone mit einer Spuckfläche ausstattet. Was ist seitdem geschehen? Nichts! Nur Taktiererei, Wahlkampf und Pöstchen-Geschacher. Selbst als T. im Beitrag >New Work – Teil 6 vorschlug, den Corona-Virus in einen Computer-Virus zu konvertieren, um ihn mit herkömmlichen Virus-Scanner auszumerzen, hat keiner reagiert. Ich meine, dann muss man halt mal andere Wege gehen, oder? So eine Virus-Krise ist schließlich kein Pony-Hof. Da muss man halt auch halt mal eine Extra-Meile gehen. Es gibt keine Probleme, sondern nur Challenges. Man wächst mit seinen Aufgaben. Oh, sorry. Mein Wiederholungsdetektor hat gerade den Geist aufgegeben. So wie das >Auto-Radio von meinem Stromgeber kürzlich.

Apropos Auto-Radio. Jetzt versucht der T. doch glatt, sich mit einer Bluetooth-Box über die Zeit zu retten. Weil er zu geizig ist, mehrere tausend Euro für ein Auto-Radio mit Navi auszugeben. Muss er doch nur mal bei e-Bay schauen, da gibt‘s genug von den Dingern. Ohne Rechnung sogar…

Na mal sehen, wie das wohl endet.

Ich melde mich wieder

Euer T.Bot

<— Wenn Bots bloggen (15) – Orientierung

–> Wenn Bots bloggen (17) – Neujahrsergüsse

257) Radio me!

Heute möchte ich den Beitrag >My Radio von Anke weiterspinnen. Sie schrieb über ihr Auto-Radio, welches sie neulich mit dem Vornamen ansprach.

In einer Welt, in der die Menschen immer mehr zum absoluten Unikat streben, zur „personalized user experience“, will ich heute mal über das Radio der Zukunft nachdenken.

Also sieben Ideen, wie ein Radio künftig sein könnte:

  1. Natürlich wird das Radio uns persönlich kennen und ansprechen. Mit Name, Geburtstag und sonstigen Daten, die wir ja freiwillig den Datenkraken in den Hals werfen.
  2. Die Musik ist selbstverständlich voll auf unsere Hörgewohnheiten und Likes in den Streaming-Diensten und Social Media-Plattformen abgestimmt.
  3. Bei den Nachrichten kommen nur Nachrichten ins Ohr, die wir auch „hören wollen“, unbequeme Details werden herausgefiltert, geschnitten und geglättet.
  4. Werbung ist logischerweise voll auf uns zugeschnitten. Unser Radio-Sender hat Zugriff auf unsere Anfragen bei Suchmaschinen und Lieferdiensten. Kennt unsere digitalen Einkaufslisten und Kurznachrichten a la „Kannst du bitte noch Brot mitbringen?“.
  5. Da wir ständig posten, dass wir „gerade losgefahren“ und dann auch „gleich da sind“, begleitet uns das Radio mit Informationen durch die Stadt. „Achtung Ampel-Ausfall in der So-und-So-Straße“ und „Nur noch 32 Brötchen und 7 Brote beim Bäcker nächste Ecke links“.
  6. Die Krankenkassen kaufen sich auf den Radio-Sendern ein und sorgen dafür, dass die Temperaturen grundsätzlich kälter angesagt werden und die Winde böiger.
  7. Die Arbeitgeber lassen unterschwellige Nachrichten an die Empfänger senden, die noch immer offline sind. „Guten Morgen Berlin, ein weiterer Start ins Homeoffice!“ oder „Millionen User-Accounts wurden gehackt, versorgen Sie sich schnellstens mit Updates“.

Wenn man das zu Ende denkt, würde das letztlich zu 80 Millionen Radio-Sendern in Deutschland führen. Kinder und Hochbetagte mal eingerechnet. Das Tuning-Rad am Gerät bräuchte man eigentlich nicht mehr, ebenso keine Speichertasten oder Favoriten, denn jeder hat genau den einen … seinen … Sender. Einfach 80 Millionen Bubbles, quasi.

Aus aktuellem Anlass: Mein Auto-Radio hat sich in die ewigen Äther-Gründe verabschiedet. Es macht nichts mehr, außer die Auto-Batterie leersaufen, was auf Dauer ein ungünstiges Preis-Leistungs-Verhältnis darstellt. Als mir die Werkstatt den Preis für ein neues Gerät recherchierte, bin ich fast umgefallen. Soll ich jetzt echt meinen Diesel verkaufen, der noch locker 100.000 km fahren würde wenn man ihn lässt, nur weil sich das elektrische Radio verabschiedet hat?

Mhm … das stimmt mich etwas nachdenklich

Frühere Beiträge zu Radio:

256) Weihnachtsmarkt auf‘m Balkon

Brandenburg hat die Weihnachtsmärkte kurz nach Eröffnung wieder geschlossen, in Berlin sind sie noch geöffnet, allerdings unter fünf Seiten voller Auflagen.

Auszug:

„Grundsätzlich müssen Besucherinnen und Besucher von Weihnachtsmärkten nicht negativ auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 getestet sein, d. h. es gilt keine 3G-Vorgabe. Für die einzelnen Stände auf dem Weihnachtsmarkt gelten die jeweils einschlägigen Vorschriften der InfSchMV, wie etwa § 18 InfSchMV für Gastronomiestände.
Auf Weihnachtsmärkten besteht gemäß § 16 Absatz 4 InfSchMV Maskenpflicht.
Für Weihnachtsmärkte gelten keine Personenobergrenzen.“ 

Mir ist es vergangen, ich mag das nicht studieren.

Wir sollten einfach unseren eigenen Weihnachtsmarkt auf dem Balkon abhalten, oder? Hier ein paar Tipps für echtes Weihnachtsmarkt-Feeling daheim:

  1. Besorgt euch billigsten Glühwein, lasst den Alkohol zwei Stunden im Topf verdampfen, schreibt dann „Vegan“ und „4,50 EUR“ auf eine Tafel und teilt ihn in kalten Tassen an die Gäste aus.
  2. Heizt den Grill an und packt Bratwürste aus dem TK drauf. Dann legt ihr die in aufgeschnittene Beton-Brötchen vom Backkombinat und macht noch eine hauchdünne Spur Senf drauf. Aber nicht zu viel, das wäre völlig unrealistisch.
  3. Stellt alle Gäste ganz eng aneinander, lasst sie mit Ellbogen und Schultern aneinander reiben und wenn ihr Freunde mit Kleinkindern habt, bittet sie, die Kinderwagen mitzubringen und euch in die Hacken zu rammeln.
  4. Nehmt den Bluetooth-Speaker mit ins Freie und wählt Wham aus, damit sie wieder vorsingen können, wie es letzte Weihnacht so war. R.i.P. George Michael!
  5. Vielleicht guckt ihr vorher eure Schränke durch. Da finden sich bestimmt noch irgendwelche Kerzen, Duftstäbchen, Holzlöffel und Strickmützen. Die legt ihr einfach aus und schafft Platz für neues.
  6. Ihr füllt eine Schale mit Puderzucker und pustet mal ordentlich rein, sodass alle Gäste weiße Krümel auf den schwarzen Jacken haben und panisch an sich herumklopfen.
  7. Schaut mal, ob ihr irgendwo in der Butze noch ein Mikro herumzuliegen habt. Da ruft ihr dann rein: „Und einsteigen bitte, die Fahrt geht gleich los!“ Die Gäste sollen dann die Augen schließen und sich dann 20 mal um die eigen Achse drehen.
  8. Dann nehmt ihr wieder das Mikro und ruft. „Na, das war doch erst der Anfang liebe Freunde. Mit Santa-Klausi geht‘s jetzt erst richtig los. Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Vielleicht mal ein paar Runden rückwärts?? Heute noch mal ohne Tempo-Limit. Ha, ha, ha. Jawolloooo. Wer sagt’s denn! Monster. Hyper, Hyper! Mega-schnell in die Super-Kurve!!!!
  9. Anschließend tretet ihr jedem Gast einmal gegen das Knie und ins Kreuz, damit sie noch lange an den Trip mit der imaginären Super-Maus zurückdenken
  10. Und wenn dann einer der Gäste aufs Klo muss, dann zeigt ihr einen Kilometer in irgendeine Richtung und dann sagt: „Da lang, kostet‘n aber’n Euro“

Schönen ersten Advent
T.

255) Corona-Lektionen 105

Vor knapp einem Jahr, habe ich >Corona-Lektion 56 geschrieben. Würde ich den nun einfach kopieren, wäre dieser Beitrag hier schnell verfasst. Ein paar Dinge sind jedoch anders.

Gedanken der letzten Woche:

Déjà-vu?
Seit Tagen sehe ich die lila Welle auf der Corona-Karte näherkommen. Hätte ich jeden Tag ein Foto gemacht und würde ich die Bilder hintereinander abspielen, sähe das Ganze wie eine heranrückende Schlechtwetterfront aus. Wieder steigt ein beklemmendes Gefühl auf, es nimmt Tag für Tag zu, genauso wie im Frühjahr und Spätherbst 2020 und man kann sich nur schwer dagegen wappnen. Fenster vernageln und Sandsäcke stapeln bringt nichts.

Alles anders?
Aber die Situation ist eben nicht direkt vergleichbar. Wir kämpfen mittlerweile gegen Delta und erwarten jeden Moment, dass Omikron an die Tür klopft. Beide sind anscheinend viel ansteckender, als der initiale China-Import. Wir haben nun Test-Center, mehrere Impfstoffe, eine Corona-Warn-App und einen digitalen Impfausweis. Lief alles andere als flüssig, aber immerhin, haben wir das Besteck. Aber wir haben eben auch einen virologisch nennenswerten Teil der Gesellschaft, der meint, er hätte die Weisheit mit dem eigenen Löffel gefressen und, dass sie das alles nichts angeht.

Freiheit?
Soll von mir aus jeder glauben was er will, aber wenn eine bockige, teils auch manipulierte, influencierte Minderheit, das ganze Land in Geiselhaft nimmt, macht mich das sehr wütend. Am meisten ärgert mich, dass die Gegner der Corona-Politik für sich in Anspruch zu nehmen, auf die Straße zu gehen und laut „Freiheit“ zu fordern. Vielleicht sollte man es mal umdrehen und es sollten die Menschen auf die Straße gehen, die all die Maßnahmen vernünftig mitgemacht haben und mittlerweile die Faxen dicke haben.

Infektion?
Eine kleine, disziplinierte Familienfeier sorgte anschließend für mächtig Trubel und Verunsicherung, weil Kinder U12 dabei waren und danach positiv getestet wurden. Und wenn der Stammhalter danach mehrere Tage Kopfschmerzen hatte, man selber mal nicht den besten Tag erwischt hat oder die Corona-Warn-App rot bimmelt, dann stellt man sich gleich die bange Frage. „Hat es uns nun auch erwischt?“

Handeln?
In >Corona-Lektion 104 habe ich die drastischen Worte von Herr Wieler zitiert, als er circa 400 Tote pro Tag überschlug, bei der Zahl von 52.000 Neuinfektionen Mitte November. 400 Tote, die Zahl ist schwer zu greifen. Die Jungs von >Lage der Nation haben es diese Woche etwas plastischer gemacht. Jeden Tag ein Flugzeugabsturz über Deutschland. Keine Überlebende. Jeden Tag.

Und damit kommentierten sie ja nur noch mal die 52.000 Neuinfektionen von Mitte November. Unterstellen wir mal einen weiteren exponentiellen Anstieg und 70.000, 80.000, 90.000 Infektionen pro Tag sind es schnell 650 Tote und mehr. Zwei Flugzeugabstürze. Pro Tag. Rums. Rums.

Zwang?
Ich bin bestimmt kein Freund von staatlichem Zwang und beim Thema Impflicht war ich innerlich unentschieden, aber vermutlich ist es der einzige Weg raus aus dem Schlamassel. Die Gesellschaft wird nicht durch eine Impfpflicht gespalten, sondern durch fehlende klare Ansage und mangelnde Entscheidung dazu. Sollen sie es machen, dann gibts 6 Monate Getöse und dann ist das Thema durch. (Stichwort: Gurtpflicht, Helmpflicht, Rauchverbot, Masern, Meldepflicht, Census etc). Vielleicht hilft es Impfskeptikern oder Impfgegnern auch, sich erhobenen Hauptes aus dem inneren Konflikt oder von schwurbelnden Einflüssen von Freunden, Bekannten und Schwiegereltern zu lösen.

Wird vielleicht nicht jedem Leser hier schmecken, aber das ist ja auch mein Blog hier, hier habe ich Hausrecht und bestimme wie die Tische gestellt werden!

Schönes Wochenende!

PS: Apropos Hausrecht. Ich muss die beiden Bilder aus dem >Oktober-Trip nach Sachsen noch mal bringen.

Nun haben die da ein richtiges Problem. Wenn kapieren sie endlich, dass es da einen Zusammenhang geben könnte?

<— Corona-Lektionen 104

–> Corona-Lektionen 106

69) Wortwahl: Ich, Ich, Ich (Nr. 500 ;-)

Et voilà, Mein 500. Beitrag 😉
In 3G! Gedacht, Geschrieben und Gepostet.

Dieses Ereignis kündigt sich für mich schon seit ein paar Tagen an, also überlegte ich, ob ich etwas Besonderes machen sollte. Ein Best-Off? Ein Rückblick in Sepia? Ach, nee … besser nich‘.

Stattdessen will ich zu den Wurzeln dieses Blogs zurück, denn der entstand schließlich im Kontext des >Alltags-Egoismus in unseren Breitengraden. Die anderen >Kategorien (… die mir mittlerweile auch mehr Spaß machen …) kamen erst danach hinzu.

Aber nun zum heutigen Thema:

Vor einiger Zeit kam mir die Wortkonstruktion „Gerechtichkeit“ in den Sinn.

Nein, diesmal kein Schreibfehler 😉 Bewusst so entschieden und mit „ich“ geschrieben.

Aber als ich die Datenkrake danach befragte, musste ich lernen, dass es den Begriff Gerichtichkeit schon gibt, allerdings nur sehr selten und es stand auch kein Trademarkzeichen dahinter, also bin ich mal so frech und reite heute ein wenig darauf herum.

Warum beschäftigt mich nun diese „Gerechtichkeit“?:

Tja, es geht um das kleine gesprochene „ich“, denn das kann ja zwei Intentionen haben.

  • Zum einen, dass man eher sich selber, also das eigene „ich“, als Empfänger, Profiteur oder Nutznießer des Strebens nach Gerechtichkeit im Kopf hat.
  • Zum anderen, könnten wir es ja auch so denken, dass es von uns selber, also vom „ich“ abhängt, ob es gerechter, besser und friedlicher auf der Kugel zugeht.

Das Wort Gerechtichkeit wäre noch exakt das gleiche, es kommt aber darauf an, wie man dieses kleine „ich“ denkt.

Und es gibt noch viel mehr solcher Wörter, über die man mal nachdenken kann:

  • Persönliche Freiheit
  • Bürgerliche Rechte
  • Selbstlosichkeit
  • Chancengleichheit
  • Ausgeglichenheit
  • Unabhängichkeit
  • Impfpflicht, Sicherheit
  • Rücksicht, Nachsicht, Verzicht,

Also Schönen Abend, euer Stammtich-Philosoph!

PS: Alle Schreibfehler sind voll beabsichtigt!

254) Ralle for President!

Bald werden wir vermutlich eine Regierung haben und nach der ganzen Weihnachtsvöllerei, gilt es dann, das Präsidentenamt neu zu besetzen. Wer soll es machen? Männlein? Weiblein, Ossi? Wessi? Hetero? Homo? White? Colored? Organic? Vegan? Migrated? Included? Ich kann die Diskussion schon hören.

Also ich bin für eine Doppelspitze!

Und nach Abschluss der zweiten Staffel von >Warten auf‘n Bus ist für mich die Entscheidung klar. Ralle und Hannes sollten es machen!

Eigentlich halte ich mich ja hier mit TV-Empfehlungen zurück, aber die Serie (>besonders die zweite Staffel) möchte ich euch unbedingt ans Herz legen.

Da sind großartige Dialoge, mit Felix Kramer und Ronald Zehrfeld zwei Top-Schauspieler, ein intelligenter Witz und eine tief verankerte Gutmütigkeit, die die beiden ausstrahlen. Dieses … fast schon Kammerspiel unter freiem Himmel … spielt in der Brandenburger Einöde an einer Bushaltestelle, tangiert natürlich auch den ein oder anderen Nachwende-Schaden, verschafft mir persönlich aber beste Laune und ein warmes Herz … und wehte mir auch schon Märkischen Sand ins Auge.

Und wenn sie schon nicht Präsidenten werden, dann sollten sie den Grimme-Preis kriegen!

Hut ab Jungs, mit euch würde ich gern mal ein Bier oder Multisaft trinken.

Ich hoffe auf eine dritte Staffel

253) Check!

Der erwachsene Mensch macht circa. 15 Atemzüge pro Minute und sein Herzschlag sollte ungefähr bei 60-90 Schlägen liegen. Und was er sonst noch so regelmäßig macht? Er checkt irgendetwas. Permanent.

Das beginnt schon beim Aufwachen:

  • Lebe ich noch?
  • Wo bin ich?
  • Habe ich einen Schlauch im Hals? ( … aus aktuellem Anlass)
  • Liegt jemand neben mir?
  • Was für ein Tag ist heute?
  • Was war gestern?

Und geht zum Check-In durch Bad und Küche:

  • Wie sieht‘s draußen aus?
  • Wie sieht man selber aus?
  • Reicht die Zahnpasta noch?
  • Was sagt der Wettermann im Radio?
  • Haben wir genug Kaffee?
  • Braucht die Kaffeemaschine Wasser?

Und dann so weiter:

  • Wo ist das Handy? (… also spätestens jetzt … wenn nicht schon eher … seid ehrlich)
  • Was macht der Akku?
  • Wie ist die Corona-Lage?
  • Was sagt die Wetter-App? (… weil der Radio-Sender vielleicht falsch liegt)
  • Und der Regenradar? (… weil die App vielleicht falsch liegt)
  • Was macht der Blog eigentlich?

Auf den Tag will ich gar nicht tiefer eingehen:

  • Posteingang und Spam
  • Termine und Fristen
  • Zusagen und Absagen
  • Downloads und Uploads
  • Bestellungen und Lieferungen
  • Kühlschrank ODER Kantine
  • Fortschritt und Verzögerung
  • Qualitäten und Quantitäten
  • Ankünfte und Abfahrten

Auch am frühen Abend dann weiter:

  • Wo sind die Kinder?
  • Was gibt‘s zum Essen?
  • Nachricht vom Fußballverein oder Lieferdienst?
  • Rückmeldung von Hausverwaltung oder Reifendienst?
  • Wo zum Henker wurde mein Päckchen abgegeben? 😉
  • Corona-Lage, Blog-Kommentare, Nachrichten?

Und dann checken wir durch bis ins Bett:

  • Türen zu, Fenster zu, Geräte aufladen?
  • Fernseher aus? Spüli aus? Licht aus?
  • Wo werde ich morgen sein? (… zugegeben … blöde Frage … aktuell)
  • Wie sieht‘s draußen aus?
  • Wie sieht man selber aus?
  • … oh … das hatten wir schon am Morgen …

Jeder mag einen anderen Tagesablauf haben, der eine mehr digital, der andere weniger, aber ich würde mal behaupten, wir checken uns alle durch den Tag. Wir sind die Oberchecker, Querchecker, Durchchecker, Doublechecker! Ich würde mal wetten, dass unsere tägliche Checklist länger ist, als die eines Flugzeugpiloten oder ISS-Astronauten.

Wetten? Check!

Nachtrag:
Nun, zum Ende des Beitrags muss ich gerade an meinen Noah denken. Ihr kennt Noah nicht? Dann „checkt“ mal hier. Begonnen im November 2019 … vor Corona.

 

4) New Work – Teil 1

Gong. „Guten Morgen Noah, es ist Dienstag 06:00 Uhr, wir haben den 19. November, du musst aufstehen“, säuselt eine Frauenstimme von der Zimmerdecke und fährt mit dem alltäglichen Briefing fort.…

5) New Work – Teil 2

Fortsetzung … Gong. “Noah, Dein Frühstück steht an der Tür bereit“, spricht die Stimme aus der Zimmerdecke. Er verlässt das Bad und öffnet die Tür seiner Micro-Flat. Auf der Fußmatte vor…

6) New Work – Teil 3

<— zum Teil 2 hier klicken Fortsetzung Gong. „Noah, ich übertrage das Dossier für die anstehende Holo-Con mit Australien auf deine Brille“, spricht die Frauenstimme aus der Zimmerdecke.  „Meine Analyse…

56) Postkarte von Morgenröten – Vol 3

Ich schon wieder. Ging es mir gestern um meine morgendlichen Walks im Park und deren mediale Begleitung, soll es heute um die etwas schnellere Variante mit Laufschuhen gehen.

Aber bevor ich an die Startlinie trete, möchte ich einen neuen Blog vorstellen. Synke von >https://vollverkopft.com verspricht uns „Mindfood für Kopf, Herz und Seele“ und hatte sich jüngst auch dem Thema >Morgenrituale gewidmet. Schaut mal vorbei, sie freut sich sicher über euere Likes und erste Follower 😉

So, und nun aber zum Thema. Eigentlich war ich ja lange Zeit ein Parkläufer, aber mit Corona, den Aerosol- und Bratwurstwolken im Park, habe ich mich sehr bald auf eine Tartan-Bahn verabschiedet.

JA, Rundendrehen ist nicht jedermanns Sache, es kann schnell öde werden und man hat alle 400 Meter die gute Gelegenheit abzubrechen.

Aber ich will heute mal die positiven Aspekte herausarbeiten:

  • Häufig ist man ganz allein, das ist keiner der einem in den Nacken hechelt
  • Es gibt keine Hunde, oder deren Haufen, keine Schlammpfützen, keine Scherben
  • Die absolvierte Strecke lässt sich exakt bestimmen, die Schrittzähler Apps überraschen ja manchmal.
  • Gerade in Frühling und Herbst, ist ein Sportplatz der Ort, wo es am ehesten Helligkeit gibt
  • Und der Himmel, der hat natürlich auch genug Möglichkeiten, sich zu zeigen.

Also ich mag die Runde und Stunde dort, auch wenn es etwas mehr Motivation braucht. Aber schließlich kann man sich ja nebenbei auch gut beschäftigen

Hier der zweite Teil der Liste, meiner Podcasts und Hörbücher aus den letzten Monaten:

  • Die aufgeregte Gesellschaft (Philipp Hübl)
  • 180 Grad (Lukas Klaschinski)
  • Wischmeyers Stundenhotel (Dietmar Wischmeyer und Tina Voß)
  • Die Selbstgerechten (Sahra Wagenknecht)
  • Deutschland 2050 (Nick Reimer und Toralf Staud)
  • Die Pest (Albert Camus)
  • Der Fall (Albert Camus)
  • Der Fremde (Albert Camus)
  • Der Wal und das Ender der Welt (John Ironmonger)

Und nun noch was für die Augen:

<—Postkarte von Morgenröten – Vol 2

Sport frei!

55) Postkarte von Morgenröten – Vol 2

Ach Mensch, ich hab‘s ja fast verpasst. Diesen Monat „feierte“ ich 20 Monate Höhlen-Office!

Kein Büro betreten, keine Kolleg*Innen getroffen. Auch nicht außen. Sorry, albernes Wortspiel 😉

Ich denke, die meisten Firmen würdigen doch irgendwie langjähriges Engagement ihrer Mitarbeiter, oder? Da gibt‘s vielleicht einen Gutschein zum 10-jährigen, ein Abendessen mit der Abteilung zum 25-jährigen und eine Inventar-Nummer zum 40-jährigen Jubiläum.

Aber was wird es zum 2-jährigen Höhlen-Jubiläum wohl geben?

  • Ein Paar Hauslatschen?
  • Ein neues Headset?
  • Ein Satz Rasierklingen?

Aber genug der Einleitung. Fast jeden dieser ca. 400 Tage habe ich mit einem „Walk in the Park“ oder einer Jogging-Runde begonnen. 

Heute möchte ich ein paar Impressionen vom „Walk in the Park“ teilen und den ersten Teil einer Liste von Pod Casts und Hörbüchern, die ich dabei verputzt habe.

Auf den Ohren:

  • A bit of Optimism (Simon Sinek)
  • Die Lage der Nation (Philip Banse und Ulf Buermeyer)
  • Jörg Thadeusz – Der Talk (Jörg Thadeusz)
  • Wieprechts Wahrheiten (Volker Wieprecht)
  • Klara und die Sonne (Kazuo Ishiguro)
  • Der Neunte Arm des Oktopus (Dirk Rossmann)
  • Der Fall des Präsidenten (Marc Elsberg)

… Fortsetzung folgt mit nächstem Beitrag

Vor den Augen:

Postkarten von etwas weiter weg gibts hier von der Rolle —> Postkarten

<— Postkarte von Morgenröten – Vol 1

–> Postkarte von Morgenröten – Vol 3

252) Wortwahl: Emissionsrechte

Folgt man der Klima-Debatte etwas aufmerksamer, trifft man irgendwann auf die Begriffe „Emissionsrechte“ und „Klimagutschriften“. Vereinfacht gesagt, kauft/verkauft man die verbriefte Erlaubnis, gewisse Kontingente an CO2 in die Luft blasen zu dürfen. Die „License to polute“ sozusagen. Mehr Hintergründe könnt Ihr woanders sicherlich fundierter nachlesen.

Packt man die Worte „Emissionrechte“ und „Klimagutschriften“ zusammen und verlagert sie ins häusliche Umfeld, entstehen auf einmal super Geschenkideen, die man den liebsten unter den Weihnachtsbaum legen kann.

Fünf Geschenk-Ideen von mir, da sollte doch für jeden was dabei sein 😉

Noch weitere Ideen? Dann hinterlasst mir ein Kommentar, für besonders originelle Ideen ergänze ich den Beitrag um weitere Gutscheine 😉

Und nun die nachgereichten Vorschläge der geneigten Leserschaft, frei interpretiert:

Gutschein von Belana Hermine:

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Gutschein von Frau Momo:

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Und noch einer von Frau Momo:

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